Sicher durch das Sommerloch II – Inspiration holen

Das Sommerloch ist unerbittlich – wenn es einen erst in seinen Fängen hat, kommt man nur noch ganz schwer wieder heraus. Gut ist es da, wenn man das nicht allein schaffen muss, sondern Hilfe in Anspruch nehmen kann. Das Stichwort lautet Inspiration und um die geht es im zweiten Teil meiner kleinen Miniserie “Sicher durch das Sommerloch”. Bevor es losgeht jedoch noch einmal die Übersicht über alle Beiträge:

1. Artikelideen selbst entwickeln
2. Inspiration holen (zu lesen in diesem Beitrag)
3. Schwung durch Veränderung
4. 30 Blogideen
5. Zusammenfassung und Fazit
6. Anhang mit 30 weiteren Artikelideen

Teil 2: Inspiration holen

Manchmal kann man noch so lange nachdenken und Brainstorming betreiben, es kommt einem einfach kein passendes Thema in den Kopf. Nun ist es an der Zeit, sich Inspiration von anderen zu holen. Da gibt es viele Möglichkeiten, die den meisten wahrscheinlich auch bekannt sein werden, aber eine Aufzählung kann trotzdem nicht schaden. Außerdem ist es auch nicht immer ganz leicht, sich inspirieren zu lassen, darum gibt es jeweils noch ein paar Worte dazu. Wichtig zu beachten ist allerdings: Contentklau ist tabu und die Nennung der Inspirationsquelle gehört zum guten Ton. Daran sollte man sich halten.

1. Andere Blogs

Der Standardweg. Im Normalfall liest man als Blogger auch andere Blogs und das bedeutet eine Vielzahl von Ideen, die sich verwerten lassen. Zu kontroversen Beiträgen kann man eigene Beiträge mit Bezug schreiben, man kann Stöckchen aufsammeln, an Blogparaden teilnehmen oder an einer Vielzahl an Blogprojekten teilnehmen. Allerdings ist es manchmal schwer, bei der verfügbaren Menge etwas den Überblick zu behalten. Am besten notiert man sich also gleich, wenn man eine gute Idee findet, die man aufgreifen oder weiterentwickeln kann.

Doppelt sinnvoll ist Blogrollhopping: Man lernt so neue, möglicherweise interessante Blogs kennen und das Aufgreifen einer Idee von einem bisher unbekannten Blog macht auch den Blogger dort in den meisten Fällen neugierig. Wer würde nicht wissen wollen, was woanders jemand aus der eigenen Idee macht? Dazu muss der Blogger aber natürlich auch merken, dass man sich von ihm inspirieren lassen hat. Macht man die Sache gut, hat man vielleicht auch einen neuen Leser gewonnen.

2. Zeitungen und Magazine

Die klassischen Medien wie Zeitungen und Magazine sind als Inspirationsquelle ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Nicht selten wurde ich schon durch Magazine auf bestimmte Themen aufmerksam, zu denen ich auch etwas sagen wollte. Besonders hilfreich sind Fachmagazine, die im Idealfall Themen behandeln, die man auch auf dem eigenen Blog behandelt. So blättere ich mich durch Computerspielmagazine (recht häufig) und Geschichtsmagazine (seltener), wenn mir sonst keine Ideen kommen. Dort finde ich eigentlich immer was. Oder ich kaufe mir mal ein neues/unbekanntes Magazin (über das ich ggf. auch schreiben kann). Und der große Vorteil an Printmedien ist, dass man sie überall mit hinnehmen und lesen kann. Ideal als Inspiration für Unterwegs.

3. Gastbeiträge

Wenn man selbst keine Motivation oder auch keine Zeit hat, dann sind Gastbeiträge ein probates Mittel, das Blog vor dem Einstauben zu schützen. Außerdem haben Gastbeiträge zahlreiche Vorteile, so zum Beispiel die Erweiterung des Leserkreises und die dichtere Vernetzung der Blogs. Aber Gastbeiträge können auch inspirierend wirken. Wenn man etwa auch Beiträge zulässt, die nicht der eigenen Ansicht entsprechen, kann man eine Art Antwortbeitrag schreiben. Oder generell einfach einen Beitrag aus seiner eigenen Sicht schreiben, die Idee dazu hat dann der Gastautor geliefert. Nur zu oft sollte man das auch nicht machen, die eigenen Artikel sollten schon überwiegen. Für Leute, die sich näher mit Gastbeiträgen befassen möchten, verweise ich auf meinen Artikel 8 Tipps für Gastbeiträge.

4. Kommentare

Auch von Kommentaren kann man sich wunderbar inspirieren lassen. Wenn man das Glück hat, aktive Kommentatoren zu haben, können die eigenen Leser zu eine sehr wertvollen Inspirationsquelle für neue Artikel werden. Zum Beispiel wenn eine Frage in den Kommentaren auftaucht, die man umfangreicher beantworten könnte, warum nicht einen neuen Artikel dazu schreiben (mit Hinweis darauf als Antwort zum Kommentar)? Aber auch auf nichtfragende Kommentaren kann man in neuen Beiträgen eingehen.

Alternativ kann man auch die Kommentatoren gezielt dazu bringen, einen zu inspirieren, am besten natürlich etwas subtil. Ein Beispiel wäre etwa ein Beitrag von mir, in dem ich nach Musiktipps fragte. Die Resonanz darauf war überwältigend und ich hatte Stoff für weitere Beiträge (ein Beitrag mit Bewertungen und ein Music Mixtape). Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Leser bei sowas unheimlich gern mitmachen und die Möglichkeiten dazu sind vielfältig!

5. Social Networks und Microbloggingdienste (v.a. Twitter)

Ähnlich wie bei den Kommentaren, kann man sich auch Meinungen in Social Networks und Microbloggingdiensten einholen. Besonders geeignet dafür scheint Twitter, da es schnell ist und viel genutzt wird. Der Vorteil liegt auf der Hand: Wenn man eine gute Anzahl an Followern hat, bekommt fast immer eine Antwort. Allerdings wird eine Frage “Was soll ich bloggen?” eher selten den gewünschten Erfolg bringen, besser ist das gezielte Fragen.

Außerdem eignen sich diese Plattformen hervorragend, weil dort oft genug brauchbare Links umhergeschickt werden, die einen auch inspirieren können. Ein Blick dorthin kann also nicht schaden, auch wenn man sich keine Wunder erwarten darf.

Wo holt ihr euch eure Inspiration?

Da war jetzt sicherlich sehr viel Bekanntes oder Selbstverständliches in diesem Beitrag. Doch vielleicht regt der Beitrag ja an, sich mal wirklich gezielt inspirieren zu lassen und die Augen offen zu halten. Und vielleicht habe ich ja auch etwas wichtiges vergessen? Sagt mir doch, wie ihr euch inspirieren lasst. Gibt es bestimmte Seiten oder Blogs, die euch oft inspirieren? Habt ihr Magazine abonniert, aus denen ihr schon einmal Beitragsideen gezogen habt? Wie steht ihr zu Gastbeiträgen und sind euch eure Leser eine Inspiration? Inspiriert mich mit euren Kommentaren! :)

 

15 Kommentare

  1. Lordy says:

    Also im Grunde hast du mit deiner Auflistung alle meine Inspirationsquellen benannt und mir fällt auch nicht mehr wirklich viel ein.

    Wobei bei mir auch die Musik eine Quelle der Inspiration sein kann. Also doch noch erweitert. Haaaaa…

    Gastbeiträge finde ich übrigens eine interessante Methode. Vielleicht sollte ich auch mal welche zulassen oder selbst einen irgendwo schreiben. xD

    Ansonsten… super Aufzählung. Bin auf den dritten Teil gespannt ;D.

  2. Meine Inspiration hole ich aus dem Feed-Reader und zum Teil aus Suchanfragen ich schau gern ob jemand durch ne Suche nach was technischen, in meinem Fall Entertain von t-home, auf meine Seite kommt. Und ich diese Frage noch nicht erfasst habe.

    Und die Öffentlichkeit ist immer wieder schön obs die unfreundliche Verkäuferin ist etc

    Die Inspiration durch Kommentare ist bei mir auch gegeben aber selbst wenn ich kommentier kann es schon mal sein, dass ich denk, das ist ein Beitrag.

  3. Sonja says:

    Da sind ein paar sehr gute Ideen dabei. Hast dir mal wieder sehr viel Mühe gegeben.
    Gegebenenfalls kann man sich auch von seinem sozialen Umfeld inspirieren lassen. Mir wurde zum Beispiel schon ein paar Mal gesagt “Darüber kannst du doch bloggen!” Gelegentlich habe ich es auch schon umgesetzt. Vorraussetzung dafür ist natürlich, dass man den Blog in seinem sozialen Umfeld (außerhalb des Webs) publik gemacht hat. Ich glaube das trifft nämlich nicht auf alle zu.

  4. Sascha says:

    Ich lasse mich am liebsten vom Leben inspirieren. Tatsächlich findet man -wenn man aufmerksam genug ist- fast täglich irgendwelche Dinge, über die man bloggen kann. Egal ob lustige Ereignisse, oder solche, die einen eher nachdenklich gestimmt haben.

    Das eigentlich Schwierige ist nur, diese Dinge a) zu bemerken und vor allem b) sie gedanklich festzuhalten. Mir geht es da oft wie mit Träumen. Kurz nach dem Aufwachen ist vielleicht noch etwas Erinnerung da, aber spätestens nach 3 Minuten ist meist alles weg. Daher trage ich fast immer einen Kuli und ein Stück Papier bei mir, um mir schnell ein paar Notizen/Erinnerungsstützen zu schreiben, wenn mir was “bloggenswertes” auffällt.

    Wer keine Lust hat, Stift und Papier ständig bei sich zu führen, weil das ja uncool oder unbequem ist, der haut sich die Notizen halt in sein Handy – das hat man ja fast immer überall dabei ;)

  5. Konna says:

    @Lordy: Stimmt, auch Musik kann inspirieren, wie eigentlich fast alles Künstlerische.

    Ich sollte auch mal wieder nen Gastbeitrag schreiben, mal schauen. :)

    @MacFriesenjung: Die Suchanfragen machen Sinn, zumindest solang man ein Blog führt, das verwertbare Anfragen bekommt. Wäre bei mir eher weniger geeignet, ich würde nur noch über primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale bloggen. :mrgreen:

    @Sonja: Sehr richtig, Verwandte und Freunde können da auch hilfreich sein. Auch wenn meine Familie mein Blog nicht liest, wissen sie, dass ich eins führe und meine Geschwister kommen manchmal mit Ideen zu mir. Das ist praktisch, da brauche ich nicht einmal fragen. :)

    @Sascha: Bei mir ist es manchmal so, dass mich das Leben nicht inspirieren kann, vielleicht weil ich nicht aufgepasst habe, vielleicht weil ich nicht aus dem Haus gegangen bin. Aber im Grunde hast du Recht, das Leben bietet einem wohl die meisten Ideen.

    Da ist es wirklich gut, wenn man sich die Ideen schnell notieren oder irgendwo raufsprechen kann.

  6. beetFreeQ says:

    Eine gute Aufzählung. Allerdings fehlt mir da noch ein Punkt. Gerade wenn man ein Blog über ganz bestimmte Themen schreibt, liest man ja sicher auch verschiedene Internetpublikationen zum Thema, die wiederum auch gute Inspirationsquellen sein können. Neben den von dir genannten Blogs fallen mir da z.B. noch Themenportale und auch Linksammlungen wie Delicious oder Digg ein, die beim Stöbern auch öfters mal was Inspirierendes liefern. Eine weitere nette Möglichkeit ist auch Stumble Upon, mit dessen Toolbar man sich so durch’s Netz treiben lassen kann und dabei Seiten entdeckt, die man sonst vielleicht nie gefunden hätte – da findet sich für meinen Geschmack nicht selten Futter für eigene Beiträge.

    Wo ich mir dagegen eher weniger Inspiration hole, das sind Printmedien. Gerade Fachmagazine, die ja oft nur monatlich oder seltener erscheinen, hängen ähnlich gearteten Webseiten oftmals zum Erscheinungstermin schon hinterher, da die Webseiten oft viel früher über grad aufkommende Themen schreiben können, als eine Zeitschrift, die erst noch gedruckt werden will. Natürlich gibt’s hier auch Ausnahmen mit Exklusiv-Infos der Magazine oder Berichten, die nicht unbedingt mit News zu tun haben, aber generell ist man aktueller, wenn man solche Inspirationen ins Netz verlagert!

  7. Fellmonster says:

    Wieder eine tolle Artikelreihe von Dir.
    Meine Inspirationsquellen sind eigentlich so ähnlich wie Deine. Außerdem habe ich Blinkfeuer, meinen aktivsten Besucher, gezwungen… ähm, überredet, die Rubrik “1000 Meisterwerke der Fragekunst” zu starten. Er stellt mir häppchenweise in Zehnerpaketen sehr interessante, originelle Fragen, ich brauche einfach nur noch zu antworten, bequemer geht’s nicht mehr. :) Auf einem Blog habe ich vor ein paar Monaten auch mal Interviews mit anderen Bloggern gesehen, die Idee fand ich auch sehr gut. Da ging’s dann um Fragen, warum man bloggt und ähnliches.

  8. Overberg says:

    Manchmal kann man sich auch aus seinen eigenen Blogbeiträgen die Inspiration holen. Manchmal gibt es Beiträge die man heute anders schreiben würde, weil sich die Meinung geändert oder auch verstärkt hat…

  9. Konna says:

    @beetFreeQ: Stimmt, du ergänzt mich mal wieder wunderbar. Auch wenn ich selbst keine Portale wie Digg oder Delicious nutze, für andere trifft das sicherlich zu.

    Also bei Magazinen bin ich anderer Meinung. Die GEE zum Beispiel (kennst du ja auch) finde ich immer sehr inspirierend und auch Reports aus anderen Magazinen regen mich hin und wieder zu eigenen Artikeln an. Im Netz erscheinen die manchmal auch erst nach dem erscheinen der Printausgabe.

    @Fellmonster: Na wenn man solche Leser hat ist das natürlich sehr hilfreich und tatsächlich sehr bequem. Interviews habe ich auch mal geführt, habe das aber sträflich vernachlässigt… müsste ich mal wieder ändern. :oops:

    @Overberg: Durchaus, wobei ich darauf schon im ersten Beitrag der Serie eingegangen bin, deswegen habe ich es hier nicht noch einmal wiederholt. ;)

  10. @Konna: Durch die Erneuerung meines Bloggs vor faast 3 Monaten bin ich diese Begriffe zum Glück los. Aber bei manchen Suchbegriffen schüttelt man trotzdem noch den Kopf.

  11. Konna says:

    @MacFriesenjung: Na gut, so sehr stören mich die nicht, kann man wenigstens manchmal lustige Artikel draus machen. ;)
    Und ja, auch bei anderen Arten von Suchbegriffen möchte man sich regelmäßig die Hand auf die Stirn klatschen. :D

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  1. Sicher durch das Sommerloch IV – 30 Blogideen
  2. Sicher durch das Sommerloch III – Schwung durch Veränderung
  3. Sicher durch das Sommerloch I – Artikelideen selbst entwickeln
  4. Sicher durch das Sommerloch V – Zusammfassung und Fazit

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