Musik
CD-Check: Staubkind – Zu weit
Kritik
Musikalisch hat sich bei Staubkind im Vergleich zum Vorgänger Traumfänger verhältnismäßig wenig getan. Einzig die Einflüsse aus dem Electro- und Gothic-Bereich sind ein wenig in den Hintergrund getreten, das Album wirkt insgesamt rockiger. Doch fehlt es nicht an Abwechslung, da es auch ein paar stillere Balladen gibt (“Wenn du schläfst”, “Als ich fortging”). Stimmlich ist Sänger Louis Manke auf dem selben hohen Niveau wie auf dem Vorgänger, sein Gesang passt perfekt zu der durch die Texte erzeugten Atmosphäre. Die Texte eignen sich auch wieder eher für melancholische Momente, da sie hauptsächlich sehr persönliche und schmerzliche Gefühle wie Liebeskummer beschreiben – häufig wird in den Texten ein “Du” angesprochen. Wenn man selbst in der richtigen Stimmung ist, sind die Texte sehr bewegend. Lediglich Abwechslung kann man ein bisschen vermissen.
Wie das Vorgängeralbum hat auch Zu weit eine erfreulich lange Spieldauer. Die 14 Tracks – von denen einer ein Intro ist und der letzte eine Akustikversion des Songs “Viel mehr” vom letzten Album – kommen insgesamt auf eine Spieldauer von 55 Minuten. Dafür wurde aber auch ein Manko des Vorgängers übernommen: Wieder einmal sind nicht alle Songtexte im Booklet enthalten. Völlig unverständlich dieser Schritt, da die Texte sehr gehaltvoll und gut sind. Dafür stimmt das Drumherum wieder, das rein schwarz-weiße Booklet gefällt durch seine Schlichtheit und ist sehr gut lesbar.
Fazit
Staubkinds zweites Album Zu Weit geht die im Debutalbum eingeschlagene Richtung konsequent weiter und dürfte die Erwartungen und Hoffnungen der Fans klar erfüllen. Es bietet aber wenig Neues, sondern mehr vom Bewährten. Das Ergebnis kann man durchaus als gelungen betrachten und eignet sich vor allem wieder für die ein oder andere einsame Stunde.

Staubkind – Zu Weit (Album)
Facts:
- Tracks: 14
- Gesamtspieldauer: 55:01
- Erscheinungsjahr: 2007
- Genre: Alternative Rock
- Homepage: www.staubkind.de
- Anspieltipps: Abschied, Zu weit, Wenn du schläfst
Einzelwertung:
Texte: 8 von 10
Musik/Produktion: 8 von 10
Cover/Booklet & Artwork: 6 von 10
Spieldauer: 10 von 10
Ohrwurmfaktor: 6 von 10
Gesamt: 8 von 10 Punkten
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CD-Check: Schelmish – Wir werden sehen
Kritik
Bei Wir werden sehen handelt es sich um ein Mittelalterrock-Album, jedoch haben einige Songs eindeutig mehr Folk-Einfluss und andere kann man eher als Pop bezeichnen. Insgesamt hört sich Schelmish auf ein und derselben CD sehr unterschiedlich an. Das kann man gut finden, ich persönlich vermisse ein wenig die Kontinuität und kann mit einigen Songs nicht so viel anfangen, während andere ganz genau meinen Geschmack treffen. Dieser Eindruck kann auch dadurch entstehen, dass die Gruppe mit 3 Sängern auftreten, sodass man sich oft von Song zu Song neu einstellen muss. Das ist meiner Meinung nach noch nicht optimal gelöst, gute Voraussetzungen sind aber da, wie einige Songs zeigen. Genauso wie die Musik schwankt auch die Qualität der Texte, von denen manche deutsch und manche englisch sind. Manche haben schöne Metaphern und sagen etwas aus, manche wirken aber etwas zu sehr auf ‘reim dich, oder ich fress dich’ ausgelegt. Da müssen Schelmish für das nächste Album noch einmal etwas Fleiß investieren.
Sehr fleißig waren die Jungs und das Mädel von Schelmish aber schon bei der Spieldauer und dem Booklet. 16 Songs werden uns in einer guten Stunde Spielzeit um die Ohren gehauen, von denen jedoch 2 Songs Intro bzw. Outro sind. Dennoch klasse und verdiente volle Punktzahl in der Umfangswertung. Und auch das Booklet verdient viel Lob: Schön griffig und recht dick liefert es alle Songtexte und Zusatzinfos gut lesbar und ist schön illustriert, da macht das Blättern darin noch viel mehr Spaß.
Fazit
Beim Durchhören von Wir werden sehen bekomt man manchmal das Gefühl, dass hier 3 verschiedene Bands spielen. Manche Stücke sind sehr rockig, dann kommen wieder sehr folkige Stücke und dann sind da noch Songs, die klare Pop-Einschläge haben. Wenn man alles mag, dann kann man ruhig zugreifen, ansonsten sollte man erst einmal Probe hören, eine Chance haben Schelmish jedenfalls verdient.
Schelmish – Wir werden sehen (Album)
Facts:
- Tracks: 16
- Gesamtspieldauer: 60:32
- Erscheinungsjahr: 2007
- Genre: Folk / Mittelalter-Rock
- Homepage: www.schelmish.de
- Anspieltipps: Gefangener der Zeit, Stern, Das Moor
Einzelwertung:
Texte: 6 von 10
Musik/Produktion: 6 von 10
Cover/Booklet & Artwork: 10 von 10
Spieldauer: 10 von 10
Ohrwurmfaktor: 5 von 10
Gesamt: 7 von 10 Punkten
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CD-Check: Saltatio Mortis – Aus der Asche (Ltd.)
Kritik
Die Folk-Rocker/-Punker/-Metaller von Saltatio Mortis haben sich im Vergleich zu ihrem letzten Album Des Königs Henker noch einmal deutlich gesteigert und weiterentwickelt. Während der Vorgänger sehr düster und hart war, rocken die Jungs in Aus der Asche einfach nur los. Dabei dürfen natürlich nicht die Folk-Elemente wie die Dudelsäcke zu kurz kommen. Insgesamt ist das Album vielseitiger geworden, es gibt ein paar langsamere Stücke, Gassenhauer und richtige Rockhymnen. Auch Frontmann Alea steigert sich nochmal und wirkt vielseitiger im Gesang. Das alles macht das Album ungemein abwechslungsreich, wodurch es nicht so schnell langweilig wird. Und auch die Texte sind ausfeilter als auf dem schon sehr guten Vorgänger – manche von ihnen erzählen richtige Geschichten (“Sieben Raben”, “Tod und Teufel”), manche haben aber auch tiefsinnigere Aussagen (“Wirf den ersten Stein”), werden auch mal politisch (“Worte”) oder sind sehr persönlich und gefühlvoll (“Irgendwo in meinem Geiste”) – die Vielseitigkeit schlägt sich also auch hier nieder, so findet man zu jeder Gelegenheit das passende Lied. Die Mischung ist auf jeden Fall ausgesprochen gut gelungen.
Aus der Aschegibt es einmal als normale CD und in einer limitierten Version im Digipack, welche als Bonus den Song “Falsche Freunde” enthält. Dieser Song ist eine Neuauflage des Klassikers vom Album Erwachen und kommt nun in einem rockigeren Gewand daher, was dem Song hörbar gut tut. Die restlichen 13 Tracks sind auf beiden Versionen gleich. Die normale Versin des Albums spielt knappe 50 Minuten, die limitierte geht 4 Minuten länger. Besonderes Lob verdient das wunderschöne Booklet, dass mit stimmungsvollen Bildern versehen ist und alle Texte (bis auf den Bonustrack) gut lesbar enthält. Aber nicht nur das, zu jedem Song gibt es noch einen kleinen Kommentar als Interpretationshilfe oder zur Entstehung. Eine sehr nette Dreingabe!
Fazit
Spätetestens mit Aus der Asche haben sich Saltatio Mortis in den Olymp der Mittelalter-Rock Bands gespielt. Hier kann jeder Song sowohl musikalisch als auch textlich voll überzeugen. Die Songs gehen sofort ins Ohr, sind tanzbar und haben tolle Aussagen oder Geschichten. Für mich persönlich das Album des Jahres 2007. Kaufen!
Saltatio Mortis – Aus der Asche [Ltd.] (Album)
Facts:
- Tracks: 13 (Ltd.: 14)
- Gesamtspieldauer: 49:44 (Ltd.: 53:59)
- Erscheinungsjahr: 2007
- Genre: Mittelalter-Rock/Metal/Punk
- Homepage: www.saltatio-mortis.com
- Anspieltipps: Wirf den ersten Stein, Falsche Freunde
Bewertung:
Texte: 9 von 10
Musik/Produktion: 9 von 10
Cover/Booklet & Artwork: 10 von 10
Spieldauer: 8 von 10 (Ltd. 10)
Ohrwurmfaktor: 9 von 10
Gesamt: 9 von 10 Punkten
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CD-Check: Eric Fish – Gegen den Strom
Kritik
Solo grenzt sich Eric Fish doch recht deutlich von der Musik, die er zusammen mit Subway To Sally macht, ab. Es kommt nur wenig bis gar keine Elektronik zum Einsatz, er und seine Musiker nehmen einfach die Gitarren in die Hand uns spielen, leichte Percussion dazu und schon hat man ehrliche, handgemachte Musik, der aber das gewisse Etwas fehlt. Das tragendste Element der Musik ist aber sowieso Erics unverwechselbare Stimme, die ganz klar im Vordergrund steht. Mit dieser trägt er seine größtenteils selbstgeschriebenen Texte vor, die anders als bei Subway To Sally ohne große Metaphern und Bilder auskommt und größtenteils sehr gefühlvoll und persönlich sind. Dadurch, dass die Texte sehr im Vordergrund stehen, eignet sich das Album aber weniger zum nebenbei Hören als zum einfach mal Abschalten und Träumen.
Gegen den Strom hat eine Spieldauer von 46 Minuten und ist somit bei 12 Tracks gehobener Durchschnitt. Das Album gibt es als Digipack zu kaufen und ist im Booklet mit schönen Bildern gestaltet. Toll auch, dass alle Songtexte enthalten sind und sehr gut lesbar mit ausreichend Platz versehen sind. Perfekt gelöst, an dieser Stelle bleiben keine Wünsche offen.
Fazit
Wenn man sich das Album von Eric Fish kauft, sollte man nicht erwarten, mehr Musik in Richtung von Subway To Sally zu bekommen. Die Musik ist insgesamt ruhiger und einfacher gestrickt. Dafür überzeugen aber die Texte und die Aufmachung umso mehr. Gegen den Strom lässt sich wunderbar allein hören, wenn man mal ein wenig abtauchen und träumen will.
Eric Fish – Gegen den Strom (Album)
Facts:
- Tracks: 12
- Gesamtspieldauer: 46:01
- Erscheinungsjahr: 2007
- Genre: Folk
- Homepage: www.ericfish.de
- Anspieltipps: Steh auf!, Reden, Lass uns teilen!
Einzelwertung:
Texte: 9 von 10
Musik/Produktion: 6 von 10
Cover/Booklet & Artwork: 10 von 10
Spieldauer: 7 von 10
Ohrwurmfaktor: 5 von 10
Gesamt: 7 von 10 Punkten
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CD-Check: Letzte Instanz – Das weisse Lied (Ltd.)
Kritik
Für ein Jubiläum denkt man sich immer etwas ganz besonderes aus, das ist auch in der Musik so. 10 Jahre nach ihrer Gründung bringt Letzte Instanz ein Jubiläumsalbum heraus, dass nicht aus einem simplen Best Of besteht, sondern ein Akustik-Album darstellt, auf dem neben 8 Klassikern im neuen Gewand auch noch 5 neue Songs vertreten sind. Die limitierte und numerierte Version im Digipack enthält eine Bonus CD mit Namen Weisse Worte, auf denen Sänger Holly 3 mit Musik unterlegte Kurzgeschichten erzählt. Sehr viele Experimente also auf diesem Jubiläumsalbum.
Wie bereits erwähnt handelt es sich bei Das weisse Lied um ein Akustikalbum. Die zuvor folkrockigen Songs werden in ein wirklich anderes akustisches Gewand gehüllt und außer beim Text und in der Melodie unterscheiden sich die Songs wirklich extrem vom Original, hören sich dabei jedoch keineswegs schlecht an, nur eben anders, was einen ganz neuen Hörgenuss bietet. Die Songs sind allesamt sehr tanzbar geworden und manche enthalten auch eine Spur Jazz. Das ist sicherlich Geschmacks- und Gewöhnungssache, weiß aber in den allermeisten Fällen durchaus zu gefallen. Zur musikalischen Unterstützung haben sich die Jungs von der letzten Instanz tatkräftige Unterstützung von drei Damen geholt: Frau Schmitt von Subway to Sally, Anna Kränzlein von Schandmaul und Leandra von Jesus on Extasy tragen ihre eigene ganz persönliche Note zu den Songs bei. Gesanglich stimmt alles wie eh und je, Holly schafft es mit seiner Stimme einmal mehr, unter die Haut zu gehen. Dies macht sich auch und vor allem auf der Bonus CD bemerkbar, die von ihm gelesenen Kurzgeschichten “Eros”, “Philia” und “Agape” schaffen es, den Hörer richtig zu fesseln. Die musikalische Untermalung verstärkt dies. Für diese Bonus CD lohnt der Kauf der limitierten Version auf jeden Fall.
53:30 Minuten spielt allein die reguläre CD, mit der Bonus CD und ihren 3 Stücken, die eigentlich zusammengehören, steigt die Gesamtspieldauer auf 1 Stunde 36 Minuten. Die “normale” CD beinhaltet 13 Tracks, daovn sind 5 komplett neu und von diesen 2 (“Eros”, “Mutter”) rein instrumental, während “Helden’”eine Coverversion des Bowie-Songs “Heroes” ist. Das limitierte Digipack ist sehr schön gestaltet und macht in jedem Regal richtig Eindruck. Auch das Booklet ist sehr edel gestaltet, enthält jedoch leider nur die Texte der neuen Songs “Das weisse Lied” und “Winter”, sowie Passagen aus den 3 gelesenen Stücken. Auch die Texte der anderen Songs wären hier noch einmal wünschenswert gewesen.
Fazit
Mit Das weisse Lied hat Letzte Instanz zu ihrem Bandjubiläum ein wirklich schönes Album produziert, dem man die Spielfreude und Hingabe der 7 Musiker vollkommen anhört. Zwar sind einige Songs sehr gewöhnungsbedürftig, machen aber, wenn man sich erst einmal reingehört hat, sehr viel Spaß. Der große Clou allerdings ist die Bonus CD ‘Weisse Worte’ die einen mit ihren wunderschönen Texten sofort in ihren Bann zieht. Also unbedingt die limitierte Version kaufen, wenn es geht!
Letzte Instanz – Das weisse Lied [Ltd.] (Album)
Facts:
- Tracks: 13
- Gesamtspieldauer: 53:30 (Ltd.: 1:36:00)
- Erscheinungsjahr: 2007
- Genre: Folk-Rock / Akustisch
- Homepage: www.letzte-instanz.de
- Anspieltipps: Ohne Dich, Das weisse Lied, Morgenrot
Einzelwertung:
Texte: 9 von 10
Musik/Produktion: 8 von 10
Cover/Booklet & Artwork: 8 von 10
Spieldauer: 10 von 10
Ohrwurmfaktor: 7 von 10
Gesamt: 8 von 10 Punkten
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Solar Fake | Solo-Electroprojekt von Sven Friedrich

Sven Friedrich (u.a. Sänger von Zeraphine und Dreadful Shadows) ist ein Garant für gute Musik und in den Bereichen Goth-Rock und Electronic eine wahre Größe. Nun hat der charismatische Sänger ein Soloprojekt namens ‘Solar Fake’ ins Leben gerufen, das mit ausschließlich elektronisch erzeugten Sounds und natürlich seiner außergewöhnlichen Stimme aufwarten wird. Das Debut-Album wird ‘Broken Grid’ heißen und soll am 1. Februar 2008 veröffentlicht werden.
Die Tracklist des Albums steht auch schon, 12 Songs werden enthalten sein, einer davon ist ein Cover des Radiohead-Klassikers Creep. Natürlich wird es auch Live-Auftritte geben. Bei bisherigen Vorstellungen in Clubs sind die Songs und die Musik jedoch sehr gut angekommen, wie man den Stimmen im offiziellen Forum entnehmen kann.
Alle weiteren Infos, Neuigkeiten, Wallpaper und mehr bekommt ihr natürlich auf der Solar Fake Homepage. Hörproben sind dort zwar noch nicht zu finden, werden aber in Kürze folgen. Wenn es soweit ist, erfahrt ihr hier natürlich sofort davon. Inzwischen kann man jedoch schon die Lyrics begutachten, die schon jetzt Lust auf die Songs machen, da sie doch erkennbar das von Sven Friedrich gewohnt hohe Niveau erreichen. Man kann sich also auf den Februar freuen!
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Bildnachweis: © SPV GmbH ; Foto: Martin Reiss-Zimmermann
CD-Check: Coheed and Cambria – Good Apollo I’m Burning Star IV | Volume One: From Fear Through The Eyes Of Madness
Kritik
Es ist nicht ungewöhnlich, wenn Musikalben ein einheitliches Konzept haben und die Songs aufeinander aufbauen. Coheed and Cambria, heute im CD-Check, haben sich jedoch etwas außergewöhnliches einfallen lassen. Alle ihre bisher erschienen Alben beziehen sich auf eine eigens geschaffene Sci-Fi-Geschichte:
“Sie erzählen in ihren Liedern die Geschichte des Ehepaars Coheed (Mann) und Cambria (Frau) Killgannon, welche in der Vergangenheit auf einem erdähnlichen Planeten leben und als Wächter des „Keywork“ fungieren, einer Verbindung von 78 Solarsystemen des Universums, das auch als “Heaven’s Fence” bezeichnet wird. Als das „Keywork“ auf einmal aufhört reibungslos zu funktionieren, wird Coheed losgeschickt, um es zu reparieren. Beim Versuch, es zu reparieren, wird Coheed von einer Libelle mit einem Virus namens Monstar infiziert, welches, sobald es durch Augenkontakt mit einer bestimmten Person (hier eben Cambria) aktiviert wird, zur Apokalypse führt.” ((Quelle: wikipedia.de))
Hier geht es aber nicht nur um die Bewertung dieser Geschichte, sondern auch um die Musik und vor allem umd das erste Volume des Albums “Good Apollo, I’m Burning Star IV”.
Musikalisch werden die Stücke in ein Hard Rock /Progressive Rock Gewand gehüllt, jedoch ist diese Einstufung zu eng gesehen, da auch einige andere Einflüsse in manchen Songs eine Rolle spielen. Wenn die Gitarren mal nicht aus den Boxen fetzen, dann kann auch schon mal eine so schöne und gefühlvolle Ballade wie Wake up dabei herauskommen. Gewöhnungsbedürftig ist zumindest am Anfang die Stimme von Mastermind und Frontmann Claudio Sanchez, den man, wenn man ihn zum ersten mal sieht, nicht mit einer solchen Stimme in Verbindung bringen würde. Hat man sich aber erst einmal reingehört, so merkt man, dass die Stimme sehr gut zur Musik passt und kann sie sich nicht mehr wegdenken. Die Texte lassen sich natürlich auf die Hintergrundgeschichte beziehen, was ohne deren Kenntnis gar nicht so einfach ist. Sie lassen sich aber auch interpretieren und übertragen, da schließlich jede Geschichte bestimmte Themen enthält.
1:11:26 – das ist die stolze Laufzeit des 15 Tracks starken Albums, von denen der erste ein instrumentales Intro ist. Genauso wie die Spieldauer können auch Artwork und Booklet überzeugen. Es sind alle Songtexte enthalten und klar lesbar und jede Doppelseite ist mit einer schönen Zeichnung versehen. Das macht ordentlich was her, sodass man immer mal wieder gerne reinguckt. Für die beiden Bereiche gibt es also volle Punktzahl.
Fazit
Auch wenn einen die Geschichte um Coheed und Cambria nicht interessiert, so kann man sich die Musik dennoch anhören, da sie sich nicht unbedingt immer eindeutig darauf bezieht. Wer progressiven Hard Rock mag und sich mit der etwas gewöhnungsbedürftigen Stimme des Sängers Claudio Sanchez anfreunden kann, wird mit diesem Album sicher nichts falsch machen.
Coheed & Cambria – Good Apollo I’m Burning… (Album)
Facts:
- Tracks: 15
- Gesamtspieldauer: 1:11:26
- Erscheinungsjahr: 2005
- Genre: Progressive Rock / Hard Rock
- Homepage: www.coheedandcambria.com
- Anspieltipps: Welcome Home, Wake Up, The Suffering
Einzelwertung:
Texte: 8 von 10
Musik/Produktion: 7 von 10
Cover/Booklet & Artwork: 10 von 10
Spieldauer: 10 von 10
Ohrwurmfaktor: 5 von 10
Gesamt: 8 von 10 Punkten
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