Seid gegrüßt, hier ist es endlich wieder, das von einigen doch schmerzlich vermisste Blogseminar. Wie angekündigt mit leichten Veränderungen, die aber bei eigentlich allen sehr gut angekommen sind. Das Wesentliche, die Blogoptimierung nämlich, steht ja weiterhin im Fokus des Projekts.
Dann können wir ja frisch ans Werk gehen und starten die 8. Sitzung gleich mit einer recht schwierigen Aufgabe, über die man wirklich lange grübeln kann, die aber eine sehr gute Wirkung hat, was den Wiedererkennungswert des Blogs angeht. Es geht diesmal um Blogkonzepte.
Die Aufgabe
Blogkonzepte sind nicht mit Themenblogs zu verwechseln. Ein Blogkonzept gibt lediglich eine gewisse Leitlinie vor, die der Leser bestenfalls sofort durchschaut. Das kann ganz einfach eine bestimmte Farbgebung sein, vielleicht auch eine spezielle Benennung der Beiträge, Seiten oder Kategorien. Kurz: In der Regel trifft man optische oder sprachliche Konzepte an. Das wirkt nicht auf den Leser nicht nur schön stimmig, sondern zeigt auch Kreativitit und fördert wie gesagt den Wiedererkennungswert. Etwas, das man bei Blogs nicht unterschätzen sollte.
Ich habe versucht, beide Konzeptarten umzusetzen. Sprachlich habe ich mich auf das “Müllthema” eingestellt, das auch vom Blogtitel vorgegeben wird. Daraus habe ich etwa Serientitel und Kategorien wie die “Müllsuche”, “Gedankenmüll” oder den “Filmriss” abgeleitet. Hier könnte ich allerdings noch deutlich stringenter sein. Optisch zieht sich durch mein Blog das Grün, welches ihr im Logo und als Linkfarbe seht. Auch hier könnte sich sicher noch mehr machen lassen. Aber ich denke, dass klar ist, worauf ich hinaus will.
Eure Aufgabe ist: Macht euch Gedanken darüber, ob ihr euer Blog nicht konzeptionell aufpolieren könnt. Was sind – abgesehen von eurer Schreibe – die Alleinstellungsmerkmale eures Blogs? Könnt ihr die noch stärker betonen, um den Wiedererkennungswert zu erhöhen?
Hilfestellung zur Aufgabe
Eine Hilfestellung ist an dieser Stelle natürlich nur schwer zu geben, ist ein Konzept doch etwas, das man nicht einfach übernimmt, sondern für sich selbst herausfinden möchte. Ich kann euch nur ermuntern, euch wirklich mal hinzusetzen und aktiv zu überlegen. Es ist sehr hilfreich, ein bisschen durch das eigene Blog zu blättern und zu schauen, ob man nicht aus irgendetwas Vorhandenem ein Konzept zaubern könnte.
Der einfachste Weg dürfte sein, das Konzept auf Grundlage des Domain- bzw. Blognamens zu erstellen. Als nächstes kann man sich an die Kategorien (ein Beispiel: Alle Kategorien auf “-los” enden lassen) und an die Überschriften in der Sidebar. Will man lieber auf’s Optische gehen, kann man etwas mit den Farben herumexperimentieren – angenehm für die Augen sollten sie sein, aber auch keine Allerweltsfarben, leichte Abwandlungen der Grundfarben sind gut.
Ich denke, das ist schon mal ein guter Anfang. Gut Ding will Weile haben, also verzweifelt nicht, wenn nicht sofort eine Idee kommt. Diskutiert eure Ideen auch mit Freunden oder Lesern, Feedback ist auch immer hilfreich beim Erstellen eines Konzepts.
So, nun aber ran an die Aufgabe. Ich bin sehr gespannt, ob ihr euch dazu entschließt, eure Blogs konzeptionell aufzuhübschen. Berichtet mir doch bitte davon oder sagt, warum ihr das nicht machen wollt. Falls ihr schon ein Blogkonzept habt, dann stellt esuns doch einmal vor und erzählt, wie ihr darauf gekommen seid. Ansonsten lesen wir uns in der nächsten Sitzung wieder.

















19 Kommentare
Ich hab doch gar nix gesagt
So, ich such mal weiter Tippfehler.
Eine gute Seminarsitzung, ich hätte sogar ein Konzept, aber wordpress lässt mir nicht die Möglichkeiten es umzusetzen.
Gut, ich werd jetzt fast alle Vokale aus meinen Kategorien und Tags entfernen und das eine oder andere c und d ergänzen.
“…. und aktiv zu überlegen” macht aber auch Schmutz und Arbeit. Geht »passiv überlegen« auch mal?
Los, an die Arbeit, Eure Daggi, von 3D- Das Daggi Ding
Ein schlüssiges Gesamtkonzept ist durchaus von Vorteil, wenn später nicht alles wie “Kraut und Rüben” aussehen soll. Das heißt ja nicht, dass man seine Kreativität einschränken müsste, sondern nur, dass es in sich später stimmig ist.
Ich hab mein Konzept -so denke ich- eigentlich schon umgesetzt. Der Titel “gesichtet.net” kam, da ich auf meinem Blog AnSICHTen und GESICHTETe Netzfundstücke präsentieren wollte – was passt da besser, als der Ausdruck “gesichtet”, zumal ähnlich passende Domains schon vergriffen waren
Generell sollte es ja auch um einen Blick über den Tellerrand gehen, was man ebenfalls von einem Ausguck gut machen kann. So war das Logo des Blogs -welches ich derzeit auch als Gravatar nutze- nur logische Konsequenz.
Als Farbe für den Blog habe ich mich daher auch in erster Linie für weiß und blau entschieden, die Farben der Wolken und des Himmels, die man auf seinem Ausguck ja immer um sich hat^^
Als kleinen “Gag” habe ich irgendwann meine Kategorien umbenannt; früher hatten sie Standard-Namen, inzwischen beginnen sie alle mit “ge”… halt wie “ge-sichtet”. Inzwischen sind die Dinger sogar zu Site-Links bei Google geworden
@David: Ja, viel Spaß!
@feronia: Oh, das ist schade. Schon mal einen Umzug in Erwägung gezogen?
@cimddwc: Klasse Idee, wird sicher einschlagen wie eine Bombe!
@Daggi Dinkelschnitte: Man kann natürlich auch auf einen Geistesblitz warten, aber das kann dauern, bis der kommt.
@Sascha: Ja, stimmt, du hast da ein sehr gut durchdachtes und umgesetztes Konzept. Vorbildhaft für diese Seminarssitzung sozusagen. Sogar die Farbe passt zum Thema, Wahnsinn!
Da kümmer ich mich nach den Exis drum, hab nämlich derzeit keinen Plan wie das geht
@feronia: Das ist gar nicht so schwer und du bist ja nicht auf den Kopf gefallen. Aber das für nach den Exis aufzuheben ist sicher die richtige Entscheidung.
Cool, wollte nach positiv- und negativ-Beispielen fragen, ein Positivbeispiel (ja, ich bin unschlüssig bei Schreibweisen) ist ja schon da. @Konna: Vielleicht kannst du ja mal ein Negativbeispiel posten – vorausgesetzt, du findest einen Blogbetreiber, der damit einverstanden ist. Nimm mich, falls ich eins bin
(geh ich allerdings eigentlich nicht von aus)
Klingt nach ner Interessanten Sitzung, da bekomme ich ja noch mehr ansporn aufzuholen.
so eine aufgabe find ich verdammt schwer…würde durch ein überdenken des eigenen konzeptes doch vermutlich der komplette blog einen neustart erfahren. solche fragen über ein funktionierendes konzept würde ich mir eher bei gründung eines blogs stellen!
Naja nicht jeder hat seinen Blog anfangs eröffnet um damit irgendwas zu erreichen, oder ein Statement zu setzen. Ich zB habe meinen Blog vor fast 4 Jahren mit zarten 15 gestartet um irgendwelchen Nerd-kram reinzuschreiben. Von Konzept keine Spur. jetzt wo man da sganze ein bisschen “professioneller” (doofes Wort) sieht, ist so ein Überdenken gar nicht so schlecht.
@Konzertheld: Naja, Negativbeispiel ist da eigentlich schlecht zu machen. Kein Konzept zu haben ist ja nicht verboten und nicht per se dann schlecht, wenn man es nicht möchte. Und man erkennt doch leicht selbst, ob ein Konzept vorhanden ist.
@Alex: Na umso besser!
@Yaab: Naja, mehr oder weniger. Man kann ja auch ab einem gewissen Punkt einem Konzept nachgehen. Wer schaut schon genau ins Archiv? Aber du hast sicher Recht, bei der Vorüberlegung ist das natürlich noch wichtiger.
@Alex: Genau, also schaden kann es zumindest nicht.
Hallo Konna,
spät gelesen, aber ich werd mir mal Gedanken machen, genau das Thema schieb ich schon eine ganze Weile vor mir her
LG He.ute
@He.ute: Macht ja nichts, gibt ja keine festen Termine mehr. Aber wenn du das eh angehen wolltest, passt es ja gut.
Oh, oh, oh.. ich bin ratlos .. was nicht ist, kann ja noch werden.. bin immer wieder am Überlegen, ob und wie ich meine Kategorien umbenennen soll oder meine Widgettitel.. mir mag nur nix originelles einfallen *g*
http://taytom.wordpress.com/2010/05/27/blogseminar-sitzung-8/
@Taytom: Oh, wow, es werden sogar noch Beiträge zum Seminar geschrieben, ich bin begeistert!
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