Archiv für Kino, Film & TV

Filmriss: Penetration Angst – Fick mich und du bist tot

Penetration AngstBananen, Gurken und Zucchini waren gestern, jetzt werden ganze Männer verschlungen.

Helen wird im Auto von ihrem Freund im Auto bedrängt, mit ihm zu schlafen. Weil sie jedoch vehement ablehnt, vergewaltigt er sie. Doch direkt nach dem Missbrauch ist er plötzlich spurlos verschwunden, nur seine Kleidung ist noch da. Als sie daraufhin einen Gynäkologen aufsucht, untersucht dieser sie nicht, sondern betäubt und vergewaltigt sie abermals. Auch bei ihm bleibt nur die Kleidung übrig. Helen erkennt, dass ihre Vagina Männer verspeist, wenn diese zum Höhepunkt kommen. Weil ihre Vagina in regelmäßigen Abständen mit lauten »Feed Me!« rufen auf ihren Hunger aufmerksam macht, reist sie nach London und prostituiert sich, wo sie ihre Freier verschlingt. Dennis, Helens langjähriger Verehrer, reist ebenfalls nach London, um sich auf die Suche nach ihr zu machen, lernt dort jedoch die siamesischen Zwillinge Sonja und Silvia kennen und verliebt sich in eine von ihnen.

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Filmriss: Sleep Tight

Sleep TightDer spanische Thriller »Sleep Tight« handelt von einem deprimierten Portier, dessen einziges Glück im Unglück anderer besteht.

César ist Hauswart in einem Apartmentkomplex in Barcelona und ein unscheinbarer, aber freundlich wirkender Mann, der den Bewohnern die Tür aufhält und mit ihnen einen kurzen Plausch hält, wenn sie ihm begegnen. Dadurch bekommt er Vieles mit und weiß genau über die jeweiligen Angewohnheiten und Schwächen der Anwohner Bescheid. Seine besondere Aufmerksamkeit erregt die hübsche Clara, die ihm stets gut gelaunt und lächelnd begegnet, ja sogar ein wenig mit ihm flirtet. Das ist César, dessen einzige Freude im Leben darin besteht, anderen Menschen ihre Lebensfreude zu nehmen, natürlich ein Dorn im Auge und Claras Fröhlichkeit treibt ihn in den Wahnsinn. Er wird davon besessen, ihr diesen Frohsinn auszutreiben.

Dazu schleicht er sich Tag für Tag in Claras Wohnung und versteckt sich unter ihrem Bett. Wenn sie dann eingeschlafen ist, betäubt er sie mit Chloroform und sabotiert ihre Wohnung oder ihre Kosmetika, damit sie einen üblen Ausschlag bekommt. Doch Claras gute Laune und ihr Optimismus halten sich hartnäckiger als man denkt, sodass César zu immer drastischeren Maßnahmen greift…

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VERSUS: »Die Kickers« gegen »Die tollen Fußballstars«

Mal wieder was Neues auf der Gedankendeponie: In VERSUS werde ich in unregelmäßigen Abständen zwei Kontrahenten unterschiedlicher Bereiche (Musik, Film, Spiele, Essen usw.) gegeneinander antreten lassen. Ihr sollt dann in den Kommentaren für euren Favoriten abstimmen und ihn zum Sieg führen.

In der ersten Ausgabe geht es um zwei Anime-Serien aus den 80ern (in Deutschland in den 90ern ausgestrahlt), in denen es um Fußball geht: »Die Kickers« und »Die tollen Fußballstars«. Der eine oder andere von euch mag sich vielleicht noch erinnern:

Die Kickers

Die tollen Fußballstars

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Ein bärtiges Filmfest

Dass Bärte mehr sind als Gesichtsbehaarung, in der Schnodder oder Essensreste hängen bleiben, weiß jeder, der selbst einen Bart trägt. Bart zu tragen ist ein Lebensgefühl und modisch auch noch dazu. Das dachten sich anscheinend auch einige überzeugte Bartträger aus den Staaten, die in diesem Jahr das erste »Stache Film Fest« ausrichten. Es findet statt am 30. März in Portland, Maine.

Jeder ist dazu aufgerufen, bis zum 24. März einen bärtigen Kurzfilm einzusenden. Es gibt sogar ein paar kleine Preise zu gewinnen, die stehen aber mehr im Hintergrund, es geht schließlich um Ruhm und Ehre! Gastgeber der Show wird Dr. Lou Jacobs vom American Mustache Institute (AMI) sein. Die haben auch ein sehr interessantes Blog.

Meinem Bart würde ich ja auch einen Film widmen und wäre ich einen Hauch kreativer und hätte mehr Zeit, würde ich vielleicht sogar wirklich einen Kurzfilm einschicken. Aber so bin ich natürlich trotzdem gespannt auf die Einsendungen, die man hoffentlich alle irgendwo ansehen können wird.

Wobei ich ja zugeben muss, dass mir Vollbärte besser gefallen als reine Schnurrbärte. Aber immer noch besser als gar kein Bart. Denn wie heißt es so schön? Ein Mann ohne Bart ist einfach nicht richtig angezogen.

Trailer zu den 84. Academy Awards

Am 26. Februar 2012 steigt die 84. Oscarverleihung und um die Vorfreude darauf zu steigern, hat man einen kleinen Trailer erstellt, in dem sich Megan Fox und Josh Duhamel von William Fichtner beauftragt auf die Reise begeben, um den legendären Gastgeber der Show ausfindig zu machen. Dabei begegnen sie Vinnie Jones und Robin Williams. Gastgeber wird übrigens der großartige Billy Crystal sein, mittlerweile schon das neunte Mal. Hier nun aber der Trailer:

Werdet ihr die Oscarverleihung verfolgen und dafür extra wieder die Nacht über aufbleiben? Worauf freut ihr euch am meisten? Gespannt kann man auf jeden Fall auch wieder über die zumeist grottenschlechte deutsche Liveberichterstattung sein, die schon Grund genug Lästerstoff bietet. Die Nominierungen für den begehrten Filmpreis werden am 24. Januar bekannt gegeben.

Ich jedenfalls freue mich schon auf ein paar schöne Lästerstunden auf Twitter, bis mich die Müdigkeit überkommt, auch wenn ich kaum Filme des letzten Jahres gesehen habe.

Filmriss: Weeds (Season 03)

Dass ich absolut begeistert von der TV-Serie Weeds bin, sollte man an meinen Reviews zur ersten und zweiten Staffel deutlich gemerkt haben. Und so wundert es auch nicht, dass ich mich direkt an die dritte Staffel gesetzt habe und weiter meiner Sucht nachgegeben habe. Hier mein Bericht aus dem Rausch heraus:

Weeds - Season 03Nancy steht mit dem Rücken zur Wand. Sowohl die Armenier als auch der afroamerikanische Drogenkönig U-Turn (Page Kennedy) bedrohen sie und fordern von ihr ihren gesamten Vorrat ihrer Drogen. Doch unglücklicherweise muss sie feststellen, dass der Safe leer ist. Ihr Sohn Silas hat das Gras an sich genommen und versteckt es in seinem Auto. Als Nancy ihn anruft, erscheint Celia mit der Polizei bei ihm, da er die Videokameras und Schilder der Stadt geklaut hat. Während Silas auf der Wache festsitzt, fährt Celia das Auto nach Hause, entdeckt die Drogen und vernichtet sie. Im Stadtrat von Agrestic wird währenddessen ein Vertrag mit der neu entstehenden, streng christlichen Gemeinde Majestic diskutiert, der beinhaltet, dass die Abwasserentsorgung durch Agrestic geleitet werden soll. Von Majestic werden diese Verhandlungen durch den schmierigen, von sich selbst überzeugten Sullivan Groff (Matthew Modine, „Transporter – The Mission“) geführt, der sich die Zustimmung der Ratsmitglieder mit allem Mitteln erkaufen will. Shane, der in Majestic die Sommerschule besucht, sieht sich mit den christlich-fundamentalistischen Ansichten seiner Mitschüler dort konfrontiert.

Die dritte Staffel von Weeds führt weitere Aspekte des Drogengeschäfts ein, die bisher noch nicht so sehr zum Tragen gekommen sind. Nancy bekommt es mit verschiedenen Gangs und Gruppierungen zu tun, begibt sich teilweise in deren Abhängigkeit und lernt einiges über die dunklen Seiten des Drogengeschäfts. Ganz nebenbei lernt man als Zuschauer etwas über Gangkriminalität in den USA, wenn auch in überzeichneter Art und Weise.

In dieser Staffel nimmt sich Weeds aber auch wieder ein paar andere Themen vor, wie etwa die schon angesprochenen christlichen Fundamentalisten. Dass christliche Werte in Staaten teilweise übermäßig Geltung haben und die Trennung von Staat und Kirche keinesfalls strikt durchgezogen wird, wird auf diverse Art und Weise auf die Schippe genommen. Wie gewohnt mit reichlich schwarzem Humor und intelligentem Witz der Finger in die Wunde gelegt und so manche Scheinheiligkeit aufgezeigt. Famos auch Seitenhiebe, die mehr nebenbei in wenigen Folgen verteilt werden – zum Beispiel an die Pornoindustrie oder das Militär. Geschickt werden Klischees untergebracht und Übertreibungen losgelassen, ohne jedoch den Aussagewert zu schmälern.

Hervorgehoben sei aber auch noch einmal die herausragende Charakterzeichnung. Es sind keine Stereotypen, die sich hier begegnen, sondern Menschen, die sich größtenteils nachvollziehbar verhalten, Fehler machen und sich weiterentwickeln. Exemplarisch sei hier Nancy genannt, die sich zu Beginn bemüht, ihre Kinder aus ihrem Geschäft völlig herauszuhalten und relativ naiv an das Drogengeschäft herangeht, mit der Zeit aber merkt, das ihr alles über den Kopf wächst und selbst die Hilfe ihrer Familie benötigt, für die eigentlich sie eine Hilfe sein wollte. Um wieder die Kontrolle zu erlangen und Schaden für ihre Kinder abzuwenden, wendet sie immer trickreichere und skrupellosere Methoden an, die sie anfangs strikt abgelehnt hätte. Solche Entwicklungen lassen sich auch bei den anderen Charakteren feststellen, was auch dem hervorragend aufgelegten Cast zu verdanken ist.

Fazit: Auch die dritte Staffel ist große Fernsehunterhaltung und ich kann nach wie vor jedem ans Herz legen, der Serie eine Chance zu geben. Sie ist ganz anders, als man sie sich zunächst vorstellt und sie auch beworben wurde. Bleibt auch zu hoffen, dass sich in Deutschland auch ein Sender findet, der die folgenden Staffeln synchronisiert und herausbringt, damit hierzulande auch diejenigen, die nicht so sehr dem Englischen mächtig sind, in den Genuss dieser wirklich ausnehmend guten Serie kommen.

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Filmriss: Weeds (Season 01)
Filmriss: Weeds (Season 02)
Weeds in der IMDb

Filmriss: Weeds (Season 02)

Vor gut einer Woche habe ich an dieser Stelle noch meine Meinung zur ersten Staffel von Weeds niedergeschrieben, nun ist schon die zweite Staffel an der Reihe. Das ist eigentlich schon Qualitätsmerkmal genug und ich könnte aufhören mit diesem Artikel, aber es lässt sich so viel über diese Serie sagen, dass ich mich dann doch etwas länger fassen möchte.

Weeds - Season 02Die zweite Staffel setzt dort ein, wo die erste aufgehört hat. Nancy findet heraus, dass ihr Liebhaber Peter bei der Drogenfahndung arbeitet. Daraufhin versucht sie, den Kontakt zu ihm abzubrechen. In der Zwischenzeit baut sie mit Conrad und weiteren ein eigenes Geschäft und eine Pflanzenzucht auf. Allerdings sitzt in ihrem Viertel auch das armenische Drogenkartell und macht ihr das Leben schwer. Nancys Familie hat derweil mit ganz anderen Problemen zu kämpfen: Die Beziehung zwischen ihrem Sohn Silas und Megan droht auseinander zu gehen, als Megan ein Stipendium für die Universität in Princeton bekommt und Silas lässt nichts unversucht, um Megan irgendwie an sich zu binden. Andy versucht dem Militärdienst aus dem Weg zu gehen und meldet sich deshalb bei einem Rabbinerseminar an und beginnt eine Beziehung mit seiner dominanten Lehrerin. Nachdem Celia den Krebs besiegt hat und an einer Kreuzung einen Unfall hat, ihr Antrag auf eine Ampel dort vom Stadtrat Doug aber abgelehnt wird, kandidiert sie selbst für das Amt mit dem Ziel, Agrestic zu einem sicheren, sauberen und drogenfreien Ort zu machen.

Die zweite Staffel von Weeds übertrifft die schon grandiose erste Staffel in fast allen Belangen, alles wird noch eine Spur größer und erbarmungsloser. Mit der Größe von Nancys Drogengeschäft steigt auch die Gefahr, in die sie sich begibt und sie muss mehrfach einsehen, dass sie sich mit ihrer Tätigkeit viele Feinde macht und auf Hilfe angewiesen ist, gerade als Anfängerin, die die großen Zusammenhänge des Drogengeschäftes gar nicht begreifen kann. Sie ist damit ein Paradebeispiel, dass zu viel Ehrgeiz auch schaden kann und man stets einen Schritt nach dem anderen gehen muss, wenn man wirklich erfolgreich sein möchte.

In den Nebenhandlungen der zweiten Staffel spielt vor allem die Politik eine wichtige Rolle. Die Ränkespiele zwischen Celia und Doug im relativ unbedeutenden Kreis einer beschaulichen Vorstadt sind durchaus als Analogie auf und Kritik an die Politik auf größerer Ebene zu verstehen. Wenn Doug erklärt, dass in der Politik hinter jeglichem Handeln zunächst irgendein Eigeninteresse steht, dann ist das eine traurige Wahrheit, aber eben tatsächlich die Realität.

Schonungslos wird in der Serie die Kamera dort raufgehalten, wo sie woanders eher ausblendet: Abgebissene Zehen, riesige Umschnalldildos und viel Sex sind nur einige Dinge, die dem Zuschauer präsentiert werden. Überhaupt spielt die Serie sehr mit Provokation und ist alles andere als politically correct und nicht selten rabenschwarz in ihrem Humor. Das sollte einem schon gefallen, wenn man sich Weeds anschauen möchte.

Die Serie ist auch in ihrer gesamten Inszenierung von der ersten zur zweiten Staffel ein ganzes Stück gereift und bekommt eine noch fesselndere Dramaturgie mit fiesen Cliffhangern hin, vor allem am Ende der Staffel möchte man direkt mit der nächsten beginnen. Auch werden Drama- und Comedy-Elemente noch geschickter miteinander verwoben und eine Seite kann auch mal in den Hintergrund treten, wenn es angebracht ist.

Fazit: Schon von der ersten Staffel war ich sehr angetan, mit der zweiten hat mich Weeds vollends überzeugt und in mir die Sucht nach mehr geweckt. Hier greifen wirklich alle Rädchen ineinander und es macht einfach richtig viel Spaß, das Treiben in Agrestic zu verfolgen. Ganz große Serienunterhaltung!

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Filmriss: Weeds (Season 01)
Weeds in der IMDb