Gedankenspiele: Wenn ich nie das Bloggen begonnen hätte…
Weil meine erste Ausgabe meiner noch jungen unregelmäßigen Serie mit Gedankenspielen so gut ankam, habe ich mich spontan einfach mal dazu entschlossen, heute mal ein weiteres Gedankenspiel hinterherzuschieben. Dafür muss ich auch nicht großartig recherchieren und da ich wegen Klausurstress nur wenig Zeit habe, kommt mir das ganz gelegen. Spontan ist mir nämlich heute der Gedanke gekommen, wie die letzten Jahre so verlaufen wären, wenn ich nie mit dem Bloggen angefangen hätte und was das alles verändern würde. Und daran will ich euch einfach mal teilhaben lassen.
Die Theorie
Die Vorstellung, nicht zu bloggen ist im ersten Moment schon ein wenig seltsam. Denn inzwischen ist das so in mich übergegangen und ein fester Bestandteil meiner Freizeit bzw. meines Alltags geworden, dass ich ohne es ziemlich viel Zeit übrig hätte. Zumal wenn man bedenkt, dass ich ohne Blog wohl auch nicht auf Twitter gest0ßen wäre, keine anderen Blogs lesen würde und insgesamt wohl wesentlich weniger im Internet sein würde. Alles zusammen gerechnet wären das täglich sicher so um die 5 Stunden mindestens – allein schon, weil ich den Abend meist vor dem Rechner verbringe.
Gewonnene Zeit…
Was würde ich mit so viel gewonnener Zeit nur anstellen? Vermutlich würde ich meinen anderen Hobbys mehr Zeit widmen, vor allem wohl den Computerspielen, die ziemlich kurz kommen, seitdem ich blogge. Weiterhin wäre ich vielleicht viel öfter unterwegs, was nicht heißen soll, dass ich mein Blog vor meine Freunde stelle oder so. Aber ich würde wahrscheinlich viel öfter etwas selbst organisieren. Und ich hätte mehr Zeit zum Lernen, was ich wohl auch tun würde. Ein bisschen zumindest. Vielleicht.
… verlorene Kontakte
Das wären alles wohl positive Aspekte gewesen, doch es gibt auch zahlreiche negative, die hier nicht unter den Tisch fallen sollen. Und zwar hätte ich zahlreiche tolle Bekanntschaften nicht gemacht. Viele Diskussionen nicht geführt, hätte einige Leute nie getroffen, die ich inzwischen schon real kennenlernen durfte. Das Unwort würde es vielleicht gar nicht geben (oder zumindest noch nicht so lange). Ganz ehrlich würde ich auch behaupten, dass ich dümmer wäre bzw. besser gesagt weniger Wissen hätte, wenn ich nie mit Bloggen begonnen hätte. Ich fühlte mich noch nie so informiert wie seit der Zeit, seit der ich blogge.
Also: Weiterbloggen!
Ich denke zusammengefasst überwiegen klar die negativen Aspekte, also ist es wohl schon ganz gut, dass ich den Schritt damals gemacht habe. Jedenfalls habe ich es noch nie bereut, allerdings denke ich hin und wieder, dass ich mich mehr zwingen sollte, das etwas zu reduzieren. Aber wenn es Spaß macht? Nun ja. Gerne dürft ihr meine Idee aufgreifen und schreiben, wie euer Leben ohne das Bloggen wäre. Oder ihr sagt es mir in den Kommentaren. Sehr gerne würde ich auch Geschleime lesen, in dem ihr mir sagt, wie dramatisch sich euer Leben ohne die Gedankendeponie ändern würde, auch wenn da wohl nicht allzu viel zu sagen sein wird.
Dieser Beitrag wurde von Konna am 19.07.2009 um 21:52 in der Kategorie Tagebuch veröffentlicht. In dieser Kategorie gehört der Beitrag zu den Tags: Gedankenspiele. Bislang wurden 13 Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.








13 Kommentare, kommentiere oder sende einen Ping
nastorseriessixBloggen macht SPASS!
am 19.07.2009 um 21:58
spritydie negativen Aspekte des Bloggens sehe ich auch sehr gering, wenn ich nicht bloggen würde, hätte ich die Zeit halt auf andere Art und Weise “verschwendet”. Und es ist ja auch eine freiwillige Sache, wenn ich mal keine Zeit habe, dann blogge ich halt einfach nicht. Das ist der Vorteil solange es nur ein Hobby ist.
Wenn ich überlege, dass ich erst vor ca. 1,5 Jahren mit bloggen und vor allem Blogs lesen angefangen habe und was ich in der Zeit alles gesehen, gelesen, gelernt usw. habe, dann denk ich auch das die positiven Aspekte des Bloggens klar überwiegen. Ich bilde mir auch ein, dass ich das Internet ganz anders wahrnehme als es einige meiner Bekannten tuen die es vielleicht für E-Mails, Wikipedia und StudiVZ gebrauchen.
am 19.07.2009 um 22:03
CasiWir würden uns jedenfalls nicht kennen, wenn Du nicht bloggen würdest – also bin ich zumindest schon mal froh, dass Du damit begonnen hast
am 19.07.2009 um 22:03
SonjaIch finde man sollte das tun, woran man Spaß hat. Genau das scheinst du ja zu machen, also ist es genau richtig.
am 19.07.2009 um 22:34
zitroneWenn du nie gebloggt hättest… DANN:
* hätteste auch nie im Minigolf gegen mich verloren
* würde es kein video mit mir und dir geben: http://www.youtube.com/user/contradictious#play/uploads/6/guyoBVzmvYU (ich hab mich weggeschmissen, als ich das video mir nun nochmal angeschaut hab – wie göttlich. *grins* müssen wir dringend mal wieder erneuern sowas)
* hätte ich nicht soviele kommentare hier abgeben können
* hätte ich niemanden gehabt, für optimist-pessimist gespräche
* würde ich hier grade nicht schreiben
* wäre eh alles doof
* würdest du dir hier nicht durchlesen, was ich schreibe!
* würdest du dich nun nicht fragen, ob du mich überhaupt noch mal sehen willst, nachdem ich das video ausgegraben habe
* und du würdest nun nicht grinsen!!!
JAHA…
So. Und ich mag die Deponie hier und das ist ein kleines bisschen zu Hause!
Bis morgen!
gute n8
am 20.07.2009 um 0:01
direkteingabeWenn ich nicht mit dem Bloggen begonnen hätte, hätte ich wahrscheinlich nicht mal meinen Job (da ich dann eine andere Diplomarbeit geschrieben hätte). Außerdem würden viele Dinge und Gegebenheiten einfach in Vergessenheit geraten. So aber, habe ich viele Erlebnisse der letzten 2,5 Jahre quasi in einem Tagebuch niedergeschrieben. Und das hat nicht nur Spaß gemacht, sondern auch geholfen sich mit Themen auseinader zu setzen und besser zu “schreiben”.
Was mich manchmal stört ist, dass ich bei vielen Gelegenheiten denke: “Oh mann, das gehört eigentlich in deinen Blog – aber ich habe gerade so wenig Zeit dafür…”. Ich setze mich selbst also unter Druck – wobei ich dafür in den letzten Monaten wieder eine gesunde Balance gefunden habe.
Als ich vor 1,5 jahren mal für 1 Monat kein Internet hatte, war das allerdings echt schrecklich. Bloggen hilft bei mir auch, mir Sachen von der Seele zu schreiben. Wie etwas noch einmal “beackern”, um es dann auch “ruhen” zu lassen.
Allgemein, habe ich gelernt eine ausgewogenen Balance zu finden und mir auch mal Pausen zu gönnen ohne gleich das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen…
Auf jeden Fall: Ohne bloggen, kann ich mir nicht mehr vorstellen!
am 20.07.2009 um 10:08
MacFriesenjungIch möchte den Blog nicht mehr missen er ist zum Teil wie ein Tagebuch und ne Daten und Linksammlung geworden.
Ich kann nur sagen wenn man das bloggen mal als Hobbie betrachtet. Sind deine Punkte schon mit aufzuführen aber Bloggen bringt halt viel:
-Spaß
-schafft Kontakte (zwar nur virtuell aber das real life lässt denk ich mal kein Blogger fallen)
-Erfahrung: Ohne den Blog würd ich manche Sachen nicht machen und andere nicht erleben)
-Ruf und Anerkennung (viele Leute bewundern das doch das man so einen Blog betreibt, andere denken nur was soll denn sowas. )
am 20.07.2009 um 15:58
AnnieIch bin ja noch relativ neu bei den Bloggern, kann mir aber schon vorstellen, dass Bloggen auch eine gewisse Sucht fördern kann.
Wobei ich das immernoch positiv sehe, schließlich “erschafft” man etwas, ist kreativ und tut niemanden damit weh.
am 21.07.2009 um 9:06
Konna@nastorseriessix: Auf jeden Fall!
@sprity: Du hast vollkommen Recht. Bezüglich der Internetwahrnehmung: Das Gefühl habe ich auch. Und man sieht es immer mehr als selbstverständlich an und wenn man dann mit Freunden oder Bekannten redet, die da nicht so involviert sind, ergibt das oft einige Irritationen.
@Casi: Danke, das gebe ich gern zurück.
@Sonja: Da hast du Recht, wobei ich mich manchmal Frage, ob ich nicht an anderen Dingen, die dafür flach fallen, genauso viel oder gar mehr Spaß haben könnte.
@zitrone: Also, liebe Caro…
- du meinst ja wohl im Minigolg gewonnen!
- das Video ist echt mal geil, hab mich auch wieder weggeschmissen.
- und ich frag mich nicht, ob ich dich nochmal sehen will. Ich bin ja lieb und sage auch so, dass ich das möchte.
Für dich wird die Deponie jedenfalls immer geöffnet sein. Danke!
@direkteingabe: Ach ja, stimmt, du hattest ja dieses coole Diplomarbeitsthema, ich erinnere mich.
Da würde es ja doppelt schwer wiegen, wenn du nicht angefangen hättest. Aber schön, dass du auch andere positive Aspekte daran findest und es nicht aufgegeben hast oder aufgeben willst. Bist inzwischen auch schon eine der Leserinnen, die hier schon am längsten mit dabei sind.
@MacFriesenjung: Ja, das Bloggen hat schon viele Vorteile und ein paar der von dir genannten sind ja auch in meinem Artikel vorgekommen (Spaß, Kontakte, Erfahrung). Es ist aus meiner Sicht auf jeden Fall so, dass die Vorteile die Nachteile klar überwiegen.
@Annie: Insofern vielleicht eine Sucht, die nicht ganz so schädlich ist wie andere Süchte. Aber man sollte schon aufpassen, auch beim Bloggen kann man es übertreiben und man sollte dafür nicht seine Pflichten vernachlässigen.
am 21.07.2009 um 9:56
LordyKann ich im Grunde so nur unterschreiben. Neue Kontakte, man bekommt Dinge mit, die man sonst nie erfahren würde und man hat einfach einen tollen Zeitvertreib. Und garantieren, dass man die freie Zeit ohne Bloggen besser nutzen würde kann einem niemand. Ich denke auch, dass dem nicht so wäre. Bei mir zumindest nicht xD.
am 21.07.2009 um 11:30
HalliwayIch bin ja selber ein neuer alter Blogger und muss sagen, dass mir etwas fehlen würde, wenn es deine Seite nicht geben würde. Wobei, wenn du nie angefangen hättest, dann hätten wir uns nie kennengelernt … *Gedankenspiel verdräng*
Ich möchte deinen Blog und die vielen anderen in meinem RSS Feed nicht mehr missen. Sie gehören zum täglichen Ablauf dazu. Man lernt neue Leute kennen, bekommt Infos mit, die man so wahrscheinlich nie gelesen hätte und ausserdem bringt das ganze noch eine Menge Spass
am 21.07.2009 um 12:00
direkteingabeStimmt…auch wenn ich zeitweise etwas kommentarfaul bin….
am 21.07.2009 um 21:49
Konna@Lordy: Stimmt, die Garantie gibt es nicht. Und ich schätze, dass es bei mir kaum anders wäre.
@Halliway: Oh, danke, das ist aber echt lieb von dir, dass du das sagst.
Mir sind auch so viele Menschen ans Herz gewachsen, die ich eigentlich nur durch ihre Blogs kenne, das ist schon ein bisschen wunderlich, aber auf jeden Fall schön.
@direkteingabe: Wer ist das nicht? Ich bins auch.
am 21.07.2009 um 22:33
Antworte auf “Gedankenspiele: Wenn ich nie das Bloggen begonnen hätte…”