
Tracks: 14
Gesamtspieldauer: 55:46
Releasedatum: 07.09.2012
Genre: Synthpop / Electro
Homepage: www.nova-spes.com
Leben ist Krieg bei Amazon kaufen / als MP3 laden
Dieses Album zu rezensieren ist Krieg!
Die Welt ist schlecht, das ist ja hinlänglich bekannt. Wie schlecht, ist vielen gar nicht bewusst, aber zum Glück gibt es Nova-Spes, die uns mit ihrem neuen Album »Leben Ist Krieg» ein bisschen schlauer machen wollen.
Musikalisch ist Nova-Spes in der Electro- und Synthpop-Sparte einzuordnen, bleibt aber im Vergleich mit vielen anderen Genrevertretern noch etwas minimalistischer, der Fokus liegt klar auf den Texten, die mit einem rhythmischen und tanzbaren Beat hinterlegt werden. Dazu kommen hin und wieder eingespielte Sprachsamples.
»Leben Ist Krieg« soll kein Konzeptalbum sein, beinhaltet aber viele aktuelle gesellschaftlich relevantee Themen und setzt sich kritisch mit ihnen auseinander. Sänger Matthias Hübner sagt: »Wir bewegen uns in einer für uns mittlerweile recht unwirklich erscheinenden Welt, in der wir nicht nur Gast sind, sondern auch Kämpfer. Wir kämpfen jeden Tag. Nicht ums Überleben, wie es vielleicht am Anfang der Menschheitsgeschichte der Fall war. Nein, wir kämpfen heute um die Art und Weise, zu leben.« Diese Erklärung des Albumtitels zieht sich wie ein roter Faden durch die Tracks. Ob man dieser Ansicht folgen möchte oder nicht, muss jeder selbst entscheiden, die These ist zumindest anfechtbar. Auch Inhalte der Songtexte sind mehr als nur streitbar, wenn zum Beispiel vom Tumor Mensch gesprochen wird, ist das einfach nur billige Provokation.
Dass hinter all dem ein latenter Zorn steckt, drückt sich auch in der Musik aus. Speziell der Gesang transportiert diese Stimmung sehr eindrücklich. Man kann auch nicht wirklich von Gesang denn vielmehr von rhythmischem Sprechen sprechen. Mit beeindruckender Penetranz dringt die fast technoide, monotone Stimme mal auf Deutsch, mal auf Englisch ins Ohr und direkt auf die Nerven. Man möchte am liebsten einfach nur weghören. Nicht sonderlich hilfreich, wenn man eine Message rüberbringen möchte.
Es geht aber auch anders. Der Track »Burnout« zum Beispiel kommt ohne jegliche Stimme aus und wirkt dadurch gleich viel besser. Diese Form des Inhaltstransportes nur über die Musik hätte viel mehr der künstlerische Anspruch von Nova-Spes sein sollen, um ein aus der Masse an Veröffentlichungen hervorstechendes Werk zu schaffen. Diese Chance wurde leider vertan.
Manche Titel können aber auch trotz Gesang punkten. »Always Death« etwa hat einen sehr eingängigen Rhythmus, der im Kopf bleibt. Auch »Machines In Front« und das ganz ganz leicht an Combichrist erinnernde »F*** Shit« können durch tanzbaren Beat punkten. Trotzdem bleibt auch musikalisch einiges im Argen: Die Abwechslung hätte deutlich größer ausfallen dürfen, Experimentierfreudigkeit ist nahezu nicht auszumachen und auch Alleinstellungsmerkmale sucht man vergeblich, weshalb man sich zu fragen beginnt, wieso man denn ausgerechnet Nova-Spes hören sollte. Das machen auch die paar Pianoklimpereien in »On The Way To…« und »…Genocide« nicht wett. Letzteres hat immerhin eine interessante Songstruktur mit Tempo- und Stimmungswechseln. Ironischerweise hat der letzte Track den Titel »Wir Stehlen Euch Die Zeit« – dazu muss man dann auch nicht mehr viel sagen.
Inklusive Hidden Track (Ernsthaft? Das ist doch so 2001!) »Lose Control« kommt »Leben Ist Krieg« auf eine Gesamtspielzeit von fast 56 Minuten, verteilt auf 14 Tracks. Ein sehr guter Wert. Leider enthält das Booklet keine Songtexte, was bei einem sehr auf den Text fokussierten Album ein ziemlicher Fauxpas ist.
Fazit
Nova-Spes liefern mit dem Material auf »Leben Ist Krieg« eigentlich keinen triftigen Grund, sich das Album zu kaufen. Sicherlich sind ein paar nette Tracks darauf, aber mehr als nett sind auch die nicht, weil man alles schon viel besser gehört hat. Bleiben die Texte als Kriterium, doch die sind sicherlich Geschmackssache. Der eine mag sich davon angesprochen fühlen und zustimmen, der andere findet sie hingegen möglicherweise billig provokativ oder schlichtweg falsch. Auf jeden Fall sollte man vor dem Kauf einmal reinhören.
Anspieltipps: Burnout, F… Shit, Genocide
Leben Ist Krieg Snippets

Hallo ???
Wenn man mit dem Werk eines Künstlers so gar nichts anfangen kann, sollte man besser auf eine Beurteilung verzichten. Scheinbar haben sie so einige Probleme mit dem Verständnis der Kunst von nova-spes.
Warum rezensieren sie ein Album, wenn die Rezension für sie Krieg bedeutet? Welcher Narr zieht freiwillig in einen Krieg? Schon allein dieser Einstieg in die Rezension disqualifiziert sie als Kritiker. Mit dieser Vorgabe können sie nicht auch nur halbwegs fair das Album bewerten.
Ich kann sehr wohl tolerieren, dass man zu den verschiedensten Themen, auch abhängig von seiner Position im geistlichen und politischen Spektrum unserer Zeit, anderer Meinung sein kann, doch dass es z.B. unserem Planeten ohne uns Menschen besser gehen würde, steht wohl außer Zweifel. Nicht tolerieren kann ich aber, wenn nicht beweisbare Unterstellungen und Unkorrektheiten Eingang in eine Bewertung finden. Hätten sie gründlicher (oder überhaupt) recherchiert, z.B. nur den ZILLO oder den SONIC SEDUCER gelesen, hätten sie sich einige unsinnige Bemerkungen in ihrer Rezension ersparen können.
Wenn sie sich von nova-spes belehrt fühlen, ist das ihre Sache. Dass man uns ein bisschen schlauer machen will, ist eine pure Unterstellung und eine anmaßende Behauptung. Sie können z.B. nicht für mich urteilen.
Ihre Beurteilung ist durchsetzt von Widersprüchen, die es dem Leser unmöglich machen, das Album auch nur halbwegs einzuschätzen. Schon bei der Beurteilung der Texte stellen sie am Anfang fest, dass diese aktuelle gesellschaftlich relevante Themen beinhalten, und dass sich die Band kritisch mit ihnen auseinandersetzt, um sie dann zum Schluss als möglicherweise provokativ und schlichtweg falsch abzukanzeln.
Wie kann ein Text überhaupt falsch ein, wenn er die momentane Befindlichkeit eines Künstlers beschreibt? Wie können sie das beurteilen? Was ist daran falsch, dass ein Text streitbar ist? Das darf er unbedingt sein! Heile-Welt-Texte finden sie bei Bedarf in der Volkstümlichen- und Schlagermusik in Hülle und Fülle.
Dass bei nova-spes der Fokus auf den Texten liegt, ist eine äußerst persönliche Auffassung. Auf mich wirkt die Band fulminant über ihre markanten Soundflächen und eingängigen Melodien.
Auch bei der musikalischen Beurteilung verstricken sie sich in Widersprüche. Was denn nun? Ist die Musik minimalistisch oder erfolgt ein Inhaltstransport über die Musik?
Wenn beides stimmt, warum ist dann das Album nicht abwechslungsreich?
Dass Stimmen polarisieren, ist normal. Doch eine Charakterisierung der Stimme von Matthias Hübner als monoton und technoid? Ich weiß nicht, was sie sonst so hören, dass sie zu so einer merkwürdigen Einschätzung kommen.
Warum ein Album von nova-spes erwerben? Das kann ich dem Leser genau so wenig sagen, wie, warum er ein Album eines anderen Künstlers erwerben sollte. Da sogar in ihrer Bewertung 5-6 Titel positiv erwähnt wurden, könnte dies ein Grund sein. Ich habe schon CD’s wegen nur eines Titels gekauft.
Überhaupt stimme ich da ihrer Meinung zu 100% zu: „Auf jeden Fall sollte man vor dem Kauf einmal reinhören“. Wobei man grundsätzlich, bevor man handelt, nachdenken sollte. Besonders dann, wenn man etwas schriftlich fest hält.
Eine Spitzfindigkeit von mir zum Schluss:
Hidden Tracks gibt es mindestens seit Mitte der 90er, und mit diesem Track auf dem Album ist WIR STEHLEN EUCH DIE ZEIT auch nicht der letzte Titel des Albums.
Detlef Fink
Hallo Herr Fink,
wieso sollte man auf eine Bewertung verzichten, wenn man mit einem Werk nichts anfangen kann? Soll es Ihrer Meinung nach nur noch positive Rezensionen geben? Gehören negative Stimmungen nicht genauso dazu wie positive? Wie Sie ja selbst richtig feststellen, sind Geschmäcker nun einmal verschieden und man kann unterschiedlicher Meinung sein. Ich maße mir ja nicht an, das meine Meinung zum Album der Weisheit letzter Schluss ist. Aber es ist eben meine Meinung und die gilt. Sie dürfen diese ja gern für falsch halten und Ihre eigene äußern, dazu gibt es ja den Kommentarbereich.
Der Einstieg ist zugegebenermaßen etwas salopp, allerdings kennen Sie ja die Umstände der Rezension nicht, weshalb Sie mit ihrer Einschätzung daneben liegen. Diese Rezension war eine Auftragsarbeit und somit nicht komplett freiwillig. Klar, ich hätte ablehnen können, sehe es aber als meine Pflicht an, meine Leser zu informieren. Und der Einstieg entstand erst nach Bewertung des Albums, daher beeinflusste er die Fairness der Bewertung keinesfalls.
Sicherlich steht es außer Frage, dass es dem Planeten ohne Menschen besser gehen würde, das bestreite ich auch nicht. Nur ist das a) nichts Neues und schon zig mal gesagt worden und b) eine provokative Feststellung ohne weiterführende Auseinandersetzung damit. Es kann ja nicht die Lösung sein, einfach alle Menschen zu entfernen. So bleibt die Feststellung zwar im Ansatz richtig (die Verallgemeinerung der Menschen ist für mich trotzdem daneben), aber dennoch nichtssagend.
Dass ich für Sie nicht urteilen kann, stimmt. Mache ich auch nicht, wo lesen Sie das? Weil ich “uns” schrieb? Nun ja, dass Nova-Spes mit ihrem Album irgendetwas bei ihren Hörern erreichen wollen, steht ja wohl außer Frage. Mir kam der Aspekt, »uns schlauer machen« zu wollen, am größten vor. Ich hätte natürlich auch schreiben können, dass sie damit Kohle scheffeln wollen. Was denken Sie denn? Darüber können wir gerne diskutieren.
Wo sind die von Ihnen ausgemachten Widersprüche? Die Auswahl der Themen hat ja nichts mit der Qualität der Auseinandersetzung zu tun, darum kann ich die Themen für relevant erachten, die Texte aber für provokativ und falsch halten. Natürlich auch und gerade, wenn es sich um die persönliche Meinung des Künstlers handelt. So wie sie meine persönliche Meinung offenbar als völlig abwegig und falsch darstellen, gehe ich auch nicht mit den (meisten) Texten und Meinungen von Nova-Spes konform. Das ist mein gutes Recht und das lasse ich natürlich in meine Bewertung einfließen. Selbstverständlich dürfen Texte streitbar sein, sehr gern sogar, aber bitte in der richtigen Qualität. Nicht zuletzt schreibe ich aber auch noch einmal im Fazit, dass die Texte Geschmackssache sind.
Die Musik ist minimalistisch, transportiert aber auch Inhalt. Das geht doch auch zusammen. Minimalismus ist ja nicht per se etwas Schlechtes. Aber man könnte es ja auch mal anders probieren, dann wäre auch mehr Abwechslung drin.
Ich weiß auch nicht, was Sie sonst so hören, dann würden Sie meiner Einschätzung zur Gesangsstimme vielleicht eher zustimmen.
Wenn ich eine CD kaufe und mir nur ein Titel davon gefällt, bin ich höchst enttäuscht. So unterschiedlich können die Empfindungen sein. Es werden übrigens nicht 5-6 Titel positiv erwähnt, sondern in den meisten Fällen nur Aspekte, weil mir daran liegt, auch das Positive herauszustellen, so wenig es manchmal auch sein mag.
Sie haben übrigens Recht, Hidden Tracks gab es schon früher, darum ging es aber auch nicht. Herausgestellt werden sollte, dass das doch schon längst überholt ist. Da der Hidden Track aber, wie der Name schon sagt, “versteckt” ist und nicht zum offiziellen Tracklisting zählt, bleibt “Wir Stehlen Euch Die Zeit” der letzte Track.
Hallo Konna,
ich gehe nahazu komplett einher mit dem, was Herr Fink schrieb. Du gehst davon aus, NOVA-SPES wollen uns etwas schlauer machen und schreibst dies auch in einem sehr rüde und amateurhaft. Wer hat dir denn das gesagt? Ich glaube auch kaum, dass eine Undergroundband, wie diese hier aus reiner Geldgier ein Album macht. Dies zeigt mir, dass du von dem, über das du dir hier ein Urteil anmaßt rein gar keine Ahnung hast. Auf der anderen Seite fühlst du dich dazu berufen, deine Leser (was bist du? ein Fachmagazin?) zu “warnen”…
Hey, gehts noch? Bist du Darkwing Duck? Also ich brauche dein “Schlauermachen” ebenso wenig, wie alle anderen.
Der von dir zitierte “Tumor Mensch” wird vollkommen aus dem Textzusammenhang gerissen, was mir zeigt, dass du nicht ansatzweise verstanden hast, worum es eigentlich geht. Wie auch? Läßt doch deine Schreiberei jegliche notwendige Recherche vermissen.
Es tut mir leid, aber von dieser Rezension hättest du die Finger lassen sollen, die ist nicht nur ein paar Stufen zu hoch für dich, sondern gehört einer Szene an, die du nicht zu begreifen scheinst…
Übrigens: Eines der besten Alben des Jahres!
Hallo Herr Konna!
Nun habe ich mich doch dazu entschlossen einen Kommentar zum Kommentar zu schreiben. Ich verstehe sie gut, dass sie zu meinem Kommentar Stellung nehmen, und es wundert mich auch nicht, wie.
Ich greife einige Sätze ihres Kommentars heraus.
… Wieso sollte man auf eine Bewertung verzichten, wenn man mit einem Werk nichts anfangen kann? – Ja, sollte man. Es ist irgendwie anmaßend eine Kunst zu beurteilen, zu der man nur anscheinend Allgemeinwissen einbringen kann. (Ja, ja ich weiß, was sie jetzt erwidern können.) Ich könnte zum Beispiel kein klassisches Werk ausreichend bewerten.
Sollte es ihrer Meinung nach nur positive Rezensionen geben? – Natürlich nicht, doch dass es nur solche Rezensionen geben sollte, habe ich auch nirgends behauptet.
An welcher Stelle des Albums haben sich nova-spes darin verstiegen, zu behaupten, dass es dem Planeten ohne den Menschen besser gehen würde? Davon ganz abgesehen, dass es so ist, ist es einfach eine Fehlinterpretation des Textes ihrerseits. Ich verstehe den Text eigentlich so, das der Mensch in vielen Bereichen sein Hadeln überdenken sollte. Und wenn das alles schon zig mal gesagt wurde und die Idee nicht neu ist, so höhlt steter Tropfen auch in der heutigen Zeit noch den Stein.
… allerdings kennen sie ja die Umstände der Rezension nicht. – Na prima, es ist also von Umständen abhängig, wie sie eine Rezension schreiben. Da hat eben der Künstler Pech, wenn die Umstände nicht so gut sind.
… dass sie damit Kohle scheffeln wollen. – an dieser Stelle merken sie noch nicht einmal, wie albern diese Bemerkung ist. Welche Band mit dem Status von nova-spes kann in der Szene von ihrer Kunst leben? Ich bin beeindruckt, sie kennen sich bestens aus!
Schon in ihrer Rezension spürte ich eine unterschwellige Selbstherrlichkeit, auf die ich dann nicht eingehen wollte. Aber nun solche Sätze:
Aber es ist eben meine Meinung und die gilt. – Genau, welche auch sonst!
Selbstverständlich dürfen Texte streitbar sein, sehr gern sogar, aber in der richtigen Qualität.- Und die Bewertung der Qualität obliegt auch ihnen, wahrscheinlich nur ihnen!
Aber man könnte es ja auch mal anders probieren. – Na klar, damit es ihrer Vorstellung besser entspricht. Das hat schon was von DSDS. Wichtig ist nicht Individualität, sondern dass man klingen kann, wie der oder der.
… Hidden Tracks gab es schon früher … dass das schon längst überholt ist. – Nun nicht mehr überraschend, bestimmen sie auch noch, was in oder out ist.
Wenn das alles nicht zumindest selbstherrlich ist.
Auch wenn ich mit meiner Meinung allein stehe, sie gilt (für mich).
Egal was sie nun erwidern werden, wird es keinen weiteren Kommentar von mir geben.
Bei so viel Selbstbewußtsein resigniere ich freiwillig.
Detlef Fink
@Marek: Schön, wie Sie gleich die persönliche Schiene fahren. Ich habe nie behauptet, dass Nova-Spes aus Geldgier ein Album macht. Das haben Sie offensichtlich missverstanden, es handelte sich dort lediglich um ein Beispiel, wie man die Intention des Albums bewerten könnte. Und wenn es Nova-Spes völlig egal wäre, Geld zu verdienen, könnten sie das Album ja auch gratis anbieten. Dadurch würde sich die Musik sicher weiter verbreiten. Ein monetärer Aspekt ist sicher da, schließlich will, muss und soll ein Künstler ja auch von seiner Arbeit leben. Ich denke allerdings auch, dass dieser Aspekt deutlich untergeordnet ist.
Nein, ich bin natürlich kein Fachmagazin. Das hier ist ein privates Blog, in dem ich meine Meinung schreiben kann, wie ich lustig bin, solange sie nicht irgendwie strafrechtlich relevant ist. Da aber die Zugriffsstatistiken zeigen, dass ich (auch regelmäßige) Leser habe und natürlich auch Leute wie Sie “Leser” sind, kann ich mir ja wohl das Recht herausnehmen, hier zu “warnen”, auch wenn ich es eher “informieren” nennen würde.
Wenn du mein “Schlauermachen” nicht brauchst, bitte, es steht dir frei, etwas anderes zu lesen. Darkwing Duck finde ich übrigens super, schade, dass ich nicht er bin.
Bitte, wenn du meinst, ich würde es nicht verstehen, dann kläre mich doch bitte auf. Ich bin nicht beratungsresistent und stets bereit, dazuzulernen. Allerdings stößt konstruktive Kritik bei mir auf fruchtbareren Boden als argumentationsloses Geflame.
@Detlef Fink: Ich mache es mal wie Sie und picke mir die Aussagen heraus, zu denen ich Stellung nehmen möchte:
“Es ist irgendwie anmaßend eine Kunst zu beurteilen, zu der man nur anscheinend Allgemeinwissen einbringen kann. [...] Ich könnte zum Beispiel kein klassisches Werk ausreichend bewerten.” – Aber Sie können doch mit Sicherheit sagen, ob sie Ihnen gefällt, oder? Ich kann doch auch bei einem Gemälde sagen, ob es mir gefällt oder nicht. Und so wird auch Musik jeglicher Art zu einem Betrachtungsgegenstand, den man subjektiv bewerten kann. Vielleicht haben Sie hier eine objektive Kritik zum Album von Nova-Spes erwartet, die es aber nicht gibt. Hier steht meine subjektive Meinung. Vielleicht sind Sie deshalb so enttäuscht, weil Ihre Erwartungshaltung nicht eingehalten wurde.
“An welcher Stelle des Albums haben sich nova-spes darin verstiegen, zu behaupten, dass es dem Planeten ohne den Menschen besser gehen würde?” – Das erwähnten Sie in Ihrem ersten Kommentar.
“Und wenn das alles schon zig mal gesagt wurde und die Idee nicht neu ist, so höhlt steter Tropfen auch in der heutigen Zeit noch den Stein.” – Das ist zwar richtig, aber wenn Ihnen zum Beispiel jemand 10x sagt “nach dem Klogang soll man sich die Hände waschen”, würde es Ihnen doch auch irgendwann zu viel werden, oder? Zusätzlich ist es kein Zeichen von Kreativität, Gesagtes erneut durchzukauen.
“Na prima, es ist also von Umständen abhängig, wie sie eine Rezension schreiben. Da hat eben der Künstler Pech, wenn die Umstände nicht so gut sind.” – Falsch verstanden. Es ist von den Umständen abhängig, OB ich eine Rezension schreibe. Wie ich sie schreibe, obliegt ganz allein mir und meinem Geschmack. Da fühle ich mich allein mir selbst verpflichtet.
“an dieser Stelle merken sie noch nicht einmal, wie albern diese Bemerkung ist.” – Da haben Sie mich auch mal wieder gründlich missverstanden. Sehen Sie dazu bitte meine Äußerungen zum Kommentar von Marek, ich will mich nicht wiederholen.
“Genau, welche auch sonst!” – Na jede! Meine Meinung gilt ebenso wie die Ihre, schließlich befinden wir uns nicht in China, Russland oder sonst irgendwo, wo man nicht seine Meinung frei äußern darf. Jede Meinung hat ihre Geltung. Und das gleiche gilt für die Bewertung der Qualität. Jeder darf die Qualität für sich bewerten und seine Wertung äußern. Auch, wenn man keine Ahnung hat (zumindest theoretisch, verstehen Sie das nicht als Eingeständnis) Ich verstehe nicht, was Sie an diesem Prinzip so auszusetzen haben, das ist ein Grundpfeiler der Demokratie.
Etwas muss auch nicht meiner Vorstellung entsprechen, das maße ich mir nicht an. Nur wenn mir etwas nicht gefällt, dann gefällt es mir eben nicht, was soll ich da machen? Und meiner Meinung nach sind Hidden Tracks auch out, auf wie vielen aktuellen Alben findet man die denn noch? Aber keine Sorge, das hat sich nicht auf meine Bewertung des Albums ausgewirkt.
Schade, dass Sie keinen weiteren Kommentar mehr schreiben möchten, ich hätte gerne mit Ihnen weiterdiskutiert. Aber wenn man keine richtigen Argumente hat, kann ich das nachvollziehen.
Nur gut, dass es dich gibt, der du als einziger mit Intelligenz und Argumentation gesegnet bist.
Heil dir, oh Konna!
Hallo Konna, 2.Versuch! Vielleicht können sie den Kommentar 7 löschen, er wurde nicht so wiedergegeben, wie ich geglaubt habe ihn eingestellt zu haben. Es fehlen Schlüsselsätze, die ich wahrscheinlich in Zeichen gesetzt habe, die nicht wiedergegeben werden können.
Hallo Konna!
Es bewahrheitet sich immer wieder. Sag niemals nie! Doch wer ahnt schon, dass sie es für nötig halten, nur um unseren kleinen Disput weiter führen zu können, meinen Intellekt zu beleidigen. Die Unterstellung, ich hätte keine weiteren Argumente, nehme ich nun persönlich. Wie kommen sie nur darauf, dass mir die Argumente fehlen könnten, wo sie doch bisher mit jedem weiteren Kommentar eine Steilvorlage nach der anderen geliefert haben. Da sie nachvollziehen können, dass mir die Argumente fehlen, beweist mir, dass sie sich mit solchen Situationen auskennen.
Auch wenn sich unsere Diskussion seit einiger Zeit eigentlich gar nicht mehr um das Album von nova-spes dreht, sondern darum, welche Auffassung sie von ihrem Job bei der GEDANKENDEPONIE haben, nochmals der wahrscheinlich hoffnungslose Versuch, zu ihnen vorzudringen.
…aber sie können doch mit Sicherheit sagen, ob sie ihnen gefällt. Natürlich kann ich das. Ich kann aber nicht dezidiert begründen, warum! Wenn es nur darum ginge, zu sagen, ob etwas gefällt oder nicht, hätten sie auch nur zu schreiben brauchen: „Die CD LEBEN IST KRIEG von nova-spes gefällt mir nicht.“ Aber sie wollten ihre Meinung begründen. Tja, und das ist ihre Krux! Für eine Begründung braucht es mehr als Bauchgefühl, da braucht es Wissen.
Dass sie einfach nicht richtig lesen wollen (können?), sieht man bei der Problematik TUMOR MENSCH. Ich habe sie gefragt, an welcher Stelle des Albums sich nova-spes darin verstiegen haben, zu äußern … einfach alle Menschen zu entfernen…. Was ich geschrieben habe, weiß ich sehr wohl. Das war gar nicht die Frage. Es waren sie selbst, der in seinem ersten Kommentar zu meinem Kommentar durch eine fatale Fehlinterpretation des Textes diesen Unfug in die Diskussion einbrachten.
Einem halbwegs intelligenten Menschen muss niemand 10x sagen, dass man sich nach dem Toilettengang die Hände wäscht. Der Mensch reagiert. Doch wenn nicht, muss der Hinweis wiederholt werden, immer und immer wieder. Und bei den Texten von nova-spes geht es um keinen Toilettengang, das sollte selbst ihnen aufgefallen sein. Künstler haben das Recht, vielleicht sogar die Pflicht, Finger in offene Wunden zu legen.
Zusätzlich ist es kein Zeichen von Kreativität, Gesagtes erneut durchzukauen. Wieso nicht? Jeder Künstler hat seine eigene Sicht auf die Dinge. Würde man ihren Ansprüchen folgen, gäbe es kaum neue Musik mit Texten, denn z.B. über Liebe, Leid, Tod, Freude, Schmerz, Enttäuschung, Hoffnung, und, und, und wurde auch schon einmal gesungen.
Mit ihrer zuletzt veröffentlichten Auffassung zu den Intensionen der Künstler, warum sie Musik machen und veröffentlichen, bestätigen sie mir nun endgültig die bisher nur bei ihnen vermutete Inkompetenz. Es gibt genügend Künstler, die ihre Musik verschenken, nur um überhaupt eine Veröffentlichungsplattform zu erlangen. Kostenlose Downloads sind z.B. solch eine Möglichkeit. Und selbst solche kostenlosen Titel haben beim Künstler Kosten verursacht. Bei der Produktion einer CD, die man in den Händen halten kann, entstehen erheblich mehr Kosten, was vielleicht sogar sie verstehen sollten, wie z.B. Materialkosten, Presskosten, Druckereikosten. Wie schon einmal gefragt: Welche Band mit dem Status von nova-spes kann von ihrer Kunst leben? Die Bands legen meistens sogar noch Geld drauf, sie unwissender, blauäugiger Träumer!
Auch wenn jede Meinung ihre Geltung hat, muss es dann unbedingt sein, dass man sie veröffentlicht? Unüberlegte Veröffentlichungen, auch wenn sie von den Grundpfeilern der Demokratie gestützt werden, können ungeahnte Auswirkungen haben. Siehe die Veröffentlichung der Mohammed- Karikaturen. Doch sie können unbesorgt sein. Solche Auswirkungen wird ihr Geschreibsel nie verursachen.
Zum Schluss: Solche Menschen wie sie sind das beste Beispiel dafür, dass es Künstler wie nova-spes einfach geben muss. Noch zu viele Menschen sind nicht in der Lage, überhaupt hinzuhören und zu verstehen, den Sinn von Geschriebenem richtig zu deuten und eigentlich eindeutigen Argumenten zu folgen. Das Kurzzeitgedächtnis der Menschheit ist einfach zu schlecht, um nicht immer wieder an Versäumnisse und Fehler erinnern zu müssen.
Und ganz zum Schluss, was ich aus unserer Diskussion gelernt habe:
Lies lieber einmal mehr, bevor du dich einmischst. Ihr Geschreibsel hätte ich einfach ignorieren sollen und mich der ersten Meinung von Marek anschließen sollen, die vielleicht etwas grob ausgefallen ist, es aber auf den Punkt bringt.
Warum ich mich nun endgültig aus dieser Diskussionsrunde verabschiede, ist nicht der Mangel an Argumenten, es ist die Resignation gegenüber ihres Selbstbewußtseins und ihrer Selbstgefälligkeit!
Detlef Fink
@Marek: Danke für diesen Kommentar, ich habe mich darüber nicht nur köstlich amüsiert, er zeigt auch, wie toll sie argumentieren und ihren Standpunkt darlegen können. Wie alt bist du? 13?
@Detlef Fink: Wie gewünscht habe ich den ersten Kommentar gelöscht.
Da habe ich zu Beginn Ihres Kommentars gedacht, Sie hätten etwas gelernt (“sag niemals nie”), aber dann verabschieden Sie sich ja am Ende schon wieder. Aber Sie sagen ja selbst: “Das Kurzzeitgedächtnis der Menschheit ist einfach zu schlecht”. Doch nun gut, ist ja erst das zweite Mal.
Verzeihen Sie mir den Seitenhieb am Ende meines letzten Kommentars, falls Sie den ernsthaft als Beleidigung empfunden haben. Es sprach die Erfahrung aus mir, dass Leute, die keine Argumente mehr haben, sich aus Selbstschutz lieber zurückziehen als sich um Kopf und Kragen zu reden. Außerdem geizen Sie ja auch nicht mit ruppigerer Ausdrucksweise. Aber nun gut, darum geht es ja nicht.
“[...] welche Auffassung sie von ihrem Job bei der GEDANKENDEPONIE haben [...]“ – Die Gedankendeponie ist schlicht mein privates Hobby, wie für andere Leute Fußball, Lesen oder Wandern. Musik ist übrigens auch eines meiner Hobbys und so verbinde ich beides, indem ich über Musik schreibe. Ich bin kein Experte (da stimmen wir beide also sogar überein), aber Musik wird ja auch nicht für Experten gemacht und es sollte nicht nur denen obliegen, sich ein Urteil über etwas zu bilden.
Und da liegt meiner Meinung nach auch ihr Hauptirrtum: Man braucht kein Fachwissen, um seinen eigenen Geschmack zu begründen. Ich muss doch auch kein ausgewiesener Filmkritiker sein, um zu sagen, dass mir ein Film wegen der Schauspieler, wegen der Geschichte, der Kostüme oder der Aussage gefallen hat. Ich muss nicht Musik studiert haben, um eine Empfindung dazu zu haben, ob sich etwas für mich harmonisch, minimalistisch oder nervig anhört. Selbstverständlich können sich die Meinungen darüber auch scheiden, weil jeder die jeweilige Musik anders wahrnimmt bzw. geschmacklich einordnet.
Über Geschmack lässt sich einfach nicht streiten. Wenn ich in eine Zitrone beiße und sage, dass es mir nicht schmeckt, weil es mir zu sauer ist, würden Sie ja auch nicht behaupten, ich hätte keine Ahnung, weil Sie saure Lebensmittel total lecker finden. Nehmen Sie das jetzt bitte nur als Beispiel und keine echte Situation oder Meinung, wie Sie es bei meinen anderen Beispielen leider meistens tun.
“Ich habe sie gefragt, an welcher Stelle des Albums sich nova-spes darin verstiegen haben, zu äußern … einfach alle Menschen zu entfernen…. Was ich geschrieben habe, weiß ich sehr wohl. Das war gar nicht die Frage. Es waren sie selbst, der in seinem ersten Kommentar zu meinem Kommentar durch eine fatale Fehlinterpretation des Textes diesen Unfug in die Diskussion einbrachten.” – Ich bitte Sie. Ich habe in meiner Rezension nie behauptet, dass nova-spes sich darin verstiegen haben. Dann haben Sie behauptet, dem Planeten würde es ohne Menschen besser gehen. Und daraufhin habe ich (in Bezug auf nova-spes wohlgemerkt) nur festgestellt, dass das a) nichts Neues und schon zig mal gesagt wurde und b) keine weiterreichende Auseinandersetzung damit stattfindet. Der Mensch ist schlecht – und weiter? Ich habe durch meinen Satz “Es kann ja nicht die Lösung sein, einfach alle Menschen zu entfernen” ja sogar nova-spes zugestanden, dass dies ja nicht gemeint sein könne. Nur eine wirkliche Lösung bietet nova-spes nicht an. Falls doch, habe ich es nicht entdeckt, dann sagen Sie es mir doch, was nova-spes meint.
Oder ist es das “Finger in die Wunde legen”? Also Sie haben vorher noch behauptet, nova-spes will nicht belehren. Das wäre aber genau der Vorgang. Natürlich geht es um keinen Toilettengang, auch das war doch nur als Vergleich gedacht.
“Jeder Künstler hat seine eigene Sicht auf die Dinge. Würde man ihren Ansprüchen folgen, gäbe es kaum neue Musik mit Texten, denn z.B. über Liebe, Leid, Tod, Freude, Schmerz, Enttäuschung, Hoffnung, und, und, und wurde auch schon einmal gesungen.” – Da ist was Wahres dran. Nur sind die von Ihnen aufgezählten Themen deutlich allgemeiner. Aber prinzipiell haben Sie schon Recht. Ich kritisiere das auch nicht nur bei nova-spes. Es wäre ja auch nicht so schlimm, wenn man die Auseinandersetzung mit den Themen nicht schon viel besser gehört hätte als bei nova-spes, was ja der Hauptkritikpunkt zu diesem Punkt war, aber natürlich, wie sollte es anders sein, subjektive Empfindung ist.
“Es gibt genügend Künstler, die ihre Musik verschenken, nur um überhaupt eine Veröffentlichungsplattform zu erlangen. Kostenlose Downloads sind z.B. solch eine Möglichkeit. Und selbst solche kostenlosen Titel haben beim Künstler Kosten verursacht.” – Klar, das weiß ich, aber haben Sie überhaupt gelesen, was ich geschrieben habe? Vielleicht habe ich mich ja aber auch nicht verständlich genug ausgedrückt. Ein monetärer Aspekt ist sicher da, wenn auch SEHR SEHR UNTERGEORDNET und vielleicht auch nur, um die Kosten wieder reinzuholen. Das kann ich nicht beurteilen. Gratis verschenken sie da Album jedenfalls nicht. Dass die Band noch Geld draufzahlt, wage ich aber zu bezweifeln, schließlich steht ja ein Label dahinter, die übernehmen da ja auch was. Aber das sind Zahlen, die weder Sie noch ich kennen und somit sollten wir beide uns da einer Bewertung enthalten.
Wo wir aber schon dabei sind: Auch wenn Sie nicht mehr antworten wollen, hätte ich sehr gern von Ihnen gewusst, welche die Hauptintention von nova-spes ist mit diesem Album. Ich persönlich finde ja meinen Aspekt des “schlauer machens” noch immer recht sympathisch, das ist doch keine schlechte Absicht.
“Auch wenn jede Meinung ihre Geltung hat, muss es dann unbedingt sein, dass man sie veröffentlicht? Unüberlegte Veröffentlichungen, auch wenn sie von den Grundpfeilern der Demokratie gestützt werden, können ungeahnte Auswirkungen haben. Siehe die Veröffentlichung der Mohammed- Karikaturen. Doch sie können unbesorgt sein. Solche Auswirkungen wird ihr Geschreibsel nie verursachen.” – Wenn ich es möchte, ja. Warum denn nicht? Wie Sie richtig feststellen, wird mein kleines, privates Blog niemals eine große Auswirkung haben. Das ist auch gar nicht mein Ziel. Ich werde nova-spes also keinen Schaden zugefügt haben. Im Gegenteil, auch negative PR ist immerhin PR. Ich setze sogar einen Link auf die Homepage – und das für lau. Kennen Sie die Preise, die ich für solche Links normalerweise veranschlagen könnte? Außerdem: Das Label hat mir die CD zugeschickt, damit ich eine Rezension schreibe. Das habe ich zugesagt. Da kann ich doch dann nicht hinterher sagen “sorry, aber meine Meinung ist negativ, darum kann ich sie nicht kundtun”? Wie furchtbar das wäre! Wissen Sie, wie viele positive Meinungen heutzutage erkauft werden? Es wäre doch fatal, wenn man negative Rezensionen, seien sie auch noch so laienhaft, subjektiv und anders, einfach wegfallen lassen würde.
Wie gesagt: Schade, dass sie resignieren. Aber vielleicht machen Sie das ja auch, damit es weiterhin Bands wie nova-spes gibt, die über die Missstände der Menschheit berichten, weil Sie sich offenbar nicht dazu berufen fühlen, Ihren Beitrag dazu zu leisten, dass sich etwas bessert, was ja Ihrer Meinung nach wohl bei mir sehr nötig wäre. Dann werde ich wohl doch mein Leben lang selbstherrlich bleiben und meine Meinung frei äußern. Wobei ich den Zusammenhang zwischen beidem noch immer nicht verstehe.
Köstlich