Archive October 2010
Test: Nutella GER vs. Nutella AUT
Wie jeder Nutella-Fan weiß, gibt es regionale Unterschiede bei der Rezeptur beim leckersten Brotaufstrich der Welt. Als (selbsternannter) Nutella-Experte und -Süchtling liegt es doch nahe, unterschiedliche Rezepturen mal einem Vergleichstest zu unterziehen, um klären zu können, wo man den ultimativen Nutellagenuss erleben kann. Daher vergleiche ich für euch heute Nutella aus Deutschland mit Nutella aus Österreich.

Äußere Aufmachung des Glases
Grundsätzlich fällt auf, dass das österreichische Nutellaglas ein generell schöneres Etikett hat als das deutsche. Die Abbildung zeigt ein dunkleres Nutella und ist schärfer sowie farbenfroher. Auf dem österreichischen Etikett wird verschwiegen, dass das Beste aus 1/3 Liter entrahmter Milch enthalten ist, dem deutschen fehlt es dafür an dem perfekten Frühstücksvorschlag. Aber okay, es kommt ja auf den Inhalt an. Was sagt uns das Etikett dazu?
Zutaten und Nährstoffe
Nutella GER: Zucker, pflanzliches Fett, Haselnüsse (13%), fettarmer Kakao, Magermilchpulver (7,5%), Emulgatoren Lecithine (Soja), Vanillin.
Nutella AUT: Zucker, pflanzliches Öl, Haselnüsse (13%), fettarmer Kakao 7,4% , Magermilchpulver 5%, Molkenpulver, Emulgatoren Sojalecithin, Aroma.
Bei den Nährstoffen pro 100g tut sich nicht viel, deutsches Nutella hat meistens minimal mehr, zum Beispiel 3kcal. Zähle ich jetzt mal nicht im Einzelnen auf.
Konsistenz, Aussehen und Geruch
Anders als auf den Etiketten sieht das Nutella aus Österreich ein ganzes Stück heller aus als das deutsche. Die Konsistenz ist beim österreichischen Nutella definitiv besser: Sie ist weicher, klebt weniger und lässt sich besser auf’s Brot streichen als sein deutsches Pendant. Lässt man den Löffel aus gleicher Höhe in das Glas fallen, so sinkt er im österreichischen Glas weiter ein – die Verdrängung ist höher. Das wirkt sich natürlich auch beim Essen aus. Nutella AUT zergeht leichter auf der Zunge und entfaltet sich mehr, während Nutella GER auch gern mal am Gaumen kleben bleibt und länger braucht, bis es im Mund zergeht. Über den Geruch lässt sich nicht viel sagen. Beide riechen himmlisch lecker! Nutella GER zeigt sich etwas nussiger und “dunkler”, wenn man versteht, was ich meine. Nutella AUT ist süßer und riecht intensiver.
Geschmack
Kommen wir nun zum wohl wichtigsten Punkt des Vergleichs: dem Geschmack. Hier verdeutlicht sich der Eindruck, der schon durch den Geruchstest angedeutet wurde. Nutella aus Deutschland schmeckt klar nussiger und ist auch im Geschmack etwas wuchtiger als das österreichische Nutella, welches süßer schmeckt und sich nicht zuletzt dadurch besser pur naschen lässt. Dennoch bevorzuge ich selbst doch das deutsche Nutella, da mir der nussigere Geschmack mehr entgegen kommt. Aber Nutella AUT ist dennoch ebenfalls ein würdiges Nutella.
Fazit
Nutella ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich lecker. Wer lieber den Nussgeschmack etwas dominanter mag, der dürfte vor allem das deutsche Nutella mögen. Wer es lieber süßer mag, greift zum österreichischen Nutella. Letzteres lässt sich besser pur naschen und punktet durch seine Konsistenz.
Kleiner Tipp am Rande: Ausgezeichnet schmeckt es, beide Nutellasorten zu mischen! Da hat man das Beste von beidem dann auf einem Löffel (oder Brot) – wunderbar!
Meine Lehrer-Rolle
Theorie und Praxis sind zwei völlig verschiedene paar Schuhe. Wenn einem das eine passt, kann das andere dennoch irgendwo drücken…

Vor kurzem konnte ich eigentlich das erste Mal so richtig ausprobieren, ob ich für den Lehrberuf wirklich geeignet bin. Denn nach zwei doch eher kurzen Schnupperpraktika an einer Grundschule und an meinem alten Gymnasium konnte ich nun einmal ganze sechs Wochen in einem Gymnasium unterrichtend tätig sein und mich demnach auch viel mehr ausprobieren. Mir wurde die Möglichkeit gegeben, eine 9. Klasse fünf Wochen lang quasi in ganz eigener Verantwortung zu unterrichten und in vielen Stunden auch ohne kritische Aufsicht von Mentoren. So konnte ich also wirklich einen guten Einblick darin gewinnen, wie es ist, Lehrer zu sein, wenngleich natürlich in deutlich verringertem Umfang. Dennoch habe ich vor allem eine Sache erkennen können, von der ich euch erzählen möchte.
Wenn ich vor einer Klasse stehe, dann kommt es mir fast so vor, als würde ich in eine Rolle schlüpfen, als hätte ich ein eigenes Lehrer-Ich entwickelt. Ich bin dann nicht völlig anders als sonst auch, aber es ist trotzdem eine ganz andere Situation. Man spürt die immense Verantwortung und Verpflichtung, die man gegenüber den Schülern hat und man weiß auch, dass ganz viele Augen auf einen gerichtet sind und jedes Wort, jede Bewegung, jedes Detail von dir beobachten. In dieser Situation ist man angreifbarer als in jeder anderern Situation, aber gleichzeitig hat man zu einem großen Teil selbst in der Hand, was man aus dieser Situation macht. Und hier kommt diese Lehrer-Rolle ins Spiel.
Ich betrete den Klassenraum und bin dann jemand, der ich sonst nicht bin. Außerhalb des Klassenraums bin ich eher ruhig, schüchtern und zurückhaltend, niemand, der gern im Mittelpunkt steht. Vor den Schülern darf man aber nicht mehr schüchtern sein und im Mittelpunkt steht man dort ununterbrochen. Es mutet seltsam an, aber meinem Lehrer-Ich macht das absolut nichts aus. Es ist, als wären diese Eigenschaften wie abgeschaltet oder ins Gegenteil verkehrt. Nach einiger Zeit machte es mir nämlich sogar richtig Spaß, vorne zu stehen und mit den Schülern zu interagieren. Man ist ein bisschen wie der Clown in der Manege, aber man hat den Vorteil, dass man als Lehrer am längeren Hebel sitzt (was aber natürlich nicht ausgenutzt werden sollte).
Es ist unglaublich, wie schnell so eine Schulstunde vergehen kann. Und an der Schule, an der ich mein Praktikum gemacht habe, dauerte eine Schulstunde 60 Minuten. In diesen 60 Minuten kann man natürlich nicht einfach machen, was man will. Und man kann nicht unvorbereitet hineingehen, so wie ein Schauspieler nicht zum Set kommen kann, ohne seinen Text gelernt zu haben. Was man im Unterricht behandeln will, das muss man auch beherrschen. Jedes Wort und jede Geste muss wohlüberlegt sein, denn man darf als Lehrer nicht einfach so reagieren, wie man es vielleicht in anderer Situation machen würde. Und man muss auf so schier unendliche unvorhergesehene Ereignisse achten, die eintreffen könnten, und über die man so spontan entscheiden muss, dass man quasi schon intuitiv handeln muss, weil man einfach gar nicht auf alles vorbereitet sein kann.
Wenn es dann zur Pause geklingelt hat und die Stunde endet, dann legt man auch wie der Schauspieler seine Rolle langsam wieder ab. Ich muss gestehen, dass ich die 60 Minuten teilweise doch recht anstrengend fand. Man darf eben keine Sekunde unkonzentriert sein und muss auf alles achten. Aber gleichzeitig war es auch immer ein richtig tolles Gefühl, mit dem Wissen aus einem Klassenraum zu gehen, dass die Schüler etwas von einem gelernt haben und offenbar auch Spaß daran hatten.
Und so freut man sich dann auch schon darauf, auch in der nächsten Stunde wieder in die Lehrer-Rolle zu schlüpfen.
Twitter Follow me Kalender 2011
Bei himmelschwarz bin ich auf eine feine Aktion aufmerksam geworden, bei der man einen Twitter-Kalender für das kommende Jahr bekommen kann. Da sag ich natürlich nicht nein, denn noch habe ich keinen Kalender für 2011 und ich will am Ende nicht wieder so einen hässlichen haben wie in diesem Jahr.
Wenn ihr also auch einen Twitter Kalender wollt, schaut einfach mal auf der Aktionsseite vorbei, schreibt einen Beitrag und gebt eure Bestellung auf.

Bild: meinedruckfabrik
Ich habe vor kurzem übrigens meinen 33333. Tweet geschrieben. Damit gelte ich wohl auch ganz offiziell als twittersüchtig. Aber Twitter ist auch einfach toll, denn ohne Twitter hätte ich einige wirklich tolle Menschen nie kennengelernt. Und das wäre wirklich jammerschade!
Und wenn ihr wollt, könnt ihr mir gern eure Twitternamen und Geburtstage nennen, dann trag ich euch gern in den Kalender ein.
Blogger in deiner Nähe
Blogger sind ja entgegen aller Vorurteile keine brilletragenden Einsiedler mit gekrümmter Haltung, die nicht wissen, wie Tageslicht aussieht, sondern sehr wohl ein recht geselliges Völkchen, das sich auch gern mit seinesgleichen austauscht. Aus diesem Grund hat Sascha eine sehr schöne Idee verwirklicht und eine Karte erstellt, auf der sich jeder Blogger verewigen kann.
Ich lasse Sascha einfach mal selbst zu Wort kommen:
Auf diese Weise kann man mit einem kurzen Blick auf die Karte erkennen, wie weit man vom Lieblingsblogger entfernt wohnt oder auch, welche -möglicherweise bisher noch unbekannten- Blogger vielleicht ganz in der Nähe wohnen.
Die Aktion findet riesigen Anklang in der Blogosphäre und die Karte ist schon mit zahlreichen Fähnchen versehen. Pflichtangaben sind (Nick-)Name, Blog-URL, Land und Wohnort. Straße und Hausnummer sind freiwillige Angaben. So ist auch für ausreichend Privatssphäre gesorgt. Also tragt euch doch am besten auch direkt ein.
STOP!
Bild: Peter Kaminski
Ich betone es hier im Blog ja immer wieder gern: Veränderungen sind wichtig, Stillstand ist der Tod und ohne Abwechslung leidet nicht nur das Interesse des Lesers, sondern auch der Spaß des Bloggers. Deswegen und aus weiteren Gründen, die vornehmlich zeittechnischer Natur sind, habe ich mich zu einem mehr oder weniger radikalen Schritt entschlossen. Denn hiermit beende ich alle laufenden Beitragsserien, -formate und Projektteilnahmen.
Diesen Schritt will ich aber auch gleich wieder einschränken. Ich will mich nicht zwingen müssen, zu bestimmten Dingen einen Artikel zu schreiben, wenn ich aber Lust darauf habe, kommt sicherlich schon noch einmal ein Beitrag in diese Richtung. Im Klartext: Umfragen kommen nicht mehr jeden Monat, Fotos zum Projekt Farbe bekennen nicht zwingend in der jeweils vorgesehenen Woche, andere Beiträge aber auch wirklich gar nicht mehr.
Ich bin davon überzeugt, dass ich damit nicht nur mir einen Gefallen tue, indem ich jeglichen Schreibdruck von mir nehme und mir etwas mehr Luft verschaffe, sondern auch ihr Leser etwas davon habt, denn die auf Dauer immer wieder gleich aufgebauten und nur minimal variierten Beiträge sind doch schon irgendwie sehr langweilig und austauschbar geworden, meine ich. Und ich will euch mit meinen Beiträgen keine Massenware bieten, sondern etwas mit Wiedererkennungswert, etwas, das im Gedächtnis bleibt. Allerdings soll der Spaß natürlich nicht ganz auf der Strecke bleiben und auch Reviews und Testberichte wird es weiterhin geben. Aber wichtig ist mir, dass nicht mehr alles so ähnlich ist. Sozusagen ein Ausbruch aus dem Schema.
So, jetzt, da ich diese Last von mir geworfen habe, kann das muntere, ungezwungene Bloggen ja weitergehen.
Stöckchen: Angstliste
Hannah will wissen, wovor ich so Angst habe. Soll sie doch, ich habe dahingehend nicht wirklich etwas zu verbergen. Also Liste her, ankreuzen und ab die Post:
[ ] Die Dunkelheit
[ ] Für immer Single bleiben
[ ] Mutter/Vater werden
[ ] Ein Kind zur Welt bringen
[ ] Ich-selbst-sein vor anderen
[ ] Offene Räume/Weite Landschaften
[ ] Enge
[ ] Höhen
[ ] Hunde
[ ] Vögel
[ ] Fische
[ ] Spinnen
[ ] Blumen oder andere Pflanzen
[ ] Berührt werden
[ ] Feuer
[x] Tiefe Gewässer
[ ] Schlangen
[ ] Seide
[ ] Das Meer
[ ] Versagen
[ ] Erfolg
[ ] Donner/Blitz
[ ] Frösche/Kröten
[ ] Der Vater meines Partners
[ ] Die Mutter meines Partners
[ ] Ratten
[ ] Von weit oben runterspringen
[ ] Schnee
[ ] Regen
[ ] Wind
[ ] Über (Hänge-)Brücken gehen
[ ] Tod
[ ] Himmel
[ ] Ausgeraubt werden
[x] Fallen
[ ] Clowns
[ ] Puppen
[ ] Menschenansammlungen
[ ] Männer
[ ] Frauen
[ ] Verantwortung tragen
[ ] Ärzte
[ ] Tornados
[ ] Hurricanes
[ ] Unheilbare Krankheiten
[ ] Haie
[ ] Freitag der 13.
[ ] Geister
[ ] Armut
[ ] Halloween
[ ] Schule
[ ] Züge
[ ] Ungerade Zahlen
[ ] Gerade Zahlen
[ ] Alleinsein
[ ] Blind werden
[ ] Taub werden
[ ] Erwachsen werden
[ ] Gruselige Geräusche in der Nacht
[ ] Bienenstöcke
[ ] Meine Ziele/Wünsche nicht erreichen
[ ] Nadeln
[ ] Dinosaurier
[ ] Die Fußmatte
[ ] high speed
[ ] Kotzen
[ ] Sich verlieben
[ ] Geheimnisse
Nur zwei Punkte. Das mag aber auch daran liegen, dass ich nur das angekreuzt habe, was ich auch schon als richtige Angst erlebt habe. Denn sicherlich lässt mich der Gedanke, blind zu werden, nicht kalt, aber es ist eben nichts, was mich wirklich beschäftigt, darum sehe ich es auch nicht als Angst. Ein Punkt fehlt mir aber noch in der Liste, vor dem ich ganz besonders Angst habe: Nämlich Menschen, die mir wichtig sind, zu enttäuschen.
Ich werfe das Stöckchen weiter an Tanja, Frau Flauschig, Sandra, Melli und Satryra. Habt keine Angst, tut auch gar nicht weh!

