Leser und ihre Lieblingsalben: Sebastian

LieblingsalbenLeser stellen ihr Lieblingsalbum vor, das ist hier also das Thema dieser Gastbeitragsreihe, die zwar spannend zu werden verspricht, aber auch ein Problem darstellt.
Denn wer von uns hat nur ein Lieblingsalbum ?
Also so ein einziges Lieblingsalbum ?
Sowas hatte ich zu Zeiten als ich nur zehn Alben besaß und kannte, nun sind mir mehr als dreihundert Alben bekannt, da wird es schon schwerer ein einzigen Liebling zu finden.

In meine Sammlung kommen mindestens ein Album monatlich neu hinzu, aus den diversesten Musikrichtungen und Spielarten, so gibt es auch hier und da Lieblingsalben.
Mein Liebstes Black Metal Album, mein Liebstes Mittelalterrockalbum und so weiter und so fort.

Daher schränke ich mich hier nun ein wenig ein, begrenze mich auf die Alben aus meiner Anfangszeit, begrenze mich auf die Alben die mich schon sehr lange begleiten, denn darunter wird sich dann sicherlich eines meiner Lieblingsalben befinden.

Es gibt Alben die sind geblieben, aus einer Zeit als ich anfing mich ernsthaft für Musik zu interessieren, andere sind wieder ein wenig in den Hintergrund gerückt.
So erinnere ich mich noch an Die Toten Hosen, Die Ärzte, Metallica und Pantera, Obituary und Sepultura.
Doch fast alle von diesen Bands sind in meiner Aufmerksamkeit weiter und weiter in den Hintergrund gerückt.
Die Toten Hosen und Die Ärzte, auch wenn ich ziemlich viele Alben von diesen beiden Bands noch habe, sind mehr und mehr in den Hintergrund gerückt, werden quasi überhaupt nicht mehr gehört, aber beide Bands hatten mal Lieblingsalben bei mir.

Pantera und Obituary waren beides die ersten wirklich heftigen Bands die ich mal toll fand, recht häufig gehört habe, damit kurzzeitig auch meine Lieblingsalben waren, heute auch immer noch hin und wieder mal gehört werden, aber nicht mehr so wirklich meine Lieblingsalben sind.

Metallica wurden mal vergöttert, das schwarze Album war toll, war lange mein Lieblingsalbum, sowie auch die Vorgängerwerke dieser Band, doch mir ist aufgefallen das ich das schwarze Album jahrelang nicht mehr gehört hatte.
Allesamt habe ich es erst vor kurzem aus Gründen des Jubiläums gehört.
Damit zählt es auch nicht mehr umbedingt zum Lieblingsalbum.

Damit bleibt nur noch eine Band über die das Lieblingsalbum liefern könnte – Sepultura.
Von Sepultura gibt es die verschiedensten Veröffentlichungen, musikalisch gesehen, manche sind toll, manche recht mies, würde ich mal sagen.
Manche höre ich überhaupt nicht mehr, andere eher selten, die Scheibe die hier als Lieblingsalbum durchgeht wird schon mehrfach jährlich gehört und gehört sicherlich damit zu einem der meistgehörten Alben in meiner Sammlung.

Drei tolle Alben gibt es von Sepultura, da wären Arise, Chaos A.D. und Roots, alle drei mit Max Cavalera an der Gitarre und Gesang.

Mit Roots hat die Band sicherlich Musikgeschichte geschrieben, es ist ein großes Album und ich höre es immer noch wirklich gerne, auch Chaos A.D. ist ein umwerfendes Album, doch mein absolutes Lieblingsalbum ist Arise.

Arise hat mich vollkommen überzeugt, damals wie heute noch.
Die Produktion geht heute immer noch als zeitgemäß durch, wie ich finde.
Sie ist schön roh, rau und damit, ohne das diese Scheibe irgendwo schlecht produziert wäre, einfach druckvoll und gut.

Die Scheibe ist weder zu kurz, noch zu lang, kommt knackig um die Ecke, eingängige Texte und Songs, die damit einen Maßstab aufgestellt haben, für Sepultura an den die Band bis heute nicht mehr herangekommen ist, auch wenn mit Chaos AD und Roots zwei weitere Maßstäbe folgten.
Doch Chaos AD stellt, auch wenn mich das Album vollkommen überzeugt, eine Weiterführung und Zwischenstufe zwischen Arise und dem geschichtsschreibenden Roots dar.

Vielleicht hat mich Arise auch einfach nur so überzeugen können weil es eines der ersten Alben war die eine Verbindung herstellten zwischen Metal und Punk, die Texte nicht umbedingt klischeebeladen, die Song ebenfalls klischeefrei, ohne überflüssigen Spielereien, aber auch ohne Stumpf zu klingen.

Das Album ist für sich nun vielleicht nicht das musikalisch umwerfendste was jemals auf den Markt gekommen ist, es ist vielleicht nicht mal was besonderes, aber es ist das Album das mich am Längsten nun begleitet, das Album an dem ich immer noch nicht das Interesse verloren habe es wieder und wieder zu hören.
Arise rockt einfach, jeder Song für sich, ich finde, es ist eines der Perfekten Veröffentlichungen, ohne Durchhänger, ohne Füllmaterial, von Anfang bis Ende einfach überzeugend und damit ist Arise einfach mein Lieblingsalbum, wenn ich denn eines benennen müsste.

Sebastian

Über den Autor: Der Autor dieses Gastbeitrages, welcher auf den Namen Sebastian hört, schreibt täglich auf dem Rockblog biotechpunk, welches ihr unter biotechpunk.de erreichen könnt.

Ihr wollt auch einmal in welcher Form auch immer über euer Lieblingsalbum sprechen? Schreibt mir unter lieblingsalbum@gedankendeponie.net!

3 Kommentare

  1. Konna - 18.09.2011 at 16:55

    Sehr interessant, wie du deine Überlegungen schilderst und du hast Recht, es ist extrem schwer, ein Lieblingsalbum zu benennen, aber gerade auch deshalb sehr spannend. Deine Argumentation finde ich dabei sehr schlüssig, sodass die Auswahl auch nicht beliebig wirkt. Bei Sepultura dachte ich zunächst sofort an Roots, insofern hat es mich überrascht, dass du dann doch Arise gewählt hast. :)

    Danke für den Gastbeitrag!

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  2. Sebastian - 21.09.2011 at 11:53

    Ich finde es schwer ein reines Lieblingsalbum zu finden, da habe ich halt die Wahl auf die Alben gelegt die mich bisher am längsten begleiten.

    Arise ist da der Favorit weil ich finde das damit die Basis für Chaos AD und eben die grandiosen Roots gelegt wurden.

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  3. Konna - 24.09.2011 at 22:53

    Ja, die Überlegung ist für mich sehr nachvollziehbar. Würde ich vermutlich genauso machen.

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