Games
PC-Spiele Vollversionen in Magazinen 02/2009 (Januar)
Auch im neuen Jahr gibt es hier wie gewohnt die Zusammenstellung aller Spielevollversionen in den einschlägigen, deutschen Spielemagazinen. Um keine Namensüberscheidungen zum letzten Jahr zu haben, hat die Heftnummer den Weg in den Titel gefunden. Diese unterscheidet sich von der Monatsnummer, weil die Magazine im Wettbewerb miteinander immer früher erschienen sind und irgendwann 13 Hefte in einem Jahr erschienen sind, es aber nie zu einer 13/200x-Ausgabe kam. Neuerdings werde ich auch keine Gratisspiele oder Online-Spiel-Clients mehr aufführen, da sich diese ständig wiederholen und sowieso meist kein Kaufgrund sind.
Die Januarausgaben tragen alle die Nummer 02/2009. Zur einfacheren Orientierung am Kiosk eures Vertrauens sind aber bei allen Magazinen zusätzlich noch die Titelstories mit aufgeführt. Gratisspiele und Clients von kostenlosen Onlinespielen sind nicht mit aufgeführt.
GameStar (XL Ausgabe mit 2 DVDs; Titelthema: Die Sims 3):
- Anno 1503 – Der zweite (und leider schlechteste) Teil der bekannten Aufbau-Strategie Serie aus Deutschland. Lieber den wieder grandiosen Nachfolger Anno 1701 besorgen und viele Stunden damit verbringen.
- Blitzkrieg Anthology – Enthält das Hauptprogramm und drei Addons; das Superpaket für alle Hardcore-Taktiker, die sich nicht an pottenhässlicher Grafik und schwerer Zugänglichkeit stören. Alle anderen: Finger weg!
PC Games (DVD Ausgabe; Titelthema: Das Schwarze Auge – Demonicon):
- Deus Ex 2 – Der Nachfolger des absoluten Kultspiels und Überraschungshits von Gamedesigner Warren Spector. Kam leider nicht an den Vorgänger heran, ist aber dennoch ein sehr kurzweiliges Actionspiel mit Rollenspielelementen gewesen.
PC Action (DVD Ausgabe; Titelthema: Grand Theft Auto IV):
- Thief: Deadly Shaows – Der dritte Teil der Schleichspiele, dessen erste beiden Spiele in Deutschland “Dark Project” hießen. Fans dieser Sorte von Spielen haben mit dem Titel sicherlich einige Stunden Spaß.
- Spellforce 2: Dragon Storm – Addon zum in der Computer Bild Spiele enthaltenen Spiel Spellforce 2. Wer das Hauptspiel mag, der bekommt hier noch etwas mehr Futter.
Computer Bild Spiele (Ausgabe mit 2 DVDs; Titelthema: Die besten Spiele 2009 ):
- Spellforce 2: Shadow Wars – Fortsetzung des erfolgreichen Strategie-Rollenspiel Mixes aus Deutschland. Hat durchaus gute Kritiken bekommen, ist allerdings wohl eher an Profis gerichtet.
- Wildlife Park 2 – Wer schon immer mal Zoodirektor spielen wollte und sich in der Planung von Gehegen etc. zu Hause fühlt, kann getrost mal einen Blick auf dieses Spiel werfen. Einen echten Zoobesuch finde ich persönlich aber schöner.
- Clever! – Das Spiel, das Wissen schafft – Crazy-Machines Abklatsch von der gleichnamigen Sendung auf Sat 1. Ist leider nicht ganz so gelungen, da die Physik recht eigenwillig ist.
Game Checkpoint: Professor Layton & das geheimnisvolle Dorf (DS)
Das bekannteste Denkspiel für den Nintendo DS ist sicherlich Dr. Kawashimas Gehirnjogging. Durch die einfachen, jederman bekannten Denkaufgaben fühlte sich eine Menge Leute jeden Alters angesprochen und so begann der große Siegeszug der Serie. Doch nutzt sich das Prinzip der Gehirnjogging-Spiele schnell ab, denn die Aufgaben wiederholen sich zu sehr und sonderlich spannend präsentiert sind die Aufgaben auch nicht. Doch es tut sich etwas und Dr. Kawashima bekommt Konkurrenz durch eine Zeichentrickfigur: Professor Layton führt das Rätsel- und Knobelkonzept auf dem DS zu neuen Höhen und verpackt es in eine wundervolle Geschichte, die an zauberhafte Anime-Klassiker erinnert.
Der für seine besonderen Rätselfähigkeiten berühmte Professor Layton und sein Assistent Luke werden in das idyllische Dörfchen Saint-Mystère gerufen, um für die dort ansässige Baronin einen goldenen Apfel zu finden. Dieser goldene Apfel wird im Testament ihres Mannes erwähnt und wer ihn findet, soll die zahlreichen Reichtümer des Barons erben. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft wird den beiden schnell bewusst, dass in dem Dorf weit mehr komisch ist. So ragt ein riesiger Turm über alle Häuser, vor dem alle Bewohner warnen und auch ein plötzlicher Mord behindert die Unteruschung des Duos. Scheinbar sind sie nicht die einzigen, die auf der Suche nach dem goldenen Apfel des Barons sind.
Im Prinzip ist “Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf” vergleichbar mit einem Rätselbuch. In Gesprächen mit den Dorfbewohnern oder an verschlossenen Türen ist immer wieder Denkarbeit in Form eines Rätsels gefragt. Die Art der Rätsel kennt so ziemlich jeder – von Umlegen von Streichhölzern über eine Minigeschichte, bei der man herausfinden muss, welche Person lügt, bis hin zu Schiebepuzzles ist fast jeder Rätselklassiker in verschiedenen Variationen enthalten. Oft muss man ein wenig um die Ecke denken und nicht die offensichtliche Lösung wählen. Alle Aufgaben lassen sich aber im Kopf lösen, man braucht keinen Taschenrechner oder ähnliches Hilfsmaterial. Insgesamt gibt es über 130 Rätsel zu lösen. Und falls doch einmal eines zu schwierig sein sollte, kann man sogenannte Hinweismünzen einsetzen, die man in den schön gestalteten Umgebungen finden kann, um Hinweise freizuschalten.
Apropos schön gestaltet: Die Zeichentrick-Grafik lässt das Spiel zwar so aussehen, als wäre es eher nur für Kinder, das ist aber überhaupt nicht der Fall. Die Stil der Zeichnungen, sowie die kurzen Filmsequenzen und die Vertonung sind sehr atmosphärisch und absolut zeitlos. Man kann gar nicht richtig sagen, in welcher Zeit das Spiel spielt – Gebäude und Kleidung sehen sehr nach viktorianischem Zeitalter aus, Professor Layton fährt aber auch ein Auto. Das macht die Spielwelt noch einmal interessanter und zauberhafter. Zauberhaft ist sowieso das Wort, das das ganze Spiel wohl am besten beschreiben könnte. Auch die verrückten Figuren tragen ihren Teil zur tollen Atmosphäre bei. Kein Wunder, dass man beim Spielen die Zeit vergisst und beim Beenden überrascht feststellt, dass es draußen schon wieder dunkel geworden ist.
Auch die Bedienung ist mehr als vorbildlich ausgefallen. Mit dem Stylus lässt sich alles ganz einfach bewegen oder steuern. Leerlauf durch lange, unnötige Laufwege gibt es nicht, man weiß stets, wo man als nächstes hingehen muss. Lobenswert ist auch, dass man mit Hilfe der Nintendo Wi-Fi-Verbindung weitere Rätsel kostenlos herunterladen kann, wenn man das Spiel durchgespielt hat. So kann man über die ca. 10 Stunden Spielzeit hinaus Spaß mit dem Spiel haben. Gefühlt ist das Spiel aber etwas zu kurz geraten, nachdem man das (übrigens hervorragende) Ende gesehen hat, wird man schon etwas wehmütig. Gut zu wissen, dass es einen Nachfolger geben wird.
Nach all dem (gerechtfertigten) Lob sind aber auch ein paar kleine kritische Worte angebracht: Für eine Höchstwertung fehlt noch etwas mehr Abwechslung bei den Rätseln, viele Aufgaben ähneln sich zu sehr und steigen nur etwas im Schwierigkeitsgrad. Und auch manche Musikstücke zerren nach einiger Zeit etwas an den Nerven – aber während der Rätsel kann man den Sound ja auch ausschalten.
Fazit: Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf ist ein absoluter Pflichtkauf für alle Rätselfreunde. Jung und Alt werden kommen mit diesem Spiel gleichermaßen auf ihre Kosten und erleben einige Stunden bester Unterhaltung. Ein ungemein fesselndes Spiel, dass es spielend schafft, spaßige und kultige Rätsel in eine interessante und charmante Story einzubetten und diese auch noch ausgezeichnet zu präsentieren. Mit Sicherheit eines der besten Spiele für den Nintendo DS.
Wertung: 9/10
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Game Checkpoint: Portal (PC)
Mit “Half Life” und “Half Life 2″ haben die Spieleentwickler von Valve zwei Meilensteine der Videospielgeschichte hervorgebracht, die nicht nur wegweisend für das Genre der Actionspiele waren, sondern auch voller Innovationen (prominentestes Beispiel: Die Gravity Gun) waren und vor allem sehr viel Spaß machten. Aber hier geht jetzt es um ein anderes Spiel von Valve, das nicht minder innovativ und spaßig ist. Und man könnte es auch wegweisend für ein Genre nennen, wenn es denn so wirklich in ein Genre passen würde, denn es ist eine Mischung aus Jump’n'Run, Action- und Denkspiel. Und am Ende wartet ein Kuchen als Belohnung (oder doch nicht?). Die Rede ist von dem Spiel “Portal”.
So wirklich viel lässt sich zur Story des Spiels gar nicht sagen: Man übernimmt die Rolle über eine junge Frau namens Chell, die als Testperson in einem Labor der “Aperture Laboratories” aufwacht und eine Art Hindernisparcours durchlaufen muss, um den Ausgang zu erreichen. Es wird kein Wort darüber verloren, wie und warum man sich dort befindet, lediglich die Computerstimme der künstlichen Intelligenz GLaDOS spricht zu einem und gibt Tipps und Anweisungen, führt aber manchmal auch absichtlich in die Irre. Als Hilfsmittel zur Flucht dient einem eine Portalkanone, mit der man zwei Portale an Wände und Böden schießen kann, die miteinander verbunden sind und durch die man etwa Abgründe überwinden und zu erhöhten Positionen gelangen kann.
Die “Testkammern” genannten Levels werden dabei zunehmend schwieriger und erfordern nicht nur Geschicklichkeit, sondern auch eine gehörige Portion Logik und Weitsicht. Manchmal müssen Würfel auf Schaltern platziert werden oder Leuchtkugeln in dafür vorgesehene Behältnisse manövriert werden, um weiterzukommen. Obwohl der Schwierigkeitsgrad steigt, bekommt man die meisten Rätsel doch relativ schnell raus, sodass kein Frust aufkommt. Die Hauptmotivation zum Weiterspielen ist jedoch GLaDOS, die mit ihren teilweise irren Aussagen immer wieder für Schmunzler sorgt.
Eigentlich stimmt alles an diesem Spiel: Die Grafik ist zwar nicht mehr die neuste und alles sieht recht ähnlich aus, aber das gehört eben zum Setting dazu. Der Sound stimmt auch, die Musik wechselt von minimalistisch hin und wieder zu bedrohlich intensiv und nie zuvor hat man so niedliche Strahlenkanonen gehört, die einem, nachdem man sie umgeworfen hat, noch sagen, dass sie einem nicht böse sind. Auch die Atmosphäre stimmt und ist sehr dynamisch, zu Beginn kommt einem noch alles ganz witzig und lustig vor und je weiter man kommt, desto beklemmender wird einem zumute, zumal man abseits der Testkammern auf an Wände geschmierte Nachrichten voriger Testpersonen stößt. Auch die Bedienung ist denkbar einfach.
Einen Kritikpunkt kann man Portal aber dann doch noch vorwerfen: Die viel zu kurze Spielzeit. Schon nach 3-4 Stunden sind normal schnelle Spieler beim Abspann. Allerdings wird die kurze Spielzeit mit einem verhältnismäßig niedrigen Preis gerechtfertigt. Wie für Spiele von Valve schon länger üblich, ist zum Spielen jedoch ein Steam-Account erforderlich. Wem das nichts ausmacht und wer gerne einmal ein wenig sein Hirn beim Spielen anstrengt, der wird mit Portal garantiert seinen Spaß haben.
Wertung: 9/10
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Trailer (englisch)
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Satte Ferien-Rabatte im Steam Spielestore
Ein sehr schönes nachträgliches Weihnachtsgeschenk kann man sich momentan im Spielestore von Steam machen. Denn bis zum 2. Januar sind dort alle Spiele im Preis reduziert. Die Rabatte gehen von 10 bis zu 75 Prozent. Sogar topaktuelle Spiele wie die Zombiehatz “Left 4 Dead” und der Evolutionsbaukasten “Spore” sind um 25 Prozent reduziert. Wer also noch auf der Suche nach einem schönen Spiel für die Ferien ist, der sollte jetzt zuschlagen. Ein paar besonders gute Angebote habe ich für euch ausfindig gemacht:
Bioshock – Ein großartig inszenierter Shooter mit einer tollen Atmosphäre, die Ihresgleichen sucht (Review) – 4,99€ statt 19,99€- Team Fortress 2 – Ein lustiger Team-Shooter in Comicgrafik – 9,99€ statt 19,99€
- Portal – Die vielgelobte Actionknobelei mit der Portalkanone – 3,74€ statt 14,99€
Zu beachten ist nur, dass die Spiele mit dem eigenen Steam-Account fest verbunden werden und sich sich nicht wieder verkaufen lassen. Aber das kann man bei so einem Preisnachlass wohl in Kauf nehmen. Demnach ist natürlich auch ein Account sowie die (selbstverständlich kostenlose) Steam-Software notwendig.
PC-Spiele Vollversionen in Magazinen | Dezemberausgaben
Da haben wir ihn, den letzten Monat des Jahres und mit ihm auch die Dezemberausgaben der einschlägigen Videospiel-Magazine. Und aus diesem Grunde kann man auch auf einige hochkarätige Vollversionen hoffen, denn nicht selten pressen die Zeitschriften zu Weihnachten noch einmal ganz besondere Vollversionen auf ihre Silberlinge. Ob das in diesem Jahr genauso ist, wollen wir doch gleich mal sehen.
Die Dezemberausgaben tragen alle die Nummer 01/2009. Zur einfacheren Orientierung am Kiosk eures Vertrauens sind aber bei allen Magazinen zusätzlich noch die Titelstories mit aufgeführt. Auf Gratisspiele wird wie gewohnt von mir hingwiesen. Demos und Shareware finden nicht den Weg in die Liste.
GameStar (XL Ausgabe mit 2 DVDs; Titelthema: GTA IV):
- Faces of War – Umfangreiches, forderndes Strategiespiel im Weltkriegsszenario. Aufgrund von zu viel Mikromanagement eher für Profis geeignet.
- Morrowind (Game of the Year Edition) -Ein wahres Rollenspiel-Schwergewicht mit einer tollen, frei erforschbaren Fantasywelt. In der “Game of the Year”-Edition sind beide Addons enthalten. Kann man zig Stunden mit verbringen.
PC Games (DVD Ausgabe; Titelthema: Call of Duty 5):
- Die Gilde 2 – Wirtschaftssimulation/Strategiespiel mit einigen Schwächen in der Bedienung und im Detail. Für ein kurzes Spielchen zwischendurch kann man aber durchaus mal ins virtuelle Mittelalter reisen.
PC Action (DVD Ausgabe; Titelthema: Call of Duty 5):
- Conflict: Global Storm – Netter Taktik-Shooter ohne wirkliche Besonderheiten. Für Fans solcher Spiele sicherlich einen Blick wert.
- Die Gilde 2: Seeräuber der Hanse – Erweiterung zu “Die Gilde 2″ aus der PC Games. Erweitert das Hauptspiel um eine Story. Wer also das Hauptprogramm mag, kann sich das Addon ruhig anschauen.
- Theseus – Unterdurchschnittliches Actionspiel. Braucht man nicht, gibt Besseres!
Computer Bild Spiele (Ausgabe mit 2 DVDs; Titelthema: – ):
- Age of Mythology – Gelungenes Echtzeit-Strategiespiel ala Age of Empires im unverbrauchten Mythologieszenario. Hat auch eine gute Kampagne, macht Spaß!
- Ski Racing 2006 – Ganz brauchbare Ski-Simulation, die sich Freunde dieser Sportart nicht nur aus Mangel an guten Alternativen mal anschauen können.
- Diamantenfee -Denk-/Knobelspiel, bei dem man Feen aus Blöcken befreien muss. Naja…
- Happy Pingu -Geschicklichkeitsspiel, bei dem man als Pinguin von Eisscholle zu Eisscholle springen muss, um Fisch für seine Freundin zu fangen. Gähn…
- Ocean Diver – Knobelspiel, bei dem man gegen die Zeit Meerestiere nach ihrer Art ordnen muss. Schnarch…
- Fiesta Online – Im August in der CBS, im September in der Gamestar, nun wieder in der CBS. Was soll das? Hauptsache Datenträger voll, oder wie soll man das verstehen? Schließlich gibts das Online-Rollenspiel gratis zum Download.
- Level R – War auch schon mal in der Augustausgabe der CBS enthalten. Sehr einfallsreich! Das Online-Rennspiel kann man ebenfalls gratis herunterladen.
Gamezone: Mirror’s Edge 2D beta
Mal wieder ein kleiner Tipp für ein Spielchen zwischendurch: Mirror’s Edge 2D. Das von Fans programmierte Flash-Spielchen ist parallel zu dem gerade auf den Konsolen erschienenen Action-Jump’n'Run von Electronic Arts in einer Betaversion online gegangen und enthält ein Level, in dem man die Heldin Faith durch gewagte Sprünge und Kletteraktionen an Häuserwänden zum Ende des Levels führen muss. Nebenbei gilt es, kleine Punkte einzusammeln. Electronic Arts unterstützt das Projekt ganz offiziell. Als kleines Spielehäppchen für zwischendurch eignet es sich ganz gut. Hier geht es zum Spiel.
Die 3D-Vorlage zum Spiel ist bereits für Xbox 360 und Playstation 3 erhältlich und wird im Januar auch auf dem PC erscheinen. Weitere Infos zum Spiel auf der offiziellen Webseite von Mirror’s Edge.
Verschmelzung von Musik und Gaming | Lisa Miskovsky – Still Alive
Trotz des hohen wirtschaftlichen Potentials werden Computerspiele noch immer als eher zweitrangiges Unterhaltungsmedium behandelt oder gar im Zuge der Killerspiel- und Suchtdebatte als gefährlich eingestuft. Filme und Musik hingegen sind allgemein akzeptierte Unterhaltungsmedien und haben daher auch einen dementsprechend höheren Wirkungskreis.
Sowohl Musik als auch Filme bedienen sich schon länger bei Computer- und Videospielen und nutzen diese zu Marketingzwecken, etwa indem Spiele zu Filmen entwickelt werden oder bestimmte Songs in Spielesoundtracks auftauchen. Den anderen Weg kennt man bisher hauptsächlich nur von Filmen, doch sind Verfilmungen von Videospielen noch ein recht junges Genre und immer noch nicht wirklich ausgereift, richtig große Erfolge sind solchen Filmen bisher eher verwehrt geblieben.
Electronic Arts bestreitet nun mit seinem Spiel Mirror’s Edge denselben Weg auch mit der Musik. Natürlich gibt es Spielesoundtracks schon seit geraumer Zeit, aber extra für ein Computerspiel ein Song geschrieben und produziert wird, das ist schon sehr ungewöhnlich. Doch hat EA die Songschreiber Rami Yacoub und Arnthor Birgisson, die unter anderem mit Songs für Pink, Britney Spears oder Kelis schon an der Spitze der Charts waren engagiert und den Song von der schwedischebn Pop/Rock-Sängerin Lisa Miskovsky performen lassen. Die Single wird sogar in den Handel kommen und diverse Remixe enthalten, etwa von Paul van Dyk und Benni Benassi, die für ihre Remixe bekannt sind.
Steve Schnur, Worldwide Executiv of Music and Marketing von EA sagte folgendes:
“Zu einem bahnbrechenden Videospiel gehört auch ein ebenso atemberaubender Titelsong. Mit diesem Track haben wir innovative Wege in der Präsentation neuer Musik beschritten. Wir haben einige der Top-Remixer der Welt zusammengebracht und mit ihnen ein Album erstellt, das Genre-Grenzen überschreitet.” [via xboxdynasty.de]
Sogar ein Video zum Song wurde gedreht, das sich optisch sehr stark an der Spielvorlage orientiert. Je nach Erfolg des Songs und des Spiels dürfte dieser Schritt wegweisend für Marketingstrategien zukünftiger Spiele sein. Und je mehr sich Computerspiele in den Mainstream-Unterhaltungsmedien ausbreiten, umso größer wird die Akzeptanz werden. Man darf gespannt sein, in welche Richtung sich das entwickeln wird.
Zum Schluss noch den Song und das Video in voller Länge:


