CD-Check: Peter Heppner – My Heart Of Stone

Peter Heppner - My Heart Of Stone

Tracks: 17
Gesamtspieldauer: 51:03
Releasedatum: 18.05.2012
Genre: Electro Pop
Homepage: www.peter-heppner.com
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Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass eine der bekanntesten deutschen Stimmen dem zweifachen Echopreisträger Peter Heppner gehört. Der Sänger, der durch das Duo Wolfsheim bekannt wurde, ist seit einigen Jahren auch solo unterwegs. »My Heart Of Stone« ist sein mittlerweile zweites Album und seit dem 18.05. im Handel erhältlich.

Nach kurzem instrumentalem und verträumtem Prolog startet das Album mit dem recht electropoppigen »Give Us What We Need«, das sehr gut die zentralen Merkmale der Platte vorgibt: Eingängiges, atmosphärisches Soundbett und die markante Stimme von Peter Heppner, die stets dominant im Vordergrund ist. Dazu werden die Songs durch eine hörbare Detailverliebtheit aufgewertet und mit Instrumenten wie Piano, Violine oder Cello gewürzt. Up-tempo (»Letter From Africa«) und down-tempo (»Whenever I Miss You«) Nummern wechseln sich ab, wobei letztere (leider) überwiegen.

Sogar ein Duett hat den Weg auf die CD gefunden, im leicht jazzigen »Deserve To Be Alone« singt Heppner gemeinsam mit Kim Sanders. Sicherlich ein Highlight des Albums. Positiv zu vermerken ist, dass die meisten Songs der Platte auf Englisch sind, da Heppners Stimme auf Deutsch doch immer einen leicht wehleidigen Eindruck macht, was nicht wirklich passt, schwingt in den meisten Tracks trotz aller Schwere immer irgendwie ein Funke Hoffnung mit.

Peter Heppner (Promo Picture)

So lässt sich das Album aller Gedankenschwere zum Trotz auch mit Genuss und völlig relaxed hören, der Spagat ist sehr gut gelungen. Die Texte bestechen durch ausdrucksstarke Metaphern und auf den Punkt gebrachte Botschaften und Fragen. Nur warum allerdings ausgerechnet der textlich schwächste Song »Meine Welt« als Single auserkoren wurde, bleibt wohl ein Geheimnis.

»My Heart Of Stone« gibt es in zwei Versionen, eine normale und die Limited Deluxe Edition im Digipack mit einer Bonus-CD, die Remixe von Heppners größten Hits enthält. Die erste CD ist mit 17 Tracks und einer Spielzeit von rund 51 Minuten sehr gut, auch wenn vier Instrumentalstücke (die sich aber gut einfügen) und zwei Bonustracks (»Alles klar!« und »Meine Welt (Kids Edit)») dabei sind. Das mit allen Texten bestückte Booklet ist ein Sonderlob wert.

Fazit

Daumen hochMit »My Heart Of Stone« schlägt Peter Heppner nach dem doch recht kontrovers diskutierten Solo-Debut wieder eine Richtung ein, die den Fans insgesamt wieder besser gefallen dürfte. Textlich tiefgründig, musikalisch vielseitig und detailverliebt präsentiert sich das Album fast ausnahmslos ohne richtigen Durchhänger auf hohem Niveau. Das Werk dürfte bei vielen Menschen auf ein positives Echo stoßen. Nicht schlecht, Herr Heppner!

Anspieltipps: Give Us What We Need, Deserve To Be Alone, Cry Tonight

Meine Welt

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3 Kommentare

  1. Mac says:

    Kann ich nicht teilen.

    Kling alles wie Heppner. Kennst du ein Lied kennst du alle.

    Die große Klasse von Wolfsheim ist schon lange nicht mehr da.

    Leider!

  2. Marc says:

    Ich kannte bisher auch nur die Single. War immer ein großer Fan von Wolfsheim, konnte mit den Solosachen aber noch nichts anfangen. Werde nach der Review doch mal ins Album reinhören.

  3. Konna says:

    @Mac: »Klingt alles wie Heppner.« – Nun ja, wäre ja auch seltsam, wenn nicht. ;)

    @Marc: Also ich finde im Vergleich zum vorigen Soloalbum ist da schon ein merklicher Unterschied. Konntest du inzwischen reinhören?

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