Archiv für Musik

Gedankendeponie Song Contest: Alle Beiträge + Zuschauerabstimmung


Der Gedankendeponie Song Contest 2011, kurz GSC 2011, wird ja in diesem Jahr von Julia ausgerichtet. Das macht sie sehr hervorragend, ich als Initiator musste kein einziges mal irgendwie eingreifen oder helfen. Dafür an dieser Stelle schon mal ein herzliches Dankeschön und ein großes Kompliment an Julia!

Nachdem die Vorstellungsphase der Länder inzwischen vorüber ist und die Abstimmungsphase begonnen hat, möchte ich euch noch dringend auf eine große Neuerung in diesem Jahr hinweisen. Denn erstmals in der noch jungen Geschichte des GSC haben auch alle, die nicht aktiv am Geschehen teilnehmen, die Möglichkeit, das Ergebnis zu beeinflussen und daher gibt es eine Umfrage, in der ihr euren Favoriten eure Stimme geben könnt.

Darum: Sofern ihr es noch nicht getan habt, klickt euch doch mal durch die zahlreichen hörenswerten Beiträge und stimmt ab. Und ich möchte euch ausdrücklich dazu auffordern, für eure Favoriten zu stimmen und nicht etwa für meinen Beitrag aus Dänemark (jedenfalls, wenn er euch nicht so gut gefällt). Denn obwohl ich natürlich gern gewinnen würde, ist das ja nicht der Sinn des Contests. Ihr könnt euch anhand der folgenden Liste schnell orientieren und die Umfrage habe ich auch einfach mal direkt hier eingebunden. Zeit habt ihr bis zum 13. Mai 23:59 Uhr.

Anmerkung: Startnummer 26 hat keinen Beitrag eingereicht

1. Estland 8. Slowakei 15. Belgien 22. Serbien
2. Portugal 9. Dänemark 16. Ukraine 23. Griechenland
3. Österreich 10. San Marino 17. Schweiz 24. Italien
4. Spanien 11. Ungarn 18. Niederlande 25. Georgien
5. Finnland 12. Rumänien 19. Schweden 27. United Kingdom
6. Polen 13. Irland 20. Frankreich 28. Israel
7. Türkei 14. Malta 21. Island 29. Norwegen


Projekt Hörsturz – Runde 44

Runde 44 beim Projekt Hörsturz, liebe Freunde. Hatte mir mal wieder eine kurze Auszeit gegönnt, bin aber nun wieder da. Nach wie vor geht es beim Projekt Hörsturz darum, Songs zu bewerten, die die Teilnehmer vorschlagen. Dass mein Geschmack dabei leider eher selten bedient wird, ist zwar schade, aber so kann ich wenigstens meinen Horizont erweitern oder meine Abneigung gegen Indie vertiefen. Und reingehauen!

Pflichtsongs

De Drangdüwels – Överfahrt (von Michael)

Plattdeutsch! Das weckt natürlich Heimatgefühle in mir und gibt nen fetten Sympathiebonus, aber so regelmäßig würde ich das nicht hören, auf Partys aber sicher der Bringer!

6/10 Punkten

Opeth – Burden (von Tenza)

Opeth sind ja wirklich nicht schlecht, nur manchmal gehen sie ja mit ihren überlangen Songs schon auf die Nerven. Der hier geht aber und ist voll in Ordnung! Ich weiß ja, was hier sonst immer so vorgeschlagen wird.

8/10 Punkten.

Q and not U – Soft Pyramids (von Kristin)

Irgendwie ist das dieser generische Teenie-Hach-Ich-Berühr-Dein-Herz-Wohlfühl-Indiepop-Doch-Wir-Tun-So-Als-Wär-Es-Was-Ganz-Anderes, den ich einfach nicht hören kann, sorry!

1/10 Punkten.

The Naked And Famous – All Of This (von Freddi)

Take on me? Ach nee, doch nicht. Schade, das wäre um Längen besser gewesen als dieser doch recht belanglose Indie-Track.

2/10 Punkten.

Middle Class Rut – New Low (von LemonHead)

Bitte Marc, rette mich! Ok, eine Rettung ist das nicht, aber auch nicht der Todesstoß. Bin irgendwie sehr unentschieden, einiges find ich gut, anderes nervt mich an dem Song.

5/10 Punkten.

Alestorm – Keelhauled (von Graval)

Pirate-Metal mag ich eigentlich ganz gern, auch Alestorm hat ein paar gute Sachen, aber Keelhauled ist mir ein bisschen too much.

5/10 Punkten.

Coheed And Cambria – A Favor House Atlantic (von Konna)

Für mich einer der besten CoCa-Songs und immer wieder gern gehört. Ihre ersten Alben waren auch noch wirklich klasse, mit den letzten Werken bin ich leider nicht mehr so wirklich warm geworden. Aber hier gibt es natürlich volle Punktzahl für Claudio und seine Mannen.

10/10 Punkten.

A Backward Glance On A Travel Road – Regular Barbary (von beetFreeQ)

Meistens könnte ich ja als Teilnahme im Projekt einfach Beetys Bewertungen nehmen und einfach umdrehen, dann käme meine Meinung ziemlich genau rüber. Aber das Ding hier finde ich irgendwie ganz okay.

5/10 Punkten.

And So I Watch You From Afar – Set Guitars To Kill (von Khitos)

Ein bisschen zu repetitiv und ich vermisse hier wirklich Gesang, der Song ist wie ein einziges Instrumenten-Solo, dem der Rest fehlt.

2/10 Punkten.

Sens Unik – Charlie (von maloney8032)

Ich bin mal so frei und zitiere Kristin: “War so lange interessant, bis der Durchschnittsrapper sich eingeschaltet hat.” – Gebe aber noch einen Punkt weniger.

3/10 Punkten.

Bonussongs

Blur – Hey Magpie (von Mars)

Das ist Blur? Hatte ich irgendwie anders (besser) in Erinnerung. 0/10 Punkten.

In Extremo – Zauberspruch No. VII (von cimddwc)

Warum werden hier eigentlich immer die mittelmäßigen Songs von In Ex vorgeschlagen? Man man man… 6/10 Punkten.

John Grant – Sigourney Weaver (Strongroom Session) (von JuliaL49)

Helft mir mal, woher kenne ich John Grant? Die Stimme kommt mir so bekannt vor. Ist okay! 6/10 Punkten.

Malcolm Shuttleworth – Imagine (von Sorkin)

Ist das dein Onkel oder dein Schwippschwager? Wenn nicht, verstehe ich diesen Vorschlag nicht. Und das Video wirkt auch wie aus einem schlechten Porno. 0/10 Punkten.

The Gaslight Anthem – The ’59 Sound (von Dr. Borstel)

Was soll dieser Hall-Effekt? Der macht den ganzen Song kaputt, der mir sonst echt gut gefallen hätte. So leider nicht. 4/10 Punkten.

The Rakes – The world was a mess but his hair was perfect (von Konzertheld)

Hat man auch schon irgendwie 1000x gehört. 3/10 Punkten.

Zusammenfassung

Insgesamt ergibt das einen Schnitt von 4,1, für die Pflichtsongs von 4,7, für die Bonussongs von 3,1. Nicht so wirklich gut. Die nächste Runde steht unter dem Motto “Guilty Pleasures”, d.h. Songs, die man mag, die einem aber auch etwas peinlich sind. Bin gespannt!

 

CD-Check: Gavin Friday – Catholic

CD-Check: Gavin Friday - Catholic

Gavin Friday (Promo Picture)

Kritik

Der Ire Gavin Friday ist ein Mann mit vielen Interessen. Nachdem er 1985 die Virgin Prunes verließ, widmete er sich zunächst der Malerei, bevor er zur Musik zurückkehrte. Sein letztes Album brachte er 2002 heraus, danach betätigte er sich auch als Schauspieler. Doch nun erscheint am 13. Mai sein neues Album, das den Titel Catholic tragen wird und über welches ich euch schon jetzt berichten möchte.

Able leitet das Album mit ruhigen Klängen und einer tiefen Stimme, die aber durchaus Wärme ausstrahlt, ein. Der Song ist sehr geradlinig und präsentiert sich in bester Songwriter-Manier. Mit einer sehr ruhigen, angenehmen und lockeren Stimmung kommt Land On The Moon daher – ideal zum Entspannen und Träumen, aber alles andere als belanglos. Unterstützt durch eine Frauenstimme schwingt sich der Song zu einer Nummer auf, die im Kopf bleibt. Das folgende A Song That Hurts ist faszinierend, ein Gänsehautsong, der Dank gezielt eingesetzter elektronischer Elemente unter die Haut geht. Gavin Friday beweist, dass er mit seiner Stimme unglaublich vielseitig ist. The Only One kommt wieder sehr verträumt daher und vermittelt eine friedliche Stimmung, in die man sich gern fallen lässt. Diese Stimmung kann Blame nicht ganz aufrecht erhalten, gäbe aber eine ziemlich perfekte Definition des Wortes Melancholie ab. Eine Grundmelancholie zieht sich durch das ganze Album, aber es schwingt auch immer Hoffnung und ein positives Gefühl mit, so auch in The Sun & The Moon & The Stars, dem nächsten Highlight des Albums.

Dass die Songtexte oft religiöse Züge aufweisen, ist sicherlich nicht jedermanns Sache, allerdings stört das meiner Meinung nach kaum. Man kann die Texte für sich auch anders nehmen und die Musik genießen, so auch It’s All Ahead Of You, das mit sanften Streichern begeistert und für mich eine Stimmung des Aufbruchs und der Hoffnung erzeugt. Von einer neuen Seite präsentiert sich Perfume, das ein bisschen schneller und sogar etwas rockig wird. Epilogue ist der erste Track, den man eher als Fülltrack bezeichnen kann, wobei das auch nur die halbe Wahrheit ist, leitet er auf sehr angenehme Weise über auf Where’d Ya Go? Gone, das mit recht minimalen instrumentalen Mitteln auskommt. Der Song ist nicht schlecht, fällt aber im Vergleich zu den zahlreichen großartigen Songs vorher ein wenig ab, wobei er sich zum Schluss hin noch einmal sehr steigert. Das Album schließt mit Lord I’m Coming verträumt und und versöhnlich mit Fridays Stimme im Zentrum. Zwar klar mit religiösem Anstrich, aber wie schon erwähnt nicht wirklich störend.

Elf Tracks und eine Gesamtspielzeit von 51:37 Minuten sind ein guter Wert, zumal man das Album wirklich gut am Stück hören kann, ohne einen Song überspringen zu müssen.

Fazit

Gavin Friday hat mich mit Catholic ziemlich beeindruckt und ein Album hingelegt, das in seiner Gesamtheit wirklich hervorragend ist und durch seine Intensität und Stimmung überzeugt. Es ist ein Album, das man nach einem harten Tag zur Entspannung hören oder von dem man sich in den Schlaf wiegen lassen kann. Einzeln würden die Tracks in einem Mixtape wohl eher untergehen, aber in der Zusammenstellung des Albums erwarten einen wirklich starke Songs, die einem, wenn man sich auf sie einlässt, etwas Besonders geben können. Ich habe mich jedenfalls direkt in einige der Songs verliebt und werde sicher öfter auf Gavin Friday zurückkommen.


Gavin Friday - CatholicGavin Friday – Catholic (Album)

Facts:

  • Tracks: 11
  • Gesamtspieldauer: 51:37
  • Releasedatum: 13.05.2011
  • Genre: Alternative
  • Homepage: www.gavinfriday.com
  • Anspieltipps: Land On The Moon, The Only One, It’s All Ahead Of You

Wertung: 8.5 von 10 Punkten

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Konzertbericht: Mono Inc. in Kiel

Nachdem mir das neue Album Viva Hades von Mono Inc. ausgesprochen gut gefallen hat (9/10 Punkte) und ich die Band schon im Vorprogramm von Subway To Sally gesehen habe und demnach wusste, dass sie live richtig gut sind, habe ich es mir nicht nehmen lassen, ihren Auftritt in der Kieler Pumpe zu besuchen.

Entgegen der Informationen auf dem Ticket und der Homepage der Pumpe war der Einlass eine halbe Stunde vorher und es waren schon einige Leute da, als wir ankamen. Hat aber kaum etwas gemacht, wir sind trotzdem recht schnell hineingekommen und konnten einen guten Platz an der Bühne ergattern, die einen Laufsteg in das Publikum hinein hatte. Etwa in der Mitte dieses Stegs auf der linken Seite haben wir uns positioniert.

Gegen 20:30 Uhr startete als Vorband Lord of the Lost, die sich sympathischerweise als Band aus “einem Vorort von Kiel: Hamburg” vorstellten und die Menge schon ganz gut in Schwung brachten, unter anderem mit einer Coverversion von Lady Gagas Bad Romance und natürlich ihren eigenen Hits wie Sex On Legs oder Undead Or Alive. Etwa eine Dreiviertelstunde heizten die Darkrocker dem Publikum ein.

Lord of the Lost Lord of the Lost Lord of the Lost

Trotz viel Spaß mit Lord of the Lost freuten sich natürlich alle, als nach kurzer Umbaupause und einleitenden Klängen Mono Inc. die Bühne enterten. Schon mit Admiration Hill war das Publikum gewonnen und feierte begeistert mit und die Band hatte sichtlich Spaß daran, vor ausverkaufter Hütte in Kiel zu spielen. Sänger Martin Engler legt scheinbar spielend eine ziemliche Bühnenpräsenz hin und agiert sehr viel mit dem Publikum, vor allem auch mit einzelnen Zuschauern oder Zuschauergruppen. So hat er sich ein paar Jungs, die sich oberkörperfrei vor der Bühne postierten und von ihm als “Flitzergruppe aus Büsum” bezeichnet wurden, herausgegriffen und mehrfach spontan mit einbezogen. Und auch, als er sich allein mit Akkustik-Gitarre von hinsetzte, von Fukushima, Libyen und persönlichen tragischen Erlebnissen erzählte und When all my Cards are played anstimmte, nahm man ihm die Emotionen, die er dabei zeigte, vollkommen ab. Ein sehr intimer Moment.

Mono Inc. Mono Inc. Mono Inc.

Im folgenden war dann aber wieder Party angesagt und neben einem Cover des Iggy Pop Songs The Passenger wurden natürlich noch alle großen Hits der Band gespielt, sowohl vom neuen als auch von älteren Alben. Auch die Jungs an Gitarre und Bass hatten merklich ihren Spaß am Auftritt. Diesen Eindruck habe ich jedenfalls gewonnen, wenn ich denn mal meinen Blick von der schlicht bezaubernden Schlagzeugerin und Backgroundsängerin Katha Mia wegrichten konnte.

Mono Inc. Mono Inc. Mono Inc.

Insgesamt bleibt nur zu sagen, dass es ein rundum gelungener Auftritt und Konzertabend war und ich jedem wirklich nur empfehlen kann, ein Konzert von Mono Inc. zu besuchen. Ich werde es auf der nächsten Tour jedenfalls gerne wieder machen.

Mono Inc.

Die hier im Beitrag verwendeten Bilder und noch weitere findet ihr in voller Auflösung in meinen zugehörigen Flickr-Alben, teilweise schon jetzt, der Rest folgt noch (Mono Inc. | Lord of the Lost).

Hier noch die komplette Setlist des Abends:

  1. Admiration Hill
  2. Forgiven
  3. My Sick Mind TV
  4. Mono Inc.A Love that never dies
  5. Comedown
  6. Gothic Queen
  7. Viva Hades
  8. Avalon
  9. When all my Cards are played (Acoustic)
  10. Voices of Doom (Acoustic 1st Verse + Chorus)
  11. The Passenger (Iggy Pop Cover)
  12. Sleeping My Day Away
  13. If I Fail
  14. This is the Day
  15. Temple of the Torn
  16. Revenge
  17. Voices of Doom
  18. Symphony of Pain
  19. In My Heart
  20. Get Some Sleep

CD-Check: :Wumpscut: – Schrekk & Grauss

:Wumpscut: (Promo Picture)

Wumpscut - Schrekk & Grauss

Tracks: 10
Gesamtspieldauer: 48:59
Releasedatum: 22.04.2011
Genre: Electro / Industrial
Homepage: www.betondisco.de
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Die Ewartungen an ein neues :Wumpscut: Album werden mit dem ersten Song »Rudolf Wolzek« direkt erfüllt: Elektrosound mit experimentellen Elementen und einem provokanten Thema, wahrscheinlich Rudolf Höß, Lagerleiter des KZ Auschwitz. Der titelgebende Track »Schrekk & Grauss« ist vom ersten Ton an sehr markant und ist eine sehr eingängige Nummer und nicht nur für Clubs geeignet. Sehr hohes Ohrwurmpotential vorhanden und das erste Highlight. »Muselmann« ist ein ganzes Stück ruhiger, übt aber eine sehr intensive Wirkung auf den Hörer aus, die in gewisser Stimmungslage sicher noch stärker ist.

Nach zwei starken Songs fällt »Elende Buben« doch ein ganzes Stück ab, da es durch zu viele Wiederholungen und Monotonie gekennzeichnet ist. Dem Track fehlt etwas Besonderes, das heraussticht. Dem Elektrosound fehlt eine klare Linie und der Rhythmus eignet sich weder zum tanzen, noch zum genussvollen Hören. »Patient A« ist eine musikalisch unterlegte psychische Untersuchung. Um wen es sich beim Patienten A handelt, wird erst am Ende verraten (auch wenn man es vorher schon ahnen kann). Jedenfalls handelt es sich um einen Track, den man entweder genial oder unnötig findet. Nach dem ersten Hören verliert er jedenfalls massiv, stört aber auch nicht.

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CD-Check: Centhron – Dominator

CD-Check: Centhron - Dominator

Centhron (Promo Picture)

Kritik

Centhron – Dominator …oder auch: Der TRIEB zu Tanzen!

Centhron geben sich die Ehre und laden zum Tanz – und jeder Kenner der Electro / Hardcore / Industrial Szene freut sich sicher schon – haben Centhron doch mit ihren letzten zwei Alben Gottwerk und Roter Stern richtig schönes, tanzbares Material abgeliefert, so dass Centhron den meisten Discobesuchern zumindest vom Hören bekannt sind. Seit 01. April 2011 ist nun mit Dominator das fünfte Werk von Centhron im Handel.

Mit Leitwolf beginnt ein elektronisches Feuerwerk, das mich beim ersten Hören direkt an Agonoize erinnerte. Die Klänge paaren sich hier mit harten, teils brachialen Lyrics, die sicherlich nicht für jedermann sind, aber auf der Tanzfläche für Stimmung sorgen werden. Für mich eine 7/10 wert. Kopfschuss liefert direkt im Anschluss einen etwas gemächlicheren Ton, der trotzdem zu jeder Nachtzeit die Elektrogoths auf die Tanzfläche locken sollte – für mich persönlich eine 7/10. Der dritte Song mit dem vielseitigen Titel 666 besitzt wiederum für mich zu große Ähnlichkeit mit anderen Elektro-Acts wie Agonoize (an die ich mich sehr häufig erinnert fühle), und obwohl er sicher tanzbar ist, hebt er sich zu wenig ab und zeigt zu wenig Individualität: 4/10 Sound – 8/10 Tanzbarkeit – 6/10 Gesamt. Gang Bang Dolly besitzt als erster Song des Albums englische statt deutscher Lyrics und ist durch ein wenig mehr Pepp höher in meiner Gunst – 7/10. 3:37 geht der Atomschlag von Centhron und auch dieser Song wird wohl leider im Elektroeinheitsbrei untergehen – es fehlen die Impulse, um sich vom Rest abzuheben und die klare Linie, um es zu Centhron-Sound zu machen, der eindeutig zuzuordnen wäre. Schade, 5/10. Und wenn du glaubst du hörst nicht recht, kommt ein Song, der zumindest ein wenig individuell ist – doch bin ich alles andere als zufrieden mit der Frauenstimme – zu lustlos präsentiert sie ihre ‘Lust’ im Song Cunt. 6/10. Mit den Stalinorgeln endlich mal wieder etwas, das vom Sound her einen Touch von Centhron hat und diesen Stempel auch verdient. 8/10.

So sterbe ich heißt der nächste Song – und ich hoffe, dass ich bei meinem Tod diesen Song NICHT hören muss. Er ist nicht schlecht, aber er verfällt wieder zurück zum Gefühl des ‘schonmal gehört’ – auch wenn er durchaus tanzbar ist. 7/10. Mit 5:37 Länge ist Kind des Wehrmuts der längste Song auf dem Album und beginnt ruhig – und bleibt es auch. Im Vergleich zum Rest des Albums wohl eher kein Tanzflächenfeger, aber hörbar und für die frühen Morgenstunden zum Ausklang des Abends sehr gut geeignet. 8/10. Dominator gibt dem Album seinen Namen und ist fetzig und mitreißend, trotzdem fehlt dem Track wieder die klare Linie, der rote Faden, der ihn abhebt und zu etwas Besonderem macht. 6/10. Höllenhunde gefällt mir dann sehr gut – der für mich beste Song des Albums kommt bei Position 11 von 13 – diesen Song sollte man sich merken, denn er ist endlich etwas, womit man dieses Album identifizieren kann – 9/10. Als hätten Sie meine Kritik der ersten Songs gelesen, als sie das Album gemacht haben – so viel besser ist auch Faust – brachial aber viel verständlichere Lyrics als zu Anfang, klarer Beat und ein Song der ins Ohr geht – leider ein wenig spät, trotzdem gut! – 9/10. Zum Abschluss bringt Slave noch mal einen richtig guten Tanzsong, der nicht so eingängig ist wie die zwei davor, die defintiv die Highlights des Albums sind, aber der durchaus gut ist – 7/10.

Mit einer Länge von knapp über 55 Minuten in 13 Songs ist das Album durchaus von der Quantität her ein gutes, leider bin ich von der Qualität der meisten Songs nicht begeistert.

Fazit

Tanzbar ist jeder einzelne der Songs – doch fehlt es mir an den indiviuellen Noten, die viele Songs aus der Masse heben würden. Insgesamt ein gutes, aber bei weitem verbesserungsfähiges Album. Der größte Teil des Albums ist wohl für die Clubs gedacht und ist kaum etwas fürs Hören Zuhause – doch ob die Leute dort dann wissen, dass dies Centhron sind, bleibt abzuwarten – zu klein sind die Unterschiede zu anderen, vielleicht bekannteren Szenegrößen wie Agonoize.

Gesamtnote: 6/10 Musik – 8/10 Tanzbarkeit


Centhron - DominatorCenthron – Dominator (Album)

Facts:

  • Tracks: 13
  • Gesamtspieldauer: 55:23
  • Releasedatum: 08.04.2011
  • Genre: Electro / Industrial
  • Homepage: www.myspace.com/centhron
  • Anspieltipps: Stalinorgeln, Höllenhunde, Faust

Wertung: 6 von 10 Punkten

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[stextbox id="grey"]UrsuÜber den Autor: Ursu ist ein Bayer im Norden – wenn man das sagen will – und genießt das Leben in vollen Zügen. Musikalisch ist er der schwarzen Szene treu und hört dort alles kreuz und quer – von Black Metal bis Noize. Gute Musik und seine Freunde sind das Wichtigste für ihn. In seinem Blog schreibt er auch schon mal (manchmal jugendfreie) Kurzgeschichten, über sein Leben und die Musik.[/stextbox]

Musik aus… Dänemark – Dansk musik (Teil 3)

DänemarkHeute gibt es den letzten Teil meines musikalischen Blicks nach Dänemark. Während ich euch in Teil 1 Trentemøller und Carpark North vorgestellt habe, gab es in Teil 2 Musik von Pretty Maids und Toy-Box auf die Ohren. Falls ihr das nicht mitbekommen habt, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, die Beiträge nachzuholen.

Im letzten Teil wird es laut, das verspreche ich euch, in der Hoffnung, dass euch das nicht abschreckt, denn dann würdet ihr zwei wirklich hörenswerte Bands verpassen, die ich euch jetzt mal näher vorstellen möchte.

Raunchy

Raunchy lassen sich nicht leicht einem genauen Genre zuordnen, diverse Metal-Spielarten beeinflussen ihre Musik und ergeben einen sehr druckvollen Sound. Die Band besteht schon seit 1992 und hat bisher sechs Alben herausgebracht. Ans Herz legen möchte ich euch den Song Watch Out, der einem ziemlich die Ohren wegfegt.

Volbeat

Volbeat haben den internationalen Durchbruch schon geschafft und sind bei Rock- und Metalfans überall beliebt und sind schon auf diversen internationalen Festivals aufgetreten. Ihr oft als “Elvis-Metal” bezeichnete Stil sind das Alleinstellungsmerkmal und Markenzeichen schlechthin und so verwundert es kaum, dass sie die erste dänische Metalband mit einer Platinauszeichnung sind. Ihre Musik wird sogar genreübergreifend gern gehört, zum Beispiel der Song Maybellene I hofteholder, den ich euch hier vorstellen will, falls ihr die Band noch nicht kennen solltet.

Eure Meinungen?

Jetzt ist wieder eure Meinung gefragt: Was haltet ihr von den vorgestellten Bands und Songs? Bald muss ich mich auch entscheiden, welche ich beim GSC 2011 ins Rennen schicken werde, daher hoffe ich auf ein bisschen Unterstützung von euch!