CD-Check: The Spiritual Bat – Cruel Machine

Kritik
Wenn sich eine Bandzusammensetzung ändert, geht damit oft auch ein Namenswechsel einher. Recht einfach haben es sich da The Spiritual Bats gemacht und einfach aus dem Plural den Singular gemacht. Das passt auch insofern, weil die Italiener nur noch zu zweit sind. Bleibt nur zu hoffen, dass sich nicht auch die Qualität der Musik verringert. Ich konnte ins neue Album Cruel Machine reinhören, das am 27.05. erscheint.
Das Album beginnt vom Sound her recht oldschool aus den Bereichen Gothic und New Wave. Cruel Machine hat auf jeden Fall eine nette Basslinie, an die Stimme von Rosetta Garrì muss man sich aber gewöhnen. Das klappt schon so langsam bei Thunderstorm, das doch einen etwas leichteren Zugang in das Genre bildet und schon eher im Gehörgang bleibt. Das italienische Sento hat einen leichten Punkeinschlag, der der Musik sehr gut tut. Düstere Synths leiten das dann folgende Once Upon a Time ein und harte Gitarren übernehmen es dann. Definitiv einer der stärkeren Songs des Albums! Tormented Body ist, genau wie die später folgenden Crucifixion und Sacrament, ein Remake und eine Auffrischung eines älteren Songs. An The Other Side hat der Deutsche Tyves Oben mitgewirkt und Teile der Synths und des Rhythmus beigeteuert, die er ursprünglich für sein eigenes Projekt nutzen wollte. Für den Song ist es gut, dass es dazu nicht gekommen ist, er hat einen interessanten, besonderen und düsteren Sound, der unter die Haut geht.
Hälfte zwei des Albums startet mit Chance, einer up-tempo Nummer, die direkt in die Beine fährt und zum Mitwippen einlädt. Hier passt auch der etwas angestaubte Sound und gibt dem Rocksong eine ganz eigene Note. Dafür hält sich Empty Halls mit einem viel zu langen Intro auf und kann auch sonst nicht vollends überzeugen. Mit Lament for The Poisoned Mother wird es noch einmal musikalisch sowie textlich ziemlich düster. Das ist Geschmacksache, für mich gehört es zu den besseren Stücken. Nicht dazu zählt für mich Deceiving, das recht hektisch und disharmonisch wirkt und eine gewisse Unruhe vermittelt. Klarer Skipkandidat. Zum Abschluss wird es mit Acquoreo noch mal ruhig und langsam. Als Schluss brauchbar, aber nicht herausragend.
Somit kommt das Album auf insgesamt 13 Tracks und eine hervorragende Spielzeit von 58 Minuten, auch wenn drei Tracks Remakes alter Songs sind. Leider fehlen von genau diesen Tracks auch die Texte im Booklet. Ansonsten ist das Digipack funktional gestaltet.
Fazit
Es ist ein bisschen zwiespältig, was The Spiritual Bat mit Cruel Machine abliefern. Das Duo hat seinen eigenen Sound und schafft es auch immer wieder, einige besondere Details einzuarbeiten, auf die man beim ersten Hören noch gar nicht stößt. Aber leider klingt das alles stellenweise zu altbacken und nicht mehr zeitgemäß. Hinzu kommt, dass kein richtiger Hit auf der Platte vorhanden ist, es fehlt oft das letzte gewisse Etwas. So bleibt es leider nur beim Mittelmaß, wobei ich sicher bin, dass das Album durchaus seine Fans finden wird.
The Spiritual Bat – Cruel Machine (Album)
Facts:
- Tracks: 13
- Gesamtspieldauer: 58:02
- Releasedatum: 27.05.2011
- Genre: Deathrock, New Wave
- Homepage: www.myspace.com/thespiritualbat
- Anspieltipps: Once Upon a Time, The Other Side, Chance
Wertung: 6 von 10 Punkten
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