
Tracks: 12
Gesamtspieldauer: 55:45
Releasedatum: 10.02.2012
Genre: Gothic
Homepage: www.monicarichards.com
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Im Mai vergangenen Jahres veröffentlichte Monica Richards die EP »The Strange Familiar«, die als Vorbote für das neue Album »Naiades« dienen sollte. Leider ging nicht nur der Plan, das Album im Herbst zu veröffentlichen schief, die ganze EP wusste nicht zu überzeugen und fiel daher im CD-Check durch.
Drei der insgesamt 12 Tracks sind schon von der EP bekannt, »Armistice«, »The Mighty« und »The Strange Familiar«, von denen einzig »Armistice« qualitativ herausragte und als kleiner Tipp gelten konnte. Nach dem atmosphärischen Intro »Naiades« legt Monica Richards unerwartet flott und brachial los, ansprechende Gitarrenarbeit ziert den Track »Pride«, dem man fast progressiven Einfluss zuschreiben kann. Ähnliches trifft auf das instrumentale »Tail of Two« zu. Die Songstrukturen sind hier zwar recht einfach, aber insgesamt liegt in diesen Songs die Stärke von Monica Richards, schade, dass sie nicht mehr genutzt wird.
Die andere Seite sind die eher atmosphärischen, mystischen Tracks, die zum Teil oriental beeinflusst und komplexer aufgebaut sind. Hier werden manchmal auch Chöre eingesetzt und es wird im Kopf das Bild von epischen Schlachten in antiker Kulisse erzeugt, zum Beispiel in »EndBegin«, in dem das noch ganz gut klappt. In anderen ruhigeren Songs hingegen plätschert alles zu sehr vor sich hin und mischen sich Wave-Elemente ein, die nicht so recht ins Bild passen. Auch die ausgiebig eingesetzten Echo- und Hall-Effekte wirken sich störend auf das Gesamtbild aus und mindern die Qualität des Gesangs deutlich.
Insgesamt bekommt man mit Naiades 12 Tracks, die auf eine Laufzeit von fast 56 Minuten kommen, was zwar sehr ordentlich ist, aber angesichts der Tatsache, dass bis auf eine Ausnahme die besten Songs auch die kürzesten sind, wirkt dieses Plus nicht sonderlich schwer.
Fazit
Die Erwartungen waren nach der EP »The Strange Familiar« auf einem Tiefpunkt, was das neue Album von Monica Richards angeht. Möglicherweise ist auch das ein Grund, warum »Naiades« ein ganzes Stück besser abschneidet, aber man kann den Unterschied auch hören. Es wurden zusätzliche Elemente eingebaut und die leicht progressiv angehauchten Songs zeigen, dass die Fähigkeiten durchaus da sind. Hier und da gibt es einen Lichtblick, der das Album knapp auf eine mittlere Bewertung hievt.
Anspieltipps: Pride, EndBegin, Tail of Two
The Mighty
