Sich eine Serie gleich komplett auf DVD zu besorgen, bietet Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist ganz klar, dass man nicht lange warten muss, bis man sehen kann, wie es weitergeht. Der Nachteil ist, dass mit der Zeit eine gewisse Übersättigung eintreten kann. Dann empfiehlt sich eine Pause einzulegen. Bei Six Feet Under stellt sich dieses Phänomen aber kaum ein, denn mit jeder Staffel immer wieder ganz neue Vorausetzungen geschaffen werden. Welche das in der dritten Staffel sind, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen. Spoiler zur vorhergegangenen Handlung sind zu erwarten.
Nate hat seine Krankheit überstanden und nach der Trennung von Brenda heiratet er Lisa, mit der er eine kleine Tochter hat. Nun muss er sich den Aufgaben eines Familienvaters stellen, was sich als gar nicht so leicht herausstellt, weil er sich immer wieder von seiner Frau eingeengt fühlt. Zwischen David und Keith kriselt es ebenfalls immer wieder in der Beziehung, doch auch sie versuchen, sich zu arrangieren und suchen eine Partnerberatung auf. Claire geht auf eine Kunsthochschule und lernt dort nicht nur Typen kennen, die genau so verrückt sind wie sie, sondern auch ihre spezielle künstlerische Begabung. Und Ruth versucht weiterhin, sich in der Familie zu engagieren, aber auch ihr eigenes Leben zu leben und kümmert sich um den neuen Praktikanten Arthur, der bei Fisher & Diaz das Bestatterhandwerk lernen möchte.
Ganz neue Voraussetzungen also in der dritten Staffel. Doch sind die zunächst etwas gewöhnungsbedürftig und auch anstrengend, denn bestimmte Handlungsstränge bleiben leider über lange Zeit uninteressant. Das ändert sich jedoch gegen Ende der Staffel, vor allem mit der letzten Folge der Staffel, die unglaublich mitreißend und emotional ist. Ansonsten gibt es im Großen und Ganzen das, was man schon von den vorherigen Staffeln kennt und was immer noch gut und sehenswert ist, wobei das Thema Sex in meinen Augen etwas überpräsent ist. Dennoch gibt es auch genügend sehr nachdenkliche Szenen, über die man als Zuschauer auch nach dem Ausschalten des Fernsehers noch nachdenken kann.
Dass sich der Cast inzwischen richtig gut eingespielt hat, merkt man der dritten Staffel an und so verwundert es wenig, dass die Leistungen der Schauspieler weiterhin auf einem sehr hohen Niveau liegt. Neu hinzugekommen ist eine gewichtigere Rolle für Lili Taylor, die Nates Frau Lisa spielt und sich sehr gut einfügt. Noch mehr weiß Rainn Wilson in einer Nebenrolle als Praktikant Arthur zu gefallen, er hat einige wirklich tolle Szenen. Insgesamt ist wieder eine sehr gute Leistung aller Schauspieler bemerkbar.
Fazit: Die dritte Staffel von Six Feet Under knüpft erst gegen Ende vollkommen an die durchgängig hohe Qualität der Vorgängerstaffeln an. Zwar ist der Rest ebenfalls alles andere als schlecht, doch fällt er im Vergleich ein wenig ab, daher fällt die Gesamtbewertung insgesamt einen Punkt schlechter aus. Für Fans der Serie trotzdem ein absolutes Muss.
Meine Wertung: 8/10
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Six Feet Under in der IMDB
Filmriss: Six Feet Under (Season One)
Filmriss: Six Feet Under (Season Two)
Filmriss: Six Feet Under (Season Four)
Filmriss: Six Feet Under (Season Five)
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5 Kommentare
Danke für die Einschätzung.
Ich habe bisher habe keine Serie gesehen. Aber da ich aktuell mehr Zeit habe, kann man die Zeit auch mal wieder vorm Fernseher verbringen.
@Andy: Also Six Feet Under kann ich dir wirklich empfehlen, das ist gute Serienunterhaltung par excellence.
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