CD-Check: Patenbrigade: Wolff – Tanzveranstaltung (A Retrospective Best Of 2008-2012)
Über den Sinn oder Unsinn von Best Of Alben kann man sich trefflich streiten, vor allem, wenn das letzte gerade einmal dreieinhalb Jahre her ist. Doch darum kümmert sich die Patenbrigade: Wolff bei ihrem umfangreichen Output herzlich wenig und entschließt sich, nach der ersten Retrospektive Demokratischer Sektor nun zur umfangreichen Tanzveranstaltung einzuladen und die besten Songs 2008-2012 herauszubringen, was bei einem Releasedatum im November 2011 ein wenig seltsam erscheint.
Doch die Baustellenfanatiker sollen ja auch nicht mit Zahlen hantieren, ihr Handwerk sind tanzbare Elektrosounds. Und davon gibt es auf der Tanzveranstaltung reichlich. Vom rhythmischen Beat ausgehend wirken viele ihrer Tracks sehr retro und nach 90er Jahre – manchmal sogar noch älter, Sprachsamples mit der Qualität aus den Anfängen des Fernsehens und Radios durchsetzen die sonst meist rein instrumentalen Tracks -, hören sich aber dank der starken Produktion stets frisch und vollkommen zeitgemäß an, obwohl man sich nicht nach Trends und Hypes richtet, sondern der eigenen Linie treu bleibt. Typisch für Patenbrigade: Wolff der nahtlose Übergang von einem Song zum anderen, was die Platte wie aus einem Guss wirken lässt.
Die Songauswahl jedenfalls ist im Großen und Ganzen gelungen, die erfolgreichsten Songs der letzten Jahre lassen sich auf Tanzveranstaltung wiederfinden, darunter Feind hört mit!, Stalinallee, Signal im P.A.L-Remix, Der Brigadier trinkt Bier! und die aktuelle Single Schallplattenunterhalter. Für diejenigen also, die neu in die Musik von P:W einsteigen möchten oder denen einfach die bekanntesten und beliebtesten Songs reichen, genau das Richtige. Hardcorefans freuen sich über einige Remixe, die aber nicht zwingend den Kauf rechtfertigen. Einzig die etwas überstrapazierte DDR-Thematik beginnt nach einiger Zeit ein wenig zu nerven.
Für ein Best Of hat die Tanzveranstaltung eine sehr ordentliche Länge von fast 80 Minuten, wobei einige der 19 Songs doppelt, aber in Remixes vorhanden sind. Die Version im DVD-Format ist auf 1000 Stück limitiert und nummeriert, Sammler sollten also schnell zugreifen.
Patenbrigade: Wolff – Tanzveranstaltung (Album)
Facts:
Tracks: 19
Gesamtspieldauer: 1:19:19
Releasedatum: 11.11.2011
Genre: Electro
Homepage: www.patenbrigade.com
Anspieltipps: Schallplattenunterhalter, Feind hört mit, Blaue Fliesen
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Fazit
Tanzveranstaltung ist ein gelungenes Best Of Album geworden, obwohl seit dem letzten noch nicht so viel Zeit vergangen sind. Wer bisher noch gar nichts von der Patenbrigade: Wolff kennt und sich einen Überblick verschaffen möchte oder einfach eine randvolle CD mit guter und tanzbarer Electro-Musik abseits von aktuellen Hypes sucht, der wird hier fündig und dürfte seine Freude an dieser Platte haben.
52 Songs – Thema 18
Schon wieder eine neue Woche. Kommt euch das auch so verdammt schnell vor? Thema Nummer 18 bei den 52 Songs, also schon am Drittel vorbei.
Die Themenvorschläge im Lostopf werden auch immer weniger, aber noch sind mehr als genug da, um ohne Probleme fortschreiten zu können. Ich habe wieder die Losfee gespielt und für diese Woche folgendes Thema aus dem Behälter gezogen:
Klingelton
Vorgeschlagen von Beety. Früher waren Klingeltöne ja meist nervige Piepsgeräusche, heute kann ja fast jedes Telefon auch ganz normale Lieder abspielen. Welches ist eurer Meinung nach besonders gut als Klingelton geeignet? Es muss natürlich nicht zwingend euer aktueller Klingelton sein, den ihr vorstellt, aber zeigen könnt ihr ihn natürlich dennoch (vielleicht als kleinen Bonus in eurem Artikel).
Da ich mir schon länger mal einen neuen Klingelton zulegen wollte, freue ich mich auf zahlreiche Anregungen von euch.
52 Songs – Kneipe/Bar
Das 17. Thema der 52 Songs verführt uns ein wenig zum Trinken, denn es lautet Kneipe/Bar. Bekanntermaßen ist Kneipenmusik ja genau so laut, dass man sich nicht mehr großartig unterhalten mag, sondern mehr trinkt.
Bei einem Kneipenbesuch stelle ich mir trotzdem immer vor, gemütlich mit ein paar guten Freunden an einem Tisch zu sitzen und bei Bier und Knabberkram ein wenig zu plaudern. Im Hintergrund könnte so etwas hier laufen:
Kneipe/Bar: Danko Jones – First Date
Danko Jones ist meiner Meinung nach genau richtig, um die oben skizzierte Situation zu untermalen. Rockig, nicht sonderlich anspruchsvoll und stimmungstechnisch perfekt auf die Auswirkungen des Alkoholgenusses abgestimmt, was heißt, dass es einen nicht nachdenklich macht, sondern eher die gute Laune befeuert, wenn man versteht, was ich meine.
CD-Check: Red Hot Chili Peppers – I’m With You
Ausnahmsweise findet ihr den CD-Check mal nicht hier, sondern drüben bei Das Muss Lauter, wo ich diesen als Dankeschön für den Gastbeitrag von Manuel hier auf der Gedankendeponie (Red City Radio – The Dankger Of Standing Still) geschrieben habe.
Wenn ihr also wissen wollt, was ich vom neuesten Streich der RHCP halte, klickt einfach mal vorbei!











