Archive October 2009

Die fantastischen 5 – Gespräche zum Abgewöhnen

Wir Menschen haben eine besondere Errungenschaft, die uns von den Tieren unterscheidet: Unsere Sprache, mit deren Hilfe wir es schaffen, Gedanken zu äußern, laut gröhlend im Stadion zu jubeln, uns bei Castingshows lächerlich zu machen und vor allem eines: Mit unseren Artgenossen zu kommunizieren oder salopp gesagt Gespräche zu führen. Manchen scheint diese Fähigkeit aber irgendwie abzugehen, wie ich immer wieder feststellen muss. Darum präsentiere ich euch:

Konnas Top 5 Gespräche zum Abgewöhnen

Platz 5: Erzähl’ doch mal was!

Kennt wohl jeder: Einen Augenblick peinliche Stille. Aber warum ist das eigentlich peinlich? Man muss doch nicht ununterbrochen reden. Und um diese Stille zu durchbrechen, kommt dann folgender, oft gehörter Satz: “Erzähl’ doch mal was!” Argh! Deutlicher kann man einem den Schwarzen Peter nicht zuschieben. Furchtbar sowas.

Platz 4: Zack und weg!

Man spricht miteinander und plötzlich verschwindet der Gesprächspartner, ohne irgendetwas zu sagen. Kennt man vielleicht bei Beratungsgesprächen beim Shopping, weil der nächste Kunde wartet. Oder man unterhält sich mit jemanden, den man nicht so wirklich kennt und der Gesprächspartner sieht einen Bekannten, zu dem er gleich hineilt. Gesprächsende ohne jegliches Abschiedswort oder gar ohne abgeschlossenen Gedanken. Unhöflicher geht es kaum. Gilt übrigens auch für Online-Gespräche über einen Messenger, wenn das Gespräch nicht sowieso schon seit einiger Zeit eingeschlafen ist.

Platz 3: Aha.

Du, mir ist am Wochenende etwas Unglaubliches passiert! – Aha. – Erst habe ich in der Schule eine 1 in Sport gemacht und dann in der nächsten Stunde eine 6 in Mathe wiederbekommen. – Aha. – Dann bin ich in die Stadt gefahren und habe Michael Jackson gesehen! – Aha. – Ja und zum Schluss wurde ich von einer Stretchlimo nach Hause gefahren und hatte nen Megaunfall! – Aha. – Ich glaube es ist klar, worauf ich hinaus will: Absolutes Desinteresse durch ständiges “aha” und seine Varianten macht keinen Spaß.

Platz 2: Tja!

Noch schlimmer als ein desinteressiertes Aha ist meiner Meinung nach ein schnippisches, kurzes “Tja!”, das einem echt jede Lust auf eine Fortführung des Gesprächs nimmt. Irgendwie impliziert das immer so ein bisschen, dass man für dumm gehalten wird oder selbst Schuld an irgendeiner Sache hätte. Auf jeden Fall ist es alles andere als nett, so auf irgendetwas zu antworten. Im Prinzip ist das das Letzte, was ich als Gesprächspartner hören will.

Platz 1: Schon gut bzw. ach nichts

Ein wirklich absolut verdienter 1. Platz sind für mich die beiden Sätze “schon gut” und “ach nichts”. Wenn jemand etwas sagt und man nachfragt, dann kann man es doch bitte wiederholen. Ich hasse es, wenn jemand mich dafür bestraft, wenn ich etwas akustisch nicht verstanden habe, weil die Person etwa genuschelt oder undeutlich gesprochen hat. Wenn man etwas nicht sagen will, dann doch bitte gleich komplett für sich behalten.

Wie sieht ihr das? Findet ihr meine Punkte berechtigt oder stört euch das überhaupt nicht? Seid ihr selbst manchmal diejenigen, die so etwas in Gesprächen sagen? Gibt es noch weitere Gesprächsbauteile, die ihr zum Abgewöhnen findet?

Witzespam – Mit Flachwitzen zu Viagra

In letzter Zeit häuft sich bei mir eine neue Art von Spam. Die zu irgendwelchen Viagra-Seiten oder was weiß ich verlinkenden Spammer wollen mir Witze erzählen. Die sind allerdings sowas von flach, dass selbst ich sie größtenteils nicht mehr witzig finde. Und das mag schon was heißen. Kleine Kostprobe gefällig?

  • What do snowmen eat for breakfast? Snowflakes.
  • How do crazy people go through the forest? They take the psycho path.
  • Why did the garbage look sad? Because it was down in the dumps.
  • What is Beethoven doing in his coffin right now? Decomposing.
  • Why do bagpipers walk when they play? They’re trying to get away from the noise.
  • What kind of tree has hands? A palm tree.
  • How many Microsoft employees does it take to screw in a lightbulb? None. We’ll just declare darkness the new standard.
  • What time is it when the clock strikes 13? Time to get the clock fixed.
  • What did the fish say when he hit a concrete wall? “Dam.”
  • Why is the letter A like a flower? Because a Bee comes after it!

Und? Habt ihr auch so gelacht wie ich? Bekommt ihr auch so viele von diesen Witzen im Spam? Gut, das ist vielleicht weniger schlimm als irgendwelche kyrillischen Zeichen, die niemand entziffern kann, aber ich könnte auch gut und gerne auf diesen Spam verzichten, auch wenn ein paar der Wortwitze ganz nett sind.

Fortuna hat die Beine für mich breit gemacht!*

Manchmal hat man einfach Glück. Und genau mir war es vor kurzem hold, denn der Torsten von der Pirgofabrik verloste einen Kapuzen-Pullover. Alles, was man dafür tun musste, war, Fan der Pirgofabrik auf Facebook zu sein (war ich sowieso schon). Eine weiteres Los konnte man durch einen simplen Tweet gewinnen, was nun auch keine Hürde war. Und was soll ich sagen: Ich habe tatsächlich gewonnen. Danke Torsten, danke Fortuna!

Nun ist der “Pirgopulli” letzte Woche bei mir eingetrudel und er passt und ist bequem. Und da dachte ich, schreibe ich doch als kleines Dankeschön einen Blogeintrag und nerve euch mal wieder mit einem Foto meiner unrasierten Visage:

pirgopulli*Den Spruch hab ich auch nur geklaut, kein Grund, den mahnenden Finger zu heben.

Ergebnis der Umfrage 10/09: Bärte sind beliebt!

Der Oktober ist fast vorbei, Zeit also, die Umfrage des Monats auszuwerten. Ich fragte euch nach eurer Haltung zu Bärten und unglaubliche 172 Leute haben ihre bis zu zwei Stimmen abgegeben. Dabei ist ein recht eindeutiges Ergebnis herausgekommen:

60% (103 Stimmen) der Umfrageteilnehmer finden Drei-Tage-Bärte sexy, überraschenderweise gefolgt von den Kinnbärten, die mit immerhin 26% (44 Stimmen) ein gutes Viertel der Stimmen auf sich vereinen konnten. An dritter Stelle folgen diejenigen, die gar keine Bärte mögen (19% / 32 Stimmen). Auf den Folgeplätzen sind Vollbärte (13% / 22 Stimmen), egal, Hauptsache Bart (12% / 21 Stimmen), Sonstiges (8% / 13 Stimmen) und auf dem letzten Platz die Schnurrbärte (2% / 3 Stimmen). Hier wie immer die Grafik für die Umfrage:

Wie ist Deine Haltung zu Bärten? (max. 2 Antworten)

  • Dreitagebart ist sexy. (60%, 103 Votes)
  • Kinnbärte finde ich gut. (26%, 44 Votes)
  • Ich mag Bärte überhaupt nicht! (19%, 32 Votes)
  • Volle Bärte sind tolle Bärte. (13%, 22 Votes)
  • Egal, Hauptsache Bart! (12%, 21 Votes)
  • Sonstiges (bitte Kommentar abgeben) (8%, 13 Votes)
  • Schnurrbärte sind super. (2%, 3 Votes)

Total Voters: 172

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Interessant ist dieses Ergebnis allemal, zumal es sehr auffällig ist, mit welch einem Vorsprung die Drei-Tage-Bärte auf dem ersten Platz gelandet sind. In den Kommentaren war der Tenor nämlich, dass solche Bärte viel zu sehr kratzen. Was hingegen gut zur Umfrage passt, sind die Kommentare über Schnurrbärte – die scheinen wirklich out zu sein. Die restlichen Varianten wurden meist dann als okay angesehen, wenn es zum jeweiligen Gesicht passt. Also Männer: sich einen Bart stehen zu lassen muss nicht immer abschreckend sein!

Insgesamt also eine sehr aufschlussreiche Monatsumfrage, würde ich sagen. Ich bedanke mich für die zahlreichen Teilnehmer und den ebenso zahlreichen Kommentatoren dafür, dass sie ihre Stimme und Meinung abgegeben haben. Die nächste Umfrage startet dann im neuen Monat, ich hoffe ihr seid dann wieder mit von der Partie.

Link-Container:
Beitrag zur Monatsumfrage 09/2009

28.10.2009 in Fun 18 Kommentare

Das große Blogroll-Casting

Schon seit einiger Zeit bin ich am überlegen, wie eine perfekte Blogroll aussehen könnte. Dabei habe ich mir unterschiedlichste Modelle, auch auf anderen Blogs angeschaut, habe aber kein Ergebnis gesehen, dass mich zu 100 Prozent überzeugt hat. Es kann bezweifelt werden, dass es die perfekte Blogroll überhaupt gibt. So wirklich zufrieden war ich mit meiner jedenfalls nie. Beim Zusammenstellen einer Blogroll stößt man auf zahlreiche Probleme. Die grundlegenden Fragen sind:

Wer kommt hinein?

Idealerweise ist eine Blogroll eine Sammlung aus Links zu Blogs, die man selbst empfehlenswert findet und gern liest. Des weiteren sollten die Links zu Blogs führen, die auch aktiv sind, Blogleichen zu empfehlen kommt meistens nicht so gut. Aber ab wann gilt ein Blog als tot bzw. inaktiv? Eine Frage, die man nur schwer beantworten kann und die einen auch vor das Problem stellt, seien Blogroll aktualisieren zu müssen, wenn jemand nach langer Zeit wieder anfängt zu bloggen.

Wie viele sollen hinein?

Wenn ich jemandem Empfehlungen gebe, dann erschlag ich ihn nicht mit allem, was ich habe und kenne, ich suche mir die besten Dinge raus. 100 Links dürften demnach zu viel sein, die schaut sich kaum ein Mensch ernsthaft alle an. Aber wo liegt das Maximum? 50 Links? 30? Auch hier gehen die Meinungen sicher auseinander.

Wie präsentiere ich die Blogroll?

Es gibt zig verschiedene Möglichkeiten, seine Blogroll zu präsentieren. In der Sidebar oder auf einer Extraseite, eine zufällige Auswahl oder komplett, Als Thumbnails oder mit Textlinks, mit kurzen Beschreibungen oder als simple Liste? Die richtige Balance aus Übersicht und Information sollte das Ziel sein.

Das Blogroll-Casting

Weil ich einfach auf keine zufriedenstellende Lösung gekommen bin, veranstalte ich nun ein großes Blogroll-Casting. Ich habe alle Blogs, die mir eingefallen sind und die ich regelmäßig lese oder verfolge, auf meine Blogroll gesetzt. Von nun an werde ich jede Woche ein Blog von der Blogroll herunternehmen und einen anderen als “gesetzt” markieren und mit einer kurzen Beschreibung versehen. Das bedeutet, dass dieses Blog sicher auf meiner Blogroll bleibt, weil ich es besonders gern mag.

Das werde ich so lange machen, bis nur noch die Hälfte der Blogs übrig sind. Momentan wären das 45, da 90 Blogs auf der Blogroll stehen. Momentan? Ja, ganz richtig. Ich erlaube noch 10 zusätzliche Blogs auf meiner Blogroll. Also wenn ich euch aus Versehen vergessen haben sollte oder ihr denkt, dass euer Blog auf meine Blogroll gehört: 10 Plätze, die an keine Bedingungen gebunden sind (außer, dass eure Seiet ein Blog sein muss), vergebe ich noch. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Ein paar kleine Tipps

1. Wahrscheinlich wird es so aussehen, dass zuerst die Blogs rausfliegen, die keine Blogroll oder Linkliste führen. Wer meint, sich nicht in die Blogosphäre integrieren zu müssen mit einer Blogroll, der wird auch nicht von mir verlinkt.

2. Karteileichen oder Blogs, die sich nur 1-2mal im Monat aktualisieren, werden die nächsten Opfer meines Auswahlverfahrens sein. Also versucht euch ein bisschen ranzuhalten, wenigsten ein- oder zweimal die Woche etwas zu schreiben. Muss ja kein Roman sein.

3. Blogs, die mich thematisch nicht mehr interessieren, etwa weil sie sich verändert haben oder sich auf wenige Themen beschränken, die mich nicht so sehr interessieren, werden als Drittes an der Reihe sein und aus der Liste herausfliegen.

4. Als nächstes werden vermutlich diejenigen Blogs rausfliegen, deren Autoren sich nicht darum bemühen, Kommentare zu beantworten und es auch ansonsten dem Kommentator und Leser schwer machen.

5. Zuletzt werde ich mir jede Entscheidung reiflich überlegen. Es hat zwar eigentlich keine Auswirkung darauf, ob ich jemanden empfehle oder nicht, aber mich zu verlinken kann nicht schaden, so ehrlich bin ich. Es könnte rein theoretisch den entscheidenden Ausschlag geben, auch wenn es für mich das letzte Kriterium ist.

Und am Ende…

Zum Schluss steht im Idealfall meine perfekte Blogroll, die dann auch erst einmal so bestehen kann. Auf jeden Fall denke ich, dass ich mit diesem Artikel jedem eine vernünftige Chance gegeben habe, in meiner Blogroll zu landen. Die nächste wird dann wahrscheinlich etwas auf sich warten lassen.

Wie findet ihr die Idee? Ist das fair genug oder gibt es Schwachstellen in meiner Regelung? Für konstruktive Vorschläge bin ich natürlich immer zu haben. Soll ichzum Beispiel jedes Wochenende einen Beitrag über meine Auswahl schreiben und sie begründen oder es einfach so machen? Bin aber selbst sehr gespannt, wie sich das entwickeln wird. Und wie gesagt: Wenn ich jemanden vergessen habe oder jemand meint, er gehöre definitiv in meine Blogroll, einfach kurz einen Kommentar hinterlassen und bis Sonntag einer der ersten 10 sein. Dann schau ich mir das Blog mal genauer an.

Hinweis: Interview mit mir beim Webmaster Interview

Langsam wird mein Blog zu einer reinen Hinweissammlung für meine Tätigkeiten außerhalb des Blogs, aber wie das so ist, sowas kommt eben immer alles auf einmal. Dieses Mal möchte ich euch auf ein Interview hinweisen, dass Sascha vom Webmaster Interview mit mir geführt hat. Zehn Fragen hat er mir gestellt, auf die ich ihm nach besten Wissen und Gewissen geantwortet habe. Ihr erfahrt dort unter anderem, wie mein Blog entstanden ist, wie ich bekannt gemacht habe und was ich von Twitter halte. Schaut doch bei Interesse einfach mal vorbei.

Viele andere Blogger wurdem ebenfalls schon interviewt und es ist doch ganz interessant und auch hilfreich zu sehen, was so die besonderen Tipps und Tricks der unterschiedlichsten Blogger sind. Wer einen erfolgreichen Blog aufbauen will oder auch neue Blogs kennnlernen möchte, sollte dort unbedingt mal vorbeischauen.

Warum ich noch zu Hause wohne

Oft werde ich gefragt, warum ich als Student nicht von zu Hause ausziehe und mir eine Wohnung in Uninähe nehme. Das wäre doch viel einfacher, als immer den Weg ganz von zu Hause fahren zu müssen und überhaupt: man muss sich doch auch mal von den Eltern lösen und lernen auf eigenen Beinen zu stehen. Jedes mal wieder darf ich mich rechtfertigen, verstehen will es aber trotzdem keiner. Dabei sind die Argumente für mich ziemlich einleuchtend:

1. Gute Planung

Ich plane meinen Stundenplan immer so, dass ich meistens nur drei Tage in der Woche direkt zur Uni muss, demnach bin ich vier Tage zu Hause. Also was soll ich mit einer Wohnung, in der ich weniger als die Hälfte der Zeit in einer Woche sein bräuchte?

2. Fahrgemeinschaft mit meinen Geschwistern

Zu Beginn meines Studiums ist mein Bruder öfter mit mir zusammen gefahren, jetzt fährt meine Schwester zusammen mit mir. Die Fahrten sind also überhaupt nicht langweilig und die Kosten für den Sprit halbieren sich.

3. Das liebe Geld

Eine Wohnung kostet Geld. Geld, das ich lieber für andere Dinge ausgebe als für eine Wohnung und allem drum herum. Ich spare soviel Geld dadurch, dass ich noch zu Hause wohne, es wäre fast schon blöd, es nicht zu machen.

4. Zeitersparnis

Viele argumentieren damit, dass das doch unheimlich Zeit kostet, wenn ich immer ca. eine Stunde zur Uni hin- und wieder zurückfahren muss. Aber das ist eine trügerische Rechnung. Wenn ich nur dreimal in der Woche fahre (dieses Semester sogar nur zweimal), dann sind das sechs bzw. vier Stunden, die ich durchs Fahren verbrauche. Würde ich allein wohnen, müsste ich einkaufen gehen, kochen, waschen, usw. – alles Dinge, die hier zu Hause für mich erledigt werden (wobei ich natürlich meine Hilfe anbiete). Insgesamt spart mir das Zuhausewohnen aber mehr Zeit als es mich kostet.

5. Familienatmosphäre

Ich bin ein absoluter Familienmensch und ich liebe es, beim Abendessen mit meinen Eltern und meinen Geschwistern am Tisch zu sitzen und mich mit ihnen zu unterhalten. Ich verstehe mich mit allen sehr gut. Und wenn ich mal meinen Freiraum brauche, dann bekomme ich den auch. Letztlich darf hier jeder machen, was er möchte.

Ein einziger Nachteil

So wirklich gibt es nur einen einzigen Nachteil, aber auch den kann ich zumindest halbwegs relativieren. Man kann schon sagen, dass ich dadurch, dass ich weiter weg wohne, nicht so oft was mit meinen Kommilitonen machen kann, zum Beispiel sich spontan treffen oder auf eine Studentenparty gehen. Stimmt schon, auch dafür müsste ich wieder eine Stunde fahren. Aber auch das ist kein Problem, denn wenn ich das möchte, bekomme ich (fast) immer ein Auto, mit dem ich hinfahren kann. Dann kann ich zwar nichts alkoholisches trinken, aber das muss ja auch nicht sein.

Fazit

Darum verstehe ich es nicht, wenn jemand darüber den Kopf schüttelt, dass ich noch zu Hause wohne. Das ist eine rein praktische Angelegenheit und hat nichts damit zu tun, dass ich nicht selbständig wäre. Ich bin mit fast 23 Jahren noch in einem Alter, in dem das vertretbar ist, denke ich. Ich werde ja nicht ewig zu Hause wohnen, spätestens wenn ich meinen Lehrberuf aufnehme, wird der Auszug fällig – wer weiß denn auch schon, wo ich überhaupt landen werde? Aber bis es soweit ist, genieße ich jede Minute, die ich im Kreis meiner Familie verbringen kann. Denn jeder dieser Augenblicke ist für mich kostbarer als die (faktisch minimal größer werdende) Unabhängigkeit, die mir ein Auszug bringen würde.

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