In der letzten Zeit habe ich in drei Beiträgen eine kleine Miniserie über Kommentare geschrieben. Dabei bin ich darauf eingegangen, wie man Leser zum Kommentieren bekommt, wie man die Kommentatoren ans Blog blinden kann und wie man selbst gute Kommentare schreibt, die ebenfalls ihren Teil dazu beitragen, dass das eigene Blog bekannter wird und mehr Leser und Kommentatoren vorbeischauen. Zeit, noch einmal einen allgemeinen und zusammenfassenden Beitrag zu schreiben. Vorher aber der Vollständigkeit halber noch einmal ein Überblick über die bisherigen Beiträge der Serie:
1. Leser zum Kommentieren bringen
2. Kommentatoren ans Blog binden
3. Gute Kommentare schreiben
4. Fazit und Zusammenfassung (zu lesen in diesem Beitrag)
Teil 4: Fazit und Zusammenfassung
Wir haben gesehen, dass es im Kommentarbereich viel zu beachten gibt. Es kostet schon einige Zeit und Mühen, um regelmäßig und in erfreulicher Anzahl Kommentare auf seinem Blog zu bekommen. Ebenso kann es durchaus sehr schwierig sein, einen guten Kommentar zu schreiben, der ein bisschen aus der Masse an einfachen Kommentaren heraussticht.
Doch die Mühe lohnt sich, geht mit den Kommentaren doch der meiste Spaß am Bloggen einher. Kommentare sind die große Stärke von Blogs, sie machen sie interaktiv, bieten die Möglichkeit zu fruchtbaren Diskussionen, sind ein Ventil in die Öffentlichkeit und hin und wieder auch ein erster Schritt zu einer guten Bekanntschaft oder gar Freundschaft. Man kann so viele unterschiedliche Menschen kennenlernen, mit unterschiedlichen Eigenschaften und Fähigkeiten. Diese Vielfältigkeit bei gleichzeitiger Gemeinsamkeit (das Bloggen verbindet ja auch) ist eine absolut wertvolle Sache.
Ich brauche etwas aus dem Spanischen übersetzt? Ich habe Leser, die das können. Meine Katze ist krank? Es gibt Katzenexperten unter meinen Lesern. Mein WordPress zickt herum? Klasse, ich habe jemanden, der sich mit Programmieren auskennt und die Lösung kennt. So kann jeder seine eigenen Fähigkeiten einbringen. Würde ich mit meiner Leserschaft an einer Quizsendung teilnehmen, wir hätten gute Chancen zu gewinnen, glaube ich.
Doch natürlich setzt so eine Gemeinschaft voraus, dass man sie pflegt und konsequent aufbaut. Das geht nicht von jetzt auf gleich, das dauert seine Zeit. Doch mit einfachen Mitteln wie dem Bentworten von Kommentaren oder dem Schreiben von Kommentaren bei anderen kann so ein Projekt wirklich gelingen. Das ist einer der Hauptgründe, warum ich blogge. Mir gefällt die Gemeinschaft und die Vernetzung. Im Netz klappt so etwas auch viel leichter, denn äußere Schranken (wie Altersunterschiede) fallen hier viel schneller und sowieso erscheint mir die “Webgemeinde” im vergleich zu anderen Gruppierungen immer besonders hilfsbereit und zuvorkommend zu sein.
Um ein Teil dieser Webgemeinde zu werden, muss man sich nur an ihr beteiligen. Wie man das machen kann, das war die Intention dieser Kommentar-Miniserie. Ich hoffe, dass ich mit meinen Tipps dem einen oder anderen einen kleinen Impuls geben konnte, sich ebenfalls einzubringen und sich die nötige Mühe zu geben. Jeder, der das tut, wird es jedenfalls nicht bereuen. So wird man am meisten Freude an und mit dem eigenen Blog haben.
In diesem Sinne wünsche ich euch weiterhin viel Spaß beim Kommentieren hier auf meiner Gedankendeponie und viel Freude mit Kommentaren auf euren eigenen Blogs.

















11 Kommentare
Da hast du mal wieder voll ins Schwarze getroffen.
Manchmal ist es einfach nur schade, dass der Tag nicht mehr als 24 Stunden hat. Es gibt so viele tolle Blogs, auf denen man gar nicht immer kommentieren kann, weil man die Beiträge nur schnell im FeedReader überfliegt. Manch ein toller Artikel geht in der Masse ganz unter…
Ich bemühe mich immer mal wieder auf meinen Lieblingsblogs vorbeizuschauen, aber gerade wenn ich selbst viel blogge bleibt mir umso weniger Zeit für anderes.
Hach ja, Arbeit und Schule sind zu lang und die Freizeit definitiv zu kurz.
Ein sehr schöner Abschluss und eine gute Zusammenfassung des Sinns (des Bloggens) überhaupt
Und wo wir schon beim Helfen sind: es heißt WordPress!
Das kann ich soweit bestätigen, obwohl ich sagen muss, das Twitter bisher am meisten eingeschlagen hat, weil man einfach sehr unkompliziert miteinander kommunizieren kann.
Sorry, bin gerade nicht in der Lage, einen allzu konstruktiven Kommentar zu schreiben, habe mich gerad mit Gemütszuständen des Wassers beschäftigt…
Wünsche einen entspannten Sonntag!
Mein Fazit zu deiner Serie ist: Sie hat mir geholfen das Kommentieren auf meiner Seite zu überdenken, du hast mir viele Anreize gegeben. Und mich als Kommentator gewonnen. Auch der Gedanke der in deinem Fazit aufkommt das man durch die Gemeinschaft Tipps erhält ist ein Interessanter Aspekt.
Nochmal Danke für diese Serie!!!
Sehr schönes Fazit! Mir geht’s ja mittlerweile (und ich hätte vor gar nicht allzu langer Zeit nicht gedacht, dass ich das mal behaupten kann) so ähnlich wie Yuki – so many blogs, so little time!
Das mit dem gemeinsamen Antreten bei einer Quizsendung finde ich ja mal eine tolle Idee – obwohl ich befürchte, dass um die historischen Fragen ein gewisses Gedränge entstünde.
Eine sehr schöne Serie und man merkt, dass du dir sehr viel Mühe gegeben hast. Wir hatten letztens das Thema Kommentare auch diskutiert und es wurde Es wurde gefragt, wieso manche keine und andere ganz viele Kommentare bekommen. Die Beantwortung ist nicht so einfach, doch eine Regel habe ich erkannt: das virtuelle Bloggerdasein unterscheidet sich nicht zum realen Leben. Auch hier müssen Freundschaften gepflegt, damit man eingeladen oder einem geholfen wird.
@Yuki_Keylin: Ja, der Zeitfaktor ist so eine Sache. Oft kommt man mit dem Kommentieren gar nicht hinterher. Schließlich will man auch neue Beiträge schreiben und Kommentare beantworten, was beides viel Zeit kosten kann. Manche Blogs kommen da sicherlich zu kurz, ich würde auch gern viel mehr kommentieren, aber manchmal erwische ich mich, wie ich dann doch einfach weitergehe, wenn mir nicht sofort etwas gutes einfällt…
@juliaL49: Also Julia, das ist jetzt aber ein bisschen kleinlich, oder?
Ich bin der Meinung, dass Markennamen nicht vor Rechtschreib- und Grammatikregeln schützen. Ich schreibe schließlich auch “Nutella” und nicht “nutella”. Und Großbuchstaben gehören nicht in die Wortmitte! So.
@Thearcadier: Du hast Recht, Twitter vereinfacht und beschleunigt das alles noch einmal. Finde aber, dass Blog und Twitter sich eher gegenseitig unterstützen als in Konkurrenz zueinander stehen.
@MacFriesenjung: Das freut mich sehr. Die Serie hat mir viel Spaß gemacht und es wird sicher nicht die letzte in dieser Richtung sein.
@Jü: Ja, so ist das leider mit der Zeit. Aber ist man erstmal drin, kommt man auch nicht so einfach mehr raus.
Ich würde das mit so einer Quizsendung auch total lustig finden, aber das lässt sich wohl nicht realisieren. Geschichte wäre jedenfalls wirklich gut versorgt.
@Jana: Das ist wohl die Regel schlechthin, wäre durchaus auch als Fazit der Serie geeignet gewesen. Allerdings darf der Inhalt der Beiträge auch nicht ganz außer Acht gelassen werden. Manchmal bleibt man mit seinen Themen auch dann noch Nischenblog, obwohl man sich viel engagiert und einbringt.
Ja, das mit dem P ist kleinlich, aber es fiel mir so auf, weil es eben ein Markenname ist und es wurde mal moniert, dass Blogger, die über das Thema schreiben, doch bitte auch die richtige Schreibweise nehmen sollen. Du bist damit sicherlich nicht gemeint gewesen, aber irgendwie fiel mir das im Beitrag auf.
Ok, um zurück zum Thema zu kommen: wo sind die ganzen Historiker?!?
PS: Im Web 2.0 geht mal gar nix ohne Großbuchstaben mitten im Wort! Wo kämen wir denn da hin!? Schreibst du Youtube oder YouTube? Myspace oder MySpace? Hä? Na? Sag? Nu?
@juliaL49: Wo die ganzen Historiker sind? Mir fallen so ganz spontan ohne langes Grübeln folgende ein:
- Basti
)
- Jü
- Lordy
- Kleinod
- Xandriah
- Jenni
- Steph
- Hikari (mit Abstrichen, aber klass. Archäologie ist doch auch was Historisches. Spatenhistoriker eben.
und ich natürlich.
9 Stück, das find ich schon ganz ordentlich!
Zum PS: Ich schreibe sowohl Youtube als auch Myspace, wie du auch erkennst, wenn du den Mauszeiger auf die kleinen Buttons in meiner Sidebar hältst.
Hoho, Massenzusammenrottung! Dass “wir” sooo viele sind, war mir noch gar nicht aufgefallen!
(Ich warte jetzt bloß noch ab, ob die gute Kari für den “Spatenhistoriker” mit ihrem Handwerkszeug über dich herfällt oder doch nicht…)
@Jü: Na gut, man muss vielleicht dazu sagen, dass zwei davon mehr oder weniger inaktiv sind, aber dennoch finde ich die Zahl beachtlich. Und da sag mal einer, dass Historiker nicht auch modern sein können.
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