Na, großer Aufschrei wegen der Überschrift?
Viele Blogger reagieren ja ungemein gereizt, wenn man ihr Hobby auch nur in irgendeiner Weise ein bisschen runtermacht. Meistens geschieht das durch irgendwelche Journalisten oder andere Wichtigtuer, die die Relevanz von Blogs möglichst kleinreden wollen, um ihre eigenen Interessen zu schützen.
Nun, ich bin einer von euch und ich bin ja nun schon fast 6 Jahre dabei. Und ich behaupte trotzdem (ich wiederhole es gern noch mal): Bloggen ist langweilig!
Im Prinzip schreiben wir doch alle die ganze Zeit über nur noch dieselbe Scheiße. Vielleicht in anderen Worten und mit anderer Duftnote, aber grundsätzlich wird alles immer und immer wieder durchgekaut. In geschätzt 95% aller Blogs, die ich kenne, herrscht ein stinklangweiliger Alltagstrott, da werden Artikelserien bis zum Erbrechen zelebriert und Artikel lieblos hingerotzt. Alles wirkt so uninspiriert. Und uninspirierend.
Ich frage euch: Was ist mit uns passiert?
Die Blogosphäre war mal so voller Innovation und Tatendrang, ständig sprudelten neue geistreiche Ideen hervor. Man startete Aktionen und nutzte die eigene Kreativität und nicht die von Youtube, Flickr und Co. Die Blogwelt war voller Freigeister und als solcher konnte man durchaus auch mal anecken, ja sogar kleine Lagerkämpfe konnten entstehen, wenn man für eine Sache einstand, weil man sie für besser hielt. Doch genau das hat uns alle weitergebracht, heute hält sich lieber jeder zurück, da Kritik unerwünscht ist. Was fällt mir auch ein, woanders meine Meinung offen anzusprechen, ich muss mich ja dort nicht aufhalten.
Die Blogosphäre ist eine Friede-Freude-Eierkuchen Gesellschaft geworden, in der sich alle auf die Schulter klopfen, weil das ja viel netter so ist. Natürlich soll man nicht beleidigend sein, aber kontrovers diskutieren, manchmal auch etwas heftiger, muss doch möglich sein? Doch die Moralapostel versammeln sich schnell und fangen mit der Kollektivächtung an.
Mir macht das Kommentieren auf Blogs schon lange keinen Spaß mehr. Selbst auf meinem eigenen beantworte ich nur noch ungern die Kommentare. Daran bin ich selbst Schuld, ich schreibe zu wenige Beiträge, die man kontrovers diskutieren kann. Aber das machen wir leider alle.
Auch lese ich nicht mehr wirklich viele Blogs. Nicht, weil sie nicht kontrovers sind, sondern weil sie mir schlicht zu langweilig und eintönig geworden sind. Wenn man den 23. Song des Moments, die 8. Instagram-Fotosammlung, die 67. Suchbegriffe, den 100. 9gag-Repost und zum 17. Mal einen Beitrag über die aktuell durchs Blogdorf getriebene Werbeaktionssau liest, ist das sehr ermüdend. Ideenlos, unkreativ, langweilig.
Meinen Reader habe ich auf 0 gestellt und baue meine Abonnements ganz neu zusammen. Viele Blogs las ich nur noch aus Gewohnheit, denn zu sagen hatte man sich schon lange nichts mehr. Manche kommen sicherlich wieder, andere nicht.
Ich mache mir keine Illusion, dass dieser Blogpost irgendetwas ändern wird. Dennoch wünsche ich mir, dass wir alle wieder etwas kreativer und individueller werden, neue Aktionen starten und Innovationen schaffen. Denn das ist es doch, was uns mal ausgezeichnet hat, oder?
Update: Thomas hat sich weiterführende Gedanken zum Thema gemacht.

Wäre dieser Beitrag jetzt auf Facebook, würde ich “like” drücken…
Du sprichst mir aus der Seele.
In meinem Feedreader überfliege ich die meisten Beiträge nur noch. Ellenlange Bilderserien, mit Fotos der Woche und so weiter und es fehlt irgendwie die Spritzigkeit. Die Individualität. Des Neue, was man interessiert liest und nicht zum 100. Mal vorgelegt bekommt.
Aber vielleicht ist die Bloggerszene auch gerade in einem kreativen Tief?
Ich fühle mich zumindest so. Und deswegen schreibe ich derzeit auch einfach gar nichts. Wenn man nichts zu sagen hat, einfach mal…
Ich warte auf die Erleuchtung, etwas, das mir wieder zu Schwung und Motivation verhilft.
Hallelujah.
Ich kann deinen Beitrag auch nur ganz einfach unterschreiben. Wenn ich irgendwelche (sorry) “52 Songs”, “Projekt 52″, “Linksammlung #35456345″, o.Ä. Posts in meinem Feedreader finde, dann werden sie ganz simpel uebersprungen. Einmal kurz in die Ueberschrift geschaut und festgestellt, dass man sie direkt wieder in die Tonne werfen kann. Im Feedreader kommt der ueberwiegende Teil der Posts auch nur noch von 9gag direkt und nicht mehr aus Blogs.
Mein letzter Post gehoert zwar vom Prinzip her auch zu einer Serie, allerdings einer Serie, an der ich mich nur ausnahmsweise einmal beteilige, weil mir das Thema gerade zusagte. Ansonsten kann ich Ulli zustimmen: Ich wuesste nicht worueber ich schreiben sollte. Klar kann ich den x. Rant zum x. Thema anfangen aber irgendwann wird auch das langweilig und vor allem irgendwann gehen selbst mir die Themen fuer einen Rant aus. Was schreibe ich dann? So viele gesellschaftskritische Themen fallen mir auch nicht ein und vor allem habe ich den Eindruck, dass sie niemanden interessieren.
Also ja, mein Blog ist langweilig und es tut sich nur noch sporadisch etwas. Allerdings meiner Meinung nach lieber sporadische Posts als immer das gleiche durchzukauen und am Besten nur noch den Link zum Youtube-Video anzupassen.
Das, was du hier schreibst, stimmt sicherlich zu einem gewissen Prozentsatz. Es fehlen scheinbar manchmal einfach die Impulse, die neuen Ideen. Altes Aufwärmen will niemand, aber am Ende tut es doch irgendwie jeder. Meistens. Nicht immer, aber eben meistens. Ich nehme mich da nicht aus. Aber ich habe auch nie durch gesonderte Kreativität geglänzt. War bei mir auch nie der Antrieb, der den Blog am Leben hielt. Geklappt hat es dennoch, manchmal auch mit der Kreativität. Wer weiß.
Der einfachste Weg etwas zu ändern, ist selbst damit zu beginnen. Also: Gehe voran, andere werden folgen
.
PS: Ich hasse die Jetpack-Kommentarfunktion. MEINUNGSMACHE!
Alte Dinge dürfen sehr gerne wieder aufgenommen werden Lordy. Dabei sollte jedoch die eigene Meinung mit einfließen. Somit erhält man im Grunde eine Ergänzung. Wisst ihr warum die Blogosphäre eventuell etwas langweilig mittlerweile vorkommt? Es fehlt die Zusammenarbeit untereinander. Jeder geht seinen eigenen egoistischen Weg. Links werden kaum gesetzt. Es spiegelt die Gesellschaft wieder, die ist genauso langweilig und prüde.
Blogs sind nicht aus der Mode und auch keine kurze Modeerscheinung. Eventuell kommt es dir nur anders vor als es in Wirklichkeit ist. Ist Bloggen wirklich so langweilig? Dann müsste dies jeder Redakteur eines Verlages ebenso sagen, denn die schreiben Tag für Tag ihren Stoff in die Blogs. Ist es nicht viel eher eine Phase der Gewohnheit die du beschreibst?
Stimmt Daniel. Alte Sachen aufzunehmen ist nicht grundsätzlich schlecht… wollte ich so auch nicht sagen
. Und Zusammenarbeit? Vielleicht sollten wir mal was gemeinsam aufziehen… mit ein paar anderen… also keinen Blog, sondern eine geile Idee, die alle mehr vernetzt oder so xD.
So viel Wahrheit in einem Blogartikel. Und ich erkenne mich in so vielen Dingen wieder. Auf Zockwork hab ich auch weiterhin Bock und denke, wir machen da (ab und zu) ganz coole Sachen, aber mein privates Blog ist eigentlich nur ein besseres tumblr und besteht fast nur aus Videos. Ich hab auch einfach keine Lust mehr auf lange Texte, weiß auch gar nicht, worüber ich noch schreiben soll. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich mein Blog schon einstampfen wollte. Aber dann denke ich: warum? Den Server habe ich eh, kostet mich also nix. Klar, es kostet mich die Domain, aber die 10 Euro sind ja nichts und die coole Domain möchte ich nicht abgeben, auch wenn ich kein Blog mehr hätte.
Ich weiß noch, wie ich früher ständig irgendwelche coolen Sachen starten wollte, in erster Linie, um Aufmerksamkeit und Backlinks zu generieren. Jetzt, 6 Jahre später, ist mir das alles egal. Ich betreibe mein Blog nur noch für mich, als Hobby. Ob es jemand liest, ist mir relativ egal und von der Idee, mal ein berühmter Blogger zu werden, habe ich mich schon lange verabschiedet. Vielleicht hat sich damit auch die Motivation verabschiedet? Vielleicht sollte ich auch einfach ein paar Themenblogs schließen und wieder alles zentral auf einem machen, dann wäre da auch mehr Content.
Um mal eine komplett gegenteilige Meinung zu haben, ich blogge – mehr oder weniger regelmässig – seit etwa 10 Jahren. Von Anfang an sind 99% aller Blogs in meinem Feedreader Blogs in denen Liesschen Müller etwas über ihren – zugegeben meist langweiligen – Alltag berichtet. Interessant finde ich das trotzdem, eben weil mich der Mensch hinter der Tastatur interessiert. Mein eigenes Blog ist genau so langweiliger Alltagskram, mit dem ich Freunde und Familie an meinem Leben teilhaben lasse. Für viele Menschen vermutlich uninteressant, aber das ist mir ehrlich gesagt auch egal
.
Mir persönlich werden diese Blogs nicht langweilig, weil ich Menschen nicht langweilig finde – von daher ist das wohl einfach eine Sache, was man von anderen Blogs erwartet.
@Ulli: Gar nichts zu schreiben halte ich für mich selbst für keine gute Idee. Denn es würde mir unendlich schwer fallen, dann wieder anzufangen. Wenn ich so beginne, kann ich auch gleich dicht machen, fürchte ich. Und ein bisschen stolz bin ich auf mein kontinuierliches Bloggen auch. Prinzipiell aber natürlich eine machbare Idee.
@Knut: Keine Entschuldigung nötig, ich kann es sehr gut verstehen, dass du die 52 Songs da aufgezählt hast. Genau sowas meine ich auch und ich habe mich durchaus auch selbst einbezogen.
Du schreibst, du wüsstest gar nicht, worüber du schreiben sollst. Heißt das, du hast keine Lust zu schreiben oder fehlt dir einfach eine Idee? Wenn Letzteres der Fall ist, fange doch mit dem Ansatz an, zu überlegen, was du selbst gern lesen würdest. Vielleicht hilft das. Ansonsten gebe ich dir Recht, was sporadische vs. immer gleiche Posts angeht.
@Lordy: Was ist denn dein Antrieb? Oder konkret gefragt: Warum bloggst du? Und bitte gleich hinter sagen: Bist du der Meinung, du erreichst das, was du möchtest? Gibt es keinen Raum für Verbesserungen?
Und ja, natürlich ist der erste Schritt, selbst damit anzufangen. Sagen wir so: Der Vorsatz ist zumindest da.
Was hast du denn gegen Jetpack? Ich finde es ganz schick und praktisch.
@DanielB: Richtige Bemerkung, ich habe auch das Gefühl, das inzwischen jeder sein eigenes Süppchen kocht und anpreist.
Und ja, sicher ist das Gewohnheit. Doch gerade die finde ich ja so ultra langweilig. Ich möchte Abwechslung, hin und wieder mal was Neues, ein bisschen Action, etwas, das mich vielleicht auch persönlich weiterbringt. Gewohnheit ist in diesem Fall Stillstand und Stillstand bekanntlich der Tod.
@David: Du bringst noch einen weiteren wichtigen Punkt ein, den ich gar nicht so recht mit eingebracht habe, der aber auch sehr wichtig ist: Die eigene Motivation. Mir geht es da so wie dir, früher war ich auch einigermaßen scharf auf Backlinks und Aufmerksamkeit, inzwischen ist das auch mir nicht mehr so wichtig. Das hat zur Folge, das man kein Ziel mehr vor Augen hat. Normalerweise verfolgt man bei einem Hobby ja ein Ziel (Instrument, Sport) oder möchte unterhalten werden (Filme, Bücher). Das Bloggen als Hobby schafft momentan einfach beides nicht.
@Tina: Schön, mal eine Gegenmeinung! Natürlich spielt die Erwartung eine Rolle. Ich habe früher auch gern persönliche Blogs im Tagebuchformat gelesen, weil ich es interessant finde, andere, fremde Menschen zu beobachten und zu sehen, wie sie ihren Alltag bewältigen. Daraus kann man ja vielleicht auch was für sich mitnehmen. Diese Funktion hat bei mir allerdings Twitter fast völlig übernommen. Darüber »kenne« ich mittlerweile so viele Leute, da fehlt mir dann irgendwann auch einfach die Kapazität, darüber hinaus noch mehr Leute zu verfolgen, sofern sie nicht wirklich interessant sind.
Ein provokanter Post, den ich einerseits so unterschreiben kann, andererseits aber auch nicht. Sicher nehmen in letzter Zeit Blogparaden usw. überhand und besonders subventionierte Werbeposts hat man früher noch nicht so häufig gefunden – schließlich mussten sich die Marketing-Abteilungen der relevanten Firmen erst einmal auf diesen Kanal einstellen.
Langweilige YouTube-Posts usw. gibt es allerdings schon seit Jahren – und doch finden sich immer noch lesenswerte Artikel. Man muss die entsprechenden Blogs eben nur auf dem Radar haben. Und dank Feedreader kann man blitzschnell die Streu vom Weizen trennen.
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Du hast Recht.
Mein Blog besteht jetzt seit knapp 4 Jahren. ZU großem Ruhm habe ich es nicht geschafft. Ich habe mich aber auch nicht wirklich integriert. Ich habe von Anfang an stets nur das getan wozu ich Bock hatte.
Eine Zeit lang war es mir auch wichtig ein wenig Geld damit zu verdienen und Backlinks zu bekommen. Habe aber auch nicht alles dafür getan das zu bekommen.
Mein Blog hat keine bestimmt Nische. Ich schreibe schon immer über das was mich gerade beschäftigt oder mein Interesse weckt. Beteiligt habe ich mich nur was mich gerade mal angesprochen hat. Und mit Twitter bin ich nie richtig warm geworden!
Derzeit habe ich täglich noch knapp 1.000 Besucher. Diese kommen wegen ein paar Artikel die bei Google auf der ersten Seite Ranken und auch täglich danach gesucht wird.
Damit verdiene ich noch immer ohne groß was zu tun so knapp 100-150 Euro pro Monat.
Gerne würde ich wieder mehr schreiben. Aber es geht mir wie dir. Über was? Das meiste liest man in 100 anderen Blogs. Und die Qualität ist da auch nicht schlecht. Also kann ich es auch nicht besser machen!
Egal ist mir der Blog nicht. Aber ich habe eben noch ein echtes Leben was ich oft vorziehe!!!
Well .. wat ne Synchronizität
Ich überlege seit ner Woche dem Konna mal ne Mail zu schreiben, weil die Gedankendeponie ne Musik-Bla-Deponie geworden ist. Konmot hat ne schlechtere Postingfrequenz als mein Blog. Das ist schwer zu schaffen!
Da mach ich mir Gedanken, wat denn mit dem Konna los ist?! Früher hat der studiert und daneben trotzdem die Energie, hier im Blog so viele geile Sachen zu machen und zu erfinden. Jetzt ist da nix mehr.
Und jetzt in der Zeit in der ich mir solche Gedanken mache, kommt der Konna mit diesem Artikel.
Früher gab es noch Nischenblogger, heute ist Bloggen insgesamt eine Nische. Die Facebooks usw. ermöglichen es den Leuten, jederzeit ohne Pflege eines Blogs, also mit Nullaufwand, ihren Senf abzulassen. Dei Reichweite für jeden Einzelnen ist dort auch viel größer als mit einem Blog. Im Google+ kann man ein Posting mit dem einen Wort “Rrrrülps” schreiben und hat gleich 100e Leser die auch innerhalb einer halben Stunde 20 Kommentare posten. 2 Stunden später liest das Posting kein Mensch mehr. Hi-Speed-Blogging im “sozialen” Netz.
Bloggen ist aber tiefgründiger. Langsamer! Zu langsam für die schnelle Konkurrenz. Und wenn wir uns mal alle angucken, so twittern, fratzbuchen und plussen wir auch gerade deshalb, weil wir so mehr Leute schneller erreichen. Das dabei die Halbwertzeit unserer Posts gegen null sinkt, nehmen wir in Kauf.
Will heutzutage jemand bloggen, muss man fast empfehlen blogger.com zu nehmen und das ganze mit einem Google+ Account und einer Fratzbuch-Seite zu verknüpfen. So kann man Blog, Sozi-Netzwerk, Reichweite und Nachhaltigkeit/Langlebigkeit der Posts miteinander verknüpfen. Nur bindet man sich eben dann auch in diese Kreise, resp. Ringe, .. “sie zu knechten usw. usf. … ewig zu binden”
Unabhängigkeit ist dann nicht mehr gegeben. Wenn Gockel dann meint, deinen Account sperren/löschen/deaktivieren zu müssen, ist alles gleich mit futsch.
Trotzdem könnte sich so wieder etwas neues progressives entwickeln, wenn man so Nachhaltigkeit und Entschleunigung in die Sozi-Netzwerke bringt. Auf der anderen Seite nutzt man die Reichweite und es entstehen wieder kontroversere Diskussionen, weil auch mehr Meinungen erreicht werden. Thematisch muss man aber eben auch was anbieten und nicht jeden Mainstream-Pups mitmachen.
Das Grundproblem sind m.E. die sozialen Netzwerke. Die machen es den Leuten zu einfach. Deshalb müssen Blogger da rein und den Heinies zeigen, dass Blogs mehr und besser sind als Eintagsfliegenschiss in Streams & Co.
Warum gibts z.B: zu diesem Artikel keinen Link zu einem Google+ Event mit fester Hangout Adresse?
Konna .. wenns langweilig wird, muss man neue Wege gehen und kurzweiliges anbieten und eben aktiv und kreativ werden. Aber das weißt du ja selber.
@bullion: Dass es manches davon schon lange gibt, stimmt vollkommen. Das will ich auch gar nicht in erster Linie moniert wissen. Nur fehlt für mich der andere Part – die kreativen, eigenständigen Ideen – fast vollkommen. Bei einem Blog wie deinem ist das natürlich was anderes. Du hast ja dein Thema schon recht früh festgelegt. Deine Meinung zu Filmen dient mir auch immer noch als wichtige Referenz. Und du schreibst deine Reviews ja auch immer sehr persönlich, was mir auch gut gefällt. Deine »Run, Fatboy, Run«-Beiträge hingegen überlese ich komplett. Ich bin mir aber auch recht sicher, dass du die eher für dich selbst erstellst.
@Dominik: Interessant, dass es doch so vielen Bloggern geht wie mir. Zwar habe ich in erster Linie von mir als Konsumenten gesprochen, aber es trifft durchaus auch alles auf mich als Produzenten zu. Ich bin ja nicht besser als das, was ich kritisiere bzw. kritisiere ich mich selbst gleich mit.
Es ist tatsächlich nicht leicht, an diesem Zustand etwas zu ändern. Aber es muss doch möglich sein. Es sind noch längst nicht alle Ideen verbloggt und sich abheben kann man immer irgendwie. Ich habe auch noch ein paar im Kopf, aber an die Umsetzung zu gehen, ist auch nicht so ganz leicht.
@ixiter: So kann es gehen, da hat mir der Zufall wohl in die Karten gespielt und mir eine böse Hatemail erspart.
Dass mein Blog stark in Richtung Musik tendiert, ist ja schon lang so. Daran will ich auch grundsätzlich nichts ändern. Also Reviews von CDs wirst du hier weiterhin regelmäßig zu sehen bekommen. Konmot liegt derzeit wirklich etwas brach, aber das liegt an meiner privaten Situation. Es gibt dort nichts zu berichten, in erster Linie, weil es mir persönlich momentan einfach mal so richtig gut geht. Das genieße ich, will das aber nicht groß breittreten.
Dass Facebook, Twitter und Google+ direkte Auswirkungen auf das Bloggen haben, ist logisch. Bei mir sehe ich sie vor allem darin, dass meine einstige Hauptblogmotivation, nämlich neue Leute kennenzulernen, sich dorthin verlagert hat, weil es einfacher, schneller und direkter geht. Mir fehlen ein bisschen die Ziele und ohne Ziele fehlen Ehrgeiz und Motivation. Ich sollte mir wohl einfach mal die Frage stellen: »Warum blogge ich überhaupt?«
Ach was, ich würd dir doch keine Hatemail schreiben.
Mir ist es einfach nur aufgefallen.
Sehr schön, dass es dir so gut geht. Dann verdirb dir die gute Zeit nicht mit so profanem wie deinen Blogs.
Mach dir keinen Kopf und keine Probleme wo keine sind.
Das war ja auch nicht ernst gemeint. Und ich verderbe mir damit ja nicht die gute Zeit, doch wenn ich mich mal um nichts anderes sorgen muss, kann ich mir ja auch mal um unwichtige Dinge Gedanken machen. Das belastet mich ja nicht.
Das bloggen langweilig ist stimmt sicherlich zu einem großen Teil. Bloggen ist langweilig, Blogs sind langweilig, alles Langweilig.
Alles schon bekannt, wenig eigene Kreativität drin, vieles wird widergekaut, mit wenig wird sich ernsthaft auseinandergesetzt.
Am Ende habe ich aber auch nicht die Lust und Laune immer wieder zu suchen ob Post in Blogs oder Facebook wahr sind oder Propaganda, das würde sicher zu Diskussionen führen, aber es ist einfach auch der Kampf gegen Windmühlen.
Aber gefühlt alle bringen dann einfach mal dieses “Pony2012″ Video.
Zum Bloggen selber da ist einfach langeweile drin.
Es ist nicht mehr neu, wenig kreativ, vieles schon bekannt.
Am Anfang habe ich bei vielen Dingen auch wegen den Backlinks mitgemacht, wollte irgendwie mich besser platzieren, mehr Leser/innen, doch wofür eigentlich ?
Derzeit gucke ich einfach nur das ich den biotechpunk irgendwie platziere, Leserzahlen sind nun auch nicht mehr der reine Antrieb sondern nur noch der Spaß an der Sache.
Im tonnendreher ist es mir so gut wie egal geworden. Oft schon wollte ich dieses Blog stilllegen, was neues machen, was tolles vor allem, aber es scheitert an einer Sache, der Ausdauer und der Zeit die für ein gutes Blog benötigt wird.
Auch mal ein Satz Instagram Bilder bringe ich, gefällt mir, egal was andere dazu sagen.
Und meinen Feedreader habe ich schon vor einiger Zeit ausgedünnt, hauptsächlich so ausgerichtet das er mir als Quelle für den biotechpunk dient.
Klingt vielleicht böse, ist aber eben auch nur ein Werkzeug, dieser Feedreader.
Ich find Bloggen nicht langweilig. Ich bin auch erst seit gut 2 Jahren dabei, aber ich hab Spaß dran – am Schreiben und am Konsumieren. Ich hab allerdings momentan zuwenig Zeit, um mich so in der Blogosphäre auszutoben, wie ich es gerne machen würde. Ich hätte auch ein-zwei Idee für Themenblogs, allerdings fehlt mir die Zeit, denn für einige Artikel muss man ja auch vorher eine fundierte Recherche durchführen.
Ich hab bei 52 Songs mitgemacht – hab’s durchgezogen – von Thema 1 bis Thema 52, als ich dann laß, dass Konna nach kurzer Pause das Projekt wieder durchführen möchte, dachte ich mir “Mäh, das wird jetzt aber ausgelutscht. Dies mal dann ohne mich!”.
Von Blogserien, wo man wöchentlich etwas zu beitragen soll, werde ich vorerst auch Abstand halten. Da steckt mir zuviel Druck hinter. Es ist aber mein Blog, da will ich frei sein. Klar, gibt’s bei mir auch gesponserte Posts, aber da schreib ich den Artikel wie ich es möchte.
Fällt euch echt rein gar nichts zum Bloggen ein? Mein Blog ist “querbeet wäre untertrieben”, da kommt es dann mal auch vor, dass ich kleine Erlebnisse aus dem Alltag niederschreibe, was Interessantes, was Empörendes oder einfach was Tolles, was ich erlebt habe. Und das hat doch jeder mal, oder? Wenn nicht, ist euer Leben langweilig, nicht aber das Bloggen.
Und zur Vernetzung der Blogosphäre: ihr müsst nur selber andere Artikel nicht nur lesen, sondern auch kommentieren, denn meistens kann man seine eigene Domain angeben. Und wenn ihr interessanten Content abgibt, klickt auch wer zu euch und schaut sich eure Artikel an. Oder nehmt das Thema auf und verbloggt es selber – natürlich mit Links zum eigentlichen Artikel. (Das hätte ich jetzt zum Beispiel auch statt diesen langen Kommentar machen können!).
@Sebastian: Dir scheint es ja ganz ähnlich zu gehen wie mir. Was ich momentan mache, ist ja auch eher so vor mich hin schreiben und einfach meinen Kram hier pflegen, weil mir das zumindest noch einigermaßen Spaß bringt.
Dennoch fehlt mir ein bisschen der Pep und der Blick in den Feedreader ist fast immer vergeudete Zeit. Insofern ist deine Methode vielleicht eine ganz gute Idee. Um auf andere interessante Beiträge zu kommen, nutzt man dann vielleicht eine Alternative wie Twitter, wo ja auch die meisten Links landen.
@Uli: Ja, 52 Songs ist so eine zwiespältige Sache. Mir hat das Projekt zwar Spaß gemacht, allerdings war es teilweise auch anstrengend, es richtig zu betreuen und hat viel Platz und Zeit gekostet. Darum überlege ich momentan, wie ich es für eine weitere Runde überarbeiten und umorganisieren könnte, damit es nicht so dominant wird.
Und oh, mir fällt sogar ziemlich viel zum Bloggen ein, obwohl mein Privatleben stinklangweilig ist. Das gilt aber auch für die meisten anderen Privatleben, die online zu sehen sind. Und für Privates nutze ich Twitter, das reicht mir vollkommen aus. Ich möchte gern mal wieder begeistert werden und das gelingt nun mal nur noch selten, schon gar nicht mit solchen Beiträgen, wie ich sie oben im Artikel angedeutet habe.
Ja, man muss auch kommentieren zur Vernetzung, das ist richtig. Doch wenn ich absolut nichts zum Kommentieren finde, soll ich mir dann notgedrungen etwas aus den Fingern saugen wie »toller Artikel« oder sonstige kurze Statements ohne Mehrwert? Mir macht das Kommentieren keinen Spaß. In diesem Artikel hier, wo wir alle eine Meinung haben und diskutieren können, hingegen schon. Insofern bestätigt er mich, dass irgendwo etwas nicht stimmt in der großen weiten Blogwelt.
Klart gibt es Blogs, die einfach nur pupslangweilig sind – bspw. weil sie nur Dinge reposten. Da kann der Blog noch so hochgelobt sein, ich persönlich finde ihn doof.
Aber: es gibt so unglaublich viele inspirierende und liebevoll gemachte Blogs. Die vor Kreativität, Persönlichkeit oder einem besonderen Stil glänzen oder gleich mit allem zusammen.
Egal, wo du hinsiehts: Bücher, Filme, Zeitschriften… das sind alles Dinge, die grundsätzlich interessant sind und dennoch wirst du überall langweilige Produktionen/Titel finden bzw. welche, die du persönlich für langweilig hältst. Natürlich ist das bei Blogs genau das gleiche. Es gibt, wie überall, solche und solche.
Da dann so einen bewusst provokanten Satz einzuwerfen, nur um künstlich eine Kontroverse zu generieren, finde ich etwas blöd
Mmmh, ich finde bloggen keineswegs langweilig.
Vielleicht gerade weil es ein Hobby ist.
Ich schreibe in meinem Blog über diversen Multimedia-Kram. Nix kulturell Wertvolles (wenn, dann eher aus Versehen *g*), mehr über praktische Dinge im Alltag.
Ich mecker ein wenig, schreibe über Dinge, die mir selbst gut gefallen und dir mir im Alltag helfen usw. Klar, ab und zu ist auch mal ein “lustiges” Youtube-Video oder so dabei. Aber im Grunde sind es meine persönlichen Dinge, die ich so in der Technik-Welt erleben.
Manchmal hab ich das Gefühl, dass es nur so eine Art “Tagebuch” für mich selbst ist, ein Sammelsurium an Technikkram der sich bei mir so einfindet.
Aber mittlerweile scheint es auch den ein oder anderen im Netz zu interessieren. Zwar nicht viele, aber so ein, zweihundert pro Tag finden sich auf dem Blog ein.
Was mein eigenes Leseverhalten bezüglich Blogs angeht:
Ich räume meinen RSS-Reader regelmäßig auf. Blogs fliegen raus (teilweise auch Urgesteine der “Blogger-Szene”, neue Blogs kommen dazu… langweilig wird’s auf jeden Fall nicht. Es ist immer ein bisschen Bewegungen in meinen RSS-Feed-Abos.
Fazit:
Man sollte es mit der Bloggerei nicht zu verbissen sehen. Einfach machen.
Hm, ich sehe da zwei unabhaengige Gruende:
Du und deine vorwiegende Leserschaft und was du liest hat ungefaehr zum gleichen Zeitpunkt angefangen (plusminus zwei Jahre) und da ist so langsam die Luft raus und/oder das eine oder andere Motivationstief. Jeder neue Blogger, der dir vor die Linse kommt geht durch aehnliche Phasen wie Backlink-Sammeln und jeden-Scheiss-Posten. Nur wenige Ausnahmen kommen da durch meinen Filter der laengeren Lesbarkeit.
Die andere Sache sind Facebook und Twitter, die viele, v.a. kurze Blogbeitraege ueberfluessig machen. Frueher ™ hat ein interessantes Bild gereicht, um einen Beitrag zu rechtfertigen, heute wird das bei Twitter veroeffentlicht.
Beides zusammen addiert sich zu weniger Beitraegen und weniger Kommentaren.
@Zeitzeugin: Natürlich soll man nicht um des Provozierens willen provozieren und es irgendwie notgedrungen einbauen. Aber ich vermisse in den meisten Blogs eine gepflegte Diskussionskultur, was in erster Linie sicher auch an den Beiträgen liegt. Ich erinnere mich gerade an einen Artikel bei dir, in dem es grob gesagt um »dick sein, dünn sein und was schön ist« ging. Der war zum Beispiel klasse für eine Diskussion. Und sicherlich auch, weil du ein bisschen »aggressiv« warst. Ich mag das.
@Nico: Dass es ein Hobby ist, sagt ja per se nichts über die Langweiligkeit aus. Es gibt auch langweilige Hobbys. Wenn du für dich mit deiner Art des Bloggens und des Konsumierens von Blogs zufrieden bist, dann hast du Glück. »Nur für mich« habe ich allerdings noch nie gebloggt. Sicherlich will ich mich zum Teil auch selbst verwirklichen damit, aber ich brauche ein richtiges Ziel, das ich verfolgen kann, erst dann habe ich richtig Spaß dabei. Mein Ehrgeiz muss gefordert sein. Das sehe ich momentan einfach nicht. Das hat aber meiner Meinung nach auch nicht viel mit Verbissenheit zu tun.
Meine Abos habe ich bisher so gut wie gar nicht angerührt. Möglicherweise ein Fehler. Darum jetzt mal ein großer Reset, in der Hoffnung, ich finde neue, interessante Blogs, die mehr meinem Gusto entsprechen.
@juliaL49: In deinem ersten Grund ist doch ein Widerspruch. Aus den »alten« Blogs ist die Luft raus, neue Blogs kommen wegen Phasen, die du schon hinter dir hast, nur selten durch deinen Filter. Demnach dürfte sich die Anzahl deiner verfolgten Blogs in einem geringen Rahmen halten.
Für mich ist es – so kommt es mir jedenfalls gerade vor – ein bisschen anders. Neue, ehrgeizige Blogger sind genau die, die ich sehen will, da sie es doch am ehesten sind, die innovativ vorgehen könnten, um ihre Ziele zu erreichen. Im Idealfall ohne ständig sichtbares Kalkül. Doch wo sind denn diese Blogs? Ich kenne keine.
Bei den Social Networks gehe ich mit dir konform. Ich würde auch die Tumblrs in großem Maße dazunehmen.
Das ist kein Widerspruch – die Konsequenz ist, dass es weniger interessante Blogs und Blogger gibt
Dann stimmst du mir also zu, wenn ich das richtig sehe.
Bei dem Thema WAR ich aber auch hochgradig genervt *g*
*g*
Leider hat sich die Welt nach meinem Posting nicht gebessert
Einerseits kann ich nachvollziehen, was du meinst, andererseits möchte ich dir aber auch widersprechen.
Ja, es gibt langweilige Blogs (ob meiner dazugehört oder nicht, soll jeder Leser selbst entscheiden) wie Sand am Meer, genauso wie es langweilige Menschen und langweilige Leben wie Sand am Meer gibt. Heutzutage gibt es so viele Blogs, dass man unter den tausend eintönigen, gleichaussehenden Muscheln (um beim Meerbild zu bleiben) auch immer wieder solche entdeckt, die Perlen enthalten. Zumindest geht es mir so. Ich suche häufig aktiv nach neuen Blogs, um meine Leseliste zu erweitern und lösche andere, die mich nicht mehr interessieren. Und an dieser Stelle muss erwähnt werden: Was spannend und interessant ist, kann jede Person nur für sich beurteilen und ich bin mir sicher, die Meinungen gehen dabei weit auseinander.
Da die meisten Bloggerinnen und Blogger aus ihrem Alltag berichten, sind die Posts selten spektukulär. Wie auch? Das alltägliche Leben ist nur in Hollywoodfilmen so voller Dramen und Aufregung. In Realität hat es einen viel gemütlicheren Trott. Und ich muss sagen, ich mag diese Alltagsgeschichten. Wenn Leute bereit sind ihre Gedanken zu teilen, finde ich das wunderbar. Sie ermöglichen einem, ihr Leben ein bisschen zu begleiten und dies ist insbesondere, wenn man über längere Zeitspannen mitliest, aus meiner sicht oft interessant.
@Zeitzeugin: Und es war gut. Den Beitrag habe ich lange verfolgt und wie du merkst, ich kann mich auch noch immer daran erinnern. Davon möchte ich mehr!
@Leah: Ja, na klar ist das alles immer eine Sache des Geschmacks. Aber wenn alles irgendwie gleich schmeckt, verliert man doch irgendwann den Appetit darauf, nicht wahr? Aber möglicherweise ist es tatsächlich meine Schuld, dass mir der Appetit vergangen ist, weil ich die Menüs zu selten abwechsle und variiere und kaum etwas Neues probiere. Vielleicht hilft es ja, dass ich meine Speisekarte mal komplett gelöscht habe.
Ich kritisiere auch gar nicht, dass die leute ein langweiliges Leben haben und darüber berichten. Das lese ich selbst in manchen Fällen sehr gern, wenn es hübsch verpackt oder nett geschrieben ist. Was mich stört sind viel zu viele Beiträge nach Schema F, die man mittlerweile auf jedem zweiten Blog findet.
Bloggen ist nicht langweilig, die Gesellschaft ist zu bequem…
Alles langweilig, blödes Sommerloch, alles eh nur ein Brei, völlig ideenlos, ohne Kreativität – alles zusammen Aussagen die gerne und immer wieder der deutschen Blogosphäre zugeschrieben werden. Vorzugsweise, so jedenfalls mein Eindruck, kommen d…
Bei gewissen Aussagen, das de Artikel in Blogs langweiliger geworden sind, stimme ich dir zu. Die Kommentarkultur (ich nenne es mal so) soll immer ruppiger und unflätiger werden. Gerade heute habe ich mich gewundert, dass ein großes Dresdner Blog (http://www.neustadt-ticker.de/allgemein/kommentare/) sich gegen kritische, nicht auf Wellenlänge liegenden Kommentare sperrt. Persönlich halte ich das für den Untergang des Internet (wird natürlich nicht passieren), aber die Meinungsvielfalt ist einfach weg, getreu nach dem Motto, wer nicht meiner Auffassung ist, hat hier einfach nichts zu suchen. Das ist schade, sehr schade…
Das Thema kann man natürlich von zwei Seiten betrachten:
1.) Aktives Bloggen langweilt dich: Meinst du nicht, dass das eine Phase ist, die vorbeigeht? Ich erinnere mich, dass ich meinen privaten Blog auch mehr und mehr vernachlässigt habe, sogar schon kurz nach dem Start und mittlerweile froh bin, keinen privaten Blog mehr zu haben. Zwischendurch habe ich immer mal wieder einen Momente in denen ich denke, dass ich mir etwas von der Seele schreiben muss, aber für einen aktiven Blog reicht das nicht. Dafür habe ich mit meinem neuen themenbezogenen Blog etwas gefunden, was mich nicht langweilt. Vielleicht musst du einfach die Richtung wechseln?
2.) Bloglesen langweilt dich: Das kann ich absolut nachvollziehen. Anfang des Jahres noch habe ich meinen RSS-Reader neu aufgesetzt und seitdem zweimal reingeschaut. Interessante Dinge erfahre ich über twitter, gute Texte finde ich über QUOTE.fm und der Rest ist mir meist egal. Es gibt eine Handvoll Blog, die ich händisch ansteuere und gut. Geschichten von Berlin-Besuchen, Rants über Hipster und Linkempfehlungen sind einfach nicht mehr mein Ding, genauso wie das aufgesetzte Best-Friends-Getue unter den großen Blog, die sich mit Scheißegal-Einstellung nur untereinander verlinken und den Community-Aspekt außen vor lassen. Oder ich kenne einfach nicht die richtigen Blogs.
@Aquii: Es besteht aber natürlich ein Unterschied zwischen Meinungsäußerungen und rechtlich bedenklichen Kommentaren, wie es bei dem von dir verlinkten Blog geschildert wird. Bis zu einem gewissen Grad halte ich dort das Eingreifen für okay, solange es wirklich nur aus rechtlichen Gründen geschieht.
Ich wünsche mir eigentlich immer, nicht nur in Blogs, eine positive Streitkultur. Das heißt, die Meinung des anderen zu respektieren, aber gern auch rege zu diskutieren und in Frage zu stellen. Niemandem ist geholfen, wenn man ihm nur nach dem Mund redet und Honig um den Bart schmiert. Ein freundlicher Umgangston ist schon wünschenswert. Das alles erscheint nur irgendwie vollkommen utopisch. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich dann eher mal ein paar zünftige Streitereien bevorzugen als die von mir angesprochene »Friede Freude Eierkuchen«-Gesellschaft.
@atwo: Ich wollte nicht zum Ausdruck bringen, dass mich das aktive Bloggen langweilt. Mich mag nur nicht mehr so gern auf Kommentare in meinem Blog eingehen. Ich freue mich über jeden Kommentar, aber die Beantwortung ist mir teilweise wirklich zur Last geworden. In diesem Artikel aber macht es mir wieder richtig Spaß. Demnach muss vorher bei mir ja irgendwas falsch gelaufen sein. Und da mir das Kommentieren auf anderen Blogs ebenfalls keinen Spaß mehr macht, finde ich, dass auch dort nicht alles optimal ist. Deshalb mein Hinweis als Anstoß, um mal darüber nachzudenken. Offenbar geht es anderen ja ebenso, wie auch der zweite Teil deines Kommentars zeigt, dem ich mich komplett anschließen kann.
Hm. Es hat eine Veränderung stattgefunden in den letzten Jahren. Viele zeigen ihre Einkäufe (bevorzugt Klamotten und Schminkzeugs) oder irgendwelche Bilder von Models, weil sie deren Klamotten so toll finden. Diese Blogs sind irgendwie total wichtig für die Modebranche geworden. Bloggerinnen bekommen Sachen umsonst, werden zu Events eingeladen.
Zu lange Texte liest ja kaum noch jemand, wenn kein Foto enthalten ist. Ich habe auch lange überlegt, was ich aus meinem Blog mache. Immerhin betreibe ich ihn auch schon seit 6 Jahren. Monatlich meine Instagram-Fotos zu posten finde ich langweilig. Mein tägliches Outfit interessiert eh keinen. Bücher sind für manche uninteressant (Donnerstag in der Berufsschule meinte eine, lesen wäre was für hobbylose…). Den Blog ganz aufgeben? Irgendwie auf keine Option. Ich bin nur leider kein großer Texteschreiber wie du oder Sascha von gesichtet oder andere Blogger. Auch, wenn ich gerne mal zu einem bestimmten Thema was schreiben möchte. Ich möchte gerne mit meinen Einträgen inspirieren. Irgendwie. In meinem Reader sind viele inspirierende Blogs, die alle wundervolle Dinge zeigen. Sowas will ich auch.
Ihr seht das alles zu verbissen. Blog doch einfach, habt einfach Spaß. Es gibt keine Veränderung es ist alles im Fluss. Nur manchmal etwas anders. Aber ehrlich. Ich will auch nicht mehr die Blogs (Newseiten) lesen die ich vor 10 Jahren füllte.
Ich blogge für mich. Primär für mich! Weil es mir Spaß macht!
@Verena: Okay, über Modeblogs kann ich nichts sagen, da ich damit keine Erfahrung habe. Aber ja, prinzipiell geht das in die Richtung, die ich meine. Es gibt zu viel Gleiches.
Du kennst viele inspirierende Blogs? Da hast du mir einiges voraus, denn ich kenne viele, die sich in einem ziemlich langweiligen Trott befinden. Dort macht mir das Lesen dann auch einfach keinen Spaß mehr.
@Mac: Darum geht es doch aber gar nicht. Ich wollte sagen (und bin der Meinung, dass ich das auch getan habe), dass ich einen Großteil der Blogs, die ich kenne, hochgradig langweilig finde, weil überall Innovations- und Ideenarmut herrscht. Das trifft allerdings auch auf mein Blog zu, weshalb ich verstehen kann, wenn viele den vielleicht auch langweilig finden.
Natürlich kann jeder für sich bloggen, wie es ihm Spaß macht. Nur ist das meiner Meinung nach langweilig. Damit will ich niemandem etwas vorschreiben, es war eine simple Feststellung, zumal ich es von früher noch anders kenne. Sich ein bisschen mehr Diskussionskultur und Innovation zu wünschen, ist doch nicht verkehrt? Ich weiß nicht, was daran verbissen sein soll.
naja, du findest wahrscheinlich andere Sachen als ich inspirierend.
Oder stehst du auf Handarbeit und Deko?
Nicht wirklich.
[...] ich mich schon beschwere, dass früher alles besser war, was liegt dann näher, als einen Blick in die Vergangenheit zu [...]
Ach, was ich noch fragen wollte: du findest ja fast alle Blogs, die du kennst, langweilig und bist der Meinung, dass diese ideenlos und innivationsarm seien. Was aber ist dein Ideal? Postings, die “nie Dagewesenes” in den Raum werfen? Die provokante Artikel schreiben? Die… ja was?
Du bist seit einigen Jahren jetzt in der Blogosphäre aktiv, was kann dich noch überraschen? Welcherart Artikel wäre es wert, dass du sie anklickst? Da muss doch wirklich etwas Ühänomenales geschrieben werden.
Das Problem bist dann, denke ich, auch du selber. Leg doch mal eine Blogpause ein – womit ich meine, dass du einfach keine Blogs mehr liest. Du klingst mir übersättigt.
Ich will nicht sagen, dass alle Blogs vor Ideen nur so strotzen. Hinter den Blogs stecken Privatpersonen, keine Ideenmaschinen, die den lieben langen Tag auf dem Boden ihres Hirns nach irgendwelchen Inspirationen kratzen.
Ich persönlich finde auch etliche Blogs langweilig. Aber auch genauso viele, etliche Blogs toll. Nicht jeden einzelnen Beitrag. Wie auch? Es gibt kaum jemandem, dessen Interessen und Geschmack mit dem meinen identisch ist. Aber zu sagen “fast alle Blogs die ich kenne sind langweilig=doof” … das käme mir gar nicht in den Sinn! Allein die Tatsache, dass dahinter Menschen stecken, die ich zT sehr schätze oder gar mag, macht die jeweiligen Blogs für mich wieder interessant. Weil ich wissen will, was sie zu XY sagen, vll auch, wie es ihnen geht.
Bei meinem eigenen Blog ist es momentan so, dass ich den Kopf voll mit anderen Dingen hatte, schreiben wollte ich jedoch dennoch und das mache ich auch gerne, auch wenn es nur eine Review ist, die schon per Definition kaum innovativ ist.
Außerdem geht mir gerade das Gejammer überall auf die Nerven. Das Wetter ist zu kalt, zu heiß, die Fingernägel zu brüchig, das Brötchen zu hart, die Blogleser zu kommentarfaul und Bloggen generell voll langweilig. Schlaft mal ein paar Nächte und denkt positiver. Schmeiss’ meinetwegen alle Blogs aus dem Reader und füge den ersten erst in ein paar Wochen wieder ein, wenn du wieder “bloghungrig” geworden bist und nicht mehr so überfressen
@Zeitzeugin: Das ist so nur teilweise richtig. Ich finde, dass die Blogosphäre (bzw. der Teil, den ich wahrnehme) insgesamt größtenteils langweilig ist, weil man überall das gleiche liest, wie zum Beispiel die Artikelarten, die ich oben angeführt habe. Da kommt nichts Neues. Und viele Blogs schlachten ihre Blogserien auch zu sehr aus. Zur Sicherheit sage ich noch mal, dass ich mich da nicht von ausnehme.
Du fragst nach meinem Ideal. Gute Frage! Ich hätte gern mehr Abwechslung, hin und wieder etwas Tiefgründiges, gern auch etwas zum lachen und im Idealfall auch noch klasse geschrieben. Vielleicht mal was Experimentelles. Ganz ganz viel Interaktives, an dem ich mich gern beteiligen möchte. Dass ich das alles nicht in einem Blog bekommen kann, ist mir klar. Aber wenn ich über 100 Blogs abonniert habe, sollte ich doch vielleicht ein bisschen was von allem dabei haben, oder?
Das klingt jetzt vielleicht geschleimt oder beschwichtigend oder konstruiert, aber ich habe bei der Ausleerung meines Feedreaders 15 Blogs drin gelassen. Deiner ist unter anderem dabei. Ich nenne noch ein paar andere, die du kennen dürftest: Sir Donnerbold, Zockwork Orange, Apfelkerne.
Mit ziemlicher Sicherheit bin ich das Problem zum großen Teil auch selbst. Vielleicht habe ich eine falsche Erwartungshaltung oder bin einfach übersättigt, weil ich zu viel im Reader hatte, was mich nicht interessiert hat. Das hat ja schon dazu geführt, dass ich immer mehr und mehr einfach weggeklickt habe.
Ich will auch keine Ideenmaschinen haben, um Gottes willen. Nur ein bisschen aufrütteln, weil mir viele Blogs ein bisschen zu sehr in einen Trott geraten zu sein scheinen. Statt Ideenmaschinen sind viele Blogger Fließbandarbeiter, die einfach nur ihre regelmäßigen Beiträge raushauen damit überhaupt noch etwas kommt. Das geht mir ja ganz genauso, man braucht nur meine Beiträge der letzten Wochen anzuschauen. Es ist alles so abwechslungsarm, hier und auf vielen anderen Blogs. Aber ich erwarte doch keine Wunder.
Ich bin auch nicht für Gejammer. Und eigentlich wollte ich meinen Blog auch nicht als Gejammer verstanden wissen, sondern als mehr oder weniger provokanten Anstoß, mal in sich zu gehen. Das kann ja nicht schaden. Jeder, der mich einigermaßen kennt, weiß, dass ich ein absolut positiv denkender Mensch bin, daran soll es nun wirklich nicht liegen.
Ist doch wie mit allen Dingen. Die Zeit verfliegt, die Gewohnheit fordert ihren Tribut. Der eine merkt’s (es langweilt), andere sind Teil des Stromes geworden, haben den Blick von außen abgelegt. Die Kunst ist dann wohl nur, kompromisslos zu entscheiden, Stecker ziehen und neue Wege gehen oder sich weiterhin treiben lassen und auf das next big thing zu warten.
Auch wir Blogger werden älter, etwas grauer, etwas langweiliger. Nicht nur die Blogs…
@Felsenstein: Ist was Wahres dran, allerdings klingt mir das etwas zu resignierend und feststehend. Ich bin überzeugt, dass sich der Prozess auch aufhalten lässt.
Ok, bin versöhnt und nehme alles zurück!
Welche Blogs denn noch? Blogtips sind immer gut. Ach ich muss auch mal wieder Blogs empfehlen.
Nein Scherz
@Zeitzeugin: Ich werde nicht alle aufzählen, denn dann wüssten ja die anderen, dass ich sie nicht (mehr) lese.
Nein, ich werde mir mal etwas anderes überlegen, um Blogs zu empfehlen. Ein paar Ideen habe ich schon.
sehe ich genauso. aber da leider ungemein viele leute die anonymität des internets genutzt haben um einfach destruktiv auszuteilen ist es vermutlich vielen zu mühsam geworden, wirklich etwas kontroverses online zu stellen.
schade ist es, aber war früher das internet die große freiheit, sich kein blatt vor den mund nehmen zu müssen, fühlen sich jetzt viele gläsern und wollen nicht schreiben, weil sie nie wissen, wann und wo es ihnen schaden könnte.
@paleica: Das ist natürlich noch ein ganz anderer Aspekt an der Sache. Mir fiele da auch ein gutes Beispielthema ein, über das ich kontrovers schreiben könnte, das ich mir aber aus genau diesem Grund doch lieber verkneife. Dennoch halte ich es für möglich, ein bisschen kontroverser schreiben zu können, ohne gleich negative Folgen erwarten zu müssen.
Jaaah, ich kann das nachvollziehen, bin auch immer auf der Suche nach Blogs, die quasi noch im “Old School” Modus sind