Musik

52 Songs – Science Fiction

52 Songs

Das 33. von 52 Themen lautete in dieser Woche Science Fiction.

Eigentlich war mir recht schnell klar, aus welchem Bereich mein Song kommen würde. Er sollte sich auf jeden Fall etwas futuristisch anhören und was liegt da näher, als sich einen Song aus dem Future-Pop Genre zu auszusuchen? Eben und genau das habe ich getan und mich da für einen meiner Favoriten entschieden, und zwar diesen hier:

Science Fiction: VNV Nation – Sentinel

Nicht nur mit den elektronischen Elementen und den Synths kommt »Sentinel« sehr futuristisch daher, auch der Text ist passend, handelt er doch von dem Wunsch nach einer besseren Zukunft. So ergibt sich ein meiner Meinung nach sehr passendes Gesamtbild für dieses doch recht anspruchsvolle Thema. Und falls ihr VNV Nation noch nicht kanntet, dann hört euch umgehend noch mehr an, nur so als Tipp.

16.02.2012 in Musik 2 Kommentare

52 Songs – Thema 33

52 Songs

Die dritte Schnapszahl bei den 52 Songs, d.h. Thema 33 mit einer neuen musikalischen Herausforderung für euch und mich.

Da ich schon einige Äußerungen über die Zukunft des Projekts nach Ende vernommen habe, dachte ich, frage ich schon mal vorsichtig in die Runde, ob Interesse, an einem 2. Jahr 52 Songs Interesse besteht? Einfach um mal ein Meinungsbild einzuholen. Aber das ist Zukunftsmusik, was aber auch zum kommenden Thema passt:

Science Fiction

Vorgeschlagen von Beam (wie passend!). Nun, welcher Song fällt euch zu diesem Thema ein? Vielleicht einer, der recht futuristisch klingt oder ein Science Fiction Thema hat? Möglicherweise ein Stück eines Soundtracks aus einem Science Fiction Film? Oder könnt ihr eine Sci-Fi-Szenerie kreieren und diese mit einem passenden Song unterlegen?

Extrem schwierig, finde ich. Umso gespannter bin ich auf eure Beiträge zu diesem Thema.

CD-Check: Nehl Aëlin – Le Monde Saha

Was kommt dabei raus, wenn eine talentierte, sprachkundige Sängerin mit Liebe zum Piano mit einem Regisseur zusammenarbeitet, der bekannt für seine Charakterzeichnung und inszenatorischen Fähigkeiten ist? Seit dem 10. Februar kann es jeder selbst herausfinden, denn an diesem Tag ist das neue Album von Nehl Aëlin mit dem Namen »Le Monde Saha« erschienen, für das der französische Regisseur Jean-Pieree Jeunet als Produzent fungierte.  Meine Antwort auf die Eingangsfrage lautet jedenfalls: Ein Meisterwerk!

Wenn man auf der Suche nach dem Instrument wäre, das am besten geeignet ist, dann würde die Antwort nach dem Hören von »Le Monde Saha« eindeutig ausfallen: Das Piano. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn es ist auch das Spiel und der Gesang von Nehl Aëlin, durch die diese faszinierende Stimmung entsteht, die die Künstlerin uns mit ihrer Fantasiewelt Saha bereitet. Sie scheint geradezu mit ihrem Instrument zu verschmelzen und diese offenbar sehr gefühlvolle Verbindung mündet in eine Hingabe, die man jedem einzelnen Ton anhört. Von melancholisch bis verträumt, von bitter bis süß, von traurig bis spielerisch – Nehl Aëlin deckt ein riesiges Spektrum an Empfindungen ab und nimmt den Hörer mit auf eine intensive klangliche Traumreise, ob in (zugegeben etwas eigenwillig ausgesprochener) englischer Sprache oder auf Französisch und Japanisch.

Und auch wenn das Piano das vordergründige Instrument ist, so sind es auch die vielen, teils experimentellen Kleinigkeiten, die den besonderen Reiz ausmachen und Nehl Aëlins Musik eine ziemliche Eigenständigkeit verleihen, ob es fernöstlich angehauchte Klänge sind (»La Voie Du Milieu«, »Syren’s Gate«), ein instrumentaler Track mit Streichern (»Au delá du Mont Minobu«) oder ein elektronischer Beat (»Overdrive«). Jeder Song hat seine ganz besonderen Eigenheiten und lädt gleichermaßen zum genauen Hinhören wie zum Schweifenlassen der Gedanken ein. Durch eine intelligente und abwechslungsreiche Songstruktur und Albumzusammensetzung erhält »Le Monde Saha« einen gewissen Soundtrackcharakter, der das Album zu einem besonderen Gesamtkunstwerk macht, das man vom Anfang bis zum Ende hören sollte und in dem kaum ein Track wirklich abfällt, was sicherlich auch an der Mitwirkung Jeunets liegt. Lediglich zwei schwächere Tracks (»Hojo Takeka« und »Yo Tiende Sona«) finden sich auf dem Album.

Die insgesamt 13 Tracks kommen auf eine sehr gute Laufzeit von 64:24 Minuten. Und es könnte sogar noch länger dauern, ohne langweilig zu werden.

Nehl Aëlin - Le Monde Saha

Nehl Aëlin – Le Monde Saha (Album)

Facts:
Tracks: 13
Gesamtspieldauer: 1:04:24
Releasedatum: 10.02.2012
Genre: Alternative
Homepage: www.nehlaelin.com
Anspieltipps: Overdrive, Syren’s Gate, Au Village Pingouin
Le Monde Saha bei Amazon kaufen / als MP3 laden

Fazit

Daumen hoch

Was die vielseitige und hochtalentierte Sängerin und Musikerin Nehl Aëlin mit »Le Monde Saha« abliefert, ist ein Traum. Wer sich auf dieses besondere Kleinod einlässt und vor kleineren Experimenten nicht zurückschreckt, erhält ein vom ersten bis zum letzten Ton künstlerisch wertvolles Album mit Songs von hervorragender Songstruktur und Vielseitigkeit, das dennoch wie aus einem Guss wirkt und einen gewissen Soundtrackcharakter hat. Klare Empfehlung!

52 Songs – Nacht

52 Songs

Mit dem 32. Thema der 52 Songs wird es Nacht. Ein äußerst spannendes und vielseitiges Thema.

Ich muss zugeben, dass es bestimmte Songs gibt, die für mich nur in der Nacht funktionieren, weil sie eine spezielle Stimmung mit sich bringen. Interessanterweise können diese Songs dann auch aus Genres stammen, die nicht so in meinem Fokus liegen. Dieser hier zum Beispiel:

Nacht: Craig Armstrong – Let’s Go Out Tonight

Zum ersten Mal habe ich den Song in einer Folge der Serie »Six Feet Under« (falls noch nicht gesehen: unbedingt nachholen!) gehört und irgendwie hat der Song eine sehr friedliche, ruhige Stimmung, die besser nicht passen könnte als zur Nacht. Zufälligerweise passen viele der Bilder im Video ziemlich gut mit der in meinem Kopf erzeugten Szenerie zusammen, die der Song verursacht. Der Track eignet sich auch schön zum Runterkommen nach einem anstrengenden Tag. Ich mag’s und höre ihn immer wieder mal gern.

09.02.2012 in Musik 0 Kommentare

CD-Check: Monica Richards – Naiades

Im Mai vergangenen Jahres veröffentlichte Monica Richards die EP »The Strange Familiar«, die als Vorbote für das neue Album »Naiades« dienen sollte. Leider ging nicht nur der Plan, das Album im Herbst zu veröffentlichen schief, die ganze EP wusste nicht zu überzeugen und fiel daher im CD-Check durch. Ob die zusätzliche Zeit seitdem in das Album gesteckt wurde und ob das etwas gebracht hat, erfährt die Welt am 10.02., wenn »Naiades« erscheint.

Drei der insgesamt 12 Tracks sind schon von der EP bekannt, »Armistice«, »The Mighty« und »The Strange Familiar«, von denen einzig »Armistice« qualitativ herausragte und als kleiner Tipp gelten konnte. Nach dem atmosphärischen Intro »Naiades« legt Monica Richards unerwartet flott und brachial los, ansprechende Gitarrenarbeit ziert den Track »Pride«, dem man fast progressiven Einfluss zuschreiben kann. Ähnliches trifft auf das instrumentale »Tail of Two« zu. Die Songstrukturen sind hier zwar recht einfach, aber insgesamt liegt hier die Stärke von Monica Richards, schade, dass sie nicht mehr genutzt wird.

Die andere Seite sind die eher atmosphärischen, mystischen Tracks, die zum Teil oriental beeinflusst und komplexer aufgebaut sind. Hier werden manchmal auch Chöre eingesetzt und es wird im Kopf das Bild von epischen Schlachten in antiker Kulisse erzeugt, zum Beispiel in »EndBegin«, in dem das noch ganz gut klappt. In anderen ruhigeren Songs hingegen plätschert alles zu sehr vor sich hin und mischen sich Wave-Elemente ein, die nicht so recht ins Bild passen. Auch die ausgiebig eingesetzten Echo- und Hall-Effekte wirken sich störend auf das Gesamtbild aus und mindern die Qualität des Gesangs deutlich.

Insgesamt bekommt man mit Naiades 12 Tracks, die auf eine Laufzeit von fast 56 Minuten kommen, was zwar sehr ordentlich ist, aber angesichts der Tatsache, dass bis auf eine Ausnahme die besten Songs auch die kürzesten sind, wirkt dieses Plus nicht sonderlich schwer.

Monica Richards - Naiades

Monica Richards – Naiades (Album)

Facts:
Tracks: 12
Gesamtspieldauer: 55:45
Releasedatum: 10.02.2012
Genre: Gothic
Homepage: www.monicarichards.com
Anspieltipps: Pride, EndBegin, Tail of Two
Naiades bei Amazon kaufen

Fazit

Daumen mittel

Die Erwartungen waren nach der EP »The Strange Familiar« auf einem Tiefpunkt, was das neue Album von Monica Richards angeht. Möglicherweise ist auch das ein Grund, warum »Naiades« ein ganzes Stück besser abschneidet, aber man kann den Unterschied auch hören. Es wurden zusätzliche Elemente eingebaut und die leicht progressiv angehauchten Songs zeigen, dass die Fähigkeiten durchaus da sind. Hier und da gibt es einen Lichtblick, der das Album knapp auf eine mittlere Bewertung hievt.

52 Songs – Thema 32

52 Songs

Jetzt sind wir  schon beim 32. Thema der 52 Songs angekommen und schon viele schöne thematische Mixtapes haben wir zusammengestellt.

Mit jedem weiteren Thema rückt dann auch die Mitte des Jahres wieder näher und das bedeutet auch, dass draußen die Tage wieder länger werden. Für das folgende Thema ist das nachteilig, darum ist es vielleicht ganz gut, dass es jetzt ausgelost wurde, denn es lautet…

Nacht

Welcher Song ist eurer Meinung nach besonders gut für die Nacht geeignet? Eher etwas Leises, Ruhiges, weil das Leben draußen in der Nacht auch zu ruhen scheint, oder eher etwas Bedrohliches, Finsteres, für das die Nacht ebenso steht? Es liegt an euch, dieses Thema in eurer eigenen Weise zu interpretieren.

Ob in dieser Woche wohl viele Beiträge nachts geschrieben werden? Ich könnte es mir gut vorstellen. ;)

Musikvideo der Woche: dEUS – Ghost

dEUS - GhostDas aktuelle Album »Keep You Close« von der belgischen Indierock-Band dEUS ist schon eine Weile draußen, aber seit Neuestem gibt es nun auch ein neues Musikvideo. Dafür wurde der Song »Ghost« ausgewählt.

Zwar ist Indierock eigentlich gar nicht so meine Baustelle, aber das Video mit dem Skaterjesus, der nicht nur kleine Wunder vollbringt, sondern auch ganz schön böse werden kann, ist sehr sehenswert und der Song selbst eine hervorragende Untermalung.