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Filmriss: 2012

Der Weltuntergang ist ein beliebtes Thema in Hollywood. Ob die Menschheit dabei von einer Eiszeit, einem Metoriten oder Aliens dahingerafft wird, spielt eigentlich kaum eine Rolle. Hauptsache es kracht und knallt an allen Ecken und Enden. Die Handlung und die Dialoge sind da eher nebensächlich. Etwas anderes erwartet man auch nicht, wenn man sich so einen Film anschaut. So ist es auch bei 2012, dem Film von Roland Emmerich über den angeblich bevorstehenden Weltuntergang, der in vielen Prophezeihungen vorausgesagt wird. Doch schauen wir mal – ohne die Seriösität solcher Vorhersagen zu berücksichtigen – ob 2012 ein gelungener Film ist. Zunächst zur Story:

2012

2012

Der Wissenschaftler Adrian Helmsley entdeckt im Jahr 2009, dass die größten Sonneneruptionen seit Menschengedenken dafür sorgen, dass sich der Erdkern aufheizt und es dadurch zu massiven Erdbeben, Landverschiebungen, Vulkanausbrüchen und Tsunamis kommen wird. Diese werden solche Ausmaße haben, dass sie die Menschheit komplett ausrotten werden. Um dieser Situation Herr zu werden, entwickelt der wissenschaftliche Berater des US-Präsidenten einen Plan, die führende Elite der Menschheit (also diejenigen, die es sich finanziell leisten können), zu retten, indem riesige Archen gebaut werden. Als im Jahr 2012 die Zahl Katastrophen rapide zunimmt, muss der gefasste Plan vorgezogen werden. Vor diesen Katastrophen versucht sich auch Jackson Curtis zu retten, ein geschiedener Familienvater und erfolgloser Romanautor. Als er der Bedrohung gewahr wird, versucht er sich und seinen Kindern und seiner Ex-Frau irgendwie zu retten, dem Chaos zu entkommen und per Flugzeug an einen sicheren Ort zu gelangen…

Wenn man sieht, wie komplette Städte völlig zerstört werden, ein wahres Feuerinferno entzündet wird oder gewaltige Flutmassen riesige Landschichten unter sich begraben, mag einem manchmal schon der Mund offen stehen bleiben. Eine wahre Effektorgie wird immer dann abgespielt, wenn die Katastrophen Mittelpunkt des Geschehens sind. In ruhigeren Momenten treten dann jedoch die klaren Schwächen des Films hervor: Der Plot bleibt einem jegliche Erklärung der Ereignisse schuldig und die Dialoge triefen nur so vor Pathos und stellenweise wirkt der Film äußerst unfreiwillig komisch. Das Hirn wird von 2012 definitiv nicht angesprochen. Nicht anschauen sollte man sich den Film auch, wenn man man mit Logiklücken nicht zurecht kommt und zumindest einen Rest an Realismus behalten möchte. Aber das will 2012 auch gar nicht leisten.

So halten sich allerdings auch die schauspielerischen Leistungen im Rahmen, weil ihre Figuren viel zu stereotyp und eingeschränkt in ihrem Handeln sind. Was mit Jackson Curtis (John Cusack) und seiner Familie passiert, ist einem eigentlich relativ egal, weil man keinerlei Beziehung zu ihnen herstellt. Am meisten Sympathiewerte bekommt noch Dr. Helmsley (Chiwetel Ejiofor), der am besten dargestellte Charakter ist der des pragmatischen Wissenschaftlers Carl Anheuser (Oliver Platt). Kein Totalausfall, insgesamt wäre aber viel mehr drin gewesen.

Fazit: 2012 ist ein typischer Emmerich-Film, sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Die Effekte und Schauwerte sind über jeden Zweifel erhaben, die Action stimmt und der Film ist auf keinen Fall langweilig. Allerdings weist der Rest zahlreiche Mängel auf: Die Dialoge und oberflächlichen Figuren verhindern jeglichen Bezug und die unfreiwillige Komik stört mehr als die zahlreichen Logik- und Realismuslücken, die man noch gut verschmerzen kann. Wer mit dieser Erwartung ins Kino geht, der wird jedenfalls nicht enttäuscht werden. Ich war es jedenfalls nicht.

Meine Wertung: 6/10

User-Wertung:

VN:F [1.9.3_1094]
Rating: 9.4/10 (7 votes cast)

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2012 in der IMDB
Weltuntergang im Jahr 2012!?

Filmriss: 2012, 9.4 out of 10 based on 7 ratings





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20 Kommentare, kommentiere oder sende einen Ping

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    Alter? Scheiß auf zweitausendingens. Twilight kommt in die Kinos, wen interessiert da so ein Horrorszenario? :mrgreen:

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    @TorstenLuttmann: Twilight? Was soll ich mit so einem Vampirgedöns für Frauen? Nee, danke. ;)

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    Na, das klingt doch wahrlich nach einem netten Kinoabend zum Hirnausschalten. Werde ich mal lose im Hinterkopf behalten.

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    Hmm.. schade, diesmal hat mir dein Filimriss nicht so sehr geholfen.(was allerdings wohl nich an deinem Filmriss liegt, sondern am Filim. Jetzt hier nicht falsch verstehen.)
    ich bin mir immer noch unsicher ob ich den mir angucken soll oder nicht :-/

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    Wenn man falsch interpretierte Vorhersagen der Maya vom Emmerich durchmixen läßt, kann ja nur Mist rauskommen.
    Dabei ist das Grundthema eigentlich total spannend.

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    Also für mich wär das ja nichts, aber wems gefällt…

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    In ca. 1,5 Wochen schau ich ihn mir auch an,. ich bin gespannt, meist sind mir die Logikfehler egal, ich freu mich wenn ich sei merke und erzähl sie jedem aber visuell kriegen mich die Filme immer. ;)

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    Gut, nun weiß ich mit welcher Einstellung ich an den Film herangehen sollte. Sehen möchte ich ihn auf jeden Fall, bin mir aber noch nicht sicher, ob ich wirklich so viel Kino-Geld dafür ausgeben möchte! ;)

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    sarah Reply to this comment

    ahhh ich habb angt 2012 wir werden alle untergehn boahh bis dahin werd ich alles machn

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    Hab den Film auch gesehen und fand ihn nicht so berauschend, wie vorher darum Wind gemacht worden ist! Ih freu mich auch auf New Moon!!!! :-)

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    @bullion: Wenn du mit solchen Zerstörungsorgien etwas anfangen kannst, kannst du ihn dir wirklich gut mal ansehen. Also ich fand ihn wirklich okay.

    @zitrone: Es kommt darauf an, was du dir von dem Film erwartest. Ist eben ein klassischer Actionstreifen. :)

    @Fulanos Worte: Oh, also Mist würde ich zu dem Film nicht sagen. Ok, ist jetzt kein Film, den ich mir unbedingt noch einmal anschauen würde, aber ich hab den Kinobesuch auch nicht bereut.

    @feronia: Jeder hat da seine eigenen Vorlieben. :D

    @Windowsbunny: Hehe, da geht es dir wie mir, ich kann auch gerne mal das Hirn ausschalten und mich einfach an der Optik erfreuen. Und da gibt es hier einiges zu sehen. Berichte mal, wie du ihn fandst, wenn du ihn gesehen hast. ;)

    @Sonja: Ich denke mal im Kino auf der großen Leinwand kommt der noch eine ganze Ecke, wenn du nicht gerade einen riesigen Flachbildfernseher und Blu-Ray Player hast. :mrgreen:

    @sarah: Ach so ein Quatsch, wir schmuggeln uns einfach auf eine der Archen. :D

    @Nine: Gut, New Moon wird wohl nichts für mich sein, das interessiert mich einfach überhaupt nicht. ;)

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    Jau werde ich machen. ;) Freu ich schon drauf.
    Noch mehr freu ich mich auf den 500 MIllionen $- Film : AVATAR!

  13. Gravatar Icon

    Ich melde mich mal auch kurz zu Wort, da ich ebenfalls in den Genuß kam, mir diesen Film anzusehen.

    Ich mach es kurz, ich habe nicht stillsitzen können, nicht weil ich ein Zappelphillip bin, sondern weil ich aufgeregt war. Soviel Action am laufenden Band sieht man nicht oft. Wenn ich da an DeepImpact denke….*schnarch*

    Ich war begeistert, vom Inhalt, von den Special Effects, von den Darstellern und überhaupt – hier wurde alles perfekt umgesetzt. Ich glaube, ich hätte sogar noch eine Stunde davon gesehen, aber ob ich das auch psychisch mitgemacht hätte – ich war irgendwie vollkommen fertig am Ende :)

    Bleibt nur zu hoffen, das es zu unseren Lebzeiten niemals eintrifft. Aber da hat ja jeder seine eigene Meinung zu ;)

    Ich gebe 8/10 Punkten, weil eben Deine oben angesprochene Logik- und Realismuslücken auftauchen. Ansonsten aber PERFEKT ! Und ein künftiges Muss in meiner DVD Sammlung!

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    @Windowsbunny: Bin gespannt! Bei Avatar hat mich der Trailer aber nicht so wirklich vom Hocker gehauen. Mal schauen. ;)

    @noneworld: Freut mich, dass er dir gefallen hat und ja, er war wirklich durchgehend spannend, langweilig war mir jedenfalls auch zu keinem Zeitpunkt, insofern hat der Film schon einiges richtig gemacht, stimmt. :)

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    Hab ihn nun gestern gesehen und fand ihn echt klase, er hat mich mitgerissen, mitgenommen und staunen lassen. Einfach nur WOW :)

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    @Windowsbunny: Super, da sind deine Erwartungen ja voll und ganz erfüllt worden. :)

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    Kai Reply to this comment

    2012 ist für mich der Film des Jahres gewesen.
    Ein absoluter Grund, mal wieder ins Kino zu gehen, denn vor allem dort kommen die Effekte noch besser rüber. Ich war echt begeistert. Du hast Recht : Ein typischer Emmerich-Film. Bislang hat er sich von Film zu Film gesteigert. Was wohl als nächstes folgt? Die Erde verlässt die Umlaufbahn, kollidiert mit dem Mond und rast auf die Sonne zu?

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    @Kai: Okay, sooo gut war er meiner Ansicht nach nicht. Effekte waren gut und die Schauwerte auch, aber Vieles war doch auch sehr verbesserungswürdig, würde ich meinen. ;)

Antworte auf “Filmriss: 2012”