Das Ende einer Serie ist immer eine äußerst heikle Angelegenheit. Ein schlechtes Ende kann viel kaputt machen und die Serie in der Rückschau etwas schwächer erscheinen lassen. Andersherum kann ein gutes Ende einen guten Eindruck verstärken und die über eine längere Zeit entwickelte Handlung sinnvoll und der intendierten Aussage entsprechend abschließen. Nach fünf Staffeln geht es nun auch mit Six Feet Under zuende. Ob das Ende passend ist oder nicht, wird der Filmriss zur finalen Staffel klären, natürlich ohne zu viel zu verraten. Lediglich die Handlung der Vorgängerstaffeln wird kurz angerissen werden.
Nachdem Nate und Brenda sich entschlossen haben zu heiraten, entschließen sie sich auch dazu, ein gemeinsames Kind zu bekommen. Doch kommt es dabei wieder zu Streitigkeiten aufgrund von zahlreichen Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden. David und Keith gehen endlich ihren Plan, Eltern zu werden, an und schöpfen dabei alle Möglichkeiten aus, merken aber, dass das Elterndasein gar nicht so leicht ist. Ruth kommt nicht mit Georges Krankheit zurecht und distanziert sich von ihm, lässt sich aber von seiner Tochter Maggie helfen, während Claire mit Billy zusammen ist und auf dem Sprung ist, mit ihm für längere Zeit nach Europa zu reisen. Rico versucht inzwischen, sich wieder mit seiner Frau Vanessa zu versöhnen, stößt aber auf taube Ohren.
Wirklich viel muss man über Six Feet Under eigentlich nicht mehr sagen. Wer die ersten vier Staffeln gesehen hat und mochte, der wird auch die fünfte Staffel anschauen. In dieser finalen Staffel wird der Zuschauer noch einmal auf eine richtige Achterbahn der Gefühle mitgenommen. Ganz stark, was diese Serie noch einmal aufbietet, bevor sie in der letzten Folge einen Schlusspunkt setzt, mit dem wirklich jeder Fan zufrieden sein dürfte. Selten etwas so emotionales gesehen, aber einen passenderen Abschluss kann es für diese herausragende Serie eigentlich nicht geben. Allein die finalen Szenen sind ein Meisterstück der Serienkunst. Schlicht ergreifend.
Der Cast, über die gesamte Zeit schon hervorragend harmonierend, liefert bis zum Schluss nochmal eine weltklasse Leistung ab. So eine Authentizität dürfte nur schwer zu toppen sein. Die Darsteller verkörpern ihre Rollen so überzeugend, dass sie sich direkt ins Herz der Zuschauer spielen. Auch der Score und die Wahl des Soundtracks sind hervorragend gelungen, nicht nur in der letzten Staffel, sondern über die ganze Serie hinweg.
Fazit: Die fünfte und letzte Staffel schließt die Geschichte um die Familie Fisher rund und ohne offene Fragen ab. Das Ende der Serie wird dem Vorangegangen absolut gerecht und gehört zum Besten, was eine Serie bieten kann. Insgesamt ein perfekter Abschluss einer nahezu perfekten Serie. Wer diese Serie nicht gesehen hat, hat wirklich etwas verpasst.
Meine Wertung: 10/10
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Six Feet Under in der IMDB
Filmriss: Six Feet Under (Season One)
Filmriss: Six Feet Under (Season Two)
Filmriss: Six Feet Under (Season Three)
Filmriss: Six Feet Under (Season Four)
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10 Kommentare
Das “Ende vom Ende”, also … wie sag ich das jetzt, ohne Deine Leser zu spoilern ..?
Sagen wir mal so: Die Schluss-Sequenz des Serienfinales hätte ich nicht gebraucht und finde ich bis heute überflüssig. Ich finde auch, es passt nicht zum Gesamtstil der Serie.
@YellowLed: Kann ich so für mich nicht bestätigen. Finde, dass es sehr gut zum Stil der Serie passte und die Gesamtaussage der Serie sehr gut unterstreicht. Ist wahrscheinlich Ansichtssache.
Ich fand’s halt immer pathetisch und schmalzig. Und beides ist SFU für mich nie gewesen. Mag aber wirklich Ansichtssache sein
Also mir hat das Ende perönlich auch ganz gut gefallen. Es war zwar kein Finale Furioso, aber es war in Ordnung und schließt die Serie schön ab.
MfG
Ich fand das Ende auch eher kitschig, aber andereseits hätte ich nicht gewusst, wie man es sonst hätte abschließen sollen (aber ich bin ja auch keine Drehbuchautorin). Insgesamt hat mir die Serie ja auch sehr gut gefallen, einige Folgen fand ich schon leicht nervig, insbesondere wenn sie wieder ein neues unnötiges Trauma bei einem der Hauptcharaktere hervorgerufen haben, aber die sonst sehr realistischen und makaberen Handlungen drumherum sowie die wunderbaren Darsteller/Charaktere haben alles wieder glattgebügelt. Ich hab dir also nicht zu viel versprochen, nicht wahr, Konna?
@YellowLed: Pathetisch vielleicht, schmalzig aber nicht. Aber zu sehen, wie das Leben jeder einzelnen Hauptperson weiter und zuende geht, passt meiner Meinung nach richtig gut.
@Oli: Mir fallen eigentlich wenige Serienenden ein, die mir besser gefallen haben als dieses. Also ich fands schon sehr stark.
@LaRocca: Stimmt, hast du nicht und ich habe es auf keinen Fall bereut, mir die Serie zu kaufen und anzuschauen. Habe sie ja regelrecht verschlungen und insgesamt ist es wirklich hervorragende Unterhaltung gewesen.
Irgendwie habe ich deine letzten 20 Feeds nun auf einen Rutsch bekommen. Seltsam. Wie auch immer: Die Serie steht auch schon lange auf meiner Liste, jedoch schreckt mich das Thema Tod bisher immer etwas ab. Mal sehen, ob ich mich irgendwann doch noch heranwage. Man hört ja immer nur Gutes.
Alte Krankheit von allen möglichen Serien.. Zum Schluss muss immer noch einer draufgesetzt werden, was oft leicht in die Hose geht
Also schlimm genug wenn eine geliebte Serie zu Ende geht, und wenn sie dann auch noch relativ dümmlich abdankt (wie auch King of Queens oder ähnliche Exempel), dann is es dobbeld doof
Ich bin für Seriensterben in Würde
@bullion: Huch, das ist ja komisch mit den Feeds. Sehr seltsam. Hoffentlich war das nur bei dir so und wiederholt sich nicht so schnell…
Zur Serie: Ich finde das Thema Tod hier so gut behandelt, dass ich fast glauben möchte, dass sich meine Einstellung dazu sogar ein wenig geändert hat. Es ist auf jeden Fall sehr überzeugend rübergebracht. Die ganzen Lorbeeren sind jedenfalls voll gerechtfertigt.
@Bernie: Wie gesagt finde ich das Ende von SFU gar nicht schlecht. Aber so sehr können da die Meinungen auseinander gehen.
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