Hallo Freunde! Heute ist Sonntag und nach einer recht anstrengenden Woche freue ich mich über ein paar Momente der Ruhe und Entspannung, in der ich euch mal wieder an meinem persönlichen Gedankenmüll teilhaben lassen möchte. Dieses Mal mit einem nicht ganz so nachdenklichen, aber dennoch bedenkenswerten Thema.
Ich habe mir gestern eine neue Tasche bestellt. Einfach mal so. Nicht, dass ich sie unbedingt gebraucht hätte, mein mich lange Zeit begleitender Rucksack hat zwar schon ein bisschen was abgekriegt, aber er fällt noch lange nicht auseinander. Dennoch wollte ich gerne mal eine neue Tasche haben bzw. eine Zweittasche, die etwas kleiner ist als mein Rucksack. Und dann habe ich mich nach ein wenig Bedenkzeit dafür entschieden, die 39€ auszugeben und mir die Tasche zu gönnen.
39€ ist eine nicht unbeträchtliche Menge Geld für einen Studenten, aber hin und wieder kann ich es mir schon leisten, eine etwas größere Anschaffung zu tätigen. Ein Vorteil des Zuhausewohnens. Aber ich gönne mir auch immer mal wieder kleinere Dinge, mit denen ich mir selbst eine Freude machen kann. Ich finde das wichtig und jeder sollte sich öfter mal was gönnen, wenn er es sich erlauben kann. Geld macht nicht glücklich, Geld ist nur ein Mittel zum Zweck.
Die Dinge jedoch, die ich mir hin und wieder gönne, machen mich glücklich. Mal für kürzere, mal für längere Zeit. Doch jeder glückliche Moment, egal wie kurz er ach sein mag, ist ein guter Moment, ein lebenswerter Augenblick, den mir die Zahl auf meinem Kontoauszug niemals beschert hätte. Wenn ihr also das nächste Mal überlegt und fragt, ob ich euch irgendeine Sache kauft oder lieber nicht, dann gönnt es euch einfach, wenn ihr es euch leisten könnt. Man darf dabei nicht unvernünftig werden (also nicht einfach mal so einen neuen Fernseher o.ä. kaufen), aber unentwegte und übertriebene Sparsamkeit ist etwas, das niemandem gut zu Gesicht steht und auch niemandem bekommt.
Mir geht es auch oft so, dass ich lange überlege, ob ich irgendeine beliebige Sache jetzt kaufen soll oder lieber noch warte. Und wenn ich mich dann fürs Kaufen entschieden habe, plagt mich bisweilen das schlechte Gewissen, wieder einmal Geld für mich selbst ausgegeben zu haben. Doch warum eigentlich? Man muss sich davon frei machen, denn das vermiest nur die Freude, die man sich eigentlich machen wollte. Es ist schwer, das Gewissen manchmal zu verdrängen, aber es ist möglich. Und schön ist es auch. Sich manchmal etwas zu gönnen hilft zu verstehen, warum man sich tagtäglich den Rücken krumm buckelt.
Probiert es mal aus, es lohnt sich!

















20 Kommentare
Guten morgen. Recht hast du. Was wäre das leben ohne die kleinen dinge die man sich selbst gönnt? Die kleinen belohnungen an sich selbst. Gruß rolf
Gute Gedanken, so läuft es doch unter dem Oberbegriff Eigen oder Selbstpflege, die in unserer von Zeitdrug geprägten Zeit bei den meisten viel zu kurz kommt.
Auch mal sagen, heute mache ich konsequent nur Dinge für mich, ohne Eile und ohne äussere Einflüsse ist für Körper, Geist und Wohlbefinden ungeahnt wertvoll und wichtig.
Sich selbst ab und zu mal belohnen, auch ohne eine direkt erbrachte Leistung kann wahre Wunder wirken.
Noch viel schöner als das, ist es wenn man anderen Hilft oder geholfen hat. Die entstehende Befriedigung daraus empfinde ich ebenso schön.
An deiner Stelle würde ich mir über sowas keine Gedanken machen. Du bist jung, hast weder Frau noch Kinder die du druchbringen musst und im Studium läufts…also hau das Geld raus wenn es da ist. Sparen und zurücklegen, kannst du auch später noch.
@Weselpower: Genau, und wenn es noch so kleine Dinge sind, ab und zu sollte man sich wirklich ne Freude machen.
@Rio: Sehr richtig, man kann und sollte sich nicht immer nur um andere kümmern, man selbst ist auch wichtig und sollte sich selbst auch gut behandeln.
@nastorseriessix: Klar, anderen zu helfen ist auch immer schön, keine Frage. Ein Dankeschön oder ein Lächeln als Gegenleistung sind ebenso schön oder gar schöner als alles Materielle.
@kamil: Najaa… so ganz gedankenlos will ich da nicht vorgehen, ich habe immer gern eine Sicherheit in der Hinterhand, man weiß ja nie. Aber ich will auch nicht alles sparen, denn das bringt mir jetzt auch nichts, das stimmt schon.
Das mache ich meist auch so. Ab und an gebe ich dann auch mal zu viel aus, aber eher selten. Aber immer nur sparen macht auch keinen Spass. Das meiste spare ich schon, falls ich mal etwas teureres kaufen will, aber ein paar Kleinigkeiten gönne ich mir dann doch ab und an.
Ein paar gute Taten für sich selbst sind auf jeden Fall wichtig. Ich überlege zwar auch immer 10 mal, ob ich mir jetzt wirklich etwas Neues kaufen soll, aber wenn ich es dann habe, freue ich mich darüber und zerbreche mir nicht mehr weitere Tage darüber den Kopf. Diese kleinen Freuden zwischendurch braucht man auch einfach. Das ist Seelenbalsam!
Oh ja, da hast du ganz Recht – sich selbst ab und an was gönnen, ist einfach wichtig! Ich geb auch öfter Geld aus, wo ich mich kurz frage, ob das jetzt nicht zuviel (auf einmal) war, aber meistens überwiegt die Freude über das Gekaufte (meist Buch oder DVD) und das sogar für längere Zeit.
Ich denke auch, dass man sich manchmal etwas gutes tun muss.
Ich hatte im Studium auch echt wenig Geld…aber gerade nach anstrengenden aber erfolgreichen Prüfungen habe ich mir auch mal was gegönnt…z.B. mal einen Pullover für 70 €, der mir schon ewig schöne Augen gemacht hat…
Zum Glück ist das jetzt, wo ich mit dem Studieren fertig bin und einen Job habe nicht mehr so…
Das kenne ich sehr gut. Sich selbst etwas gönnen ist wichtig. Wenn man es zur richtigen Zeit macht, dann kann es auch ein “Belohnen” sein. Sprich: Nach einer anstrengenden, aber erfolgreichen Klausurenphase kann man sich mit einem neuen Gegenstand gleichzeitig dafür entlohnen hart gearbeitet zu haben. Wenn man das schon vorher in Betracht zieht, dann wird es sogar zur Motivation weiterzumachen, damit man es sich “verdient”.
Sehr wichtig dieser Gedankenmüll. ^^
@Jenny: Genau, ich spare auch immer so viel, bis ich mir auch mal einen größeren Wunsch erfüllen kann, aber mit Kleinigkeiten halte ich mich sozusagen bei Laune.
@Sonja: Schön, dass du auch meiner Meinung bist. Vorher hin und her zu überlegen ist sicherlich nicht verkehrt, sonst würde man auf Dauer wohl doch zu viel kaufen.
@Jü: Bei mir sinds auch oft DVDs!
Ich bestelel ja meist im Internet, da find ichs dann auch schön, wenn die Post kommt und man das Paket aufmachen kann. Vorfreude ist einfach ne schöne Sache. ^^
@direkteingabe: Das stimmt, sich nach Erfolgen zu belohnen ist wohl mit am schönsten, motiviert dann auch, sich richtig anzustrengen.
@Lordy: Ganz genau. Sich mit Belohnungen motivieren ist ein sehr probates und wirksames Mittel, um dem Stress und der Arbeit Rechnung zu tragen. Zumindest mich motiviert das ungemein.
foto sehen will!!!
Also von der Tasche!
@zitrone: Oh und ich dachte schon, dass du Fotos von mir sehen willst.
@Konna: Wobei bei mir die Vorfreude oft in leichte Genervtheit umschlägt, weil die Post ausgerechnet in der Großstadt Wien ewig lang zum Zustellen braucht bzw. ich dann meistens nicht daheim bin und ‘meine’ Poststation vergleichsweise weit entfernt von meiner Wohnung ist. Insofern ist die Freude bei mir meistens größer, wenn ich etwas beim Stöbern in einem Geschäft entdecke und gleich kaufe.
Fotos von dir mit der Tasche!
Kleine Freuden versüssen das Leben, ist nun mal so.
@Jü: Zu uns kommt die Post auch immer erst mittags bis nachmittags. Wenn man sich drauf eingestellt hat, nervt es einen nicht mehr.
@zitrone: Damit kannst du dich nun auch nicht mehr retten.
@jana: Sehr wahr.
@Konna: Spezifizierung: Es ging weniger um den Zustellzeitpunkt (der läuft bei mir eher unter “je später am Tag desto gut”) als um den Zeitraum zwischen Bestellung und Zustellung – der ist z.B. an meinem ländlichen Hauptwohnsitz meist deutlich kürzer als in Wien. Einmal, als ich schon ewig auf ein Amazon-Paket wartete und schließlich von Amazon die Nummer für die Sendungsverfolgung über die Post-Homepage bekam, musste ich feststellen, dass das Paket offensichtlich zwei Tage lang einfach nur in einem Wiener Zentrallager herumgelegen hatte, ohne Zustellversuch o.ä. (Des Rätsels Lösung damals: Die Post hatte schließlich einen Zustellversuch unternommen, aber mir keine Benachrichtigung dagelassen. Fein. Wenn ich nämlich noch einen Tag länger gewartet hätte, wäre das Paket bereits an Amazon zurückgegangen…)
(Fazit: Nicht auf die österr. Post vertrauen… obwohl die privaten Zustelldienste auch nicht besser sind).
ach mir doch egal.. ich will dennoch die tasche sehen
@Jü: Ah, okay, verstehe. Der ist bei mir doch ganz okay, aber auch in dieser Zeit ist bei mir meistens schon die Vorfreude sehr spürbar.
Aber der beschriebene Fall ist ja glücklicherweise nochmal gut gegangen, österr. Post scheint nicht viel besser als die dt. zu sein.
@zitrone: Ja, kommt noch…
Sie ist jedenfalls heute angekommen.
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