Archive February 2011
Konna kocht: Gefüllte Paprika und Tomaten
Nachdem ich mich in der letzten Zeit doch eher dem Backen gewidmet habe, soll es nun auch mal wieder etwas “Richtiges” zu essen. Und zwar gibt es mit Hack gefüllte Paprika und Tomaten, die bei uns recht gern gegessen werden und eigentlich recht einfach gemacht sind.
Um die Paprika und die Tomaten überhaupt erst befüllen zu können, müssen sie natürlich erst ausgehöhlt werden. Also von oben rein mit dem Messer und das Gemüse schön sorgsam vorgehen, vor allem bei den Tomaten, sonst gibt es ne Schweinerei. Mit einem spitzen Löffel die Reste auskratzen und hinterher mit Wasser ausspülen. Anschließend das Hack vorbereiten: 2 Pfund reichen für 6 Paprika und 3 Tomaten. Dazu 8 Scheiben Toast in Wasser aufweichen, reinkneten, dazu etwas Salz, Zwiebelpulver, Pfeffer und 2 Eier – das ganze gut vermischen, bis man eine homogene Masse hat.
Die Paprika nun am besten in einer Auflaufform drapieren und etwas braten lassen. In der Zwischenzeit die Tomaten befüllen. Wenn noch Hack übrig ist, kann man natürlich auch noch Klöße daraus machen. Soll ja Leute geben, die nicht so gern Gemüse essen.
Zur Paprika geben wir nun etwa einen Liter Wasser und etwa 3 gehäufte TL Gemüsebrühe und Paprikapulver nach Geschmack. Von letzterem kann ruhig auch etwas oben auf das Hack gegeben werden. Die Tomaten kommen natürlich auch in ein kleines Wasserbad auf dem Herd. Da es weniger sind, natürlich auch mit weniger Wasser. Wenn die Paprika im Wasser nun ein paar Minuten vor sich hin geköchelt sind, nehmen wir sie runter vom Herd und schieben sie für ca. 30 Minuten in den Backofen bei 180° C.
Wenn die Paprika gut durch sind und das Hack eine schöne braune Farbe hat, holen wir sie heraus und gießen das “Paprikawasser” in einen Topf. Daraus machen wir jetzt nämlich die Soße. Sobald das Wasser kocht, geben wir einen Schuss Cremefine oder Sahne oder eine Käseecke herein und dicken die Soße mit zuvor gemischtem Mehl und Wasser ein wenig nach Gefühl an. Abschmecken und nach Belieben noch ein paar Kräuter oder Petersilie hinzugeben. Bei den Tomaten sind die Vorgänge eigentlich dieselben, ist nur von allem etwas weniger und sie brauchen kürzer im Ofen.
Das war es dann auch schon. Zur Soße kann man wunderbar Reis oder Nudeln essen. Und auch weiteres Gemüse lässt sich natürlich bequem hinzufügen. Das einzige, was ein wenig nervt, ist die Haut von der Paprika abzuziehen, wenn sie einen stört. Aber dadurch gehen dann immerhin auch die etwas zu dunklen Stellen weg, die sich kaum vermeiden lassen.
Nun bleibt mir eigentlich nichts anderes mehr übrig, als einen guten Appetit zu wünschen!
Alternative zu Websnapr: Thumber
Nutzer des Dienstes Websnapr zum Generieren und Abbilden von Screenshots auf der eigenen Webseite werden vor kurzem eine E-Mail erhalten haben, dass sich der Code zum Einbetten der kleinen Screens geändert hat. Gleichzeitig hat der alte Code seine Gültigkeit verloren und somit waren alle Screenshots ungültig und wurden durch einen Platzhalterbild gesetzt, in dem man dazu aufgefordert wird, seinem Code doch bitte ein Update zu verpassen.
Auch ich hatte bisher Websnapr im Einsatz, um meine Blogroll optisch etwas aufzuhübschen, aber mit dem neuen Code auf Javascript-Basis wurden die Möglichkeiten der Anpassung auch auf ein Minimum beschränkt. Zum Beispiel sind nur noch zwei verschiedene Größen verfügbar. Und wer möchte schon ohne Not weitere Scripte in seinen Head-Bereichpacken?
Also habe ich mich nach einer Alternative umgesehen und bin letztlich bei Thumber gelandet. Im Prinzip macht der Dienst genau das gleiche wie Websnapr, nur besser und mit mehr Anpassungsmöglichkeit. So werden ganze 10 Größen angeboten. Wenn man einen Premium-Account hat, kann man sogar schicke 3D-Thumbshots erstellen, allerdings kostet das etwas. Ein normaler Account, der für meine Zwecke vollkommen ausreichend ist, ist vollkommen kostenlos. Das Einbinden der Thumbshots ist jedenfalls kinderleicht. Und wenn man einen kleinen Button oder Link einsetzt, hat man auch kein Wasserzeichen. Da ich es eh nur in der Blogroll benutze, ist das kein Beinbruch.
Fetti, Pickelfresse und Emokind
Ihr zeigt mit dem Finger auf übergewichtige Leute: So jemand muss ja wie ein Scheunendrescher fressen, vermutlich auch noch täglich bei McDonalds oder Burger King. Wie kann man sich nur so gehen lassen? Ein bisschen Bewegung würde nicht schaden, anstatt die ganze Zeit vor der Glotze zu sitzen.
Ihr zeigt mit dem Finger auf Menschen, die unter starker Akne leiden: Wie ekelhaft ist das denn bitte? Wäscht sich die Person nicht? Dagegen gibt es doch mehr als genug Cremes, da kann man doch mal etwas gegen die ganzen Pickel tun.
Ihr zeigt mit dem Finger auf Menschen, die viele Narben haben: Oh, armes Emokind, ist bestimmt ganz schön traurig! Bekommt wohl nicht genügend Aufmerksamkeit, dass es sich selbst verletzen muss. Wie armselig, dabei geht’s ihm im Vergleich zu anderen doch total gut.
Schluss damit!
Habt ihr schon mal daran gedacht, dass es Menschen gibt, die zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion haben und deshalb nicht wirklich etwas für ihr Gewicht können? Habt ihr schon mal davon gehört, dass Akne nicht nur ein pubertäres Problem ist, sondern eine Krankheit, die nichts, aber rein gar nichts mit mangelnder Hygiene zu tun hat und gegen die normale Gesichtscreme nicht hilft? Sagen euch Begriffe wie “Persönlichkeitsstörung” oder “Borderline” etwas? Glaubt ihr, das haben die Betroffenen sich ausgesucht?
Noch einmal: Diese Menschen können oft nichts dafür!
Sicher, es gibt Leute, die zu viel futtern und sich zu wenig bewegen. Es gibt Menschen, die sich nicht regelmäßig waschen und Hygiene nicht so wichtig nehmen. Es gibt Personen, die wollen um jeden Preis Aufmerksamkeit bekommen. Aber: Geht nicht bei jedem, den ihr seht, sofort davon aus, ohne die Person überhaupt auch nur ein bisschen zu kennen! Leute, die andere Menschen nach nur einem flüchtigen Blick direkt abstempeln und vorverurteilen, kotzen mich an. Aber im hohen Bogen.
Ich kenne Menschen aus jeder Kategorie da oben. Und ich weiß, dass alle von ihnen mehr oder weniger unter ihrer Situation leiden, auch ohne blöde Sprüche, Getuschel und Finger, die auf sie zeigen. Ich selbst habe mal aufgrund von Eisenmagel sehr lange sehr blass ausgesehen und bekam den Spitznamen “Leiche” verpasst und auch heute bin ich nicht frei von Makeln, daher kann ich es ein wenig nachvollziehen, wie sie sich fühlen. Doch wenn euch diese Menschen zu eklig oder seltsam sind, dann wird euch keiner zwingen können, sich mit ihnen abzugeben. Aber ihr wisst gar nicht, was ihr verpasst.
Ich habe unter diesen Menschen Freunde gefunden, die ich nicht mehr missen möchte. Mit denen ich wunderbar reden kann, mit denen ich ernsthafte Gespräche führen und lachen kann. Menschen, die mein Leben bereichern.
Was ich damit eigentlich sagen will: Ich möchte um ein bisschen mehr Verständnis werben und dafür sensibilisieren, dass viele Urteile, die schnell über Menschen gefällt werden, weil sie bestimmte Merkmale aufweisen, einfach Fehl am Platz sind. Nicht jeder Mensch kann und wird eine Bereicherung für einen selbst sein. Aber man sollte doch jedem Menschen die Chance dazu geben.
Filmriss: The King’s Speech
Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich es endlich mal wieder ins Kino geschafft. An einem insgesamt sehr schönen Abend haben wir uns dazu entschlossen, The King’s Speech anzusehen. Von dem Film hatte ich im Vorfeld noch gar nichts gehört, was mich im Nachhinein aber ziemlich verwundert hat, denn der Film ist nicht nur gespickt mit namhaften Schauspielern, sondern auch noch richtig gut! Dazu mehr nach der kurzen Inhaltsangabe.
Der schon seit seiner Kindheit stotternde Prinz Albert soll eine Radioansprache an das britische Empire halte, versagt dabei jedoch kläglich. Als Konsequenz daraus lässt er Ärzte und Spezialisten kommen, die sich seines Problems annehmen sollen, aber keinem gelingt es, dem Adligen zu helfen, flüssig zu sprechen. Schließlich wendet sich Alberts Frau Elizabeth an den australischen Sprachtherapeuten Lionel Logue, der seine ganz eigenen Methoden hat, dem Prinzen das Stottern zu nehmen und keinerlei Respekt vor der adligen Herkunft zeigt. Als jedoch David, Alberts älterer Bruder, plötzlich auf das Königsamt verzichtet, weil er gegen die Vorschrift der Kirche eine geschiedene Frau liebt und heiraten will, wird die Krone Albert übertragen und als König ist er in dieser schwierigen Zeit, in der die Welt kurz vor dem zweiten Weltkrieg steht, gefragt, eine Rede an sein Volk zu halten. Die Zeit für Albert und Lionel drängt also, das Stottern endlich in den Griff zu bekommen…
Unter diesen geschichtlichen Voraussetzungen hätte der Film in verschiedenste Richtungen gehen können, er entschied sich aber für die wohl unspektakulärste und dennoch vielleicht schönste: Es ist die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zweier Mennschen, die ungleicher fast nicht sein können, gewürzt mit ein wenig Familiendrama und einer guten Prise Humor. Die Mischung stimmt und dass der bedrückende geschichtliche Hintergrund, der vor dem Ausbruch stehende Zweite Weltkrieg, nicht zu sehr in den Mittelpunkt rückt, gibt dem Film eine sehr angenehme und ruhige Athmosphäre.
Natürlich weiß man schon am Anfang, wie der Film enden wird und es gibt auch keinerlei Überraschungen oder Wendungen, mit denen man als Zuschauer nicht rechnet. Dennoch ist der Film zu keinem Zeitpunkt langweilig, was zum größten Teil an den wunderbaren Dialogen und den sehr starken und vielschichtigen Charakteren liegt.
In dieser Hinsicht muss man auch die schauspielerischen Leistungen besonders würdigen. Colin Firth als stotternder Prinz Albert und Geoffrey Rush als sein Sprachtherapeut Lionel Logue liefern oscarreife Leistungen ab. Ihre vielschichtigen Charaktere bringen sie wie selbstverständlich sehr authentisch und überzeugend rüber, egal ob es sich um eine dramatische oder eine der immer wieder vorkommenden komischen Szenen handelt. Vor allem auch ihre gemeinsamen Szenen sind unglaublich stark. Die ebenfalls hochkarätig besetzten Nebenrollen, etwa Helena Bonham Carter als Alberts Frau Elizabeth oder Guy Pierce als sein älterer Bruder David, liefern zwar auch gute Leistungen ab, gehen aber im Vergleich etwas unter.
Fazit: The King’s Speech ist ein erfrischend anderer Historienfilm und ein absolut stark gespieltes Charakterkino, das vor allem von seinen beiden Hauptfiguren und ihren Schauspielern lebt. Auf sehr unterhaltsame und kurzweilige Art und Weise wird dieses doch recht unbekannte Stück englischer Geschichte präsentiert. Der Film beweist eindrücklich, dass es nicht immer einer wendungsreichen Geschichte bedarf, um für Unterhaltung zu sorgen.
Meine Wertung: 8.5/10
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The King’s Speech in der IMDB
CD-Check: In Extremo – Sterneneisen
Kritik
In Extremo sind zurück! In leicht veränderter Besetzung (der ehem. Letzte Instanz Drummer Specki T.D. ersetzt den Morgenstern) melden sich die sieben Vaganten nach ihrem Sängerkrieg wieder mit ihrem brandneuen Album Sterneneisen und wollen natürlich an den großen Erfolg anknüpfen. Ob das Material dafür gut genug ist, habe ich für euch herauszufinden versucht.
Der erste Track des Albums ist zugleich auch die erste Singleauskopplung. Zigeunerskat ist eine hervorragende Einleitung in das Album, da es textlich wie eine Vorstellung daherkommt und auch musikalisch mit einem äußerst eingängigen Refrain überzeugt. Die Lust auf das weitere Album steigt. Das folgende Gold drückt auch ordentlich aufs Tempo und gibt selbst für In Extremo eine recht harte Gangart vor, was der Band aber durchaus gut zu Gesicht steht. Auch Viva La Vida hätte das Zeug gehabt, einen weiteren starken Eindruck zu machen, aber der von Frontmann Das Letzte Einhorn passend zum Text größtenteils lallend vorgetragene Gesang mildert den guten Eindruck, den der Rest des Songs macht. Auf Konzerten also bitte normal singen! Mit Siehst Du Das Licht kehrt zunächst ein wenig Ruhe ein, aber nur bis zum druckvollen Refrain, der die minimalistisch instrumentierten Strophen klar in den Schatten stellt. Stalker schlägt in die gleiche Kerbe, ist aber wieder noch ein Stück härter und wirkt etwas holprig, lädt aber dennoch zum Kopfnicken ein. Für Hol Die Sterne haben sich In Extremo den Grafen von Unheilig als Gastsänger ins Boot geholt, der den Refrain mitsingt und eine Strophe beiträgt. Angesichts dieses Gastsängers verwundert es nicht, dass der Song etwas melodiöser und ruhiger, ja geradezu getragen ist. Es ist aber ein sehr schöner Track geworden. Dennoch ist fraglich, was die “Kommerz”-Geschrei-Fraktion dazu sagen wird.
Allerdings dürfte diese mit dem titelgebenden Track Sterneneisen recht schnell wieder versöhnt werden, denn hier haben wir es mit einem typischen In Extremo Song zu tun, die Band hat ja fast immer einen Song dabei, in dem sie sich ausgiebig selbst feiern. Das machen sie hier sehr laut, ohne jedoch die Melodie zu vernachlässigen. Auch kommen die Sackpfeifen schön zur Geltung. Es folgt mit Zauberspruch No. VII der einzige Song, der auf einem traditionellen Text beruht und nicht von der Band selbst geschrieben ist. Der Song ist ein typischer Zauberspruch-Song, ohne den auch irgendwie etwas fehlen würde. Auch Auge Um Auge ist ein Track, der den typischen In Extremo Sound widergibt und sehr ohrwurmverdächtig ist. Mit Schau Zum Mond gibt es nun auch einen Track, der eine Geschichte erzählt und den man so vielleicht eher den Spielleuten von Schandmaul zugetraut hätte, wenn auch nicht so hart. Spätestens beim Refrain wird man nicht mehr umhin kommen, einfach mitzusingen. Unsichtbar geht dann wieder voll auf die Metal-Schiene, was sicher auch am Gastsänger Mille Petrozza von Kreator liegt. Die Drums des neuen Schlagzeugers sind in diesem Track wirklich sehr präsent, bevor es mit der Ballade Ich Vermiss Dich zum Schluss noch einmal ruhiger und andächtiger wird, allerdings – keine Sorge – auch nicht zu ruhig. Ein sehr gelungener Abschluss des Albums.
Sterneneisen ist in verschiedenen Versionen erhältlich. Neben dem einfachen Album gibt es noch eine Limited Special Edition, die zusätzlich die Live-DVD “Wahre Jahre – Live in Erfurt” enthält und eine Limited Deluxe Edition, die neben Album und DVD auch noch eine Live-CD, eine Flagge (100x150cm), einen Butten, einen Aufkleber, eine Sprühschablone und eine Gürtelschnalle enthält. Für Fans ein echter Mehrwert.
Fazit
Beim Anhören von Sterneneisen fallen sofort zwei Dinge auf: Das Album ist im Vergleich zum Vorgänger eindeutig härter geworden, dabei ist es aber auch recht abwechslungsreich. Der Zugang ist etwas schwieriger und es sind insgesamt weniger Songs auf der Platte, die direkt im Ohr bleiben, aber ebenso muss man anerkennen, das es auch kein schlechter Song auf das Album geschafft hat. Fans von In Extremo dürfen jedenfalls bedenkenlos zugreifen, denen wird die Platte sicher gefallen. Wem Schandmaul etwas zu weichgespült ist oder generell auf Metal mit teils traditionellen Instrumenten steht, der dürfte ebenfalls seinen Spaß mit Sterneneisen haben.
In Extremo – Sterneneisen (Album)
Facts:
- Tracks: 12
- Gesamtspieldauer: 46:28
- Releasedatum: 25.02.2011
- Genre: Mittelalter Rock
- Homepage: www.inextremo.de
- Anspieltipps: Zigeunerskat, Schau Zum Mond, Ich Vermiss Dich
Wertung: 9 von 10 Punkten
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Konna backt: Apfelkuchen
Ich kann es einfach nicht lassen. Das Kochen und Backen macht mir so viel Spaß, dass ich eigentlich jede Gelegenheit nutze, um etwas Neues auszuprobieren. Heute also einen Apfelkuchen. Mit dessen Rezept möchte ich dann auch gleichzeitig bei Heunis “Kochen Bitte” Blogparade teilnehmen. Nun fangen wir aber ohne weitere Umschweife an:
Wieder trennen wir Teig und Füllung, beginnen aber diesmal mit der Füllung. Zunächst die Zutaten:
- 75 g Zucker
- 1 EL Zitronenzucker
- 3 EL Zitronensaft
- 1 Zimtstange
- 500 g (säuerliche) Äpfel
Für die Füllung werden zunächst 200 ml Wasser mit dem Zucker, Zitronenzucker, Zitronensaft und der Zimtstange aufgekocht, der Herd danach wieder abgeschaltet. Die Äpfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden und anschließend sofort in den Zitronensud geben. Das ganze erneut aufkochen und ca. 2 Minuten köcheln lassen. Dann schließlich abkühlen lassen.
Der Teig besteht aus folgenden Zutaten:
- 200 g weiche Butter
- 150 g Zucker
- 4 Eier
- 1 EL Zitronenzucker
- 200 g Mehl
Butter und Zucker schaumig rühren, Eier und Zitronenzucker untermischen und zum Schluss das Mehl dazugeben und unterrühren.
Der Backofen kann nun auf 175° C vorgeheizt werden. Nun muss beides in die Kuchenform (vorzugsweise 24 cm groß) gegeben werden. Form einfetten und mit Semmelbröseln ausstreuen nicht vergessen. Dann mit der Hälfte des Teiges den Boden der Form gleichmäßig bedecken. Anschließend die Äpfel gut abtropfen lassen und (ohne Zimtstange) auf dem Teig verteilen und den restlichen Teig oben drauf verteilen. Alles ganz einfach.
Das war es auch schon an Vorbereitung. Jetzt muss der Kuchen nur noch auf die unterste Schiene in den Ofen und ungefähr 40 Minuten backen, bis er eine schöne Farbe hat. Sobald er abgekühlt ist, kann man ihn dann auch noch hübsch machen und mit etwas Puderzucker bestreuen.
Fertig! Das ist wirklich recht einfach und es schmeckt auch ziemlich gut. Guten Appetit!
CD-Check: Hellfire Society – Black-OP
Kritik
Black-OP, das neue Album der italienischen Industrialkombo Hellfire Society, erscheint am 11.03.2011 im Handel. Die 2001 gegründete Band hat seit 2009, als ihr erstes Album The Angry Army erschien, einen riesigen Sprung nach vorn gemacht, nicht zuletzt weil drei ihrer Songs im Videospiel Rockband auftauchten. Nun sind sie mit ihrem neuen Album zurück und wollen den nächsten Schritt wagen. Ich hatte die Möglichkeit, mir vorab einen Eindruck des Albums zu verschaffen und will euch diesen natürlich in gewohnter Weise schildern.
Das Album hält sich nicht lange mit einem Intro auf, sondern legt mit Face Down direkt los und gibt einen guten Einblick, was den Hörer erwarten wird: Harte Gitarrenriffs, druckvoller Gesang und Wut in den Texten. So beginnt auch spätestens beim eingängigen Beat des folgenden Tracks I Love You der Kopf an zu nicken und hört auch beim titelgebenden Track Black-Op nicht auf, das sehr gut die Variabilität im Gesang von Frontmann David Gnozzi zeigt, der mal sprechend, dann in Shouts und im nächsten Moment in klarem Gesang daherkommt. Das folgende The Choice reißt einen leider vollkommen heraus, da es sich hierbei offenbar um einen mit Schimpfwörtern durchsetzten Mitschnitt eines Gesprächs der Band über das Musikbusiness handelt – unnötig, wenngleich als thematische Einstimmung auf den folgenden Song H.F.S. zu sehen, der dann zum Glück wieder ordentlich Krach im positiven Sinne macht.
Die zweite Hälfte des Albums beginnt mit Once Upon A Time, das ein wenig Tempo herausnimmt, die Gitarren aber dennoch nicht zu kurz kommen lässt. Der Track ist mit 5:21 Minuten auch der mit Abstand längste des Albums, alle anderen dauern unter 4 Minuten. The Next Big Thing zieht das Tempo wieder an und stellt die Musikindustrie wieder schonungslos an den Pranger, die einem das Blaue vom Himmel verspricht, aber nichts davon einhält. Das nachfolgende Burn It Away bleibt zunächst recht ruhig und explodiert dann. Zeitweise erinnert der Track sogar ein wenig an manche Songs von Marilyn Manson. Too Loud macht seinem Namen dann alle Ehre, endlich mal wieder ein Song zum richtig Abrocken! Den Abschluss des Albums bildet der Track Bad News, der da direkt weitermacht und mit treibendem Beat und krachenden Gitarrenriffs absolut zu überzeugen weiß und Black-OP stark beendet.
Das Album ist mit seinen 10 Tracks (eigentlich sogar nur 9, weil man The Choice nicht wirklich dazu zählen kann) und der Spieldauer von 34:13 Minuten leider ziemlich kurz geraten. Booklet und Artwork sind sehr minimalistisch und funktional gehalten.
Fazit
Hellfire Society zeigt auf Black-OP ein sehr großes Potential, schafft es aber nicht, es vollends auszunutzen. Die Stärken liegen ganz klar bei den schnelleren und lauteren Songs und der Variabilität des Gesangs von Frontmann David Gnozzi, die aber zu wenig eingesetzt wird (weniger Sprechen und mehr Singen wäre gut). Auch das vorherrschende Thema, die Kritik an der Musikindustrie, bietet für den Konsumenten eher wenig Identifikationspotential. Dennoch schaffen es die Italiener durchaus, den Kopf zum Nicken zu bringen und eine gute musikalische Untermalung zu sein, um seine Wut herauszulassen. Abzüge in der B-Note gibt es für die recht kurze Spieldauer. Industrial-Fans sollten aber auf jeden Fall einmal reinhören!
Hellfire Society – Black-OP (Album)
Facts:
- Tracks: 10
- Gesamtspieldauer: 34:13
- Releasedatum: 11.03.2011
- Genre: Industrial
- Homepage: www.myspace.com/hellfiresociety
- Anspieltipps: I Love You, Black-Op, Bad News
Wertung: 6 von 10 Punkten
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