Filmriss: Alias (Season Two)
Nach anfänglicher Skepsis, aber vielen Empfehlungen und guten Kritiken sah ich mir die erste Staffel von Alias an. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Die Serie hat mich direkt gepackt und nach mehr verlangen lassen. Inzwischen bin ich nun dann auch dazu gekommen, mir die zweite Staffel der im Agentenmilieu angesiedelten Serie anzuschauen und will euch sagen, warum sie mir sogar noch besser gefiel als die erste Staffel. Achtung: Kleinere Spoiler lassen sich leider nicht vermeiden.
Sydney, die zum ersten mal seit ihrer Kindheit auf ihre Mutter, die ebenfalls Doppelagentin war, getroffen ist, hat Schwierigkeiten, deren Taten einzuordnen. Wichtiger erscheint jedoch zur Zeit, ihren CIA-Verbindungsmann Michael Vaughn zu finden, der nach einem gemeinsamen Einsatz noch immer vermisst wird, bevor sie sich weiter mit ihrer Mutter beschäftigt. Diese stellt sich aber und lässt sich von der CIA festnehmen, um in der Folgezeit Geheimnisse an die Agency zu verraten, die diese benötigt, um SD-6 und der Allianz immer einen Schritt voraus zu sein. Dort wird Sloane nun in den Kreis der Zwölf aufgenommen und zu einem vollwertigen Partner ernannt, muss dafür aber seine eigene Frau umbringen, da sie zu viel weiß. Sydneys Vater Jack versucht unterdessen mit allen Mitteln, seine Tochter davon zu überzeugen, das ihre Mutter sie nur benutzt und setzt dabei auf sehr drastische Methoden.
Zunächst setzt die zweite Staffel von Alias einfach dort an, wo die erste aufgehört hat. Zu diesem Zeitpunkt ahnt man als Zuschauer noch nicht, dass sich ungefähr ab Mitte der Staffel fast alles ändern wird und die Karten völlig neu gemischt werden. Das ist wirklich klasse gemacht und sorgt vor allem für eine gehörige Portion Abwechslung, die dafür sorgt, dass die Serie zu keiner Zeit langweilig ist. Dabei wird der coole und stets spannende Mix aus Agententhriller und Dramaserie, der die Gratwanderung zwischen Realismus und Absurdität nahezu perfekt meistert, beibehalten, was schon die erste Staffel so gut gemacht hat. Kleiner Wermutstropfen: Die Szenen aus Sydneys Privatleben, die in der ersten Staffel auch für den Zuschauer eine Art Atempause waren, wurden fast komplett durch Knutschereien und Liebesgeseiere ersetzt.
Wie zu erwarten war, hat sich der Cast mit der zweiten Staffel noch besser eingespielt und es ist eine Freude, jede Figur mit ihren Eigenheiten und neuen Seiten zu beobachten. Ebenso das Miteinander der Figuren. Als besonderer Glücksgriff erweist sich die Hinzunahme von Sidneys Mutter, die der Serie eine weitere unberechenbare Komponente gibt, die den Leser bis zum Schluss im Unklaren über ihre Beweggründe lässt. Mit Ethan Hawke, Christian Slater und David Carradine kann sie Serie sogar mit hochkarätigen Gaststars aufwarten.
Fazit: Qualitativ knüpft Alias in der zweiten Staffel nahtlos an die erste an und schafft es sogar, sie noch zu übertreffen. Bevor sich irgendwelche Abnutzungserscheinungen bemerkbar machten, wurden einfach mal die kompletten Voraussetzungen geändert, womit man als Zuschauer zunächst gar nicht rechnet. Doch ist das die große Stärke der Serie: Sie überrascht den Zuschauer, wo es nur geht und man ist sich nie sicher über das, was im Weiteren passieren wird. Der fiese Cliffhanger am Ende der Staffel lässt darauf hoffen, dass es so bleibt. Ein ganz großer Seriengenuss, dem man seine kleinen Schwächen nicht übel nimmt.
Meine Wertung: 9/10
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Alias in der IMDB
Review von bullion
Filmriss: Alias (Season One)
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Dieser Beitrag wurde von Konna am 23.07.2010 um 16:58 in der Kategorie Kino, Film & TV veröffentlicht. In dieser Kategorie gehört der Beitrag zu den Tags: Alias, Filmriss. Bislang wurden 5 Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.








5 Kommentare, kommentiere oder sende einen Ping
RalfDie Serie wird sogar noch besser. Habe die auf Jahren mal im englischen Original geschaut. Allerdings ist das “Finale” dann die bitterste Enttäuschung der Seriengeschichte. Und die Staffel, die dann noch hinterher geschoben wurde, die war dann übelst Banane. Aber 2 war toll und 3 wird Dir sicherlich auch gefallen.
am 23.07.2010 um 17:01
bullionJa, ja und noch einmal ja! Tolle Serie, von der jetzt ein Remake kommen soll. So eine schwachsinnige Idee… da kann man nur den Kopf schütteln.
am 23.07.2010 um 18:44
Steffyich liebe Alias! Habe alle Folgen geguckt
Ach, wie hast du das mit dem User-Voting gemacht? Wie heißt das Plugin?
am 25.07.2010 um 0:29
Konna@Ralf: Oha, dann gehe ich jetzt erst einmal hoffnungsvoll in die dritte Staffel und an den Rest denke ich noch nicht.
@bullion: Das ist sowas von unnötig. Die Serie ist doch noch so frisch, dass man kein Remake braucht. Wirklich schwachsinnig. Na mal sehen, was da so kommen wird.
@Steffy: Cool! Also mir gefällt es auch echt gut.
Das Voting mache ich mit dem GD Star Rating Plugin.
am 26.07.2010 um 16:44
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