CD-Check: Shotgun Club – Love Under The Gun
Bisher konnte man nur über den Import oder als Download an die neue Scheibe von Shotgun Club mit dem Namen Love Under The Gun herankommen. Doch am 17.07.2011 erscheint das Album der Finnen auch hierzulande in einer Kaufversion. Grund genug, es sich einmal genauer anzuhören.
Schon bei den ersten Klängen des Albums merkt man, dass einen hier keine leichte Kost erwartet. Flight of Fear ist düster und bedrohlich, der Beat hämmert gegen die Nerven während leises Gitarrenschrammeln und eine wenig Vertrauen erweckende Stimme ihr übriges zur Atmosphäre beitragen. Diesen Pfad verlässt man mit Casino aber wieder etwas, zumindest musikalisch wird es etwas lebhafter, der Song klingt insgesamt ziemlich retro. Shotgun Club bleiben ihrem minimalistischen und repetitiven Stil dann auch im Folgenden Last Spring treu. Black Hills kommt dann zumindest im Vergleich erstmals etwas ausgefeilter daher und bleibt dadurch auch gleich besser im Ohr hängen. Anschließend möchte man denken, der Song beginnt noch mal, doch dann ist es doch schon Play Dead (Too Young to Die), in dem ein furchtbarer Halleffekt im Gesang den Song leider zerstört. Dasselbe lässt sich über Letters of Mark sagen.
Und schon befinden wir uns auf der zweiten Hälfte und es erscheint fast, als wäre der Sänger ausgetauscht worden, jedenfalls macht New Good Thing wieder einiges besser und ist erträglich hörbar. Fake Fake könnte man dann fast in die New Wave Ecke schieben und nun schließt sich der Gesang endgültig der repetitiven Musik an. Ganz anders dann wieder If You Do, das man im Vergleich mit den anderen Tracks als gelungenes Experiment bezeichnen kann, klingt es doch fast schon fröhlich. Das gibt sich aber gleich wieder und das Album klingt mit Near Destruction und Rooftop, die nichts Neues mehr bieten, durchschnittlich bzw. im letzten Fall extrem nervig aus.
Summa summarum macht das 11 Tracks mit einer Gesamtspieldauer von 43:25 Minuten, die dann aber auch wirklich ausreichen. Warum das Booklet keinen einzigen Songtext enthält, weiß wahrscheinlich nur die Band selbst.
Shotgun Club – Love Under The Gun (Album)
Facts:
Tracks: 11
Gesamtspieldauer: 43:25
Releasedatum: 17.07.2011
Genre: Postpunk
Homepage: www.myspace.com/clubshotgun
Anspieltipps: Casino, Black Hills, If You Do
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Fazit
Man hat es sicher schon in der Kritik herausgelesen: Mit Shotgun Club kann man nur sehr schwer warm werden. Repetitiv, aber nicht eingängig, teilweise sogar auf die Nerven gehend muss man schon einen sehr speziellen Geschmack haben, um wirklich Freude an dem Album zu haben. Wer auf recht experimentelle Musik steht, kann mal reinhören, für wen zur Musik allerdings Melodien gehören, der ist mit Love Under The Gun aber definitiv an der falschen Adresse.


