Archive December 2010
Jahresrückblick war gestern, hier kommt die Jahresvorschau!
Das Jahr 2010 neigt sich dem Ende zu und Jahresrückblicke im Web, im TV und im Radio wuchern wie Unkraut. Genug davon, wir leben doch nicht in der Vergangenheit! Ich stelle mich gegen den Trend und wage eine kleine Vorschau in das Jahr 2011 – die natürlich nicht ganz ernst zu nehmen ist.
Januar
Nach einer durchwachten und durchzechten Silvesternacht finde ich mich irgendwo im Ausland wieder. Hallo, wo bin ich denn hier gelandet? Ein freundliches “Grüß Gott!” schallt mir entgegen, ich entgegne ein total verschlafenes “Moin!” und lege mich für eine Woche wieder hin. Zurück in der Heimat geht das Semester an der Uni weiter. Habe eine Präsentation und eine Stundensimulation vor mir, die ich irgendwie im Vorbeigehen hinter mich bringe. Kräht eh kein Hahn nach. Das eine ist unbenotet, beim anderen soll ich mir selbst die Note geben. So what?
Februar
Wiederholungsprüfung in Latein. Ich bin zwar gut vorbereitet, aber fühle mich nicht so. Ich bete, dass nicht Horaz dran kommt und es kommt… Horaz. Ich scheitere knapp mit einem halben Fehler zu viel am Bestehen vorbei, man rät mir zum Wechsel in den Bachelor-Studiengang, sonst hätte ich nur noch einen Versuch im April. Aber ich will es jetzt wissen. Die wesentlich unwichtigere Lektüreklausur aus dem Hauptstudium bestehe ich dagegen mit 1,0 – dürfte ich bitte tauschen?
März
Semesterferien, pardon, vorlesungsfreie Zeit. Zwischen der Zeit, die ich mit lernen verbringe, sitze ich meist biertrinkend und chipsfressend vor der Glotze und nehme so ganze 27kg zu. Ich rechtfertige dies vor mir selbst mit dem Satz “wer viel denkt, muss auch viel essen”.
April
Auch meinen letzten Prüfungsversuch versemmele ich, diesmal allerdings mit ganzen 51,5 Fehlern über der erlaubten Fehleranzahl. Jeglicher Erklärungsversuch scheitert, ich öffne mir eine Frustkiste Bier. Auf der Arbeitsagentur weiß man nicht so recht, was man mit mir machen soll. Ich solle mich zunächst mal auf eigene Faust überall bewerben. Ich frage, ob ich nicht Fulltime-Blogger werden könnte. Der entgeisterte Gesichtsausdruck sagt alles. In Rekordzeit knacke ich die magische Grenze der 100.000 Tweets.
Mai
In meinen Bekanntenkreisen nennt man mich nur noch “Hartzer Roller”. Dabei mag ich doch gar keinen Käse! Auf meine Bewerbungen folgen fast nur Absagen, zu einem Vorstellungsgespräch werde ich eingeladen, doch mein mittlerweile immenser Bierbauch stand meiner zukünftigen Karriere als Gogo-Tänzer im wahrsten Sinne des Wortes im Weg. Innere Werte zählen doch echt gar nichts!
Juni
Weil mir nichts Besseres mehr einfällt, schreibe ich an meinem ersten Buch. Der Titel lautet “Trockenregionen”, den Inhalt mag sich jeder selbst denken. Das 70 Seiten lange Epos ist ein totaler Reinfall, keiner will es haben, darum biete ich es als kostenloses E-Book auf meinem Blog zum Download an. Beim Schreiben habe ich ganz vergessen zu essen und zu trinken und sehe wieder halbwegs normal aus. Mir wird klar, dass das letzte halbe Jahr ziemlich daneben gegangen ist und beschließe, mein Leben radikal zu ändern: Ich kaufe mir ein Glas Nusspli. Ach ja, von zu Hause ziehe ich auch aus, ich beginne ein neues Leben in der Schweiz. Der Kontakt zu meiner Familie bricht ab.
Juli
Meine letzten Ersparnisse sind für meinen Umzug draufgegangen und ich brauche dringend einen Job. Und tatsächlich mein Fortuna es gut mit mir und ich habe einen kleinen, aber feinen Bürojob bei einer Online Marketing Firma. Dort werde ich nicht reich, aber ich komme ganz gut aus. Plötzlich blocken mich alle meine Follower bei Twitter, ich verstehe die Welt nicht mehr.
August
Ich habe mich recht schnell in meiner neuen Heimat eingelebt und sogar allen im Büro Hochdeutsch beigebracht. Ein Kollege sagte mir, ich könne ganz gut erklären und fragt, warum ich nicht Lehrer geworden sei. Für einen Augenblick werde ich sehr wehmütig und wünschte, ich hätte in der Vergangenheit vieles anders gemacht. Ich beschließe, neben meinem Job ein neues Studium in der Schweiz zu beginnen. Geschichte sollte leicht machbar sein, ich hab schließlich Wilhelm Tell gelesen.
September
Ich bekomme eine E-Mail eines Verlages, man möchte “Trockenregionen” ganz groß rausbringen, lediglich ein paar Dinge müssten geändert werden. So soll zum Beispiel mein Name getilgt werden und eine junge, attraktive Frau als aufstrebende Autorin dem Buch eine ganz neue Perspektive geben. Man bietet mir 50.000 Euro, wenn ich alle Rechte an dem Buch abgebe. Mit dem Geld kann ich mein Studium locker finanzieren, also willige ich ein. So berauschend war das Buch auch nicht, außerdem hab ich eh alles zusammenkopiert und keiner hat es gemerkt. Höhö.
Oktober
Ich beschließe, wieder Kontakt zu meiner Familie aufzunehmen und ihnen zu erzählen, was alles so passiert ist. Die 3 Monate, die ich sie nicht gesehen und gesprochen habe, kommen mir wie drei Jahre vor, nicht zuletzt, weil meine große Schwester einen reichen Scheich geheiratet hat und meine kleine Schwester schwanger ist. Auf meine Frage, warum man mir das nicht irgendwie mitgeteilt hätte, antwortet man mir, dass das Internet leider nicht geht und seit ich weg bin, ist niemand mehr da, der das wieder zum Laufen bringt. Tse, ohne mich geht hier auch alles den Bach runter!
November
Ich bin ganz gut in mein neues altes Studium gestartet, es läuft alles sehr gut. Doch irgendetwas fehlt, ich fühle mich nicht ausgefüllt. Dieses Gefühl habe ich den ganzen Monat über und auch mein Geburtstag ist eher trist. Sogar das XL Glas Nutella hilft nicht wirklich. Ich hetze von Arzt zu Arzt, aber keiner kann mir helfen. In meiner Verzweiflung renne ich zu einer Voodoo-Meisterin, die aus der Hand lesen kann. Sie sagt: “Sie werden kopfüber aufgehängt und abgeschlachtet!” “Halt, halt, entgegne ich ihr, lassen Sie mich doch erst einmal meinen Lederhandschuh ausziehen!” Nun sagt sie mir, ich solle offene Dinge aus meiner Vergangenheit zum Abschluss bringen, für’s Karma! Ich nehme mir vor, das im nächsten Monat anzugehen.
Dezember
Ich erinnere mich ein Jahr zurück und realisiere, wie sehr sich mein Leben verändert hat. So vieles habe ich zurückgelassen. Ich nehme einen Teil meines Geldes, dass ich durch den Buchrechteverkauf eingenommen habe und besuche all diejenigen Leute, denen ich etwas zu verdanken habe und lade sie alle persönlich ein, mit mir Silvester zu feiern. Zuvor schreibe ich einen Blogeintrag mit einer Jahresvorschau für 2012. Ob auch das Jahr ein fast komplett neues Leben mit sich bringt?
Was wird gelesen und kommentiert?
Eine der zentralen Fragen eines jeden Bloggers ist folgende Frage: Was soll ich bloggen? Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt, aber es gibt Dinge, die werden gemeinhin von den Lesern lieber gelesen und öfter kommentiert als andere. Ich möchte einmal versuchen, eine kleine Auflistung von Artikelarten zu erstellen und zu jeder eine Einschätzung abgeben, ob sie Leser und/oder Kommentare bringt oder eher nicht.
1. Reviews
Reviews werden meist über Filme und Serien, Bücher, Videospiele und Musikalben geschrieben, aber grundsätzlich lässt sich zu fast allem eine Review verfassen. Ich selbst habe schon zu allen genannten Bereichen Reviews geschrieben und habe demnach auch Erfahrungen mit Reaktionen zu solchen Beiträgen gemacht. Grundsätzlich ist festzustellen: Meist sind nur diejenigen an Reviews interessiert, die das bewertete Produkt selbst ebenfalls genutzt haben (um die eigene Meinung mit der anderer zu vergleichen) oder nutzen wollen (um sich zuvor zu informieren, ob es sich lohnt). Von anderen werden solche Beiträge meist ignoriert oder allenfalls überflogen. Für Kommentare gilt dasselbe. Die Zugriffszahlen einer Filmrezension steigen beträchtlich, wenn ein Film zu recht prominenter Zeit im Fernsehen läuft. Aber kommentiert wird dann trotzdem kaum.
Leserpotential: Je nach Produkt (Aktualität, Beliebtheit, Trend) mittelmäßig bis kurzzeitig sehr hoch.
Kommentarpotential: Niedrig. Blogger äußern ihre Meinung im eigenen Blog, andere wollen meist nur mal kurz andere Meinungen lesen.
2. Fotobeiträge
Fotobeiträge haben es ziemlich schwer. Da sie meist nicht viele Wörter beinhalten, ist der Content natürlich minimal, wenn Leser über Suchmaschinen kommen, dann meist wegen der Überschrift und die sollte dann schon auch etwas außergewöhnlich sein, um nicht von dutzenden anderen Beiträgen anderer Seiten überflügelt zu werden. Auch Kommentare sind eher selten, da Kritik oft nicht geäußert wird, weil sich viele nicht anmaßen wollen. Lob tritt häufiger auf, ist aber kaum Grundlage für längerfristige Diskussionen. Am ehesten eine Chance dürfte man mit sehr außergewöhnlichen Fotos haben, die einen richtig ins Staunen versetzen.
Leserpotential: Niedrig. Die Feedleser schauen sich das Bild oft nur im Feed an.
Kommentarpotential: Niedrig. Und wenn Kommentare kommen, sind sie meist nicht sehr ergiebig.
3. Beiträge über’s Bloggen
Man sagt Bloggern ja oft nach, dass sie sich am liebsten mit sich selbst beschäftigen. Und zugegeben, das tun die meisten wirklich sehr gern. Auch dieser Beitrag ist ja im Prinzip einer über’s Bloggen. Auch habe ich schon so einige Blogtipp-Beiträge geschrieben oder das Blogseminar veranstaltet. Über mangelnde Kommentare konnte ich mich da wahrlich nie beschweren. Die Leserzahlen sind manchmal auch sehr hoch, zumeist wenn die Beiträge noch recht frisch sind. Feedleser bleiben da doch schon öfter hängen und klicken auch mal. Auch werden gute Tipps auch gern auf anderen Blogs verlinkt.
Leserpotential: Mittelmäßig. Zu Beginn meist recht hoch, ebbt die Menge doch bald wieder ab.
Kommentarpotential: Hoch. Oftmals steuern Blogger eigene Meinungen bei, es gibt ein großes Diskussionspotential.
4. Privates
Private Blogposts sind so eine Sache für sich. Die einen lieben sie, die anderen können ihnen nichts abgewinnen. Es gibt Blogs mit privaten Beiträgen, die laufen richtig gut. Das liegt dann meist daran, dass der Autor eine gute Schreibe hat und wahrscheinlich auch ein recht spannendes Leben hat. Bei anderen rufen private Beiträge kaum Reaktionen hervor, wie zum Beispiel bei mir. Aber ich habe auch nichts Spannendes zu erzählen. Da klappt es eher, wenn ich mich auf theoretische Gedankengänge beschränke, zu denen jeder etwas sagen kann.
Leserpotential: Mittelmäßig. So vielfältig wie das Leben selbst kommt es bei privaten Beiträgen sehr stark darauf an, ob es etwas ist, was vielleicht viele andere auch erlebt haben und in Suchmaschinen suchen.
Kommentarpotential: Niedrig bis mittelmäßig. Normales Tagebuch wird eher wenig kommentiert, besondere Schicksale und Ereignisse sowie manch theoretische Gedanken rufen mehr Reaktionen hervor.
5. Musikbeiträge
Musikbeiträge lohnen sich meiner Erfahrung nach fast gar nicht. Abgesehen von Albumreviews (siehe oben), die wenigstens noch Leser einige Leser über Suchmaschinen anlocken, muss man schon einen ziemlichen Mainstream-Geschmack haben, um einigermaßen gute Leser- und Kommentarzahlen zu erreichen. Während einige Feedleser manchmal noch in die geposteten Songs reinhören, hört es bei den Kommentaren meist auf. Lohnt sich so gut wie gar nicht.
Leserpotential: Niedrig. Nach Musik wird anscheinend mehr bei Youtube gesucht als bei Google.
Kommentarpotential: Sehr niedrig, wobei es auch auf den jeweiligen Musikgeschmack ankommt. Je spezieller, desto weniger Reaktionen bekommt man.
6. Beiträge zu aktuellen News
Ich bin kein Freund von Newsblogs, meiner Meinung nach gibt es dafür Nachrichtenseiten, die reichen mir als Informationsquelle völlig aus. Anders ist es natürlich, wenn diese News mit eigener Meinung angereichert sind. Dann gibt es einen Mehrwert, der sich auch sehr gut auf die Diskussion in den Kommentaren auswirkt, da hier durchaus mal kontrovers diskutiert werden kann. Damit kommt aber nicht jeder Blogger zurecht, aber das Potential ist recht groß, wenn man erst einmal ein wenig Aufmerksamkeit gesammelt hat.
Leserpotential: Kurzfristig hoch. Aktuelle Themen werden natürlich auch sehr oft gesucht. Wird das Blog bei Google gut gelistet, bringt es natürlich mehr. Und sobald das Thema nicht mehr aktuell ist, nimmt die Zahl natürlich ab.
Kommentarpotential: Recht hoch. Zu aktuellen Themen hat meist jeder eine Meinung. Bei Kontroversen ist das Diskussionspotential noch viel höher.
7. Stöckchen und Blogparaden
Stöckchen sind gute Lückenfüller, aber wirklich viel erwarten sollte man sich von ihnen nicht. Manche sind ganz brauchbar, um Leser über Suchmaschinen anzulocken, aber Kommentare gibt es doch eher selten. Dafür eignen sie sich ganz gut, um Pingbacks zu generieren. Sehr ähnlich sieht es bei Blogparaden aus, in denen aber deutlich mehr Potential steckt, wenn sie gut ankommen. Wenn man die richtige Idee zur richtigen Zeit hat, merkt man einen deutlichen Zuwachs. Da natürlich Blogger daran teilnehmen und es einen Schneeballeffekt gibt, eignen sie sich auch sehr gut, um neue Stammleser zu werben.
Leserpotential: Niedrig bis mittel. Kommt stark auf das Stöckchen an. Oft sind die aber für andere völlig uninteressant.
Kommentarpotential: Niedrig bis mittel. Die Kommentare beschränken sich recht häufig darauf, dass man Stöckchen mitgenommen hat. Dafür gibt es oft ein paar Pingbacks.
Weitere Beitragsarten und eure Erfahrungen
Gern würde ich von euch erfahren, was ihr für Erfahrungen mit den hier beschriebenen Beitragsarten gemacht habt. Ich habe auch nicht alle aufgezählt, weitere können also ebenfalls gern genannt werden. Habt ihr Ideen, wie man bestimmte Beitragsarten noch etwas aufpeppen könnte oder soll ich mir dazu mal Gedanken machen und einen weiteren Beitrag darüber schreiben? Schreibt einfach, wonach euch der Sinn steht, ich bin gespannt!
Frohe Weihnachten!
An dieser Stelle möchte ich es mir natürlich auch nicht nehmen lassen, euch, meinen treuen Lesern, ein frohes, schönes und besinnliches Weihnachtsfest zu wünschen. Ich hoffe, dass liebe Menschen an euch gedacht haben, so wie auch ein paar sehr liebe Menschen an mich gedacht haben, worüber ich mich sehr gefreut habe. Bleibt gesund und habt eine schöne Zeit. Aber meine Gedanken sind auch besonders bei all jenen, die aus den verschiedensten Gründen kein schönes Weihnachtsfest haben. Verliert nicht euren Mut, es kommen auch wieder bessere Zeiten!

Stöckchen: Jahresrückblick Anno 2010
Jedes Jahr wieder kommt dieses Jahresrückblicksstöckchen zum Vorschein und auch ich will es dieses mal wieder hervorkramen, da mir die Zeit und die Lust für einen umfangreicheren Jahresrückblick fehlt, jedenfalls im Moment.
Vorherrschendes Gefühl für 2011?
Ungewissheit. Es könnte ein ziemlich gutes, aber auch ziemlich beschissenes Jahr werden. Aber das dürfte sich recht früh entscheiden.
2010 zum ersten Mal getan?
So einiges! Aber das Besonderste war wohl: Allein in den Urlaub geflogen!
2010 nach langer Zeit wieder getan?
Geliebt.
2010 leider gar nicht getan?
Fußball gespielt.
Wort des Jahres?
Realidealismus.
Zugenommen oder abgenommen?
Abgenommen, inzwischen 16kg.
Stadt des Jahres?
Graz.
Alkoholexzesse?
Exzess? Keinen. Aber gut getrunken habe ich schon ein paar mal.
Davon gekotzt?
Nein.
Haare länger oder kürzer?
Wie immer eigentlich, mal länger, mal kürzer.
Kurzsichtiger oder Weitsichtiger?
Kurzsichtiger.
Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr, Urlaub und Fernseher haben schon ein bisschen was gekostet. Gelohnt hat sich aber beides!
Höchste Handyrechnung?
Knapp 30€.
Krankenhausbesuche?
Zum Glück nicht.
Verliebt?
Ja, siehe oben.
Getränk des Jahres?
Havanna Club.
Essen des Jahres?
Lachsmus – das erste Mal gegessen und direkt für äußerst schmackhaft empfunden!
Most called persons?
Ich glaube zu Hause habe ich am häufigsten angerufen, also meine Familie.
Die schönste Zeit verbracht mit?
Wüsstet ihr wohl gern, hm? Schaut doch einfach ein paar Fragen weiter hoch, dürfte dann recht klar sein.
Die meiste Zeit verbracht mit?
Lernen, lernen, lernen.
Song des Jahres?
Kann ich mich kaum entscheiden. Ich nenne mal zwei, die ich extrem oft gehört habe:
Anberlin – Breaking
Theory of a Deadman – All or Nothing
CD des Jahres?
Letzte Instanz – Heilig
Buch des Jahres?
Der Stowasser!
Film des Jahres?
Habe dieses Jahr nicht so viele Filme gesehen. Aber Avatar war schon klasse!
Konzert des Jahres?
Leider war mir dieses Jahr kein Konzert vergönnt. Nächstes Jahr aber wieder! (Letzte Instanz, Wacken Open Air)
TV-Serie des Jahres?
Am meisten geschaut habe ich wohl Alias – ist zwar nicht aus diesem Jahr, aberi ch schaue ja sowieso meist mit Verzögerung.
Erkenntnis des Jahres?
Weniger Gedanken machen ist manchmal einfach besser.
Drei Dinge auf die ich gut hätte Verzichten können?
Stress, verkackte Prüfung, der stetige Untergang meiner Borussia.
Nachbar des Jahres?
Ich hab gar keine Nachbarn!
Beste Idee/Entscheidung des Jahres
Einen alten Vorsatz aufzugeben.
Schlimmstes Ereignis?
Durch eine wichtige Prüfung durchgefallen.
Schönstes Ereignis?
27.08. – was da passiert ist, behalte ich aber für mich.
2010 war mit einem Wort?
Wechselhaft.
Ausnahmsweise werfe ich ein Stöckchen mal nicht gezielt, sondern sage einfach, dass DU, der du das hier gelesen hast, das Stöckchen jetzt aufnehmen musst.
Spaziergang im Watt
Es ist nicht das schönste Oktoberwetter. Der Himmel ist bewölkt, aber immerhin regnet es nicht. Wie fast immer an der Küste weht ein frischer Wind, doch schwanger vom Duft des Meeres lässt man ihn sich gern gefallen. Die Hauptsaison ist vorüber, es sind nur noch vereinzelte Menschen da und bis auf ein vereinzeltes hässliches Hochhaus sieht man nur die Dünen, den Strand, das Watt und das Meer.
Der Kälte und Erkältung zum Trotz ziehen wir unsere Schuhe aus und gehen ins Watt hinein. Einen Schritt nach dem anderen. Das ist gar nicht so leicht, ein ganz schönes Stück sinkt man hier mit den Füßen ein, doch macht das auch ziemich viel Spaß. Das Watt und die Küstenluft haben eine heilsame Wirkung, sagt man. Und wirklich, während wir so umhergehen und Muscheln sammeln sind die Erkältungserscheinungen wie weggeblasen oder zumindest nicht wirklich merklich. Stattdessen merken wir, wie der Spaziergang im Watt unsere Füße durchblutet. Wir gehen weiter, Schritt für Schritt. Ein kleiner Kutter schippert nicht weit entfernt langsam vorbei. Die Möwen lachen, wir auch.
Ich lasse mich etwas zurückfallen, bleibe stehen und beobachte. Und genieße. Genieße diesen Moment, in dem einfach alles gut ist. Eine innere Ruhe durchströmt mich wie das Wasser die Priele. Es ist nicht das schönste Oktoberwetter. Aber es ist einer der schönsten Tage meines Lebens, an die ich mich immer zurückerinnern können werde.
Gewinnspiel: MUBI für PS3 1 Monat kostenlos testen
Seit dem 10. November ist mit MUBI ein neuer Film-Streaming-Service auf der Playstation 3 gestartet, der allerhand Filme – von Indiefilmen über Klassiker bis hin zu aktuellen Geheimtipps der Kinowelt – anbietet. Hinzu kommen einige Social Network Aspekte, damit ihr euch mit anderen Nutzern vernetzen und austauschen könnt. Am besten schaut ihr euch den folgenden kleinen Film an, der euch alles Wichtige in Kürze erklärt:
In Kooperation mit MUBI habe ich die Gelegenheit, unter euch einen Gutscheincode für einen kostenlosen Testmonat zu verlosen. Das heißt, ihr könnt einen Monat lang so viele Filme schauen, wie ihr wollt. Klingt doch ziemlich gut, oder?
Alles, was ihr tun müsst, um an der Verlosung teilzunehmen, ist folgende Frage zu beantworten:
In welchem Land spielt die Handlung des Films “Revolucion”?
Die Antwort sendet ihr bitte mit dem Betreff “MUBI Gewinnspiel” an gewinnspiel[at]gedankendeponie.net – unter allen richtigen Einsendungen wird das Los entscheiden und der Gewinner per E-Mail und hier in diesem Beitrag benachrichtigt. Teilnahmeschluss ist der 23.12.2010, der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen.
Update: Gewonnen hat Patti, der den Code auch schon per Mail erhalten hat. Viel Spaß damit!


