CD-Check: Eisenfunk – Pentafunk

Eisenfunk (Promo Picture)

Im Jahr 2009 ist Eisenfunk mit Pong ein absoluter superhit gelungen, der auf Youtube schon fast 3.000.000 Mal angesehen und -gehört wurde. Weitere Hits folgten und so feiert die Electro-Kombo dieses Jahr ihr fünfjähriges Jubiläum mit einem Geburtstagsalbum namens Pentafunk, welches am 12. August 2011 erscheinen soll. Vorab meine Einschätzung zum Album. Wieder etwas besser wird es mit Uncle Sam Needs You (to Move Your Feet), das ordentlich an Tempo aufnimmt.

Das Introludium setzt schon mal gleich einen Akzent: Das Album beginnt mit einer elektronischen Neuinterpretation der Europahymne. Das zeugt schon mal von Humor. Richtig los geht es dann mit Pentafunk (Eisenfunk 5.0), das als kleine Hommage an sich selbst mit reichlich Bass daherkommt und schnell die Tanzflächen füllen dürfte. Pestilenz unterscheidet sich davon musikalisch nicht allzu sehr, fügt aber noch Gesang hinzu. Der Rhythmus geht schnell in Fleisch und Blut über, was ebenso auch für Prehistorical gilt. Neandertal wird dann wieder durch Lyrics unterstützt, Musik und Lyrics setzen das Thema sehr gut um, die elektronischen Klänge bringen ein gewisses Steinzeitflair gut herüber. Wieder mit hämmerndem Beat startet Traditional, der aber bald darauf immer wieder von melodischen Passagen abgelöst wird. Taiko ist, wie der Name schon vermuten lässt, fernöstlich angehaucht und dadurch eine schöne Abwechslung. Vor allem die Drums wissen hier zu gefallen.

Jericho ist wohl einer der stimmungsvollsten und ausgefeilsten Songs des Albums und kreiert eine recht dichte Atmosphäre und obwohl der Track ohne Lyrics auskommt, möchte man meinen, hier eine mitreißende Geschichte zu hören. Daran kann Vampire Hunt nicht anschließen, das im Vergleich etwas uninspiriert und überfrachtet wirkt. Während Eiszeit denkt man dann, man hätte das alles nun schon mal gehört, doch mit Funk ‘n Base kommt dann doch noch etwas Abwechslung herein, auch wenn der Track nicht zu den stärksten gehört. Eher lustig geht es in den letzten Tracks zu: In Camperglück lässt Eisenfunk offenbar die Sprachausgabe von Microsoft den Text (“Kakao, Kaffee, Cappuccino, hmmmm… lecker, lecker!”) sprechen. Schon etwas merkwürdig, dazu zu tanzen, aber von der Musik her geht es auf jeden Fall. Nach Jinglefunk, einer sehr ungewöhnlichen Interpretation des Weihnachtslieds Jingle Bells, die das Zeug hat, ein Weihnachtsklassiker in den Clubs zu werden, folgen noch zwei Remixe des Songs Pentafunk von Centhron und Bodyharvest.

Inklusive der Remixe sind das 16 Tracks mit einer Gesamtlaufzeit von gut 70 Minuten – da kann man nicht meckern, zumal man das Album wohl kaum an einem Stück hören wird, wenn man nicht mit Tanzen beschäftigt ist. Das Booklet ist nett, aber unspektakulär aufgemacht.

[stextbox id="info" image="null"]Eisenfunk - Pentafunk

Eisenfunk – Pentafunk (Album)

Facts:
Tracks: 16
Gesamtspieldauer: 1:10:45
Releasedatum: 12.08.2011
Genre: Electro
Homepage: www.eisenfunk.de
Anspieltipps: Traditional, Taiko, Jericho
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Fazit

Mittel obenWas Eisenfunk hier zum Geburtstag abliefern ist wirklich sehr ordentlich. Fast alle Tracks sind super für die Tanzfläche geeignet und sorgen fast zwangsweise für Bewegung im Körper. Nach hinten heraus geht dem Album zwar etwas die Luft aus und man hat sich dann schon etwas satt gehört, doch insgesamt dürften Genrefreunde genauso angetan von dem Album sein wie Fans von Eisenfunk. Wer auf tanzbare elektronische Musik steht, die meist ohne Lyriks auskommt, wird nicht enttäuscht sein. Ich gratuliere Eisenfunk hiermit zum Geburtstag und zu einem gelungenen Album!

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4 Kommentare

  1. moerli says:

    Also als Genrefreund bin ich schon sehr gespannt auf das Album :-) Ohne dich hätte ich natürlich gar nicht gewusst, dass Eisenfunk ein neues Album rausbringt. Vielen Dank wieder mal ;-)

  2. Konna says:

    @moerli: Hör auf jeden Fall mal rein. Und gern geschehen! :)

  3. Knut says:

    Ich finde das neue Album unterscheidet sich doch deutlich z.B. vom 8-bit, lässt sich aber trotzdem gut hören. Die Remixe gehen mir – wie beim 8-bit auch schon – einfach nur auf den Keks aber der Rest ist gut.

    • Konna says:

      Ich muss zugeben, dass ich nur Teile von 8-bit kenne. Die Remixe sind halt ne nette Dreingabe, aber man kann sie ja auch weglassen.

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