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Warum ich noch zu Hause wohne

Oft werde ich gefragt, warum ich als Student nicht von zu Hause ausziehe und mir eine Wohnung in Uninähe nehme. Das wäre doch viel einfacher, als immer den Weg ganz von zu Hause fahren zu müssen und überhaupt: man muss sich doch auch mal von den Eltern lösen und lernen auf eigenen Beinen zu stehen. Jedes mal wieder darf ich mich rechtfertigen, verstehen will es aber trotzdem keiner. Dabei sind die Argumente für mich ziemlich einleuchtend:

1. Gute Planung

Ich plane meinen Stundenplan immer so, dass ich meistens nur drei Tage in der Woche direkt zur Uni muss, demnach bin ich vier Tage zu Hause. Also was soll ich mit einer Wohnung, in der ich weniger als die Hälfte der Zeit in einer Woche sein bräuchte?

2. Fahrgemeinschaft mit meinen Geschwistern

Zu Beginn meines Studiums ist mein Bruder öfter mit mir zusammen gefahren, jetzt fährt meine Schwester zusammen mit mir. Die Fahrten sind also überhaupt nicht langweilig und die Kosten für den Sprit halbieren sich.

3. Das liebe Geld

Eine Wohnung kostet Geld. Geld, das ich lieber für andere Dinge ausgebe als für eine Wohnung und allem drum herum. Ich spare soviel Geld dadurch, dass ich noch zu Hause wohne, es wäre fast schon blöd, es nicht zu machen.

4. Zeitersparnis

Viele argumentieren damit, dass das doch unheimlich Zeit kostet, wenn ich immer ca. eine Stunde zur Uni hin- und wieder zurückfahren muss. Aber das ist eine trügerische Rechnung. Wenn ich nur dreimal in der Woche fahre (dieses Semester sogar nur zweimal), dann sind das sechs bzw. vier Stunden, die ich durchs Fahren verbrauche. Würde ich allein wohnen, müsste ich einkaufen gehen, kochen, waschen, usw. – alles Dinge, die hier zu Hause für mich erledigt werden (wobei ich natürlich meine Hilfe anbiete). Insgesamt spart mir das Zuhausewohnen aber mehr Zeit als es mich kostet.

5. Familienatmosphäre

Ich bin ein absoluter Familienmensch und ich liebe es, beim Abendessen mit meinen Eltern und meinen Geschwistern am Tisch zu sitzen und mich mit ihnen zu unterhalten. Ich verstehe mich mit allen sehr gut. Und wenn ich mal meinen Freiraum brauche, dann bekomme ich den auch. Letztlich darf hier jeder machen, was er möchte.

Ein einziger Nachteil

So wirklich gibt es nur einen einzigen Nachteil, aber auch den kann ich zumindest halbwegs relativieren. Man kann schon sagen, dass ich dadurch, dass ich weiter weg wohne, nicht so oft was mit meinen Kommilitonen machen kann, zum Beispiel sich spontan treffen oder auf eine Studentenparty gehen. Stimmt schon, auch dafür müsste ich wieder eine Stunde fahren. Aber auch das ist kein Problem, denn wenn ich das möchte, bekomme ich (fast) immer ein Auto, mit dem ich hinfahren kann. Dann kann ich zwar nichts alkoholisches trinken, aber das muss ja auch nicht sein.

Fazit

Darum verstehe ich es nicht, wenn jemand darüber den Kopf schüttelt, dass ich noch zu Hause wohne. Das ist eine rein praktische Angelegenheit und hat nichts damit zu tun, dass ich nicht selbständig wäre. Ich bin mit fast 23 Jahren noch in einem Alter, in dem das vertretbar ist, denke ich. Ich werde ja nicht ewig zu Hause wohnen, spätestens wenn ich meinen Lehrberuf aufnehme, wird der Auszug fällig – wer weiß denn auch schon, wo ich überhaupt landen werde? Aber bis es soweit ist, genieße ich jede Minute, die ich im Kreis meiner Familie verbringen kann. Denn jeder dieser Augenblicke ist für mich kostbarer als die (faktisch minimal größer werdende) Unabhängigkeit, die mir ein Auszug bringen würde.






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32 Kommentare, kommentiere oder sende einen Ping

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    Ich denk auch dass du dich so nicht rechtfertigen muss. Ich bin mit 18 ausgezogen (worden) und fand es für mich zu früh, bin aber im Endeffekt froh, dass es so gekommen ist. Hatte viel Unterstützung in den ersten Jahren und war dank des Miezekaters auch nie alleine.
    Zwar fänd ich es jetzt nicht schlecht mal wieder bei Eltern zu wohnen (nicht meinen, aber irgendwem anders der für die einspringt), aber irgendwie will man auch seine Freiheiten nicht mehr aufgeben.

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    Ich muss mich immer wieder dran gewöhnen,das Du wirklich Baujahr 86 bist. Es gibt Leute,die in meinem Alter (und älter) nicht mal annähernd Deine geistige Reife besitzen,das muss ich ja mal loswerden….. ;)

    Nun zum Eigentlichen. Ich finde Deine Entscheidung absolut ok, wieso soll man sich ständig rechtfertigen müssen?
    Deine Eltern und Deine Geschwister sind eben füreinander da, ihr seid eine Familie. Daran ist doch nix Verwerfliches. Deine Argumente, warum,weshalb,wieso sind einleuchtend genug. Ich würde da nicht anders handeln, wäre ich in Deiner Situation und hätte eine Familie, wie Du sie hast.

    Ich bin mit 16 von Zuhause ausgezogen, mit meinen Mann (6 Jahre älter) in eine eigene Wohnung. Haben von Anfang an auf eigenen Beinen gestanden. Und immer wieder musste ich mir anhören, wieso ich das getan habe? Ich sei zu jung, ich schaffe das nicht, was ist wenn ER geht blablabla…

    Ich wollte aber selbst die Erfahrung machen, ob ich das so schaffe …hab Schule,Ausbildung und Job gemacht.Und war immerhin schon Mutter. Ab und zu dachte ich auch, wäre es nicht besser gewesen, noch ein Weilchen bei der eigenen Mutter zu bleiben – aber nein, ich hab mich mit meinem Partner allein durchgekämpft. Und es ist was aus mir geworden (denke ich). Ich konnte trotzdem auf meine Mutter zählen, wenn es mal gar nicht ging.

    Du wirst auch irgendwann auf eigenen Beinen stehen – nein verkehrt ausgedrückt, da Du es ja eigentlich schon tust – Du wirst irgendwann eine eigene Wohnung haben, Deinem Job nachgehen und Dir Deine eigene kleine *Welt* aufbauen. Aber immer dankbar sein, für Deine tolle Familie, die bis dahin immer für Dich da war.

    Du setzt ja nicht darauf, das Deine Familie Dir alles wohin schiebt. Du sagt ja selbst, Du beteiligst Dich überall. Das ist doch selbstverständlich.

    Also mach Dir über Andere keine Gedanken, es passt so, wie es ist. Und das ist vollkommen ok so.

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    Und du musst nicht selber waschen, kochen, putzen … :twisted:

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    Es ist einfach was anderes, ob man noch in Hotel Mama lebt oder schon in den eigenen vier Wänden. Klar hats bei den Eltern immense Vorteile, deine Aufzählung ist da völlig korrekt, aber wenn man ausgezogen ist, ändert sich geistig doch irgendwie einiges. Ich würde vielleicht gar nicht mal sagen, dass das zwangsläufig was mit dem “Reifegrad” zu tun hat oder so und ich glaub, ich kann auch gar nicht in Worte fassen, was ich meine :D Es ist einfach .. was anderes.

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    Jeder sollte es natürlich machen wie er möchte, wobei ich die Punkte nicht alle so nachvollziehen kann.

    1. Auch in einer eigenen Wohnung ist man nicht so oft anwesend, das ist doch auch normal. Wenn man arbeiten geht ist man ebenfalls teilweise nur zum schlafen da und trotzdem kann man deswegen nicht immer bei den Eltern bleiben.

    3. Geld, alles kostet Geld. Wenn man im Studium oder Ausbildung nicht so viel davon hat ist das noch verständlich, aber auch hier kann man nicht für immer deswegen bei Mutti bleiben. Würde die vielen hunderter für die Wohnung auch gerne für was anderes ausgeben.

    Fehlender Punkt : Freiheit, Freiheit der Verwirklichung und dergleichen. Keine Rechenschaft mehr gegenüber jemanden oder einschränkung und erklärungen für sein eigenes Benehmen.

    In der eigenen Wohnung kann man machen was man will und dergleichen.

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    ich kann das durchaus verstehen. für mich wäre es finanziell gesehen deutlich sinnvoller, zuhause zu bleiben, der bus fährt ca 25-30min und hält bei meiner arbeit fast vor der tür und hier 3-5min von zuhause entfernt. allerdings ergeben sich so täglich riesige wartezeiten, die ich nicht gebrauchen kann. außerdem bin ich zwar auch ein familienmensch, der gerne mit der familie am tisch sitzt und so, aber leider bin ich mich meiner familie auf keinem gemeinsamen nenner, so dass das der ausschlaggebende punkt ist, warum ich hier unbedingt weg will.

    es gibt also, wie du ja schreibst, verschiedene punkte, die einen abwägen lassen, ob man auszieht oder nicht, aber ich kann einfach nicht verstehen, warum viele leute es nicht akzeptieren können, wenn man für sich selbst eine andere entscheidung getroffen hat als die übliche.

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    @Ricarda: Ich kann mir schon vorstellen, dass es auch irgendwie angenehm ist, wenn man seine eigene Wohnung hat und man dann nicht unbedingt zurück möchte. Allerdings hab ich das noch lang genug vor mir. Aber schön zu hören, dass man mich versteht und ich mich nicht rechtfertigen muss.

    @noneworld: Oh, vielen Dank für deine unglaublich lieben Worte. :oops:

    Vermutlich hätte ich auch gesagt, dass 16 zu früh ist, aber wahrscheinlich haben sich diejenigen vor allem Sorgen gemacht. Dass sie trotzdem zu dir gestanden haben, spricht ja dafür und dann ist es ja auch in Ordnung.

    Jeder muss seinen eigenen Weg finden, denke ich. Und da sollte man sich nicht von anderen reinreden lassen, das gehört eben zu den Erfahrungen, die man im Leben machen muss, dazu. Danke nochmal für deine Worte. :)

    @TorstenLuttmann: Angenehmer Nebeneffekt, ja. :mrgreen:

    @Hannah: Ich verstehe schon, was du meinst. Und es ist sicher eine spannende Sache, aber letztlich ist es doch egal, ob man diese Erfahrung mit 18, 23 oder 26 macht, oder?

    @Sebastian: Also da möchte ich dagegen halten:

    1. Hier ging es mir darum, dass ich die Wohnung nur 3 oder 4 Tage wirklich beanspruchen würde, da ich über das (verlängerte) Wochenende ja wahrscheinlich trotzdem nach Hause fahren würde. Dann kann ich auch von zu Hause fahren und mir das Geld sparen.

    2. Sicher, aber ich habe (bis auf das spärliche BAföG) kein eigenes Einkommen. Sicher, ich könnte nebenbei arbeiten, aber das würde nur mein Studium beeinträchtigen oder in die Länge ziehen. Da kann ich doch lieber mein Studium schneller beenden und früher mein eigenes richtiges Geld verdienen. Sicher, man kann nicht immer zu Hause wohnen, weil es Geld spart, aber wenn das Geld knapp ist und eine Wohnung finanziell nur schwer zu stemmen ist, dann ist das allemal besser als mich in Schulden zu stürzen.

    Zur Freiheit: Das ist ja das, was ich mit Unabhängigkeit meinte. Und wie gesagt: Die wäre nur unwesentlich größer als bei mir zu Hause. Ich kann mich hier selbst verwirklichen, ich kann machen, was ich will. In eigenen vier Wänden kann ich manchmal sogar noch weniger. Zum Beispiel kann man da nicht unbedingt mal die Musik richtig aufdrehen, weils die Nachbarn stören könnte. Zu Hause habe ich keine Nachbarn und meine Familie gesteht mir das zu. :)
    Und hinzu kommt: Zu Rechten kommen auch immer Pflichten.

    @Jana: Ich finde es okay, wenn man für sich entscheidet, dass ein Auszug die bessere Lösung ist, zum Beispiel mit den Argumenten, die du beschreibst. Ich möchte ja auch irgendwann ausziehen, aber mich treibt es nicht weg, deswegen warte ich – das ist z. T. auch einfach eine Entscheidung aus Besonnenheit.

    Sehe es wie du und kann das nicht verstehen, warum andere Leute sowas nicht akzeptieren können und einen dann ständig überzeugen wollen, dass ihr Weg der bessere sei.

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    Ich finde deine Beweggründe, warum du noch zu Hause wohnst sehr gut. Gerade in der heutigen Zeit, wo alles so schnelllebig ist, ist es wichtig viel Zeit mit seiner Familie zu verbringen. Du hast schon ganz Recht, noch früh genug wirst du deine erste eigene Wohnung beziehen und dir ein eigenständiges Leben aufbauen. Auch darf man nicht vergessen, das nicht nur Studenten einen Fahrtweg von einer Stunde und mehr haben. Das geht auch vielen Arbeitnehmern so. Du machst das schon ganz richtig. Lass dir nichts anderes einreden. Von niemanden.

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    @Konna: Ach so war das mit dem ersten Punkt gemeint. Klar, dann ist das auch für mich logisch.

    Punkt 2 ist nun auch erklärt. Klar würde ich die Kosten für die Wohnung auch eben besser verwenden können, aber wenn das Einkommen eben nur Bafög ist dann muss man schon so gucken wie man über die Runde kommt. Trotzdem immer wieder ärgerlich wie viel so eine Wohnung kostet an Miete.

    Punkt Freiheit : Gut, ich mochte es damals zB gerne das einfach nach der Arbeit keiner da ist. Kommt aber in der Erfahrung dahin wohl darauf an wie groß die Wohnung mit der Familie zusammen war.

    Und wie es sich anhört wohnt ihr in einem Haus, da sind die Freiheiten nochmals ganz andere. Wie zB mit der Musik, wenn sich die Familie nicht dran stört ist das schon sehr vorteilhaft, da gibt es Nachbarn die beschweren sich schon wenn man zu laut die Türen zu macht.

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    Lass Leute doch den Kopf darüber schütteln, musst dich nicht rechtfertigen. ;)

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    ich wohne auch noch zu Hause und bin ja nur etwas älter als du. Für viele ist das ja auch unverständlich, in dem Alter noch bei Mami und Papi zu wohnen.
    Besonders der Kostenpunkt spielt für mich eien große Rolle. Ich verdiene erst seit 2 Monaten Geld. Davor hätte ich mir eine Wohnung also gar nicht leisten können. Sehe es also wie du in Punkt 3. Wenn man eine eigene Wohnung hat, zahlt man doch alles selber. Wasser, Essen, Strom, Internet, GEZ, Möbel (evtl. mein Bruder hat seine Möbel zum Teil von unseren Eltern bezahlt bekommen). Das alles kann man sparen, wenn man zu Hause wohnt.
    Wenn ein Student weiter weg studiert, ist ein Auszug ja völlig ok. Mein Bruder studiert in Bonn und man fährt mit dem Zug etwa 2 Stunden. Deshalb ist er vor vier Jahren dorthin gezogen.

    Ich finds zu Hause außerdem am schönsten. :) Mein Freund würde aber zu gerne mit mir zusammen ziehen. ;) Aber ich weiß nicht.. wir beide haben gerade unsere Ausbildung begonnen. Erst möchte ich das Geld sparen und abwarten, wie die Ausbildung weiterläuft. Man kann ja nie wissen.

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    Klingt doch gut, so, wie es ist, Konna. Und da keine zwei Lebens- und Wohnsituationen wirklich miteinander vergleichbar sind, darf sich da auch nicht wirklich jemand ein Urteil drüber erlauben.

    Ich selbst bin mit 20 von zuhause weg. Nicht weit. Hauptsächlich wegen eines Hundes. Klingt komisch, wenn ich das jetzt hier so aufschreibe. Ist auch komisch… :mrgreen:

    Jedenfalls war es damals höchste Zeit, zu dritt in einer kleinen Drei-Raum-Wohnung… wäre nicht mehr lange gut gegangen ;)

    Genieße die Zeit mit deiner Familie und laß die Leute reden!

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    Recht hat er, der Konna!
    Endlich sagts mal noch wer :) – Ich habe ja immer nur ne halbe Stunde mit dem Auto zur Uni und bin dann auch immer komisch angesehen worden, warum ich noch zu Hause wohne!
    Aber es lohnt sich einfach nicht! Bis auf den letzten Punkt, dass man mehr spontan mal was macht ist es einfach bei so kurzer Entfernung nicht sinnvoll!
    Und jetzt, wo ich fertig bin muss ich eh umziehen ganz woanders hin :) Was auch kein Problem ist, aber Umziehen ist nicht meine Lieblingsbeschäftigung – gut, wenn man sich das einmal sparen kann!

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    Jenny. Reply to this comment

    Ich sehe das auch so wie du. Wenn ich hier in der Stadt einen Platz an der Uni bekomme, werde ich sicher auch weiterhin bei meinen Eltern wohnen. Das liegt vor allem an Geld. An eine Wohnung in diesen Studentenwohnhäusern kommt man ja auch kaum ran. Die sind immer belegt und man muss mindestens 1 Semester warten.

  15. Gravatar Icon

    Hm also ich wohne seit 4,5 Jahren in meiner Wohnung, ABER auch nur wegen schlechten Verhältnissen zu Hause!
    Wohnung ist teuer ja. Ich zahle ca. 700€ an Kosten, OHNE Essen :/
    Ist viel.. Wer sich gut mit einen Eltern versteh, soll ruhig noch zu hause bleibe, egal ob 23 oder älter.
    Kenne aber auch jemanden, der wohnt mit 47 noch bei mutti^^

  16. Gravatar Icon

    Jeder soll seinen eigenen Weg gehen. Und dass man sich rechtfertigen muss ist leider ja fast immer so. Egal was man tut (oder eben auch was man nicht tut), man muss sich rechtfertigen.

    Solange zu Hause alles gut ist und niemand einem im Weg steht, kann man finde ich, zu Hause wohnen bleiben. Ich denke nicht dass dies schadet (es sei denn man wird rund um die Uhr bemuttert und lebt kein eigenes Leben ohne Hilfe von Mami und Papi), es wird immer Leute geben, die eine Lebensweise nicht verstehen, aber grade um die 25 Jahre rum finde ich es wenn man studiert voll in Ordnung.

    Letztendlich muss jeder aber seinen Weg finden und ich denke es gibt keine All-round-Lösung, die man auf alle anwenden kann, sondern es ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

    Gruß zitrone

  17. Gravatar Icon

    Also rechtfertigen MUSS man sich nicht. ich würde den Leuten einfach ne kesse Antwort geben und gut ist.
    Zu studieren und danach evtl. einen richtig geilen Beruf haben.. das ist es wert! Um den Stress mit ner eigenen Wohnung, kannst du dich auch nach dem Studium noch genug befassen! Außerdem haben Studenten doch eh meistens weniger Geld bzw. müssen nebenbei noch arbeiten um sich ihre Bude zu finanzieren, das kannst du dir sparen und dich zu 100% auf das Studium konzentrieren. Ist der richtige Weg.

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    Reply to this comment

    Ich hab jetzt drei volle Jahre Studium hinter mir, von denen ich in zwei gependelt bin – seit einem Jahr habe ich “meine” Wohnung in Wien und kenne daher beide Situationen. Deine Beweggründe kann ich echt gut nachvollziehen – wenn es sich zeitlich/örtlich besser ausginge, wäre ich wahrscheinlich auch noch nicht daheim ausgezogen.

    Aber nachdem bei mir die reine Fahrzeit in einer Richtung ca. 30-40 Minuten mit dem Auto, 1 Stunde 40 mit dem Zug und dann noch innerstädtisch je nach Uni-Standort zehn bis 15 Minuten betragen hat, war mir das schließlich echt zuviel. Dazu kommt, dass der letzte Zug in diese Richtung um 20:30 Uhr in Wien abfährt, also wirklich problematisch mit Abendveranstaltungen, egal ob von der Uni aus oder Unternehmungen mit Freunden.

    Und obwohl ich mir anfangs das mit der (fast) eigenen Wohnung nicht so ganz vorstellen konnte, bin ich jetzt eigentlich recht zufrieden damit; bezahlt wird sie von meinem Vater (da ich zur Untermiete wohne, kostet es nicht mehr, als wenn man täglich mit dem Auto zum Bahnhof fahren würde – lange Zeit hatte ich ja noch keinen Führerschein und mein braver Papi ist zweimal täglich die 40 Minuten hin und retour gefahren!), dank Familien- und Studienbeihilfe sowie kleinem Sponsoring seitens meiner Paten komme ich auch mit den sonstigen Kosten über die Runden.

    Was die Uni-Anwesenheit betrifft: Ich versuche zwar nach wie vor, mir den Freitag (und wenn geht auch Montag Vormittag) möglichst frei zu halten, damit ich ein langes Wochenende zu Hause habe, aber ansonsten genieße ich es durchaus, mir jetzt auch vermehrt Lehrveranstaltungen an den Tagesrändern aussuchen zu können und nicht mehr auf klaffende Zeitlücken zwischen zwei LV Rücksicht nehmen zu müssen. :)

    P.S.: Meine Wäsche karre ich übrigens meist noch ins Hotel Mama (bzw. Hotel Papa) zum Waschen – keine Waschmaschine in der Bude… :lol:

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    @Petra: Danke für deine lieben Worte. Gut zu wissen, dass wenigstens die Menschen hier meine Beweggründe verstehen können. Solch Zuspruch tut immer gut.

    @Sebastian: Ja, wir haben ein relativ großes Haus, da hat jeder so sein eigenes Refugium, ist also überhaupt kein Problem.

    @jana: Eigentlich hast du Recht, ich sag mir das auch immer wieder, aber man hat es irgendwann auch einfach satt.

    @Verena: Klar, wenn die Uni noch weiter weg wäre, würde ich auch da hinziehen. Und ich kann dich in deiner Entscheidung auch sehr gut verstehen. Vieles kann man gar nicht vorhersehen und da ist man froh, auf alles vorbereitet zu sein.

    @Magrat: Danke. Ja, du hast Recht, jede Situation ist anders. Aber viele kommen gleich mit der Keule “Muttersöhnchen” usw. – dabei geht das völlig an der Realität vorbei.

    @alex: Ja, also bei einer halben Stunde lohnt sich das wirklich nicht. So lang war früher fast schon mein Schulweg.
    Und richtig: Wenn man sich einmal umziehen sparen kann, umso besser. Ist ja auch nichts, was mal eben schnell in 5 Minuten erledigt ist.

    @Jenny.: Das kommt noch dazu. Wohnungssuche ist auch immer so eine Sache. Und dann am besten noch Ärger mit dem Vermieter und den Nachbarn. Nee, danke.

    @Großmaul: Na also mit 47 möchte ich nicht mehr bei Mutti wohnen, aber auch schon vorher nicht mehr, das geht mir dann auch zu weit. :)

    @zitrone: Blöd eigentlich, dass man sich immer rechtfertigen muss, oder? Jedenfalls denke ich auch nicht, dass es mir schadet, im Gegenteil. Dadurch, dass ich mich aufs Studium konzentrieren kann, nützt es vielleicht sogar.

    @Großmaul: Tut gut, dieser Zuspruch, danke! Ich denke auch, dass ich den richtigen Weg gehe und solange ich davon überzeugt bin, werd ich daran auch nichts ändern.

    @: Ah, jemand, der beides kennt. Und schön, dass du meine Gründe nachvollziehen kannst. Ich kann deine auch sehr gut verstehen und auch die von jedem anderen der sagt, dass für ihn der Umzug unvermeidlich war oder diesen gern gewagt hat. Trotzdem muss es ja für mich nicht genauso sein.

    Grundsätzlich kann ich einfach nur sagen: Jeder sollte es so machen, wie er es für richtig hält, sollte aber andere, die es eben anders machen, nicht für blöd oder sonst irgendwas erklären.

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    also, bei mir war das so ähnlich – außer, daß ich in der gleichen stadt studiert habe, in der meine eltern eben auch wohnen… und ich war sogar bis 25 dort! o_O ;) ! auch eher aus praktischen gründen [wer holt sich schon mit 20 allein eine wohnung in der heimatstadt?... naja, ich nicht]. jetzt wohne ich seit über drei jahren allein bzw. mit freund und könnte es mir NIE WIEDER vorstellen, zu hause einzuziehen… man verändert sich eben meist schon positiv durch einen auszug von zu hause, wird nochmal selbständiger, trotzdem gibt es meiner meinung nach für diese sache kein festes alter oder datum ;) .

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    Unverzeihlich, dass ich deinen Blog so lange aus den Augen verloren habe. :? Jetzt bin ich aber wieder dabei und gebe gleich mal meinen Senf ab. ;)

    Zuerst einmal muss ich sagen, dass eine derartige Rechtfertigung, wie du sie hier anführst, eigentlich übertrieben ist. ;) Schließlich ist es allein deine Entscheidung, wie du wohnst.

    Ich als Erstsemester bin gerade über 600 km von NDS nach BW gezogen, habe also meine erste eigene Wohnung bezogen. Doch auch wenn ich in der Nähe meines Elternhauses geblieben wäre, wäre mir eine eigene Wohnung lieber. Das hat alleine schon praktische Gründe, weil ich z.B. keine derart perfekte Planung wie du habe, also eigentlich jeden Tag zur Uni muss. Dann spielen auch andere Gründe eine Rolle, z.B. weil ich mich zu Hause in einem seit 20 Jahren eingelebten Trott befinde, dem ich in der eigenen Wohnung noch ganz gut entgegenwirken kann. ;) Nicht zuletzt fände ich es schrecklich, Freunde oder Bekannte an der Uni nicht direkt besuchen zu können/insgesamt nicht im Geschehen zu sein, weil ich auf das Auto meiner Eltern angewiesen wäre/keine Züge fahren etc.

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    Ich werde, wenn ich nächstes Jahr mit studieren anfange, auch zu hause bleiben müssen, weil mir das Geld für eine eigene Wohnung einfach fehlt. Ich muss dann zwar auch pro Tag 3 Stunden Fahrzeit einplanen, aber dafür spare ich einiges an Geld. Ich habe aber eigentlich vor, noch vor meiner Bachelorarbeit von zu hause weg zu sein.

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    @rebhuhn: Wäre ja auch Quatsch gewesen, wenn du in der gleichen Stadt in eine eigene Wohnung gezogen wärst. Kann mir schon vorstellen, dass man sich durch einen Auszug ein bisschen verändert (inwiefern das immer positiv ist, kann ich aus gegebenen Gründen nicht beurteilen), aber ich sehe es auch so, dass es kein festes Alter dafür gibt.

    @jakob: Schön, dich mal wieder zu sehen. :) Stresse dich nicht, gibt Wichtigeres im Leben. ;)

    Vermutlich ist da einfach jeder anders gepolt und setzt andere Prioritäten – was ja völlig legitim ist. Wenn ich das alles wie du auch als Trott empfinden würde oder mich sehr daran störte, dass ich etwas ab vom Schuss bin, würde ich sicherlich auch so handeln. Ist aber nicht so, deswegen gehe ich einen anderen Weg. Unklar bleibt, warum manche Leute nicht einsehen wollen, dass das jeder selbst entscheiden muss.

    @Yoko: Vor allem zu Beginn des Studiums finde ich es nicht schlecht, sich aufs Studium konzentrieren zu können und sich nicht um andere Dinge wie die eigene Wohnung kümmern zu müssen. Also ich habe damit gute Erfahrungen gemacht.

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    Also gerade das Argument mit dem Familienleben finde ich wunderschön. Ganz ehrlich, nutze es! Funktionierende Familienverhältnisse sind heutzutage eine Seltenheit, deswegen ist das für Viele einfach kein Argument.
    Und irgendwann kommt der Tag sowieso, an dem du ausziehst, warum also nicht noch ein Weilchen länger den Schutz und die Geborgenheit der Familie erleben?
    Also ich versteh dich voll und ganz – und hätte es vermutlich auch nicht anders haben wollen, wenn ich denn je eine funktionierende Familie gehabt hätte..

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    @lexxa: Danke für die zustimmenden Worte. Ich sehe es wirklich auch so – irgendwann werde ich definitiv ausziehen und dann habe ich dieses Umfeld nicht mehr so in dem Maße und irgendwann wird der Zeitpunkt kommen, an dem das gar nicht mehr möglich ist. Darum sag ich mir immer: Jeden Moment genießen.

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    Da hast du einfach verdammt recht. Vorallem müsstest du dir dann auch noch einen Nebenjob suchen, um die Kosten für die Wohnung (womöglich eine lärmende, nervige WG?) einzutreiben, was auch wieder deine Zeit schlucken würde.

    Geht mir nicht anders. Ich bin in der Ausbildung, verdiene noch nicht soviel, als dass es für eine Wohnung reichen würde und sehe es auch nicht ein, auszuziehen, nur weil manche es nicht verstehen, dass man in dem Alter noch zu Hause wohnt. Warum denn nicht?! Kann dich also ganz gut verstehen.

    Vorteil allerdings bei mir: Ich muss nur knapp 10 Kilometer zur Arbeit fahren. Würde ich ausziehen, würde ich daran vermutlich auch nichts sparen. Und zu Hause ist es schließlich immer noch am schönsten. ;:)

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    @Yuki_Keylin: Danke für die Zustimmung, ist echt schön, wenn man nicht allein da steht. Gut, wenn es wirklich nur 10 Minuten sind, wäre alles andere ja auch irgendwie blöd. Aber auch bei mir geht es ja mit der Fahrerei. Und dass es zu Hause schön ist, da sind wir wieder auf einer Wellenlinie. :)

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    Eine heiße Diskussion. Erstmal finde ich es verwunderlich, das du Dich in einem Blogartikel rechtfertigst, obwohl du dich gar nicht rechtfertigen willst. Ich denke, wann und warum jemand auszieht von zu Hause ist und bleibt einem selbst überlassen, alles hat Vor- und Nachteile.

    Ich halte es falsch, das du dich für deine Lebensweise rechtfertigen musst und ich halte es für falsch, sich überhaupt zu rechtfertigen.

    Übrigens: Sehr häufig kommt beim Auszug auch eine Frau ins Spiel, denn wer möchte schon mit seiner Freundin nackt durch die Wohnung der Eltern nachlaufen spielen? :twisted:

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    Sehr gute Argumentation! Ich werde auch öfters gefragt, warum ich denn noch zu Hause wohne und mir noch keine Wohnung gesucht habe. Als Antwort kommt dann immer: Warum auch? In der Wohnung wäre ich alleine und müsste mich um alles kümmern. Zu Hause hab ich Gesellschaft, man kann mit jemandem reden, wenn man will, und das Geld für die Wohnung spare ich auch noch!

    Aber einige Leute wollen das nicht verstehen und schütteln nur mit dem Kopp.

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    @Robert: Naja, hier rechtfertige ich mich ja nicht, hier hat mich ja niemand angeklagt. Dennoch wollte ich mal von meinen Bloglesern, die ich für intelligent und vernünftig halte, die Bestätigung haben, das meine Argumentation logisch und verständlich ist. Und die habe ich bekommen. Ach, was habe ich für tolle Leser! :)

    Und na klar, wenn die Frau ins Spiel kommt, ist es spätestens so weit. :D

    @alte Kiehvotz: Ah, ein Leidensgenosse! Wie du siehst, kann ich dir das sehr gut nachempfinden. Für mich unverständlich, diese Leute, die das nicht nachvollziehen können.

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    ich habe mein erstes studium lang mehr oder weniger zuhause gewohnt und ziehe jetzt endlich aus. ich versteh deinen standpunkt und wenn du dich zuhause wohlfühlst sollte das auch keiner in frage stellen. mir persönlich gehts aber so, dass ich mich seit ewigkeiten freue, endlich eine eigene wohnung zu haben, in der ich tun und lassen kann was ich will, leute einladen wenns mir passt und endlich nicht mehr eine stunde fahrzeit pro richtung einberechnen muss, da ich ja doch fast jeden tag in der stadt bin.

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    @Paleica: Ach, ich kann hier auch tun und lassen, was ich will. Auch Leute einladen usw. – nur die Fahrzeit ist natürlich da. Aber damit kann ich leben. :)

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