CD-Check: Kinetik Control – Only Truth Remains
Kritik
Am morgigen 08. April erscheint das neue Album Only Truth Remains von Kinetik Control endlich in Deutschland. Das Rezensionsexemplar ist gerade noch rechtzeitig eingetroffen, sodass ihr gut informiert seid, ob sich ein Kauf des Albums der rockenden Finnen lohnt, die in ihrem Heimatland schon achtbare Erfolge erringen konnten.
Ohne Umwege legt das Album mit dem Song Loving the Animal direkt los, ein guter Einstieg im Midtempo, der nicht zu hart und nicht zu soft daherkommt und eine gute Nummer im Alternative Rock Radio abgeben würde. Die zweite ausgekoppelte Single, All Fours, geht noch mehr in die Richtung, hat fast Indie-Charakter und macht ordentlich Stimmung und gute Laune. Chinese Medicine kann da nicht anschließen, der Track wirkt musikalisch etwas überladen und harmoniert nicht wirklich mit dem Gesang. Das Saxophon macht sich aber ganz gut im Rockgewand. Conservation of Conversation erinnert mich vom Gesang ein wenig an Disco Ensemble, Sänger Sauli Vuoti wechselt seine Stimmlage von Song zu Song recht häufig und macht die Songs dadurch recht abwechslungsreich. Ein wenig langsamer kommt Monsters Under My Bed daher, der Song hat leichte Einschläge von Korn, was als positiver Vergleich gemeint ist. Ein absolutes Highlight des Albums ist In This Life, diese lebensbejahende Rockhymne an das Leben geht direkt ins Ohr. Everlasting Tide schlägt erstmals ruhigere Töne an und wird von einer angenehmen, leichten Melancholie getragen.
Mit angezogenem Tempo und einer guten Portion Härte lädt Falling Star Of Orion zum Headbangen ein. Und ich würde wetten, dass ihr noch nie zu einer Mundharmonika geheadbangt habt. Klappt aber erstaunlich gut! Rusty Nail offenbart durch die etwas ruhigere Musik eine der Schwächen der Band: Die englische Aussprache klingt teilweise echt schräg. Wenn man sich daran aber nicht stört, wird einem auch dieser Song gefallen. Kinetik Control zeigen sich auf dem Album sehr experimentierfreudig: Der Song Dying On A Prayer hat nämlich wieder eine Besonderheit, denn es kommt eine Violine zum Einsatz. Klasse! Der Song geht direkt über in den nächsten, Silver Metaphora, der im Vergleich eher Durchschnittskost bietet. Strangled in Stereo ist noch einmal ein geradliniger Rocktrack, bevor A Better Tomorrow das Album in feinster Rock-Pop-Manier ein wenig nachdenklich mit einem Appell beschließt.
Die 13 Songs des Albums sind allesamt nicht besonders lang, dennoch bietet es eine Gesamtspielzeit von fast 44 Minuten und in diesen jede Menge Abwechslung und keinerlei Füllmaterial. Die Aufmachung ist in Blautönen gehalten, die Bilder haben keinen erkennbaren Bezug zur Musik, drängen sich aber auch nicht in den Vordergrund. Seltsamerweise fehlt der Songtext zu Everlasting Tide, ansonsten passt alles.
Fazit
Kinetik Control haben sich nach ihrem Debut gut weiterentwickelt und präsentieren mit Only Truth Remains einen gelungenen Nachfolger, der sich abwechslungsreich und experimentell gibt und sowohl Freunden härterer Musik als auch des gemäßigterem Rock gefallen könnte. Ein bisschen Luft nach oben ist noch vorhanden, nicht alle Songs schlagen ein und der Gesang klingt teilweise etwas schräg, aber ihre Lücke in der musikalischen Landschaft Finnlands haben Kinetik Control gefunden und sie hätten es verdient, auch hierzulande Erfolge zu erzielen.
Kinetik Control – Only Truth Remains (Album)
Facts:
- Tracks: 13
- Gesamtspieldauer: 43:46
- Releasedatum: 08.04.2011
- Genre: Alternative Rock
- Homepage: www.kinetikcontrol.com
- Anspieltipps: All Fours, In This Life, A Better Tomorrow
Wertung: 8 von 10 Punkten
[starreview]
Only Truth Remains bei Amazon kaufen
Only Truth Remains bei Amazon als MP3 laden



2 Kommentare
ixiter - 08.04.2011 at 12:44
Ich hab keine Ahnung von der Musik und deshalb schreibe ich für gewöhnlich nichts dazu. Heute auch nicht.
Aber zum Foto!
Herzallerliebst, dass jetzt auch bei den rockigen Männern die Techniken der Beauty- und Glamourfotografie engesetzt werden. Wie süß, diese samtene, makellose Haut.
Yes! Only truth remains.
So, jetzt aber weiter mit der Musik.
Konna - 09.04.2011 at 15:44
Hey, die sehen bestimmt wirklich so aus!