CD-Check: Waves Under Water – All Of Your Light

Waves Under Water - All Of Your Light

Tracks: 14
Gesamtspieldauer: 56:32
Releasedatum: 18.02.2011
Genre: Synthpop / Darkwave
Homepage: www.myspace.com/wavesunderwater
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Am 18.02.2011 ist das neue Album »All Of Your« Light der schwedischen Darkwave-Kombo Waves Under Water erschienen, gut ein Jahr nach ihrem Debut »Serpents And The Tree«. Mit diesem konnte die 2007 gegründete Band, die sich optisch im Steampunk zu Hause fühlt, sogar schon beachtliche Erfolge in den Alternative Charts feiern. Ob das Quartett um Sängerin Angelica Segerbäck diesen Erfolg mit dem aktuellen Album toppen kann?

»All Of Your Light« beginnt mit einem stimmungsvollen Intro, das direkt in den ersten Song »Sinking Deep« überleitet, der direkt die Marschrichtung vorgibt und Darkwave mit Synthpop gelungen vereint. Ein starker Opener, der Lust auf mehr macht. Und »Into This World« macht da auch weiter, der Song punktet außerdem durch einen sehr eingängigen Beat.

Lauter und treibender wird es dann mit dem als digitale Single herausgebrachten »Tomorrow«, in dem die Stimme von Angelica jedoch durch die Verzerrung sehr verliert. Das ist im darauffolgenden »Run«, das sich in seiner Komposition sehr abwechslungsreich zeigt, wieder deutlich besser. Mit »Frail Misconceptions« folgt ein äußerst eingängiger Track, vor allem die Synthesizer fallen auf und gehen sehr schnell ins Ohr – ein starker Song!

»Things That You Miss« beginnt mysteriös und schlägt dann gar in eine leicht bedrohliche Stimmung um, die den Text sehr gut untermalt. Generell sind die Texte eher mystisch oder gar mythisch angehaucht und gespickt mit düsterer Metaphorik. »A Quiet Day« bekommt durch eine ruhige Grundstimmung und die Synthiemelodie eine elegische Note und dürfte sich damit speziell auch für einsame Momente besonders eignen.  Letzteres gilt auch für das folgende »My Judgment Day«, eine erfreulich unballadeske Ballade, die bei entsprechender Stimmung unter die Haut geht.

In eine ganz andere Richtung geht »Red Red Star«, ein melodiöser Up-Tempo-Track, der live mit Sicherheit ein absoluter Kracher ist. Der nächste Track namens »Man In The Moon« hat zwar einen sehr eingängigen Refrain, fällt in den Strophen jedoch musikalisch etwas ab und ist textlich recht kitschig. Der letzte neue Song vor den beiden Bonustracks (eine zweite Version von »Tomorrow« und eine Remix von »Red Red Star«), Sampo, ist eher als eine Art atmosphärisches Outro zu sehen, in dieser Funktion passt der Track sehr gut hinein.

Insgesamt kommt das Album mit seinen 14 Tracks auf eine Gesamtspielzeit von 56:32 Minuten, eine mehr als gute Dauer. Booklet und Artwork machen einen sehr durchdachten Eindruck und runden das Gesamtbild stimmig ab.

Fazit

Daumen mittel hochWaves Under Water liefern mit All Of Your Light ein wirklich ansprechendes Album ab, das keine Ausfälle, dafür aber ein paar Highlights hat. Wenngleich noch immer ein gewisses Entwicklungspotental vorhanden ist, so ist die Darkwave/Synthpop-Mischung schon sehr gut getroffen und schlägt mal mehr in die eine, mal mehr in die andere Richtung aus. Freunde dieser Genres sollten auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren. Vor allem an düsteren Tagen und Abenden dürfte sich die stimmungsvolle Scheibe sehr gut machen.

Anspieltipps: Frail Misconceptions, My Judgment Day, Red Red Star

Tomorrow

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