Die Begeisterung über die zweite Staffel von Alias hat mich dazu gebracht, gleich mit der dritten weiterzumachen, die ich dann auch regelrecht verschlungen habe. Ein gutes Zeichen, dass die Serie ihre Qualität mit der Zeit nicht verliert. Meine Eindrücke zur Staffel will ich euch im Folgenden schildern. Spoiler aus vorigen Staffeln sind wohl nicht ganz zu vermeiden.
Sydney, die nach einem Kampf mit der falschen Francie bewusstlos wurde und plötzlich in Hongkong wieder aufwacht, erfährt, dass sie zwei Jahre lang verschwunden war und als tot gegolten hat. Als wäre diese Nachricht nicht schon schlimm genug für sie, erklärt ihr ihr früherer Freund und Kollege Vaughn, dass er inzwischen ein neues Leben begonnen und geheiratet hat. Sydney beschließt, dem Grund für ihr Verschwinden und der verlorenen Erinnerung an die letzten beiden Jahre nachzugehen. Erste Spuren lassen darauf schließen, dass ein Verbrechersyndikat namens Der Konvent nicht unwesentlich beteiligt ist oder zumindest Informationen hat. Die Pläne des Konvents zu vereiteln ist auch das Ziel der CIA. Um das zu erreichen, arbeitet sie aber mit keinem geringeren zusammen als Arvin Sloane, der eine Begnadigung für sich erwirken konnte und beteuert, den Verbrechen abgeschworen zu haben. Sydney traut der Sache nicht, muss sich aber vorerst mit dieser Tatsache abfinden…
Mit der dritten Staffel werden also die Karten erneut komplett gemischt und für den Zuschauer beginnt erneut das große Rätselraten, wer gut und wer böse ist. Ansonsten hat sich am Ablauf der Serie nicht viel geändert, was aber angesichts alter und neuer Feinde und Freunde nicht stört. Positiv ist die Struktur der Handlung hervorzuheben. Die verschiedenen Hauptplots und Handlungsebenen sind äußerst geschickt miteinander verbunden und laufen zum Ende hin auf ein großes Ganzes zu. Und auch für die eine oder andere unerwartete Wendung und Überraschung, die beim Zuschauer die Spannung hoch hält, ist gesorgt. Wenn man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht, muss eine Serie schon sehr viel richtig machen.
Aber es gibt auch Kritikpunkte: Szenen aus dem privaten Umfeld von Sydney sind nun so gut wie gar nicht mehr vorhanden. Das liegt vor allem auch daran, dass alle Figuren, die in diesem Bereich auftreten könnten, komplett gestrichen wurden oder lediglich in einer Gastrolle auftauchen. Sehr schade, trifft es doch zwei Figuren, die ich als besonders stark angesehen habe. Auf der anderen Seite fügen sich aber die neuen Rollen sehr gut ein, allen voran Vaughns Frau Lauren, die für reichlich Zündstoff sorgt. Auch der Rest des Casts macht seine Sache nach wie vor großartig.
Fazit: Auch in der dritten Staffel verliert Alias nichts von seinem Unterhaltungswert. Wer die ersten beiden Staffeln mochte, der wird auch von dieser nicht enttäuscht sein, die sich qualitativ etwa auf dem Niveau der ersten Staffel befindet. Der Cliffhanger zur vierten Staffel ist diesmal zwar nicht so groß wie vorher, aber dennoch freue ich mich schon sehr auf die vierte Staffel. Und spätestens jetzt solltet auch ihr euch Alias anschauen, wenn ihr es noch nicht getan habt.
Meine Wertung: 8/10
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Alias in der IMDB
Review von bullion
Filmriss: Alias (Season One)
Filmriss: Alias (Season Two)
Filmriss: Alias (Season Four)
Filmriss: Alias (Season Five)
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Auch hier kann ich nur meine unbedingte Zustimmung kundtun, welche dir auch direkt zuflattrt. Endlich! Nachdem die ganzen Musikparaden usw. doch eher an mir vorbeigezogen sind…
@bullion: Danke! Ich hatte mich für deine Review auch schon flattrmäßig bedankt.