Abenteuer, verborgene Schätze, Ruinen, Grabstätten, Dschungel, Reichtum – bei solchen Stichworten denkt man oft an die Filme der Indiana Jones Reihe oder auch an die Spiele der Tomb Raider Serie. Beide sind außerordentlich beliebte und erfolgreiche Reihen geworden und bis heute stilprägend für das Genre. Mit diesen Größen muss sich auch Uncharted messen, das ausschließlich für die Playstation 3 erhältliche Action-Adventure von Naughty Dog. Wie es sich schlägt, erfahrt ihr in meinem Test zum Spiel.
Nathan Drake ist ein waschechter Abenteurer und Schatzjäger. Gemeinsam mit seinem Kumpel Sully ist er auf der Suche nach aller Art wertvollen Schätzen, Ruhm und Reichtum. Seine neueste Spur ist der Sarg des Seefahrers Sir Francis Drake. Um seine Abenteuerreise zu finanzieren, lässt er sich bei der Bergung des Sarges von der Reporterin Elena begleiten, doch prompt, als sie den Sarg aus dem Meer heben, öffnen und entdecken, dass keine Leiche darin ist, sondern ein altes Tagebuch, wird ihr Boot angegriffen. Anscheinend sind sie nicht die einzigen, die hinter dem sagenhaften Schatz “El Dorado” her sind, dessen Aufenthaltsort Francis Drake kannte. Und so geraten Nate, Sully und Elena in ein gefährliches Abenteuer durch Südamerika.
Uncharted führt den Spieler direkt in das Geschehen hinein und gibt gleich in den ersten Minuten gute Einblicke in die Charaktere des Spiels. Sowohl der draufgängerische Nate, der auch in den brenzligsten Situationen immer einen flotten Spruch auf Lager hat, die neugierige Reporterin Elena, die wehrhafter ist, als sie zu sein scheint, und Sully, der allerhand Geschichten auf Lager hat – alle Hauptfiguren machen einen durchweg sympathischen Eindruck und hauchen dem Spiel ein wenig Hollywood ein. Das motiviert ganz klar zum Weiterspielen.
Generell ist die Inszenierung des Spiels wirklich über jeden Zweifel erhaben. Uncharted ist eine wahre Augenweide, die Charaktermodelle und die Animationen sind herausragend und der südamerikanische Dschungel protzt mit einer dichten Vegetation. Auch der Sound tut sein Übriges, um eine stimmungsvolle Atmosphäre zu schaffen. Der Score ist toll und setzt dynamisch ein, die Dialoge sind klasse vertont und auch in der Synchronisation wirklich hochwertig. Dazu knallt es aus allen Lautsprechern.
Es gibt aber auch einiges zu kritisieren. Zum einen liegt der Schwerpunkt des Spiels zu sehr auf den Ballereien, die zu sehr nach demselben Schema verlaufen. Mehr Klettereinlagen und Rätsel hätten dem Spiel allein schon von der Stimmung, die es aufbaut, deutlich besser zu Gesicht gestanden als in Rambomanier durch den Dschungel zu laufen, zumal einige Passagen auch recht frustrierend sind. Fast noch schlimmer ist der inhaltliche Twist zum Ende hin, durch den das Spiel phasenweise ziemlich düster wird. Die verhältnismäßig kurze Spieldauer wird durch die motivierende Jagd nach Trophäen wieder wett gemacht.
Fazit: Uncharted ist ein gelungenes Action-Adventure mit einem sehr sympathischen Heldentrio. Das Spiel erinnert in seiner Inszenierung stark an die Filme der Indiana Jones Reihe. Von der Optik und dem Sound her ist das Spiel absolut Spitze, dafür trüben das recht einseitige Spielprinzip, das zu viel Gewicht auf Action und Feuergefechte legt (zu Lasten der Kletter- und Rätselpassagen), und das inhaltlich abstruse und unpassende letzte Viertel den Gesamteindruck ein wenig. Dennoch ein insgesamt empfehlenswertes Spiel für alle Besitzer der Playstation 3.
Wertung: 7/10
Link-Container:
Uncharted: Drakes Schicksal bei Amazon kaufen

















7 Kommentare
teil 2 ist noch mal einen zacken besser. ich habe es bald durch und vor ein paar wochen auch geblogged, warum es noch mal genialer als der 1. teil ist http://bit.ly/bJhAqo
Öhm… und wo steht da, was besser ist als im ersten Teil?
mmh, wegen der ersten 10 minuten? das habe ich so explizit aber nicht geschrieben, von daher: touché.
war auch nicht so “das habe ich aber schon lange vor dir”-lamer-mäßig gedacht, sondern eher ergänzend
@dhrac: Nee, mich hätte jetzt wirklich ein Vergleich interessiert. Etwa, ob es immer noch diese Monster als Gegner gibt oder ob es mehr Rätselpassagen gibt. Sowas hätte ich bei der Aussage “warum es noch mal genialer als der 1. Teil ist” erwartet. Aber egal.
das kann ich gerne nachliefern. es gibt viele rätsel, weniger wirklich unfaire stellen (aber: es GIBT sie), die handlung ist nochmal spannender und hat mehr drehungen und wendungen als im ersten teil – das ganze thema “eingang ins innere der erde” finde ich einfach reizvoller als die handlung des ersten teiles. und wie gesagt: die ersten 10 minuten… episch!
@dhrac: Ah, okay, danke! Eingang ins Innere der Erde klingt aber nach vielen unterirdischen Levels… und da gibt es bestimmt wieder Monster… naja, trotzdem wohl ein Pflichtspiel für die PS3.
Trackbacks