Gedankenmüll zum Wochenende: Mehr Zeit für sich selbst

Das verlängerte Wochenende ist fast vorbei und ich fühle mich super. Ich habe zwar verhältnismäßig wenig geschafft, was an Arbeit für die Uni anlag, aber dafür habe ich ein paar richtig schöne Tage verbracht. Mit netten und interessanten Gesprächen, Grillen mit der Familie, einem Kinobesuch mit Freunden, mit dem spannenden Finale der Fußball Bundesliga und anderen Dingen. Heute bin ich sogar dazu gekommen, mal wieder eine kleine Runde zu laufen. Das letzte Mal ist wohl so ein dreiviertel Jahr her und dafür lief es echt ganz gut. Das möchte ich gerne fortsetzen, sofern es meine Zeit erlaubt. Und damit bin ich auch schon beim Gedankenmüll-Thema für dieses Wochenende: Zeit. Genauer gesagt Zeit für sich selbst.

Mir ist aufgefallen, dass ich mir irgendwie immer weniger Zeit für mich selbst genommen habe und kaum mehr das tat, wozu ich Lust hatte. Ich war in einem Trott der Gewohnheit gefangen, aus dem ich nicht ausbrechen konnte, aber irgendwie wohl auch nicht wollte. Es war ja auch ganz okay. Neben den Uni-Pflichten habe ich mit meinem Blog beschäftigt und vor dem Schlafen noch eine DVD angeschmissen. Das ist auch in Ordnung, ich blogge ja gern und vor dem Schlafen mit einem Film oder mit einer Serie langsam runterkommen ist auch schön. Aber irgendwie kann das ja auch nicht alles sein.

Der aufmerksame Leser hat gemerkt, dass ich an diesem langen Wochenende eher wenig geschrieben und auch wenig kommentiert habe. Nicht aufgefallen dürfte jedoch sein, dass ich auch kaum die Glotze angeschmissen habe. Ich habe mir Zeit für mich genommen und das gemacht wozu ich Lust hatte. Das möchte ich nun öfter, denn es war wirklich toll, dieses Wochenende. Auch wenn das heißt, dass ich das Bloggen öfter mal etwas vernachlässigen werde.

Ich weiß auch gar nicht so recht, warum ich mir dahingehend immer selbst ein wenig zuviel Druck mache. Was will ich denn überhaupt? Ich liebe dieses Hobby nach wie vor, aber manchmal nehme ich dieses Hobby zu ernst, schätze ich. Ich muss keine Rekorde aufstellen, ich muss nicht überall bekannt sein. Der Zustand, in dem das hier alles ist, ist hervorragend. Ich habe reichlich Leser und Kommentatoren, die auch kommen, wenn ich mal zwei Tage nichts schreibe.

Also nehme ich mir vor, mir hin und wieder etwas mehr Zeit für mich selbst zu nehmen, denn ich habe gemerkt, dass die Lebensqualität dadurch steigt. Ich möchte wieder mehr Sport machen, mehr Zeit mit Freunden verbringen und mehr Dinge tun, die dafür sorgen, dass ich das erreiche, was doch das Ziel eines fast jeden ist: Ein Stückchen glücklicher zu sein.

In diesem Sinne: Nehmt euch mehr Zeit für euch selbst und tut öfter das, wozu ihr am meisten Lust habt. Es lohnt sich. Ein schönes Restwochende und einen guten Start in eine neue Woche wünsche ich euch allen!

Euer Konna

 

12 Kommentare

  1. Jenny says:

    Das habe ich zur Zeit auch vor, mehr Zeit für mich & weniger vor dem Computer/Fernseher rumzuhängen. Sowas braucht man eben auch mal.
    Und es ist okay, wenn du nicht dauernd schreibst, deine Leser werden schon nicht weglaufen :)

  2. says:

    Hm, sowas auf die Art ist mir auch schon öfter durch den Kopf gegangen… wobei meine Bloggerei sowieso so eine Ebbe/Flut-Sache ist… mal tagelang nichts, dann wieder drei Beiträge an einem Tag… und die Uni – ja, die nehme ich wohl auch viel zu oft viel zu ernst. Ich habe aber auch dieses Wochenende (bei mir war es leider nicht wirklich verlängert) mal einfach für mich genossen, ohne zuviel daran zu denken, was ich alles noch nicht erledigt habe (btw: “Grillen mit der Familie” dürfte an Mai-Wochenenden so eine Art Volkssport sein ^^).

  3. Am Wochenende sollte man die Finger vom Bloggen lassen und sich immer Zeit für sich selber nehmen. Oder halt innerhalb der Woche ein oder zwei Artikel für das Wochenende planen. ;) :)

    Das Wochenende sollte als Erholung dienen und weniger oder auch gar nicht zum Arbeiten genutzt werden meiner Meinung nach. Ausspannen und Kraft tanken für die neue Woche, dafür ist das Wochenende da. :)

    Klar, das gelingt nicht immer, aber so sollte man es halten. :D

    Mache ich genau so, nichts bloggen im eigenen Blog, einfach ausspanne und seinen anderen Hobbys nachgehen oder mal rausgehen. Das Reallife ist um einiges interessanter als das Internet. :D

  4. Lordy says:

    Sich selbst genügend Zeit gönnen ist nicht nur gut, sondern meiner Meinung nach auch wichtig. Ich habe manche Tage, da kann ich vor Stress nix machen, was mir gefällt. Aber mir ist wichtig, dass ich alle 3 Tage mal was mache, was mir wirklich wichtig ist. Etwas, worauf ich Lust habe. Das gehört einfach dazu. Es ist wichtig. Es darf nicht fehlen.

    Vor allem sollte man sich auch nicht durch das Internet sein “normales Leben” diktieren lassen. Ich schreibe zwar jeden Tag einen Artikel auf meinem Blog, aber manche davon sind ja auch relativ schnell geschrieben. An Tagen, wo ich keine oder kaum Zeit habe, da wird auch nur wenig gebloggt. Ich hab zum Glück den Vorteil, dass ich ziemlich viel blogge, was mir einfällt. Da muss ich nicht recherchieren etc., denn das sind ja dann meist Sachen, die ich gut kenne und die aus dem Leben kommen. Wenn ich merke, dass das starker Druck wird, dann reduziere ich die Artikelzahl und gut ist. Davon sollte man sich echt keine tollen Tage zerstören lassen. Eher tolle Tage erleben und dann darüber bloggen. Ergibt viel mehr Sinn.

    Aber ich war ein wenig vom Thema weg und nun hab ich den Faden verloren. Auf jeden Fall kenne ich deine Situation und denke, dass mehr Zeit für sich selbst haben wirklich nur gut ist. Mach das öfter. Deine Leser werden es dir nicht nur verzeihen, sondern es dir auch gönnen ;) .

    Und dieses lange WE habe ich auch in vollen Zügen genossen. War toll. Nur dennoch könnte es jetzt viel länger sein xD.

  5. Thearcadier says:

    Hm, da hast Du was wahres geschrieben. Ich zB wurde in den letzten Tagen von der fixen Idee getrieben, dass ich meinen Blog umbauen und verändern müsse (soweit das eben geht) und irgendwie habe ich dann kein Ende mehr gefunden und immer weiter gefummelt, hauptsächlich an Inhalten oder überlegt, welche Widgets ich bräuchte.

    Jetzt bin ich der Meinung, dass es erstmal genug ist. All das macht auch großen Spaß, aber einfach mal mit Freunden rausgehen, nen Bierchen schlürfen und sich den Attraktionen des RLs widmen, das ist noch viel cooler. Ab und an dann noch seinen Hobbies nachgehen, dann ist man glücklich.

  6. Sonja says:

    Da hast du etwas sehr Wichtiges angesprochen. Ich finde es auch sehr wichtig, das zu tun, wozu man selbst Lust hat. Auch ist es total wichtig, Zeit mit Freunden zu verbringen, denn die bemerken auch, wenn man sich zu Hause verkrümelt und dadurch ja auch irgendwie Desinteresse zeigt. Das ist auf jeden Fall schädlich für soziale Kontakte. Die Kunst dabei ist, das gesunde Mittelmaß zu finden: Zeit für sich bzw. für seine Freunde haben und gleichzeitig auch den Alltag bewältigen.
    Du schließt bei der “Zeit für dich” irgendwie automatisch das Bloggen aus. Dabei gehört das ja zu DIR und da es dir ja eine Menge Spaß bereitet, ist es ja auch gut für dich. Meiner Meinung gehört das auch dazu, wenn du etwas für DICH tun willst. Auch wenn du gleichzeitig deine Mitblogger erfreust :)
    Aber ich stimme dir durchaus zu, dass man neben dem Bloggen auch andere Hobbies benötigt, um Ausgleich zu finden. Das kann dann schnell mal – wie ich es gern nenne – “Seelenbalsam” sein! :)

  7. es heißt doch so schön, dass in der ruhe auch die kraft liegt. nur wer ausgeruht und fit im kopf ist, der kann die ihm gebenen aufgaben auch bewältigen. lieber ein bisschen weniger machen, aber dafür das wenige mit aller kraft.

    auszeiten muss man sich nehmen. was will man sich und seinen lieben schon geben, wenn nur ein schritt fehlt um die grenze zum wahsinn zu überschreiten?

    ich persönlich lese gern mal 1 oder 2 seiten, als ich jünger war hat mir sport geholfen meinen kopf frei zu kriegen….aber da muss jeder seine entspannungsmaßnahme finden um glücklich zu werden.

    du schaffst das auch weiterhin konna!

  8. Marc says:

    Das muss man auch so machen, besonders um diese Jahreszeit… Raus gehen, in die Sonne oder besser den Schatten legen, relaxen und mit Freunden quatschen.
    Die Zeit, wo es nur zwischen 10 und 12 hell ist, kommt früh genug – und da können wir dann wieder bloggen und surfen und was weiß ich ;) in den vier Wänden machen!

  9. Konna says:

    @Jenny: Danke, das ist gut zu wissen. Es ist ja nicht so, dass es mir keinen Spaß macht, nur ist ein bisschen Abwechslung ja auch mal ganz nett. ;)

    @: Ja ja, die Uni. Leider darf man sie aber auch nicht zu locker sehen, sonst kommt ganz schnell das böse Erwachen. Aber für Grillen mit der Familie lass ich jede Arbeit liegen. :D

    @nastorseriessix: Ach, so eng seh ich das gar nicht, in der Woche komme ich ja eh kaum schon zum Bloggen und es macht mir ja auch Spaß. Aber eben auch mal davon loskommen, anderen Hobbys nachgehen und sich keine Sorgen machen, dass man was verpasst. :D

    @Lordy: Wahre Worte. Hättest du mal vor ein paar Tagen in einen Beitrag bringen sollen, ich hätte sie zitiert. :)
    Bei mir ist es so, dass ich ziemlich viel nicht blogge, weil ich der Meinung bin, dass es nicht passt und irgendwie fehl am Platze wäre. Wie im Beitrag gesagt, ich mache mir dahingehend wohl manchmal einfach zu viel Druck. Und das sollte ein Hobby ja gerade nicht tun.
    Nach dem heutigen Tag könnte ich aber auch gut und gerne schon wieder Wochenende haben. ;)

    @Thearcadier: Genau so sehe ich das auch. Es macht Spaß, aber es gibt noch so viele andere Dinge, die mindestens genauso schön sind. Und warum nur eines machen, wenn man (fast) alles haben kann? :)

    @Sonja: Findest du, dass ich das Bloggen zu sehr ausgeschlossen habe? Vielleicht kommt es ein wenig so rüber, gemeint war es aber gar nicht so. Das Bloggen ist eines meiner liebsten Hobbys und ich verbringe gern Zeit damit. Nur manchmal merke ich, dass ich davor sitze und mich selbst ein bisschen quälen muss, damit was halbwegs anständiges dabei herauskommt. Diese Beitrag hier flutschte einfach so, so manch anderer nicht. Und die vertrödelte Zeit, die ich mit so manchem eher aus Pflichtgefühl entstandenen Beitrag verbacht habe, hätte ich vielleicht lieber anders nutzen sollen. Das war eigentlich, was ich aussagen wollte. :)

    @Kuschelpunker: In der Ruhe liegt die Kraft – eigentlich eines meiner Hauptprinzipien, nur halte ich mich noch nicht konsequent genug daran. Aber ich arbeite daran.
    Ich will mir auch keine gesonderte Auszeit nehmen, sondern einfach nur die mir zur Verfügung stehende Zeit besser für mich nutzen und vor allem die Artikel schreiben, zu denen ich Lust habe, wenn ich Lust habe und nicht nur, damit ich jeden Tag was stehen habe. Danke für deine aufmunternden Worte! :)

    @Marc: Das stimmt, es kommt ja immer wieder, das berühmte Sommerloch in der Blogosphäre. Und bei den aktuellen Temperaturen wird es wohl nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. :D

  10. Sonja says:

    @Konna: oh, da habe ich das Ganze wohl zu einseitig betrachtet! ;) So wie du es jetzt erläutert hast, leuchtet es mir auch ein. Das kann ich gut verstehen. Aber auf die Beiträge, die mehr Mühe bereiten, kann man sicherlich ziemlich stolz sein! ;) Insofern ist die Zeit gar nicht sooo sehr vertrödelt ;) ;)

  11. Konna says:

    @Sonja: Ja, da hast du natürlich Recht. ;)

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