CD-Check: Head-Less – imperfect:[mensch]
Am 13. Mai erschien das neue Album imperfect:[mensch] der Gruppe Head-Less, die sich vor allem im Bereich des Synthpops und elektronischer Musik zu Hause fühlt. Ich habe mir die neue Scheibe genau angehört und verrate euch, was euch erwartet und ob Head-Less sich mit ihrem neuen Werk für die Clubs empfehlen oder nicht.
Der erste Track Contrapunkt fungiert als Intro, das in Art einer Ansprache in die Thematik des Albums einleiten soll. Musikalisch zu vernachlässigen, aber immerhin stimmig. Es schließt mit den Worten Punish Your Head, was gleichzeitig der Titel des nächsten Tracks ist, der sich sehr clubtauglich gibt und einen feinen Beat mit elektronischen Elementen gefällig kombiniert. Im Prinzip setzt sich das in den nächsten Songs fort, Burning und We Stand In Hope sind ähnlich konzipierte Tracks, die Elemente werden lediglich neu zusammengesetzt. Vor allem letzterer mutet auch etwas futuristisch an und beansprucht den Subwoofer etwas mehr. Dialogue ist ein kurzes Instrumental, das nicht wirklich heraussticht.
Schon sind wir auf der zweiten Hälfte des Albums angekommen, die mit einem Cover des Karussell-Klassikers Als Ich Fortging beginnt, das der Vorlage mit langgezogenen, tiefen Synths und elektronischem Sound einen eigenen Stempel aufdrückt, also nicht nur eine lieblose Kopie ist. Mit Forgiving und You drücken Head-Less dann wieder mehr auf die Tube und liefern zwei astreine Synthpop-Nummern ab, drücken dem Genre aber ihren eigenen Stempel auf, der sich sehr gut macht und im Ohr bleibt. Die Stimme von Sänger René Hentzschel dürfte dem einen oder anderen Hörer nicht so sehr gefallen, allerdings passt sie sehr gut zur Musikrichtung. Down Memory Lane kann man eher zur Kategorie Experiment rechnen, instrumental recht limitiert und mit wechselnd gesprochenem und gesungenem Text nur mittelmäßig. Zum Abschluss gibt es dann mit The Deep Insight noch einmal einen groovenden Rhythmus und wunderbare Synths angereichert mit dezenten Pianoklängen auf die Ohren. Ein starker Abschluss!
Alles in allem erreicht das Album mit seinen 10 Tracks, von denen eines eine Art Intro und einer ein kurzes Instrumental ist, eine Spieldauer von fast 43 Minuten. Ein oder zwei Songs mehr wären nett gewesen, aber das kann sich auch so schon sehen lassen. Cover und Artwork sind schlicht und stimmig gestaltet.
Fazit
Mit imperfect:[mensch] ist Head-Less ein wirklich gutes Album gelungen, das sich in den Genres Synthpop und Elektro wirklich hören lassen kann und dort viele Freunde gewinnen dürfte. Neben clubtauglichen Songs, die den Körper mit treibenden Beats unweigerlich in Bewegung versetzen gibt es auch gute Popnummern, die sich einfach mal so zwischendurch einschalten lassen. An die zunächst vielleicht ungewöhnlich klingenden Vocals gewöhnt man sich schnell und weiß sie dann auch zu schätzen. Reinhören sehr empfohlen!
Head-Less – imperfect:[mensch] (Album)
Facts:
- Tracks: 10
- Gesamtspieldauer: 42:47
- Releasedatum: 13.05.2011
- Genre: Synthpop / Electro
- Homepage: www.head-less.de
- Anspieltipps: We Stand In Hope, Forgiving, The Deep Insight
Wertung: 7.5 von 10 Punkten
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