CD-Check: The Breath Of Life – Whispering Fields

The Breath Of Life – Whispering Fields

Tracks: 13
Gesamtspieldauer: 55:04
Releasedatum: 07.09.2012
Genre: Dark Wave
Homepage: www.the-breath-of-life.com
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»Whispering Fields« könnte auch der Name einer Hanfplantage sein. Es ist aber der Titel des achten Albums von The Breath Of Life.

Das die belgische Formation schon eine 25-jährige Bandgeschichte vorzuweisen hat, ist beachtlich, hört man ihr aber schon mit dem ersten Track, »Shadows In The Sky«, an. Der Dark-Wave-Stil, den The Breath Of Life pflegen, klingt sehr altbacken. Dementsprechend ist wahrscheinlich auch die Zielgruppe anzusetzen.

Klar im Vordergrund der Songs steht die Stimme von Sängerin Isabelle Dekeyser, die durch Klangfarbe und Volumen besticht, jedoch eine teils abenteuerliche englische Aussprache hervorbringt. Dazu kommen Gitarre, Bass, Keyboard, zum Teil Violine und als Neuigkeit in der Band ein realer Drummer. Diesen Part hat Marc Haerden übernommen.

»Whispering Fields« krankt ein bisschen daran, dass sich fast alle Songs viel zu ähnlich anhören und auch in sich wenig abwechslungsreich sind. Eine positive Ausnahmeerscheinung ist hier »Cutting Wings«, das ein bisschen variabler daherkommt. Insgesamt ist das aber zu wenig, die von Anfang bis Ende des Albums immer gleiche Stimmung und Atmosphäre nagt irgendwann doch an den Nerven. Etwas Experimentierfreude und Mut zu Stilbrüchen hätten hier Wunder gewirkt. Warum auch ständig mit Halleffekt gearbeitet wird, bleibt ein Rätsel.

Doch es gibt auch Lichtblicke: Das ruhige, mit Pianoklängen einsetzende »Shadows In The Sky« zeigt mit »Whawha«-Gitarrensounds, Violine, Tempowechseln und einem schönen Instrumentalpart, was möglich gewesen wäre. »Sanctum« kann immerhin mit einem schönen Refrain aufwarten und »Your Whisperings« groovt sogar richtig. Das wären dann auch die drei Highlights des Albums.

Textlich reißen TBOL auch keine Bäume aus. Vieles dreht sich, wie Albumtitel und Cover schon andeuten, um mystische Orte, Geister, Traumbilder usw. Wenn man es denn mag, ist das schon okay, aber nichts, über das man selbst noch groß nachdenken oder seine Interpretationskünste üben kann.

Der Umfang des Albums ist mit gut 55 Minuten bei 13 Tracks sehr gut, allerdings muss man ein wenig einschränken, denn der Bandklassiker »Nasty Cloud« ist in zwei modernen Versionen (»2012« und akustisch) vertreten.

Fazit

Daumen mittel runterMit »Whispering Fields« hat The Breath Of Life ein sehr durchwachsenes Album abgeliefert. Der Großteil ist nur mittlere Standardkost mit Hang dazu, auf die Nerven zu gehen. Vieles ist nicht mehr zeitgemäß, der exzessiv eingesetzte Halleffekt und die fast durchgehend gleiche Stimmung lassen Abwechslung schmerzlich vermissen. Dabei zeigen die Belgier, dass sie es auch besser können, denn immerhin 3 Songs zeigen sehr gute Ansätze. Aber das ist leider zu wenig, um überzeugen zu können und im Gedächtnis zu bleiben.

Anspieltipps: Shadows In The Sky, Sanctum, Your Whisperings

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