CD-Check: Monica Richards – The Strange Familiar EP
Nach ausgiebiger Tour mit ihrer Band Faith and the Muse widmet sich Monica Richards nun wieder ihrem Soloprojekt Infra Warrior. Als Vorgeschmack auf das Album Naiades, das im Herbst erscheinen soll, wurde die EP The Strange Familiar veröffentlicht, die schon mal drei Songs der kommenden Scheibe und zwei weitere Tracks enthält.
Schon gleich im ersten Track Armistice bemerkt man, dass sich die Musik stärker in Richtung Rock bewegt, die Gitarren knarzen dahin und auch ein wuchtiger Bass unterlegt die Vocals von Monica Richards, die ruhig noch etwas mehr Volumen haben dürften. In eine andere Richtung geht The Mighty, das mehr auf elektronische Klänge und mystische Tribals setzt. Dazu wird eine Geschichte erzählt. Das wäre gut, wenn man denn ein Hörbuch wollen würde, so ruft der Track nur ein müdes Gähnen hervor. Erst nach knapp 4 1/2 Minuten wird der Track wirklich musikalisch. The Strange Familiar ist auch ein eher ruhiger Song, der durch Streicher und elektronische Elemente etwas aufgepeppt wird, insgesamt aber dann doch zu poppig ist. Es folgt ein Remix des Songs A Good Thing. Behutsam, aber durchdacht sind The Strange Ones hier vorgegangen und haben aus einem mittelmäßigen Song noch das Beste rausgeholt und einige (Elektro-)Elemente hinzugefügt, die man sich auch für die übrigen Songs gewünscht hätte. Den Abschluss bildet Oreiades, ein mit Faith and the Muse Violinist Paul Mercer improvisiertes Stück, das ziemlich an die orientalische Gesänge aus irgendwelchen Sandalenfilmen erinnert. Nichts, was einen umhaut.
5 Tracks und eine Laufzeit von fast 30 Minuten sind für eine EP nicht zu verachten, allerdings rechtfertigt das Material die Länge nicht wirklich. Sehr schade!

Monica Richards – The Strange Familiar (EP)
Facts:
Tracks: 5
Gesamtspieldauer: 28:43
Releasedatum: 13.05.2011
Genre: Gothic
Homepage: www.monicarichards.com
Anspieltipps: Armistice, A Good Thing (The Strange Ones Remix)
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Fazit
Monica Richards liefert mit ihrer EP The Strange Familiar keinen nennenswerten Grund, sich auf das für den Herbst geplante Album zu freuen. Kein Song sticht heraus, am ehesten weiß noch der Remix eines alten Songs zu gefallen, was aber schon viel aussagt. Leider kann ich keine Empfehlung für die EP aussprechen und sehe nicht gerade positiv auf das kommende Album. Da müsste noch einiges passieren.

