Wenn man zu viel auf einmal macht, kann man in nichts davon die volle Energie stecken. Das dachte sich wohl auch Griffin, der diverse musikalische Projekte am Start hatte, bevor er sich dazu entschloss, sich auf Griffin L.O.G. zu konzentrieren. Allerdings bietet es sich an, die anderen Projekte nicht gänzlich aufzugeben, sondern Einflüsse mitzunehmen und einzubauen. So verheißt Breathe Into Me, das neue Album der Kombo, ein abenteuerlicher Mix aus gothicorientiertem Dark Rock und Black Metal zu werden. Doch kann die verheißungsvolle Theorie auch in der Praxis überzeugen?
Nach einem eher ruhigen Intro fühlt man sich mit den lauten und harten Klängen von Traumtrinker, als wäre man in der Hölle gelandet. Mit leicht kirchlich angehauchten Klängen und Chören wird ein stimmiges Bild erzeugt und in das Leitthema des Albums, Feuer, eingestimmt, dass in Titeln und Texten immer wieder auftaucht. Schon nach wenigen Songs fällt die Abwechslung und Unterschiedlichkeit der Songs auf: Düstere Rocknummern (Amorprometheus) wechseln sich mit reinstem Black Metal (The Nightmare Suicider) ab. Erstere hinterlassen dabei einen deutlich besseren Eindruck, sind sie doch deutlich stimmungsträchtiger, strukturierter und bieten in sich mehr zu entdeckende Details. Frontmann und Mastermind Griffin weiß auch mit düsterem Klargesang mehr zu überzeugen als mit Growls und Screams.
So ist man beim Hördurchgang stets ein wenig hin und hergerissen, weil das Album weder für die eine, noch für die andere Fraktion der Hörerschaft komplett überzeugend sein dürfte. Man sollte da schon beides mögen. Oder aber beide Genres werden öfter so geschickt miteinander kombiniert wie im Titeltrack Breath Into Me, was leider zu selten der Fall ist. Würde da eine klarere Linie gefahren werden, könnte die Band ihre ohne Frage vorhandenen Stärken wie das ansprechende Songwriting und die vielseitige Instrumentierung noch besser zur Geltung bringen. Überhaupt ist zu erkennen, dass man sich viele Gedanken über die Songs gemacht hat und auch die Produktion ist druckvoll und klar. Mühe, die sich definitiv gelohnt und auch zu sehr eingängigen Passagen und Songs wie Komm Tanz oder Das Leben Ist Schön geführt hat.
Die Erstauflage des Albums enthält noch eine randvolle Bonus-CD mit Demos, Remixes und weiteren unveröffentlichten Songs aufwarten kann, eine sehr großzügige Dreingabe, die qualitativ auch nicht vom mit gut 54 Minuten schon recht langen Album abfällt.
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Griffin L.O.G. – Breathe Into Me (Album)
Facts:
Tracks: 11
Gesamtspieldauer: 54:23
Releasedatum: Oktober 2011
Genre: Dark Rock / Black Metal
Homepage: www.griffinlog.de
Anspieltipps: Amorprometheus, Breathe Into Me, Komm Tanz
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Fazit
Breathe Into Me ist ein Album mit zwei Seiten. Grundsätzlich wird vieles richtig gemacht: Songwriting, Instrumentierung und Produktion stimmen und die düsteren, zwischen Dark Rock und Gothic angesiedelten Songs können größtenteils überzeugen. Das gilt leider nicht für die Tracks mit größerem Black Metal Einfluss, die sich wie Fremdkörper anfühlen und anhören. Weniger wäre hier eindeutig mehr gewesen und so wird weder die eine, noch die andere Fraktion wirklich rundum zufrieden mit dem Album sein. Reinhören sei an dieser Stelle aber ausdrücklich empfohlen, ich werde Griffin L.O.G. auf jeden Fall im Auge behalten.
