CD-Check: Gernotshagen – Weltenbrand

Gernotshagen (Promo Picture)

Kritik

Freunde des Pagan Metal aufgepasst! Am 29.04. bringen die Thüringer Jungs von Gernotshagen ihr neues Album Weltenbrand heraus, auf das die Fans schon sehnsüchtig warten. Die Veröffentlichung war eigentlich schon für 2010 angedacht, aber leider musste sie ein wenig verschoben werden. Ob sich das Warten denn gelohnt hat, erfahrt ihr schon jetzt:

Das Intro Offenbarung gibt sich sehr folkloristisch und idyllisch mit Gitarre und Flöte, bis die Stimme von Sänger Askan einsetzt, die mit der Zeit immer gutturaler wird und in den Titeltrack Weltenbrand übergeht, in dem die Gitarre und vor allem auch ein Keyboard die Regie übernehmen und das Schlagzeug sich noch sehr angenehm zurückhält und ein eher getragenes Tempo hat. Das ändert sich in Einsam, in dem sich gutturaler, kreischender und klarer Gesang abwechseln – vor allem von letzteren Passagen würde man sich mehr wünschen. Das anschließende Blinde Wut hat durch seine eingängige Melodie das Zeug zum Konzert- bzw. Festival-Highlight, der Song ist auch nicht ganz so lang wie die anderen. Die Produktion des Albums ist ziemlich hochwertig und dass die Bandmitglieder ihre Instrumente beherrschen, erkennt man nicht zuletzt am sehr abwechslungsreichen Thursenhain.

Schon befinden wir uns auf der zweiten Hälfte des Albums und viel Neues erwartet den Hörer nun nicht mehr. Das lange Freyas Schoss hat eine ausgefeilte instrumentale Passagen, denen sogar einmal kurz ein paar Pianoklänge spendiert werden. Sturmbringer kann am ehesten durch den episch angehauchten Klargesang überzeugen, in dem die mythische Lyrik vorgetragen wird, der sich aber nicht durch den ganzen Song zieht. Dafür kann Schlachtenbruder noch einmal durch die ausgefeilte und abwechslungsreiche Instrumentierung überzeugen, die absolut zum Kopfnicken verleitet. Zum Abschluss wird es noch einmal ruhig: Die Banner hoch der Nacht entgegen kommt gänzlich ohne Gitarre und fast ohne Schlagzeug aus und ist ein sehr runder Schlusstrack.

Die Spieldauer der meisten Tracks ist überdurchschnittlich hoch, weshalb das Album bei gerade einmal 9 verschiedenen Songs dennoch auf eine Gesamtdauer von gut 58 Minuten kommt. Da die Songs jedoch in sich recht abwechslungsreich sind, fällt die Anzahl an Tracks nicht weiter auf.

Fazit

Gernotshagen liefern mit Weltenbrand ein rundes und gelungenes Album im Pagan Metal Bereich ab, das Fans des Genres sicher gefallen wird, aber keine neuen Maßstäbe setzt. Handwerklich und von der Produktion her einwandfrei bekommt der Käufer 9 gute Songs geliefert, die zwar keine Dauerrotation erreichen werden, aber aus der Einzeltracks die Playlisten bereichern dürften, da man sich doch recht schnell satt gehört hat.


Gernotshagen - WeltenbrandGernotshagen – Weltenbrand (Album)

Facts:

  • Tracks: 9
  • Gesamtspieldauer: 58:14
  • Releasedatum: 29.04.2011
  • Genre: Pagan Metal
  • Homepage: www.gernotshagen.de
  • Anspieltipps: Einsam, Blinde Wut, Schlachtenbruder

Wertung: 6.5 von 10 Punkten

[starreview]

Weltenbrand auf Amazon kaufen

Schreib deinen Müll dazu