Das Thema hatte ich vor kurzem schon mal so ähnlich, ich weiß, aber aus gegebenem Anlass finde ich es angebracht, einmal zu schreiben, warum ich nicht mehr so viel Privates hier veröffentliche wie früher. Darauf wurde ich nun schon mehrfach angesprochen und ohne mich rechtfertigen zu wollen gebe ich einfach mal ein allgemeines Statement dazu ab.
Es gibt eigentlich ziemlich viele Gründe, warum ich Privates hier nicht mehr so ausbreite wie früher und ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Mein privates Hobby “Gedankendeponie” ist zwar immer noch mein privates Hobby, allerdings ist aus diesem Projekt inzwischen schon etwas recht großes geworden. Die Zahl der mehr oder weniger regelmäßigen Leser ist seit Beginn um ein Vielfaches gestiegen. Dieses Blog ist ganz einfach über Google und Co. zu erreichen und ich habe keine Möglichkeit zu beeinflussen, wer hier alles mitliest.
Nun bin ich nicht paranoid und fürchte, dass jemand meine Worte hier irgendwie gegen mich verwenden könnte. Nein, ich stehe zu allem, was ich sage, allerdings gibt es einfach gewisse Dinge, die ich einer so großen Öffentlichkeit nicht preisgeben will. Ich will nicht gläsern werden. Und gerade meine Familie will ich möglichst heraushalten und “schützen”. Ebenso sieht es mit den meisten meiner “Offline-Freunde” aus. Und somit fällt schon mal einiges an Stoff raus, den ich hier schreiben kann und möchte. Mit Passwort schützen möchte ich hier eigentlich nichts.
Und mal ganz ehrlich: Es gibt von mir einfach nicht wirklich viel Privates zu berichten. Ich bin kein Mensch, der dauernd auf Tour ist und viel erlebt. Meine Interessen sind da eben anders. Klar treffe ich gerne Freunde oder gehe ins Kino oder so, aber was soll ich davon erzählen? Über die angesehenen Filme schreibe ich ja.
Ich will mich gern bemühen, mal wieder mehr Gedanken auf der Gedankendeponie abzuladen. Dazu habe ich meinen “Gedankenmülleimer” angefangen und auch sonst will ich das gern wieder mehr in die Beiträge einfließen lassen. Allerdings ist mir aufgefallen, dass diejenigen, die am meisten danach rufen, am wenigsten Reaktion darauf zeigen, wenn es mal etwas Privates gibt. Und im Normalfall werden private Beiträge bei mir sowieso immer eher weniger gelesen und kommentiert. Aber das ist bei Musik genauso und darüber schreibe ich ja auch.
Wem das alles einfach nicht genug Privates ist, dem möchte ich am Schluss einfach empfehlen, mir bei Twitter zu folgen, denn da schreibe ich das meiste private Zeug rein. Da ist die Kommunikation auch direkter und für private Themen besser geeignet. Dann muss sich auch niemand mehr beschweren, dass ich hier nicht so viel Privates schreibe.

















14 Kommentare
ich finde es richtig was du sagst/schreibst. DU bestimmt schlussendlich was auf deinem blog passiert. lass dich da bloß nicht zu irgendwas überreden! mach weiter so und dir werden die leser treu bleiben und vorallem – du kannst dann ruhig schlafen.
Ich schreie nicht nach privaten Dingen hier bei dir, halte sie bei mir meistens sogar selber raus. Weil es gibt eine Sache die geht die Welt nichts an und das ist der private Spass.
Klar kann man mal ne Story erleben die in den Blog kommt, aber so Sachen das der Bruder / die Schwester / Vater / Mutter gerade Zahnweh haben die sind nur für einen selber wichtig aber nicht für anonyme Leser.
Mach einfach dein Ding hier so weiter, damit scheinst du perfekt zu fahren, siehe Lesermenge und Bloggercharts.
Gut begründete Entscheidung, die man respektieren sollte. Was für ein Glück folge ich dir auf Twitter
Ich weiß auch noch nicht wie ich das bei mir machen soll wenn ich mal mit dem Studium fertig bin. Ich halte mein Blog jetzt nicht geheim aber ich preise es auch nicht in allen Bekanntenkreisen an. Bin nicht traurig, wenn es gewisse Leute nicht finden.
Man muss auch nicht unbedingt ein turbulentes und aufregendes Leben haben, um viele tolle Beiträge zu schreiben. Du bist doch das beste Beispiel dafür und deine vielen Leser sind die Bestätigung!
Mach einfach so weiter, wie bisher… ^_~
Ein Blog kann auch interessant sein, ohne dass der Blogger einen Seelenstriptease vollführt …
Nun ja, natürlich hast du mit deinen Statements recht und da kann ich mich den Vorrednern nur anschließen.
Manchmal ist der private Gedankenmüll aber genau das, was die Gedankendeponie ausmacht? Zwischen all den Bits und Bytes, zwischen dem ganzen Schwarz auf Digital etwas menschliches, persönliches?
Gerade das ist es, denke ich, was so viele Leser über die Zeit bei dir gehalten hat und das immer noch neue hinzukommen, liegt natürlich an deiner Kontinuität und an deiner Presenz in den Netzwerken.
Mach einfach weiter genauso, wie du es in dem Moment gerade möchtest.
Lass es dir gut gehen dabei.
Liebe Grüße, Mel
Ich schreibe ja selber kaum Privates in meinem Blog. Der private Kram ist nur für eine spezielle Benutzergruppe, die ich angelegt habe, sichtbar.
Wer den Bereich mitlesen will, muss sich einfach bei mir melden. Ob er/sie dann mitlesen darf, entscheide ich dann.
Ich wüßte aber auch nicht, worüber ich nun aus meinem Privatleben schreiben könnte. Genau wie du bin ich nicht dauernd auf Tour. Und ich schreibe in meinem Blog eh (nur) über Bücher und zeige ab und zu ein paar Fotos, die ich gemacht habe. Man muss nicht über private Dinge schreiben, um den Blog interessant zu gestalten oder die Besucher anzulocken. So, wie du das im Moment machst, ist es genau richtig!
Ich kann dich da voll und ganz verstehen. Von den abendlichen Aktivitäten mit meinen Freunden etc. schreibe ich auch wenig bis gar nicht… warum auch? Das gehört da nicht hin. Und auch meine Familie lasse ich größtenteils aus meinem Blog… es sei denn es ist etwas banales. Manches geht einfach niemanden etwas an. Ich halte das immer so: Das, was ich Freunden und Bekannten erzählen würde, kann ich auch bloggen. Das, was ich für mich behalten würde, blogge ich auch nicht – natürlicherweise.
Schreib doch was du willst, solange die Besucher kommen bestätigt dich das doch, oder
. Sobald keine mehr kommen kannst du ja wieder mit den Privaten anfangen
Lieben Gruß
Sven
Eine gute Begründung, obwohl du dich ja, wie die anderen bereits schrieben, gar nicht rechtfertigen musst. Es wird gelesen, was in den Blog kommt!
Mir geht es da ähnlich wie dir, mein Leben verläuft eigentlich im Moment recht geradlinig und es gibt kaum spannende Sachen zu berichten. Daher gibt es auch aus dem Privatleben nicht allzuviel zu berichten. Weiterhin wäge ich natürlich auch immer ab, was man nun im Internet der ganzen Welt an Information zur Verfügung stellt und was nicht.
Wenn es mir nicht gefallen würde was und wie Du schreibst würde ich hier sicher nicht regelmässig lesen … ergo die Mischung ist gut und Du entscheidest schliesslich was Du veröffentlichst und was nicht.
Mein Blog selbst hat zwar mehr Privates als anderes drauf, aber ich habe ihn ja auch deshalb gemacht, um einen kleinen Einblick in mein Leben zuzulassen. Weil mit Kindern und Ehemann hat man ja immer irgendwas zu tippern, und manch einer liest es sogar.
Da Deine Zukunft in Sachen Beruf allerdings schon ziemlich nah gekommen ist, musst du eben aufpassen. Also ist es doch selbstverständlich, das man kaum Privates von Dir lesen wird. Ich hätte es nicht anders getan.
Zumal ich selbst auch drauf achten muss, WAS ich schreibe. Ich darf jedem erzählen, was mein Mann beruflich macht,aber eben nicht wo genau. All das, was die Firma intern betrifft, hat ebenfalls nix im öffentlichen zu suchen. Und das ist auch gut so.
Aber kommen wir wieder mal zu dem, was ich Dir noch hier lassen wollte:
Das, was Deinen Blog füllt, ist spannend, informativ und unterhaltsam zugleich. Auch ohne privatem Zeugs
das lese ich dann eben bei Twitter *g
Also, das passt !
@kuschelpunker: Das stimmt. Aber mir ist natürlich klar, dass auch das Private seinen Teil zum jetzigen Erfolg beigetragen hat. Aber ruhig schlafen zu können ist doch irgendwie nicht zu verachten. Danke!
@Sebastian: Ich lese gern mal privates, um etwas über die Person hinter den Beiträgen zu erfahren. Allerdings auch nicht alles, es kommt eben immer drauf an.
@sprity: Ja, es ist immer ein gewisser Drahtseilakt. Ich versuche immer, das auszubalancieren. Freue mich, dass meine Begründung nachvollziehbar ist.
@Nici: Awww, dankeschön, das ist aber lieb!
@Haramis: Kann es. Für dich, für mich, für viele andere. Aber vielleicht nicht für alle.
@Mel: Ja, das ist das häufigste Argument… und ich sehe es in gewisser Weise auch ein. Allerdings denke ich mir aber auch, dass ich das Persönliche schon irgendwie meistens mit einbaue in meine Beiträge. Ich reproduziere ja keine News oder so, sondern formuliere die Texte selbst, bringe meine Meinung und Erfahrungen ein und schreibe über das, was mich selbst interessiert.
@Verena: Danke für die Zustimmung. Ich versuche ja schon nach meinen Möglichkeiten ein buntes Potpourri zu zaubern, sodass für jeden etwas dabei ist. Und ich denke eigentlich auch, dass ich das ganz gut hinbekomme.
@Lordy: Ist ja klar, dass wir uns mal wieder recht einig sind. Wobei ich im Umkehrschluss nicht auch alles für bloggenswert halte, was ich auch anderen erzählen würde.
@Sven: Das ist wohl die einfachste Möglichkeit. Aber ich mache es mir so ungern einfach, ich will doch, dass alle zufrieden sind.
@feronia: Wollte mich auch nicht rechtfertigen, aber es einfach mal klar stellen.
@Gilly: Ich finde das auch nur vernünftig, da ein bisschen abzuwägen. Lieber blogge ich zu wenig als zu viel. Und was in meinem momentan recht unspannenden Leben passiert, muss ich nicht bloggen, da reicht es, wenn ich das bei Twitter in den Äther puste.
@stoffel: Das stimmt wohl, aber ich weiß von einigen Leuten, dass sie gerne mehr Privates lesen würden. Muss ja nicht automatisch heißen, dass der Rest völlig uninteressant ist.
@noneworld: Ja, bei dir passiert immerhin einiges Interessantes, bei mir ja eher weniger. Von daher finde ich es auch okay. Auch so, wie du es handhabst. Vollkommen in Ordnung.
Ich freue mich jedenfalls, dass dir gefällt, was ich hier so fabriziere. Tut immer gut, so eine Bestätigung.
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