Archive January 2010
Sonntagsfotos: Schneemann und Winter
Der Winter will einfach nicht verschwinden, im Gegenteil, es schneit fast ununterbrochen. Eine kurze Schneepause habe ich dazu genutzt, um mit meinem Bruder und meiner kleinen Schwester einen Schneemann zu bauen. Dafür war der Schnee wirklich hervorragend geeignet. Das (vielleicht etwas kindische) Ergebnis will ich euch natürlich nicht vorenthalten. Währenddessen überlege ich, ob ich nicht eine regelmäßige Serie aus “Sonntagsfotos” mache, um mich selbst wieder ein bisschen mehr vor die Kamera zu zwingen. Kommentare zum Schneemann sind natürlich ausdrücklich erwünscht.
“Hallo! Ich bin der Schneemann. Wie findet ihr meinen modischen Hut und meinen schnieken Wanderstock? Toll, oder? Also ich find die total cool, passen perfekt zu mir!”
“Ihr fragt euch, warum ich so einen entsetzten Gesichtsausdruck habe? Kann ich euch sagen!
“Irgendwie hab ich mir da was eingefangen… voll peinlich. Kinder, auch deshalb solltet ihr immer gut verhüten! Schaut! Das passiert, wenn ihr es nicht tut!”
“Ach ja, es wäre großartig, wenn ihr einen schönen oder passenden Namen für mich finden könntet, ich will nicht so namenlos sein oder nur Schneemann heißen.”
Das Kind in Dir – Abschnitt 1 (Spielzeug)
Der Heuni hatte eine schöne Idee für ein neues Blogprojekt und ich möchte mich daran gern beteiligen. Es heißt “Das Kind in Dir” und wie der Name schon vermuten lässt, geht es in dem Projekt um die eigene Kindheit. Alle zwei Wochen gibt es ein Thema mit Kindheitsbezug, zu dem die Teilnehmer einen Beitrag schreiben sollen. Am besten schaut ihr euch die Projektbeschreibung bei Heuni an und macht dann selbst mit. Das 1. Thema des Projekts lautet “Spielzeug”.
Spielzeugautos
Was Spielzeug angeht, war ich eigentlich ein wirklich typischer Junge. Sehr sehr viel Zeit habe ich mit Autos zugebracht, von denen wir zwei große Kisten voll hatten. Die habe ich dann immer auf zwei von diesen Kinderzimmerteppichen mit Straßen und Verkehrsschildern fahren lassen. Gibt es diese Teppiche eigentlich noch? Ich konnte mich da echt stundenlang mit beschäftigen, Staus verursachen, Rennen fahren oder auch mal einen Megacrash auf der Kreuzung bringen. Zum Glück ist aus mir trotzdem noch ein rücksichtsvoller und umsichtiger Autofahrer geworden, denke ich.
He-Man & the Masters of the Universe Actionfiguren
Während Mädchen mit Puppen spielen, haben Jungs meist Actionfiguren. Ich und mein großer Brude hatten eine große Sammlung von Figuren aus der Serie “He-Man & the Masters of the Universe”. Mit ganz vielen Extras wie Snake Mountain, der Operationsbasis von Skeletor. Zu der Serie wird es sicherlich noch mal später im Projekt kommen, denn Kinderserien gehören schließlich auch zur Kindheit dazu. Darum verliere ich an dieser Stelle mal keine weiteren Worte dazu.
C64, Telespiel, Nintendo und Game Boy
Wohl auch recht typisch für Jungs ist meine Leidenschaft du Computer- und Videospielen. Schon bevor ich zur Schule ging, kam ich in Berührung mit verschiedenen Systemen, an denen ich sehr sehr lange saß. gerne habe ich da auch mit meinen Geschwistern oder meinen Eltern gemeinsam dran gespielt. Hat einfach immer Spaß gemacht. Über eines meiner Lieblingsspiele am Commodore 64, Bubble Bobble, habe ich kürzlich erst bei Zockwork Orange geschrieben. Wer den Artikel noch nicht kennt, kann ja mal reinschauen. Mario gehörte natürlich auch zu meinen Favoriten. Ich bin sogar noch im Besitz aller dieser Geräte und sie funktionieren alle noch!
Lego vs. Playmobil
Zum Schluss möchte ich noch den Kampf – man ist fast geneigt, es Glaubenskrieg zu nennen – zwischen Lego und Playmobil ansprechen. So richtig entscheiden konnte ich mich eigentlich nie für eines von beidem. Bei Playmobil fand ich die Figuren einfach cooler, allerdings konnte man bei Lego coolere Sachen bauen. Ich muss aber sagen, dass ich bei Lego mehr Spaß an der größeren Variante, Lego Duplo, hatte. Damit haben ich und mein Bruder nämlich immer Kampfpanzer gebaut, die wir gegeneinander fahren ließen um zu sehen, wessen Fahrzeug stabiler ist. Also auch wieder recht typisch Jungs.
Und wie sah das bei euch so aus? Wart ihr auch so typisch Junge oder typisch Mädchen, was euer Spielzeug angeht? Seid ihr eher pro Lego oder eher pro Playmobil gewesen? Erzählt doch mal oder macht auch bei Heunis Projekt mit!
Link-Container #7 – Sexy Blogger, Sleevefacing und mehr
In unregelmäßigen Abständen präsentiere ich euch Links zu interessanten oder empfehlenswerten Seiten und versehe diese jeweils mit einem kurzen Kommentar. Nicht automatisch zusammengestellt, sondern ganz manuell für euch ausgewählt:
Sexiest Blogger Alive – And the Winners are…
Kasumi hat ihren Contest beendet und eine Top 15 der ihrer Meinung nach schönsten Bloggerinnen und Blogger gekürt. Ich bin zwar nicht dabei, aber Kasumi scheint sowieso einen recht eigenwilligen Geschmack zu haben, darum ist mein Ego auch null gekränkt.
Dennoch eine sehenswerte Liste. Ihr könnt ja mal schauen, ob ihr es auch so seht wie sie.
Tetris kennt jeder, aber habt ihr euch schon mal gefragt, wie das Spiel aus Sicht eines der Klötze ist? Menschen mit empfindlichen Magen sollten vom Besuch der Seite absehen, alle anderen dürfen einen Drehwurm beim Spielen bekommen.
#frageum9 Das lustigste YouTube Video
Markus hat auf Twitter bei seiner täglichen Frage um 9 seine Follower nach den ihrer Meinung nach lustigsten Videos auf Youtube gefragt. Daraus ist eine schöne Liste entstanden, die man sich ruhig mal anschauen kann, wenn man mal gerade nicht weiß, was man machen soll und Lust auf ein paar Lacher hat.
Sehr cooles Video, in dem erklärt wird, wie man sogenannte Sleeveface-Kunst macht. Das ist die Vermischung aus Plattencovern und Realität und sieht, wenn man es einigermaßen richtig anstellt, sehr sehr genial aus. Einige tolle Beispiele sind im Video zu sehen. Die Platte von Ted Nugent haben wir sogar zu Hause, das weiß ich. Wäre fast mal ein Versuch wert!
Blog-Empfehlung der Link-Container Ausgabe: aHeadwork
Hannah schreibt einfach so, wie ihr der Sinn steht. Das ist gut so, denn so kommen einige wirklich interessante und lesenswerte Beiträge zustande. Passend dazu nutzt sie ein sehr spezielles Design, das den Eindruck, dass bei ihr alles anders als gewöhnlich ist, noch unterstreicht. Zur Zeit läuft bei ihr eine sehr interessante Gastbeitragsserie, die es sich zu verfolgen lohnt. Schaut mal rein!
NetzNostalgie #11: Potter Puppet Pals
Das Internet ist voll von Texten, Bildern, Videos und vielem mehr, was sich im Laufe der Zeit zu absolutem Kult entwickelt hat und das fast jeder, der sich auch nur ein bisschen im Netz bewegt, kennt. Mit dieser Serie möchte ich ein bisschen nostalgisches Flair erzeugen und Netz-Klassiker wieder neu in Erinnerung rufen. Ganz kurz und ohne viel Gerede. Heute: Potter Puppet Pals.
Es ist kein Geheimnis, dass ich kein Harry Potter Fan bin. Dennoch bekommt man ja von Familienmitgliedern und Freunden so einiges mit und kennt immerhin so ungefähr die Figuren. Und so kann ich auch mit den Potter Puppet Pals etwas anfangen, einer Harry Potter Parodie mit Handpuppen (teils Realfilme, teils Animationen), die es im Zuge des Harry Potter Hypes zu großer Bekanntschaft gebracht hat.
Besonderen Kultcharakter hat für mich Dumbledore, der immer wieder gern zu einer “Naked Time” aufruft. Ich habe mich für meinen Beitrag für die Folge “The Mysterious Ticking Noise” entschieden. Alle Videos könnt ihr euch auf der Webseite www.potterpuppetpals.com anschauen. Ich empfehle zum Beispiel noch “Bothering Snape”, falls ihr es nicht schon kennt.
Private Themen auf der Gedankendeponie
Das Thema hatte ich vor kurzem schon mal so ähnlich, ich weiß, aber aus gegebenem Anlass finde ich es angebracht, einmal zu schreiben, warum ich nicht mehr so viel Privates hier veröffentliche wie früher. Darauf wurde ich nun schon mehrfach angesprochen und ohne mich rechtfertigen zu wollen gebe ich einfach mal ein allgemeines Statement dazu ab.
Es gibt eigentlich ziemlich viele Gründe, warum ich Privates hier nicht mehr so ausbreite wie früher und ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Mein privates Hobby “Gedankendeponie” ist zwar immer noch mein privates Hobby, allerdings ist aus diesem Projekt inzwischen schon etwas recht großes geworden. Die Zahl der mehr oder weniger regelmäßigen Leser ist seit Beginn um ein Vielfaches gestiegen. Dieses Blog ist ganz einfach über Google und Co. zu erreichen und ich habe keine Möglichkeit zu beeinflussen, wer hier alles mitliest.
Nun bin ich nicht paranoid und fürchte, dass jemand meine Worte hier irgendwie gegen mich verwenden könnte. Nein, ich stehe zu allem, was ich sage, allerdings gibt es einfach gewisse Dinge, die ich einer so großen Öffentlichkeit nicht preisgeben will. Ich will nicht gläsern werden. Und gerade meine Familie will ich möglichst heraushalten und “schützen”. Ebenso sieht es mit den meisten meiner “Offline-Freunde” aus. Und somit fällt schon mal einiges an Stoff raus, den ich hier schreiben kann und möchte. Mit Passwort schützen möchte ich hier eigentlich nichts.
Und mal ganz ehrlich: Es gibt von mir einfach nicht wirklich viel Privates zu berichten. Ich bin kein Mensch, der dauernd auf Tour ist und viel erlebt. Meine Interessen sind da eben anders. Klar treffe ich gerne Freunde oder gehe ins Kino oder so, aber was soll ich davon erzählen? Über die angesehenen Filme schreibe ich ja.
Ich will mich gern bemühen, mal wieder mehr Gedanken auf der Gedankendeponie abzuladen. Dazu habe ich meinen “Gedankenmülleimer” angefangen und auch sonst will ich das gern wieder mehr in die Beiträge einfließen lassen. Allerdings ist mir aufgefallen, dass diejenigen, die am meisten danach rufen, am wenigsten Reaktion darauf zeigen, wenn es mal etwas Privates gibt. Und im Normalfall werden private Beiträge bei mir sowieso immer eher weniger gelesen und kommentiert. Aber das ist bei Musik genauso und darüber schreibe ich ja auch.
Wem das alles einfach nicht genug Privates ist, dem möchte ich am Schluss einfach empfehlen, mir bei Twitter zu folgen, denn da schreibe ich das meiste private Zeug rein. Da ist die Kommunikation auch direkter und für private Themen besser geeignet. Dann muss sich auch niemand mehr beschweren, dass ich hier nicht so viel Privates schreibe.
Ergebnis der Umfrage 01/10: So rührt das Web
Schon ist der erste Monat des Jahres fast wieder vorbei. Kinder, wie die Zeit vergeht! Auf jeden Fall gibt es nun die Auswertung der ersten 2010er Umfrage, an der sich sage und schreibe 224 Leute beteiligt haben. Vielen Dank dafür!
ich fragte euch danach, wie ihr rührt, also mit welcher Hand und in welche Richtung. Das Ergebnis ist ziemlich interessant geworden. Etwas mehr als die Hälfte, nämlich 115 Teilnehmer (51%) rühren wie ich mit der rechten Hand im Uhrzeigersinn. Nicht wenige, nämlich 77 Teilnehmer (34%), rühren mit rechts gegen den Uhrzeigersinn. Auf Platz drei folgen diejenigen, die mit links im Uhrzeigersinn rühren, 19 an der Zahl (8%) und nur 13 (7%) rühren mit der linken Hand gegen den Uhrzeigersinn. Hier noch einmal das Ergebnis in der Grafik.
Wie herum rührst du (deinen Kaffee, Tee, Kakao usw.)?
- Mit der rechten Hand im Uhrzeigersinn. (51%, 115 Votes)
- Mit der rechten Hand gegen den Uhrzeigersinn. (34%, 77 Votes)
- Mit der linken Hand im Uhrzeigersinn. (8%, 19 Votes)
- Mit der linken Hand gegen den Uhrzeigersinn. (7%, 13 Votes)
Total Voters: 224
Dass die Rechtshänder deutlich in der Überzahl sind ist ja keine Überraschung, allerdings finde ich es interessant, dass sowohl die Rechts- als auch die Linkshänder mehrheitlich im Uhrzeigersinn rühren. Müsste sich nicht mit der Hand auch die Rührrichtung ändern? Oder Linkshänder ticken einfach anders. Oder es ist Zufall, da die Zahlen der Linkshänder ja noch verhältnismäßig beieinander liegen.
Auf jeden Fall werde ich meinem Vater das Ergebnis auf die Nase binden und ihm zeigen, dass die Mehrheit das so wie ich macht und nicht wie er. Was mich abseits des Ergebnisses noch fasziniert hat, ist die Tatsache, dass ausgerechnet so eine wirklich banale Umfrage die bisher erfolgreichste in der Geschichte der Monatsumfrage ist und auch richtig viele Reaktionen und Kommentare hervorgerufen hat. Schöne Sache!
Die nächste Umfrage startet in den nächsten Tagen und hat ein persönliches Erlebnis zum Hintergrund. Würde mich freuen, wenn ihr dann wieder vorbeischaut!
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Beitrag zur Monatsumfrage 01/2010
Papierflieger: Shane Jones – Thaddeus und der Februar
„Vor Tagesanbruch riecht Thaddeus Rauch und Honig. Der Geruch kommt aus Biancas Zimmer.
Als er nachschaut, steht ihr Fenster offen und
Schnee weht herein.
Er reißt die Decke vom Bett.
Er schaut sich im Zimmer um.
Er schaut unter das Bett.
Er schaut in den Schrank.
Er schaut in den Flur.
Er schaut auf seine Füße.
Er schaut auf das Bett. Er schaut auf das Bett.
Biancas Bett ist ein Schneehügel mit Zähnen.
Bianca ist weg.“Shane Jones – Thaddeus und der Februar

Shane Jones: Thaddeus und der Februar | 175 Seiten | Eichborn Buchverlag | EUR 16,95 | Release: 26.01.2010 | ISBN 978-3821861074
Wann ist der Punkt gekommen an dem man sich entschließt einen Krieg zu beginnen? Reicht es, dass der Februar nun schon viele hundert Tage dauert? Oder dass er dem Ballonfahrer Thaddeus Lowe das Fliegen verbietet? Nicht nur ihm sondern allen? Vögel sind verboten, Ballons und Flugdrachen werden auf großen Scheiterhaufen verbrannt, wie es die Priester befohlen haben. Wie es der Februar befohlen hat. Kinder verschwinden aus dem Dorf. Bianca verschwindet. Bianca, Thaddeus’ einzige Tochter. Was den Menschen im Dorf bleibt ist die Wut auf den Februar, die ewig dunklen Tage und die Kälte, die durch Mark und Bein geht und alle zermürbt.
Was Thaddeus bleibt ist seine Frau Selah und der Entschluss die Kriegsbewegung gegen den Februar zu führen.
Shane Jones erster Roman ist vor allem eins: ungewöhnlich. Auf dem Schutzumschlag klettert ein Mann mit einer Holzkiste auf dem Kopf an einem Seil einen bunten Ballon empor und auf dem Einband tummeln sich Hirsch mit
dem Spruchband „Krieg dem Februar“, während im Hintergrund Menschen mit langen Stangen in einem trüb-grauen Himmel stochern. Auch in dem Buch findet sich nichts, was man in einem „typischen“ Roman erwartet. Es gibt weder einen festen Erzähler, noch eine durchgängige Schriftgröße, oder eine gewohnte Kapiteleinteilung. Dafür viele zauberhaft-gruselige Illustrationen von Ria Brodell und eine Geschichte, die einen nach einer kurzen Gewöhnungsphase irgendwie nicht mehr loslässt.
Fazit
Thaddeus und der Februar ist kein Buch, dass man mal so nebenbei lesen sollte. Es lohnt sich es zu genießen und zu verfolgen, wie sich die Geschichte mit jeder Seite weiter aufbaut und ein durchaus kurioses Ende nimmt. Für alle die das Gefühl haben, der Winter würde nie enden und alle die sich schon immer mal gefragt haben, was wohl zwischen den Seiten eines Buches passiert, dass man zugeklappt und auf den Nachtschrank gelegt hat.
Einzelwertung:
Verwirrungsfaktor: 8 von 10
Idee: 9 von 10
Aufmachung: 10 von 10
Wegträumfaktor: 5 von 10
Gedanklicher Nachklang: 8 von 10
Gesamt: 8 von 10
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Eichborn Verlag
Webseite
Webseite von Ria Brodell
Thaddeus und der Februar bei Amazon bestellen
Vielen Dank an den Eichborn Verlag für das Rezensionsexemplar!




