Musik

52 Songs: Thema 2

52 SongsNach einer überwältigenden Resonanz, die sich in der ersten Projektwoche ergeben hat, freue ich mich, euch heute das Thema der zweiten Woche ankündigen zu dürfen. Vorher möchte ich aber noch kurz alle Teilnehmer darum bitten, darauf zu achten, dass auch alle Beiträge bei mir ankommen und zwar auf dem jeweiligen Themenankündigungsbeitrag. Viele Trackbacks und Kommentare sind auf der Projektseite oder anderswo gelandet. Ihr erspart mir damit Arbeit und ich übersehe niemanden so leicht. Ich werde aber auch die nächsten Wochen noch alles manuell absuchen.

Und postet pro Thema doch bitte nur einen Song. Ihr dürft gern weitere nennen, die in eure Überlegungen eingeflossen sind, aber es geht ja auch darum, sich für etwas zu entscheiden und eine Art Mixtape zu haben. Und da natürlich von jedem nur einen Song. Nun aber zum zweiten Thema, welches lautet:

Regen

Dieses Thema wurde von JuliaL49 vorgeschlagen und ist natürlich ein Klassiker. Manche Musik wirkt bei Regen einfach ganz anders als bei Sonnenschein. Welchen Song hört ihr besonders gern, wenn es draußen regnet? Welchen Song verbindet ihr ganz allgemein mit Regen? Oder habt ihr einen Lieblingssong, der Regen gar als Thema hat?

Ich freue mich wieder sehr auf eure Beiträge und Songs, die ich schon im Laufe der Woche immer auf der Projektseite aktualisieren werde, also schaut doch immer wieder mal rein. Neue Teilnehmer sind natürlich noch immer herzlich eingeladen mitzumachen!

Übrigens: Fans meines Blogs auf Facebook bekommen als kleines Dankeschön das Thema der Woche schon immer am Sonntag präsentiert.

CD-Check: Solar Fake – Frontiers

Solar Fake (Promo Picture)

Das Warten hat bald ein Ende! Nach seinem Debut-Album Broken Grid 2008 erscheint am 22. Juli 2o11 das neue Album von Sven Friedrichs Solo-Projekt Solar Fake. Der Frontmann von Zeraphine und Dreadful Shadows schickt sich an, mit seiner neuen Scheibe mit dem Namen Frontiers die Tanzflächen zu erobern und dem geneigten Hörer erneut einen ganz besonderen Hörgenuss zu bescheren.

Sehr elektropoppig beginnt das Album mit Under The Skies, das gleich Sven Friedrichs größte Stärke in den Vordergrund bringt: Seine tiefe Stimme. In Verbindung mit Melodie und Rhythmus des Songs lädt sie direkt zum Träumen ein. Why did I raise the fire kommt eher langsam in Schwung und ist auch etwas düsterer in der Stimmung. Etwas mehr Tempo kommt erstmals mit No Apologies auf, das auch sehr variantenreiche elektronische Sound aufweist und zum Bewegen animiert. More Than This hat fast schon Trance-Charakter und würde auf der Love Parade sicher kaum auffallen, Friedrichs Experimentierfreude tut gut und sorgt für viel Abwechslung, die zu gefallen weiß, wenn man nicht mit Genre-Scheuklappen durch die Gegend läuft. Der härteste und düsterste Song des Albums ist sicher Parasites, der mit starker Stimmverzerrung arbeitet und dadurch leider etwas abfällt. Im Anschluss folgt eine Coverversion des Talk Talk Klassikers Such A Shame, die behutsam modernisiert wurde und durch Sven Friedrichs Stimme und einige Feine Elektroriffs sogar noch etwas gewinnt.

Die zweite Hälfte beginnt mit einem absoluten Highlight: Where Are You fügt dem klaren elektronischen Rhythmus ein paar sanfte Pianoklänge hinzu, dazu kommt die wunderbar klare und warme Stimme von Sven Friedrich und schon ist ein Song erschaffen, den man so schnell nicht mehr aus dem Ohr bekommt. Im Vergleich dazu ist The Rising Doubt wieder etwas sperriger und auch wenn der Song nicht schlecht ist, fehlt es ihm etwas an Eingängigkeit. Pain Goes By ist ein relativ einfach aufgebauter Elektrotrack, geht dadurch aber auch recht schnell ins Ohr und ist Ideal für die Tanzfläche. Das völlige Gegenteil davon ist Until I’m Back, was den Song aber nicht minder interessant macht. Man merkt, das hier bis ins letzte Detail gefeilt wurde und die düstere Stimmung des Songs kommt gut rüber. Der letzte Song, The Line Of Sight, holt noch einmal das Piano hervor und erschafft eine traumhaft schöne, melancholische Stimmung, bis der Song aus sich herausbricht und schließlich in leisen Tönen das Album beendet.

Insgesamt enthält Frontiers 11 Tracks mit einer Gesamtspielzeit von fast 50 Minuten. Da das Album ohne Totalausfall ist, kann man es bequem auch in einem Stück durchhören.

Solar Fake - Frontiers

Solar Fake – Frontiers (Album)
Facts:
Tracks: 11
Gesamtspieldauer: 49:42
Releasedatum: 22.07.2011
Genre: Electro
Homepage: www.solarfake.de
Anspieltipps: More Than This, Where Are You, The Line Of Sight
Frontiers bei Amazon kaufen / als MP3 laden

Fazit

Daumen hochEs ist immer schön, neues Material von Sven Friedrich zu hören, nicht nur wegen seiner herausragenden Stimme. Der Mann hat es musikalisch einfach drauf, was er auch mit Frontiers wieder einmal beweist. Zwar reicht das Album nicht ganz an den Vorgänger Broken Grid heran, hat aber doch das Potential, sich langfristig in der Playlist zu etablieren, vor allem Songs wie Where Are You oder auch More Than This dürften absolute Dauerbrenner werden. Wer auf anspruchsvolle elektronische Musik steht, wird mit diesem Album auf keinen Fall etwas falsch machen.

52 Songs – Guten Morgen

52 SongsIhr seid alle schon fleißig am Posten eurer Songs, die ihr mit dem Thema “Guten Morgen” verbindet und dann will ich natürlich auch dabei sein und euch meinen ausgewählten Song für das Projekt 52 Songs vorstellen. Bin übrigens schwer begeistert von der bisherigen Resonanz und euren Beiträgen, auch wenn man fast denken könnte, das Projekt wäre eine virale Marketingkampagne für Nana Mouskouri. ;)

Mein Guten-Morgen-Song wechselt eigentlich recht häufig. Mir fällt es generell nicht sonderlich schwer, morgens aus dem Bett zu kommen und ich mache eigentlich aus jedem Morgen einen guten Morgen. Aber Musik ist natürlich etwas, das mich am Morgen immer begleitet. Und weil ich am liebsten etwas habe, das mich noch mehr in Schwung bringt und meine Laune unterstreicht, habe ich mich mal für dieses feine Stück Musik entschieden, das momentan meinen Morgen bestimmt:

Guten Morgen: Cake – Short Skirt / Long Jacket

Der Song heißt Short Skirt / Long Jacket und ist von der Band Cake. Und warum nun dieser Song? Dafür gibt es mehrere Gründe: Momentan schaue ich die Serie Chuck und dies hier ist der Titelsong, den ich dann morgens oft auch direkt wieder im Ohr habe. Dann finde ich einfach, dass der Song unglaublich gute Laune macht und mit seinem Rhythmus ist er genau richtig für einen guten Morgen. Und zumindest mit der Textzeile “I want a girl who gets up early” passt es auch inhaltlich noch gerade so zum Thema. :)

06.07.2011 in Musik 6 Kommentare

52 Songs: Thema 1

52 SongsHurra! Es geht los mit meinem musikalischen Projekt “52 Songs”, in dem jede Woche zu einem neuen Thema ein Song ausgesucht werden soll. Es sind laut Anmeldung deutlich mehr Teilnehmer geworden als ich erwartet hätte. Aber mal sehen, wie sich das entwickelt, am Anfang gibt es da sicher noch einige Bewegung und ein Einstieg ist natürlich jederzeit möglich. Zahlreiche Einsendungen mit Vorschlägen sind bei mir eingegangen, aber ich nehme noch immer gern welche an, also schön her damit. Als 1. Thema des Projekts hat die Auslosung folgendes ergeben:

Guten Morgen!

Nun liegt es an euch, etwas aus dieser Vorgabe zu machen. Hier ein paar Denkanstöße: Mit welchem Song startet ihr besonders gut in den Tag? Habt ihr ein Lied, bei dem euch das Aufstehen deutlich leichter fällt und bei dem ihr direkt in Bewegung kommt? Erinnert ihr euch an einen ganz besonders guten Morgen und lief dabei vielleicht Musik?

Das sind natürlich nur Vorschläge. Ich bin sehr gespannt auf eure Beiträge und Songs zu diesem ersten Thema. Denkt bitte an Pingbacks oder Kommentare mit den Links zu euren Beiträgen in diesem Beitrag hier, damit ich sie sammeln und auf der Projektseite veröffentlichen kann. :)

Musik aus… Singapur – Muzik daripada Singapura (Teil 2)

SingapurWir befinden uns auf der musikalischen Reise durch die Welt noch immer in Singapur und entdecken die Musik aus dem kleinen Staat ganz tief in Südostasien.

Nachdem ich euch letztes Mal mit Quick Quick Danger und Electrico eine poppige Seite von Singapur gezeigt habe, geht es heute weiter mit zwei weiteren Songs, wobei ich euch vorwarnen muss: Es bleibt im Grunde recht poppig.

Olivia Ong

Olivia Ong ist eine junge Künstlerin, die vorwiegend auf Englisch und Japanisch singt und dabei auch einige Coversongs parat hat. Mit ihren tendenziell eher ruhigen Pop- und Bossa Nova-Nummern ist ihre Musik wunderbar geeignet, um einen anstrengenden Tag mal etwas ruhiger und gemütlicher ausklingen zu lassen, wie der Song You and Me. Ist jetzt eigentlich gar nicht die Art von Musik, die ich normalerweise höre, aber es geht ja auch nicht um meinen Geschmack hier. :)

迷路兵 (Mi Lu Bing)

Vor der Abreise aus Singapur noch ein Titel der Rockband 迷路兵, damit wir auch etwas in anderer Sprache aus Singapur haben. Die drei Jungs sind Gewinner eines Bandcontests in Singapur und seitdem sehr erfolgreich im Musikgeschäft. Ein offizielles Musikvideo habe ich nicht gefunden, aber es geht ja auch um die Musik. Hier gibt es den Song .

Eure Meinungen?

Was sagt ihr denn zur Musik aus Singapur? Gefällt sie euch oder ist sie eher so gar nicht euer Fall. Und wohin soll die Reise als nächstes gehen? Haut in die Tasten! :)

CD-Check: Shotgun Club – Love Under The Gun

Shotgun Club (Promo Picture)

Bisher konnte man nur über den Import oder als Download an die neue Scheibe von Shotgun Club mit dem Namen Love Under The Gun herankommen. Doch am 17.07.2011 erscheint das Album der Finnen auch hierzulande in einer Kaufversion. Grund genug, es sich einmal genauer anzuhören.

Schon bei den ersten Klängen des Albums merkt man, dass einen hier keine leichte Kost erwartet. Flight of Fear ist düster und bedrohlich, der Beat hämmert gegen die Nerven während leises Gitarrenschrammeln und eine wenig Vertrauen erweckende Stimme ihr übriges zur Atmosphäre beitragen. Diesen Pfad verlässt man mit Casino aber wieder etwas, zumindest musikalisch wird es etwas lebhafter, der Song klingt insgesamt ziemlich retro. Shotgun Club bleiben ihrem minimalistischen und repetitiven Stil dann auch im Folgenden Last Spring treu. Black Hills kommt dann zumindest im Vergleich erstmals etwas ausgefeilter daher und bleibt dadurch auch gleich besser im Ohr hängen. Anschließend möchte man denken, der Song beginnt noch mal, doch dann ist es doch schon Play Dead (Too Young to Die), in dem ein furchtbarer Halleffekt im Gesang den Song leider zerstört. Dasselbe lässt sich über Letters of Mark sagen.

Und schon befinden wir uns auf der zweiten Hälfte und es erscheint fast, als wäre der Sänger ausgetauscht worden, jedenfalls macht New Good Thing wieder einiges besser und ist erträglich hörbar. Fake Fake könnte man dann fast in die New Wave Ecke schieben und nun schließt sich der Gesang endgültig der repetitiven Musik an. Ganz anders dann wieder If You Do, das man im Vergleich mit den anderen Tracks als gelungenes Experiment bezeichnen kann, klingt es doch fast schon fröhlich. Das gibt sich aber gleich wieder und das Album klingt mit Near Destruction und Rooftop, die nichts Neues mehr bieten, durchschnittlich bzw. im letzten Fall extrem nervig aus.

Summa summarum macht das 11 Tracks mit einer Gesamtspieldauer von 43:25 Minuten, die dann aber auch wirklich ausreichen. Warum das Booklet keinen einzigen Songtext enthält, weiß wahrscheinlich nur die Band selbst.

Shotgun Club - Love Under The Gun

Shotgun Club – Love Under The Gun (Album)

Facts:
Tracks: 11
Gesamtspieldauer: 43:25
Releasedatum: 17.07.2011
Genre: Postpunk
Homepage: www.myspace.com/clubshotgun
Anspieltipps: Casino, Black Hills, If You Do
Love Under the Gun bei Amazon kaufen / als MP3 laden

Fazit

Daumen Mitte runterMan hat es sicher schon in der Kritik herausgelesen: Mit Shotgun Club kann man nur sehr schwer warm werden. Repetitiv, aber nicht eingängig, teilweise sogar auf die Nerven gehend muss man schon einen sehr speziellen Geschmack haben, um wirklich Freude an dem Album zu haben. Wer auf recht experimentelle Musik steht, kann mal reinhören, für wen zur Musik allerdings Melodien gehören, der ist mit Love Under The Gun aber definitiv an der falschen Adresse.

Musik aus… Singapur – Muzik daripada Singapura (Teil 1)

SingapurNachdem ein wenig Zeit ins Land gegangen ist, möchte ich heute ein neues Land virtuell bereisen und die dortige Musik entdecken. Und wie schon zuvor möchte ich euch mitnehmen, in der Hoffnung, dass ihr vielleicht die eine oder andere Neuentdeckung macht.

Heute geht es ins ferne Singapur, den kleinen Stadtstaat in Südostasien, der absolut auf der Höhe der Zeit ist, auch was Musik angeht. Es fiel mir richtig schwer, aus dem reichhaltigen Angebot auszuwählen, dass zwei Folgen für dieses kleine Land auf jeden Fall angemessen sind.

Quick Quick Danger

Quick Quick Danger sind eine vierköpfige Band, die sich musikalisch irgendwie im Pop einordnen lassen, aber auch Elemente aus Punk, Rock und Electro mit einfließen lassen. Ganz gut zu hören ist das im Song Still Not Over You, der mit Chiptunes beginnt und dann zu einer modernen Popnummer wird, von der ich mir vorstellen könnte, dass sie hierzulande ziemlich gut einschlagen würde, wenn sie gespielt würde. Wäre doch mal ein Versuch wert! Ich finde es eigentlich ganz sympathisch. Sagte ich schon Chiptune?

Electrico

Electrico haben sich im Jahr 1996 gegründet und sind auch heute noch aktiv und sehr erfolgreich unterwegs, nicht nur in ihrer Heimat. Ihre Musik ist eindeutig dem Indie zuzurechnen, wie man auch an der Single We Satellites sehr schnell merkt. Da ich nicht so der Indiefan bin, wird der Song zwar niemals auf Dauerschleife bei mir laufen, aber so zwischendurch sind Electrico wirklich vollkommen in Ordnung!

Eure Meinungen?

Was denkt ihr über die vorgestellten Künstler und Songs? Kennt ihr irgendwelche Künstler und Bans aus Singapur? Für mich ist das völliges Neuland, daher würde mich sehr interessieren, wie es euch dabei geht. Haut in die Tasten!