Je länger eine Serie andauert, umso tiefer wird die Bindung zu den Figuren der Serie. Das ist eine gute Sache und ein besonderer Vorteil von Serien, führt es doch zu einem intensiveren und möglicherweise persönlicheren Erlebnis, auch wenn die Figuren letztlich nur fiktiv sind. Doch wächst einem die Familie Fisher aus Six Feet Under wirklich schnell ans Herz, mit all ihren Macken und Eigenheiten. Auch in der vierten Staffel kommen die natürlich wieder zu Tage. Wie die Staffel sich sonst so macht, lest ihr im folgenden Beitrag. Spoiler zum Verlauf der vorhergehenden Staffeln sind vorhanden, daher weiterlesen auf eigene Gefahr.
Nate erfährt von dem Tod seiner Ehefrau Lisa und verfällt in einen selbstzerstörerischen Zustand, der ihn vorübergehend aus dem Bestattungsunternehmen Fisher und Diaz ausscheiden lässt. Während er mit Lisas Familie aneinander gerät, flüchtet sich in Affären, um wenigstens ein wenig vergessen zu können. Doch auch die anderen beiden Inhaber haben mit Problemen zu kämpfen. Rico und Vanessa haben ernsthafte Eheprobleme und David erlebt ein schlimmes Trauma, das ihn lange nicht loslässt. Keith hat hingegen einen neuen Job bekommen und arbeitet nun als Leibwächter für Prominente, während Ruth merkt, dass ihr neuer Ehemann George doch ein wenig anders ist, als sie zunächst dachte. Auch Claire macht wieder einmal eine Krise durch und sucht nach neuer Inspiration für ihre Kunst. Brenda versucht mit aller Kraft, vernünftig zu werden und besucht einen Psychologiekurs.
Die vierte Staffel beginnt so stark wie die dritte endete. Nates Verlust und die damit verbundenen Folgen nehmen jeden, der kein Herz aus Stein hat, mit und bringen einen zum Nachdenken, was passieren würde, wenn man selbst in seiner Situation wäre. Dadurch lernt man richtig zu schätzen, dass man eben nicht in dieser Situation ist. Auch sonst schafft Six Feet Under es wieder, den Zuschauer richtig mitzureißen und ihn sowohl mit den erwähnten Dramaelementen, als auch mit reichlich schwarzem Humor zu unterhalten. Trotz des Todesthemas strahlt die Serie nach wie vor viel Positives aus. Das ist es auch, was diese Serie ausmacht.
Über die Schauspielerische Leistung muss eigentlich nichts mehr gesagt werden. Die war schon in den vorherigen Staffeln herausragend und ist es auch in der vierten Staffel. Auch der neu in die Familie integrierte George, gespielt von James Cromwell (“Ein Schweinchen namens Babe“), stellt da keine Ausnahme dar. Hier ist über die Drehzeit wirklich ein Cast zusammengewachsen, der einfach perfekt harmoniert, etwas Negatives lässt sich einfach nicht finden, auch nicht in der vierten Staffel.
Fazit: Auch diese Staffel fügt sich nahtlos in die Reihe der grandiosen Vorgänger ein und noch immer zeigen sich keine Abnutzungserscheinungen. Mit einem absolut starken Einstieg in die Staffel weiß Six Feet Under die Zuschauer von Beginn an zu fesseln und hält die Begeisterung über die ganze Zeit aufrecht. Eine Serie nahe an der Perfektion mit einer wirklich starken vierten und vorletzten Staffel.
Meine Wertung: 9/10
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Six Feet Under in der IMDB
Filmriss: Six Feet Under (Season One)
Filmriss: Six Feet Under (Season Two)
Filmriss: Six Feet Under (Season Three)
Filmriss: Six Feet Under (Season Five)
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3 Kommentare
Ich habe die Serie nie geschaut, aber dann doch vor kurzem mich dazu hinreissen lassen. – Btw: Kennst du Pushing Daisies? Das wäre sicher auch was für dich….
@jana: Ja, so ging es mir auch und als ich dann angefangen hatte, hat mich die sucht gepackt.
Pushing Daisies habe ich mal die ersten paar Folgen geguckt, aber das hat mich irgendwie so gar nicht gepackt, muss ich sagen.
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