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Gewichtszunahme in den Wechseljahren verhindern

Mit den Wechseljahren verbinden viele Frauen oft das negative Bild der Gewichtszunahme, auch ich habe zu Beginn meiner Menopause ein paar Kilos zugenommen. Allerdings können betroffene Frauen dem Problem leicht entgegenwirken, wenn sie die Folgen der Wechseljahre und ihre Auswirkungen auf das eigene Gewicht genauer verstehen.

Ein Grund für die Zunahme des Gewichtes in den Wechseljahren und allgemein im höheren Alter ist die Verringerung der Produktion von Somatotropin. Das Hormon Somatotropin ist zuständig für das Wachstum des Körpers und baut Fett ab, um es zu beschleunigen. Somatotropin wird daher vor allem im jungen Alter stark ausgeschüttet, um das Wachstum zu beschleunigen. Kleine Kinder, die etwas mehr auf den Rippen haben, sehen nach einem Wachstumsschub wieder ganz „normal“ aus. Im zunehmenden Alter wird die Hormonproduktion verringert, der Körper hat also weniger Somatotropin zur Verfügung, erhält trotzdem aber die selbe Ernährung. Da der Körper nun aber weniger Energie benötigt, um das Körpergewicht zu halten, kommt es oft zur Gewichtszunahme.

Die Gewichtszunahme hat zwar nichts mit den Wechseljahren direkt zu tun, kommt aber durch das steigende Alter vor. Daher sollten Menschen im hohen Alter strenger auf ihre Ernährung achten und überschüssige Kalorien mit Sport abbauen. Das Hormon Somatotropin wird außerdem auch produziert, wenn Frauen sich sportlich betätigen oder ein wenig gestresst sind.

Der Eisprung als Kalorienverbraucher

Ist eine Frau fruchtbar, so werden ungefähr 300 Kilokalorien (kcal) an Energie pro Tag für das Heranwachsen des Eis benötigt. Fällt dieser Energieverbrauch weg, so hat der Körper während der Wechseljahre 300 kcal mehr zur Verfügung, als er haben sollte. Die überschüssige Energie wird dabei als Fett gespeichert, was zu einer Zunahme des Gewichtes führt. Dabei sind 300 kcal ungefähr 15 % des täglichen Bedarfes an Energie. Wer also seine tägliche Nahrung um ca. 15 % reduziert, kann der Gewichtszunahme einfach entgegenwirken. Natürlich kann auch eine sportliche Aktivität die überschüssige Energie verbrennen.

Östrogen als Bösewicht

Schwangere Frauen nehmen vor allem durch das Hormon Östrogen an Gewicht während der Schwangerschaft zu. Wer daher eine erhöhte Aufnahme an Östrogen aufweist, kann in Gefahr geraten, eine Gewichtszunahme damit voranzutreiben. Sie sollten daher auf jeden Fall auf östrogenreiche Lebensmittel verzichten. Lebensmittel, die Soja enthalten, wirken sich ebenfalls negativ auf die Verdauung und den Hormonspiegel aus und sollten in den ersten Wechseljahren auf jeden Fall vermieden werden.

Muskelschwund und Schilddrüsenunterfunktion

Zu einer der häufigen Ursachen der Gewichtszunahme gehört die Unterfunktion der Schilddrüse. Der Körper kann während der Umstellung des Hormonhaushaltes die Hormone der Schilddrüse nicht mehr richtig nutzen, was zu einer Erhöhung des Gewichts führt. Dem Problem können Frauen ernährungstechnisch nur schwer entgegenwirken, der Mensch muss weniger Nahrung zu sich nehmen und mehr Sport treiben. Es ist auch wichtig, das Hungergefühl zu kennen und richtig zu interpretieren, denn ein Hungergefühl bedeutet nicht automatisch einen Hilfeschrei des Körpers nach neuen Nahrungsmitteln.

Im hohen Alter baut der Körper sämtliche Muskeln ab. Das hat den einfachen Hintergrund, dass Muskeln Energie verbrauchen, auch wenn sie gar nicht aktiv sind, zum Beispiel, wenn jemand einfach nur sitzt. Mit den abnehmenden Muskeln benötigt der Körper aber auch weniger Energie, um das Körpergewicht zu halten. Wer daher seine Ernährung nicht umstellt, riskiert die Zunahme an Gewicht in diesem problematischen Alter. Auch das Problem ist nicht direkt mit den Wechseljahren verbunden, sondern hat allgemein mit dem Alterungsprozess zu tun. Wer daher die Gewichtszunahme verhindern möchte, sollte aktiv gegen den Muskelschwund mit vielen sportlichen Aktivitäten ankämpfen.

Wie können Frauen einer Gewichtszunahme entgegenwirken?

Wer sein Gewicht wieder reduzieren möchte, muss in der Regel nicht nur seine Ernährung umstellen, sondern auch die Anzahl der sportlichen Aktivitäten auf jeden Fall erhöhen. Meine Empfehlung: Die Ernährung sollte nun möglichst fettarm sein. Kohlenhydrate sollten ebenfalls nur in Maßen aufgenommen werden. Perfekt eigenen sich daher nach meiner Erfahrung:

  • Salate, viel Obst und Gemüse
  • etwas mageres Fleisch und mehr Fisch
  • sowie Milchprodukte,
  • viel Bewegung und Sport.

Brot, Nudeln und Reis enthalten viele Kohlenhydrate und sollten daher nur in moderaten Mengen verzehrt werden. Süßigkeiten gehen nicht nur im hohen, sondern auch schon im jungen Alter auf die Hüften. Wer daher abnehmen möchte, sollte auf Süßigkeiten, soweit es geht, verzichten.

Eine sportliche Betätigung hilft ebenfalls der Gewichtsabnahme. Dabei müssen Frauen nicht sofort mit viel Bewegung anfangen, ein leichter Start ist oft sinnvoll. Starten Sie in den Tag mit vielen Spaziergängen, mit dem richtigen Partner an der Seite macht Sport in der Regel noch viel mehr Spaß. Schwimmen ist eine tolle Aktivität, um schnell und effektiv Fett abzubauen. Die Sportart fördert alle Muskeln und kann sowohl mit einem Lehrer, als auch einfach alleine problemlos durchgeführt werden.

Oft werden auch Kurse angeboten, in welchen sich Frauen in den Wechseljahren gemeinsam dem steigenden Gewicht zur Wehr setzen. In den Kursen machen die sportlichen Aktivitäten oft Spaß. Außerdem dienen die Kurse oft zum Austausch an Informationen über neue Methoden oder Rezepte zum Gewichtsverlust während der Wechseljahre.

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Hormonmangel in den Wechseljahren ausgleichen – die Hormonersatztherapie

Durch eine Hormonersatztherapie wird der Hormonmangel in den Wechseljahren künstlich ausgeglichen. Diese Therapie hat nicht das Ziel die bisherige Hormonkonzentration im Körper wiederherzustellen, sondern soll gezielt die Beschwerden, die durch Östrogenmangel hervorgerufen werden, beseitigen. Typische Beschwerden der Wechseljahre sind nervöse Unruhe, Hitzewallungen, Schlafstörungen und Ähnliches. Langfristig kommt es dadurch auch zur Faltenbildung der Haut, zu Haarausfall, Rückbildungserscheinungen an den Geschlechts- und Harnorganen mit häufigen Infektionen, außerdem nimmt die Knochendichte ab und die Blutfettwerte nehmen zu.

So funktioniert die Hormonersatztherapie

Wenn Sie eine Hormontherapie gegen die Wechseljahresbeschwerden erwägen, dann sollten sie zunächst mit ihrem Arzt ein persönliches Risikoprofil erstellen. Wenn es in ihrer Familie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Thrombose, Lungenembolie oder Blutkrebs gibt, dann ist Vorsicht geboten. Ihr Arzt wird in diesem Fall von der Therapie abraten, doch letztendlich muss jede Frau selbst entscheiden, ob sie die Risiken für ein verbessertes Lebensgefühl in Kauf nehmen möchte.

Zu Beginn der Wechseljahre treten durch den anfangenden Progesteronmangel vor allem Blutungs- und Zyklusstörungen auf. Dagegen helfen Präparate mit Gestagen. Doch später verursacht vor allem der Östrogenmangel die Beschwerden. Dagegen können Östrogene kombiniert mit Gestagen helfen. Der Grund für die Hormonkombination ist die Förderung des Wachstums der Gebärmutterschleimhaut durch Östrogene und das Entgegenwirken des Gestagens gegen dieses Wachstum. Wichtig ist das Entgegenwirken, da aus der wuchernden Schleimhaut Gebärmutterkrebs entstehen kann. Frauen ohne Gebärmutter müssen daher nur die Östrogene ersetzen.

Sequenzielle Hormontherapie:

Bei dieser Therapieform werden drei Wochen lang Östrogene eingenommen und dann zwölf Tage lang Gestagen. Danach folgt eine Einnahmepause von sieben Tagen, ähnlich wie bei der Anti-Baby-Pille. Während dieser Zeit kommt es zu einer Ausbruchsblutung.

Kontinuierliche, kombinierte Hormontherapie:

Da viele Frauen keine Blutungen mehr wünschen, kann auch durchgängig ein kombiniertes Präparat aus Östrogen und Gestagen eingenommen werden.

Die verschiedenen Arzneiformen

Tabletten: Bei Tabletten kann man die Dosierung rasch erhöhen oder verringern und die Behandlung gegebenenfalls sogar abbrechen. Allerdings müssen die Hormontabletten täglich eingenommen werden.

Hormonspritzen: Praktischer ist die Hormonspritze. Diese wird alle vier Wochen in einen Muskel gespritzt. Hier kann eine verabreichte Menge allerdings nicht mehr korrigiert werden. Damit sind Spritzen nicht als Einstieg in die Behandlung geeignet.

Pflaster und Gele: Auch durch Pflaster und Gele können Hormone über die Haut aufgenommen werden. Diese Variante ist wesentlich schonender für den Körper, da nur ein Bruchteil der Dosis benötigt wird. Pflaster müssen zweimal pro Woche aufgeklebt werden und Gele werden täglich aufgetragen.

Nasenspray: Als Nasenspray werden Östrogene viermal täglich angewendet. Hier kann die benötigte Menge sehr fein dosiert werden.

Vaginaltabletten, -zäpfchen und -creme: Bei lokalen Beschwerden in der Scheide, wie Trockenheit, Jucken oder Brennen, kann man östrogenhaltige Tabletten, Zäpfchen oder Cremes oder auch einen Vaginalring in die Scheide einführen.

Einige der Arzneiformen lassen sich auch kombinieren. So kann man beispielsweise Östrogenpflaster mit Gestagentabletten verwenden.

Hormone und deren Verträglichkeit

Gerade am Anfang einer Hormontherapie kann es vorkommen, dass die Medikamente nicht gut vertragen werden. Das liegt daran, dass sich der Körper erst auf die Hormonzufuhr von außen einstellen muss. Halten die Anfangsbeschwerden jedoch an, sollte man mit dem zuständigen Arzt sprechen. Dieser kann die Behandlung dann auf ein besser verträgliches Präparat umstellen.

Zu Beginn der Therapie treten oft Brustspannen, irreguläre Blutungen, Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen im Gewebe und Magen-Darm-Beschwerden auf. Die meisten Frauen haben vor allem vor der Gewichtszunahme Angst. Diese beruht aber lediglich auf einer Wassereinlagerung im Gewebe durch die Hormonersatztablette. Das Wasser schützt vor dem Austrocknen und beugt so der Faltenbildung der Haut und verschiedenen Infektionen der Schleimhäute vor.

So können sie Osteoporose vorbeugen
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Osteoporose vorbeugen!

Mit Beginn der Wechseljahre sinkt der Östrogenspiegel der Frau. Östrogen verlangsamt den Abbau der Knochen, und so geht der natürliche Schutz davor mit dem Sinken des Östrogenspiegels langsam aber sicher verloren. Die Knochendichte nimmt nach und nach ab. Die Folge ist eine geringere Belastbarkeit und höhere Brüchigkeit der Knochen.

Der Östrogenmangel in vollem Umfang tritt aber erst nach der Menopause, also nach Abschluss der letzten Monatsblutung, ein. Danach also ist das Risiko von Osteoporose deutlich erhöht.

Bei manchen Frauen ist ein rapider Abbau der Knochendichte festgestellt worden. Dieser verlangsamt sich dann aber nach ein paar Jahren wieder und normalisiert sich.

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Leinsamentherapie: Lignane gegen Wechseljahresbeschwerden und zur Vorbeugung gegen Brustkrebs

Mit täglich nur einem Esslöffel Leinsamen-Schrot oder Leinmehl können Sie sowohl Wechseljahresbeschwerden als auch sogar dem Risiko von Brustkrebs entgegenwirken!

Leinsamen enthalten die sogenannten Lignane. Lignane gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Das sind bioaktive Substanzen, die nicht direkt der Ernährung dienen, sondern eine pharmazeutische Wirkung haben. Sie sind unter anderem in der Kornhülle der Leinsamen zu finden und werden traditionell sowohl im europäischen Raum als auch in Asien für medizinische Zwecke eingesetzt.

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Östrogen-Mangel

Der Östrogenspiegel der Frau nimmt während der Wechseljahre ab. Dies macht sich deutlich an der Haut bemerkbar. Sie wird dünner und faltiger. Über der Oberlippe bilden sich senkrechte Fältchen.

Die Haut im Ganzen wird trockener und auch empfindlicher. Die Elastizität nimmt deutlich sichtbar und spürbar ab. Die Kollagenfasern in der Haut bilden sich zurück.

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