Das Blogseminar geht endlich nach einiger Zeit in die 9. Sitzung, nachdem auch schon die ersten Beschwerden eingetroffen sind, es möge doch bitte mal weitergehen. Und da bei mir die Leser die Königinnen und Könige sind, gibt es nun mal wieder eine neue Sitzung, die hoffentlich für euch interessant genug sein wird, dass sich eine Umsetzung lohnt.
Dieses Mal geht es um die Post-Metadaten und die Blogroll, zwei Dinge, die man nicht vernachlässigen sollte.
Die Aufgaben
Mit Hilfe der Post-Metadaten wie Autor, Kategorien, Tags und mit Abstrichen Datum und Uhrzeit lässt sich eine für die Leser deutlicher Einordnung der einzelnen Artikel vornehmen und auf einen Blick wichtige Informationen erkennen. Außerdem lassen sich für Autor, Kategorien und Tags auch eigene Feeds erstellen, sodass die Leser ein Abo ganz nach eigenem Geschmack wählen können.
Die Blogroll ist ein nicht zu vernachlässigender Aspekt eines Blogs. Zwar wird sie inzwischen als immer unnötiger angesehen, aus meiner Sicht aber gehört eine Blogroll aber genauso zu einem Blog wie etwa ein RSS-Feed. Warum das so ist, habe ich einmal versucht, folgendermaßen zu erklären:
Blogger sind zwar meistens Selbstdarsteller, aber ohne Vernetzung gibt es niemanden, der einem zuschaut. Würden alle Blogger nur auf sich schauen, wäre der Begriff der Blogosphäre obsolet. Eine Blogroll oder Linksammlung mit anderen (befreundeten/interessanten/lesenswerten) Blogs ist das klarste Anzeichen dafür, dass man sich in die Blogosphäre integriert. (aus: Versuch einer Defintion: Wann ist ein Blog ein Blog?)
Eure Aufgabe ist: Integriert, sofern noch nicht vorhanden, die wichtigsten Postmeta-Daten, sodass die Leser sie auf einen Blick sehen und nutzen können.
Bonusaufgabe: Erstellt eine Blogroll oder optimiert sie. Dazu gibt es kein wirkliches Richtig oder Falsch, aber diverse Varianten, die die eine oder andere Überlegung wert sind. Anregungen dazu findet ihr in der Hilfestellung.
Hilfestellung zur Aufgabe
Post-Metadaten werden in den Code eures Themes integriert. Folgende Variablen geben bei WordPressblogs diese Informationen aus:
<?php the_author() ?> – Der Name des Artikelautors (der Name, mit dem ihr euch anmeldet)
<?php the_category() ?> – Die Kategorie(n), die für den jeweiligen Artikel verwendet wurden
<?php the_tags(); ?> – Die Tags, die für den jeweiligen Artikel verwendet wurden
<?php the_date(‘d.m.Y’,$timestamp); ?> – Das Datum im Format dd.mm.yyyy
<?php the_time(‘H:i’,$timestamp); ?> – Der Veröffentlichungszeitpunkt im Format hh:mm
Alle diese Codes haben noch verschiedene Optionsmöglichkeit, mit denen die Ausgabe verändert werden kann. Vor allem Kategorie und Tags lassen sich etwa automatisch per Komma trennen oder mit einem Text davor oder danach versehen. An folgenden Stellen könnt ihr euch dazu genauer informieren: Kategorien und Tags. Eine Trennung durch Kommata bietet sich an.
Folgend ein Beispielcode von mir und dessen Auswirkung:
Dieser Beitrag wurde von <?php the_author() ?> am <?php the_date('d.m.Y',$timestamp); ?> um <?php the_time('H:i',$timestamp); ?> in der Kategorie <?php the_category(', ') ?> veröffentlicht. In dieser Kategorie gehört der Beitrag zu den <?php the_tags(); ?>.Dieser Beitrag wurde von Konna am dd.mm.yyyy um hh:mm in der Kategorie xxx veröffentlicht. In dieser Kategorie gehört der Beitrag zu den Tags: yyy, zzz.
Zu beachten ist, dass sowohl Autor, als auch Kategorien und Tags verlinkt sind, bei einem Klick darauf würde man folglich zu allen Beiträgen des Autors, der Kategorie, des Tags kommen. Außerdem lasse ich die Kategorien mit einem Komma trennen. In Aktion könnt ihr das (in erweiterter Form) unter diesem Artikel sehen.
Natürlich muss kein Fließtext um die Metadaten gebaut werden, sie lassen sich auch ganz simpel neben- oder untereinander anzeigen. Beim Einbau solltet ihr darauf achten, dass der Code entweder per CSS-Style (z.B. <div class="postmeta"> , was im Stylesheet festgelegt werden muss) oder HTML (z.B. zwischen <h5></h5>) passend eingebettet sein soll. Der Code wird dann in der PHP-Datei des Einzelbeitrags, meist als “Single Post” o.ä. ausgegeben, eingefügt. Auch im “Main Index” ist ein Einbau sinnvoll. Ein bisschen müsst ihr vielleicht herumprobieren, denkt an eine Sicherung der Dateien, an denen ihr arbeitet.
Hilfestellung zur Bonusaufgabe
Die beste Möglichkeit, eine Blogroll zu erstellen, ist, sich zu fragen, was für eine Blogroll man am besten gern selbst benutzen würde. War früher eine Blogroll in der Sidebar der Normalfall, werden dort mittlerweile nur noch einige wenige Zufallslinks angezeigt, die gesamte Blogroll findet auf einer Extraseite Platz. Das hat den Vorteil, dass die Sidebar bei möglicherweise vielen Links nicht in die Länge gezogen wird.
Aber wie stellt man die Blogroll nun dar? Eine einfache Liste mit Links und Namen ist nur wenig aussagekräftig und das Minimum, das dem geneigten Leser aber nicht viel Informationen darüber gibt, was ihn denn auf dem jeweiligen Blog erwartet. Daher ist eine Kategorisierung der Links eine Überlegung wert. Noch ein Schritt weiter geht die Verschlagwortung der verlinkten Blogs, über die man einfach sehen kann, was die wichtigsten Themen des Blogs sind. Eine noch persönlichere Note bekommt das Ganze, wenn man gar einen kleinen Beschreibungstext zu jedem Link verpasst. Je nach Anzahl der Links ist das aber eine recht aufwändige Arbeit.
Aufhübschen lässt sich die Blogroll z.B. mit kleinen Thumbnails, die man nicht selbst erstellen muss. Der Dienst Websnapr erledigt das für einen, man muss nur den Link ergänzen und das ganze einbauen. Wie das aussieht, könnt ihr auf meiner Blogroll sehen. Das bringt mich auch zu dem nächsten Punkt: Aktualität. Eine Blogroll ist ein dynamisches Gebilde, aus dem immer mal wieder Links entfernt werden, aber auch neue hinzukommen. Man sollte sie immer mal wieder pflegen und mindestens jedes Quartal mal einen Blick darauf werfen. Das steht auch bei mir demnächst mal wieder an.
Und wen verlinkt man? Ganz einfach: Seiten, die man gern liest. Linktausch und ähnliche Machenschaften sind mehr als verpönt und sollten möglichst unterlassen werden. Ein Link auf die Gedankendeponie ist aber natürlich immer gut.
Das war es für diese Sitzung. Ich denke, damit habt ihr erst einmal genug zum Experimentieren und Überlegen. Denkt dran, es gibt keine “Pflicht” mehr, einen Beitrag über eure Maßnahmen zu schreiben, aber möglicherweise sind eure Leser daran ja auch interessiert. Ansonsten freue ich mich natürlich über eure Berichte per Kommentar und stehe euch nach Möglichkeit auch gern zur Seite, wenn es Schwierigkeiten gibt. Allerdings ist mein Terminkalender momentan etwas dich gedrängt, weshalb ich nicht immer sofort helfen kann. Bis zur nächsten Sitzung!

















11 Kommentare
Juchu, eine neue Sitzung.
Meine Blogroll wird im Zuge meiner Neugestaltung eh mal wieder aufgeräumt.
Die Metadaten habe ich aber standardmäßig eh schon drin, weil ichs ohne ziemlich uninformativ finde… ^^
Hallo konna,
wieso ist Linktausch verpönt? Habe die Angebote, die ich diesbezüglich bisher erhalten habe nicht negativ wahrgenommen, sondern als nette Möglichkeit, themenverwandte Seiten kennenzulernen und dann ggf. eben auch zu verlinken. Nein sagen kann man ja trotzdem.
Gruß,
Sommerwolke
@Mausz: Ich bin gespannt, wie es bei dir aussehen wird nach dem “Relaunch”.
@Sommerwolke: Weil Linktausch meist nur betrieben wird, um die Seiten bei Google nach oben zu pushen und nicht, weil man eine Seite aus Überzeugung verlinkt.
Ich bin der Meinung, dass ein Link freiwillig gesetzt werden sollte und nicht aus Gefälligkeit oder weil man selbst verlinkt wurde. Und ich weiß, dass viele der gleichen Meinung sind. Das heißt nicht, dass nicht auch mal jemand mit einer guten Seite so etwas anbietet. Dennoch schaue ich immer erst eine Weile und entscheide dann, ob ich verlinke.
Sehr cool, danke für diese neue Sitzung
Yeah, eine neue Sitzung. Und menno, wenig zu tun. Aber ich hab noch ein bisschen was liegen von anderen Sitzungen was ich aufarbeiten möchte. Und meine Blogroll könnte in der Tat mal eine eigene Seite bekommen, ich glaub, ich probier Websnapr mal aus.
Linktausch… du hast Sorgen. Ich wär glücklich, wenn jemand glauben würde, durch einen Link zu seiner Seite in meinem Blog wäre ihm geholfen
Es freut mich, wieder eine neue Folge zu sehen.
Die Metaangaben sind in den meisten WP-Themes schon eingebaut, denke ich. Aber natürlich ist es eine wichtige Information, wie diese auf die Seite kommen. Das ermöglicht vielen diesen Bereich des Themes zu ändern und an eigene Vorstellungen anzupassen. In den Themes findet man die Angaben mindestens in den Dateien index.php und single.php im Design->Editor.
Meine Blogroll hatte ich schon vor ein paar Monaten verschönert und um die Angaben von Screenshot, Google Pagerank, Seitwert und Bookmark-Icons erweitert. Das ganze habe ich auch als Plugin programmiert. Das Plugin habe ich allerdings noch nicht veröffentlicht, weil es bei der ersten Anwendung und wenn man viele Einträge in der Blogroll hat, zu Problemen führen kann. Die Ausführungszeit kann zu lange werden, was in einem Fehler resultiert.
Das ganze kann man sich bei mir unter Verlinkt ansehen. Wenn jemand Interesse an dem Plugin hat, kann man mir gerne eine Email schicken. Ich werde dann einen Download Link zukommen lassen.
cool, endlich wieder ein neues seminar. hoffe, dass das nächste nicht wieder so lang auf sich warten lässt!
So, habe mal den Blogroll erweitert und auf eine separate Seite verschoben. Damit hat’s jetzt platz für mehr Einträge =)
Die Meta-Daten waren auch schon da. Tipp Topp
@Steffy: Gerne doch!
@Konzertheld: Jeder Link zählt! Und sorry, wenn du jetzt nicht viel zu tun hast. Aber immerhin die Bonusaufgabe kannst du ja angehen.
@ixiter: Stimmt, bei den meisten ist das eingebaut, habe aber auch schon manche gesehen, bei denen das fehlte. Und wie du sagst, darüber Bescheid zu wissen ist nicht verkehrt.
Deine Blogroll ist auf jeden Fall ein Augenschmaus und sehr informativ. Ohne Plugin aber sicher sehr aufwändig.
@Yaab: Ich will es nicht versprechen, aber ich bemühe mich.
@Gamlor: Klasse! Dann hast du die Aufgaben ja bravourös gemeistert.
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