Das Gute an Fortsetzungen von Filmen ist, dass man ungefähr einschätzen kann, was einen erwartet. Hat einem der erste Teil schon nicht gefallen, wird einem der zweite wahrscheinlich auch nicht zusagen. Genauso andersherum. Zumindest weiß man, worauf man sich einlässt und kann seine Erwartungshaltung dementsprechend anpassen. Die folgende Filmkritik über Transformers – Die Rache ist demnach vor allem für diejenigen geschrieben, die den ersten Teil mochten. Wer den ersten Teil nicht gut fand, wird auch mit diesem keinen Spaß haben – so viel vorweg. Nun aber zunächst einmal zum Inhalt:
Zwei Jahre nach den Ereignissen des ersten Films möchte Sam Witwicky endlich ein ganz normales Leben beginnen und aufs College gehen. Doch ausgerechnet an dem Tag, an dem er von zu Hause ausziehen will, bemerkt er, dass sich ein Splitter des Allspark in seinen Klamotten verfangen hat. Nachdem er diesen berührt, verwandeln sich die Küchengeräte des Hauses in viele kleine Decepticons und Sam gerät mit den Geheimnissen des Kristalls in Berührung. Ungeachtet dessen begibt er sich ans College, wird jedoch bald von Optimus Prime um Hilfe gebeten. Er soll zwischen den Autobots und der US-Regierung, die eine weitere Zusammenarbeit mit den Robotern ablehnt, vermitteln. Währenddessen schmieden die Decepticons ebenfalls Pläne, um Sam in ihre Gewalt zu bekommen, da sie wissen, dass sich in seinem Hirn das Geheimnis des Allspark befindet, mit dem sie die Erde zerstören können.
Nachdem ich den ersten Teil von Transformers als gut gemachtes Actionkino mit vernachlässigbarer Handlung bewertet hatte, war meine Erwartungshaltung an den zweiten Teil eigentlich so weit, dass ich nur mehr davon erwartete. Und ich hatte Recht: Wer sich den Film in der Hoffnung ansieht, einen intelligenten Actionfilm serviert zu bekommen, der wird sich täuschen. Stattdessen gibt es wieder einmal Action satt und Effekte vom Feinsten und zwar in einer noch viel größeren Dimension als im Vorgänger. Dazu kommen ein paar humoristische Einlagen, die zeigen, dass sich der Film selbst nicht so ernst nimmt – was gut ist, denn das Nachdenken über Sinn und Hintergrund kann man sich getrost sparen.
Um sich mal schön das Hirn durchpusten zu lassen, eignet sich der Film also allemal, allerdings ist der Film viel zu lang und irgendwann hat man sich an den Explosionen und Effekten einfach satt gesehen. Zumal eine schier unüberschaubare Anzahl an Robotern ins Feld geführt wird, zu denen man kaum eine Verbindung herstellen kann – nicht einmal, ob sie zu den Guten oder Bösen gehören. In der Hinsicht war der Vorgänger besser.
Die Besetzung hat sich im Vergleich zum Vorgänger kaum geändert, es sind lediglich ein paar neue Figuren hinzugekommen, die allerdings kaum der Rede wert sind. Die Hauptrolle des Sam Witwicky wird immer noch von Shia LeBeouf (“Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“) gespielt, den man nicht unbedingt als überragenden Schauspieler kennt, der aber seine Sache ganz ordentlich macht. Ein Hingucker ist hingegen Megan Fox (“New York für Anfänger“), zumindest für die wahrscheinlich überwiegend männlichen Zuschauer.
Fazit: Transformers – Die Rache ist Actionkino par excellence. Aber leider nicht viel mehr. Die Geschichte liefert nur den Grund für endlose Materialschlachten, Explosionen und den exzessiven Einsatz von CGI-Effekten. Das sieht alles wirklich toll aus und der fette Sound tut sein Übriges, um den Film zu einem wahren Spektakel für Augen und Ohren zu machen. Doch sollte man das Hirn dabei ausschalten und über die nicht vorhandene Logik hinwegsehen können. Aber wer das nicht kann, wird sich einen Film mit sprechenden Autos sowieso nicht anschauen. Daher kann der Film für seine Zielgruppe noch als sehenswert bezeichnet werden.
Meine Wertung: 6/10
[starreview]
User-Wertung:
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Transformers – Die Rache in der IMDB
Filmriss: Transformers
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Mir hat Teil 2 sehr gut gefallen. Ich bin ein großer Fan vom ersten Teil und ging dennoch mit nicht soo großen Erwartungen in den Film, da ich schon öfters von Fortsetzungen enttäuscht wurde. Doch dieses Mal war es zum Glück nicht der Fall.
@Halliway: Das ist gut, aber fandest du nicht auch, dass er ein bisschen zu lang war und am Ende doch ziemlich gestreckt wirkte?
Kam mir irgendwie so vor.
Fandest Du ihn wirklich zu lang und am Ende gestreckt? Nö, hatte ich nicht so empfunden. Ich war wahrscheinlich noch zu sehr vom doch sehr nett aussehenden Hauptdarsteller abgelenkt
Letztendlich bleibt es doch Geschmackssache. Ich fand den Film grandios, jeder Cent Eintritt hat sich gelohnt, ich wollte Entertainment, ich bekam Entertainment, so wie auf einer Achterbahn.
Logik? Ausgefeilte Handlung? Intelligentes Actionkino?
Warum? Es liegt doch an der Erwartungshaltung, mit der man so einen Film betrachtet und streng genommen findet man in jedem Actionspektakel Ungereimtheiten die sich zugunsten von Action und Effekten wohl nicht vermeiden lassen.
Beispiel: Star Trek, den hast du ebenfalls für sehr gut befunden. Findet man aber nicht auch hier Sachen die einfach nicht zu Story passen wollen? Was-war-vorher-Filme machen es sich sehr leicht, sie müssen an keine Story anknüpfen sondern liefern einfach nur die Fakten. Fortsetzungsfilme haben immer das Problem eine Story nicht so fortzuführen, wie sich der Zuschauer das wünscht.
Deshalb bleibt: Geschmackssache. Ich fand ihn sehr gut, stellenweise vielleicht etwas “überladen” mit Action-Sequenzen. Aber meine Cola die ich mir geholt hatte, war am Ende des Films immer noch voll
@Halliway: Na gut, mir hat sie ja irgendwie besser gefallen.
@Robert: Na klar, bei sowas ist immer irgendwie der eigene Geschmack dabei und ich war auch nicht enttäuscht, als ich aus dem Kino gekommen bin, ganz und gar nicht.
Aber wenn ich vergleichend bewerte, etwa zu Star Trek, der bei mir ja regelrechte Begeisterungsstürme ausgelöst hat, fand ich Transformers persönlich nicht ganz so gut. Ebenfalls im Vergleich zum Vorgänger. Aber das ist, wie du richtig sagst, Geschmackssache.
Meine Cola war übrigens vor Ende des Films leer.
Hätte gereicht wenn der Film 50min lang gewesen wäre. Für mich zuviel belangloses Rumgelaber und Rumgelaufe. Als großer Fan des ersten Teils, war ich sehr enttäuscht.
Was mich besonders aufgeregt hat: die neuen Decepticons verwandeln sich in hammer geile Karren und riesige Baggger-Betonmischer-Monster. Die neuen Transformers in Suzuki Kleinwagen, die dann auch noch leicht schwul wirken.
[...] war von dem kurzweiligen Film recht angetan. Konstantin war im Prinzip begeistert, bemängelt aber Länge und findet den Film etwas überladen und drei der [...]
@kamil: Okay, 50 Minuten ist etwas übertrieben, halbe Stunde kürzer wäre in meinen Augen gut gewesen. Wie du fand ich den ersten Teil besser.
Was mich viel mehr gestört hat war die viel zu große Zahl an Transformers, die man kaum zuordnen konnte. Beim ersten konnte man noch eher so bestimmte Fähigkeiten ausmachen, hier war mir das irgendwie zu unübersichtlich.
Hey,
ich habe mir den Film auch angesehen, habe mir aber ehrlich gesagt mehr darunter vorgestellt. Er war jetzt auch nicht unbedingt schlecht, aber umgehauen hat er mich nicht. Der 1. Teil war in meinen Augen definitiv besser. Aber das ist ja oft so.
@Systemfehler: Jau, so hab ich das auch gesehen, auch wenn ich mir nicht mehr erwartet hatte.