Tagebuch
Gedankenmüll zum Wochenende | Beliebtheit

Freitag abend, liebe Freunde, das heißt Wochenende und da hat man wieder Zeit für eine Party oder alternativ auch mal um in sich zu gehen. Letzteres ist für mich mal wieder vorzuzuehen, für Party ist einfach keine Zeit, mein Kopf aber auch nicht frei genug, denn am Dienstag wartet noch die letzte Klausur des Semesters auf mich, darum also doch eher noch einmal ein zwar ruhiges, aber arbeitsames Wochenende. Das ist ja nichts neues mehr für mich. Aber die Woche über und auch heute habe ich öfter über ein Thema nachgedacht, dass irgendwie jeden in bestimmter Weise betrifft: Beliebtheit.
Zum Valentinstag…

…schenke ich eigentlich niemandem was, außer meinem Vater. Denn der hat heute Geburtstag! Auch wenn er das hier hoffentlich nicht lesen wird, wünsche ich ihm natürlich alles Gute. Das ist das Mindeste, was ich tun kann, denn ich habe ihm so viel zu verdanken. Und damit meine ich nicht nur mein Leben, nein, auch einen Großteil meiner Art und meiner Wertevorstellung und und und habe ich von ihm. Und das finde ich natürlich gut, denn mein Vater ist absolut jemand, zu dem ich aufschaue. Vollkommen uneingeschränkt.
Aber ich wollte eigentlich noch etwas zum Valentinstag sagen. Eigentlich ist das so ziemlich der fieseste Feiertag überhaupt, denn an dem bekommt man immer wieder mit, ob man gemocht wird oder nicht. Komischerweise wurde ich in noch keinem Jahr beschenkt, also gemocht.
Was solls, ich habe ja noch mich selbst und kann mir selber etws schenken, jawohl. Ich werde mir also eine Valentinskarte schicken mit lateinischen Vokabeln!
Was Stressiges, was zum Ärgern und Blut – gleich 3 Dinge auf einmal!

Heute war mal wieder so ein Tag zum vergessen, echt mal. Dabei ist gar nicht mal so viel Schlechtes passiert, es ist nur so, dass man manchmal einfach so ein Tag hat, an dem alles zusammen kommt, was man nicht unbedingt will. Man hat schon mit der Uni genug Stress – okay, selbstverschuldet, der frühe Vogel fängt den Wurm – und lässt sich zu stupider Arbeit wie dem Abschreiben von Vokabeln herab, hat dabei im Hinterkopf, dass man noch ein Hausarbeitsthema braucht und sich die Literatur zusammen suchen und morgen eine Vorstellung von einer Schulstundenplanung machen muss und bekommt dann noch mehr Arbeit ins Haus geliefert.
Gedankenmüll zum Wochenende | Familie

Es ist Wochenende, liebe Freunde! Endlich, muss ich sagen, denn diese Woche war mehr als anstrengend für mich und dann freut man sich umso mehr über ein bisschen Ruhe und Entspannung. Die ganze Woche über habe ich gelernt und geackert und dann lief die Klausur nicht wirklich nach meiner Vorstellung. Naja, warten wir das offizielle Ergebnis ab. An den Vokabeln hat es jedenfalls nicht gelegen, die konnte ich sehr gut. Das hätte ich aber nicht ohne meine Mutter geschafft, die zu jeder Zeit bereit war, mich abzufragen und dies auch ausgiebig getan hat. Für sie eine Selbstverständlichkeit. Aber auch der Rest meiner Familie hätte mir im Rahmen ihrer Möglichkeiten geholfen. Und damit komme ich auch zum heutigen Thema: Familie.
Wie ich ja schon mehrfach hier im Blog erwähnt habe, ist mir der Wert der Familie so ziemlich der höchste überhaupt. Ich tue nichts, was irgendeinem Familienmitglied schaden würde und ich gebe für meine Eltern und meine Geschwister immer das Beste und helfe ihnen, wo ich nur kann. Und genauso tun sie dasselbe für mich. Wenn ich nirgendwo Rückhalt habe, wenn mir alles über den Kopf wächst, wenn ich Mist baue, dann kann ich mir zu 100 Prozent sicher sein, dass meine Familie mich auffängt, mich unterstützt, mich rausboxt. Jeder einzelne trägt seinen Anteil dazu bei. Das ist für uns alle schon so selbstverständlich, dass man vergisst, dass es das gar nicht ist.
Oft bekomme ich mit, dass Familien zerstritten sind, die Kinder mit ihren Eltern nicht klarkommen oder sich ständig mit ihren Geschwistern streiten. Natürlich gibt es das bei uns auch manchmal, Meinungsverschiedenheiten gehören dazu, wenn man zusammenlebt, aber wirklich schlimm wird das bei uns nur selten und nie bekommt man das Gefühl, nicht mehr geliebt oder gar irgendwie benachteiligt zu werden. Das ist wohl auch der Grund, warum wir immer noch alle zusammen wohnen und keiner unbedingt ausziehen will. Und das jeder dazugehört, merkt man so richtig, wenn einer nicht da ist, so wie meine Schwester, die heute Abend von einer Klassenfahrt wiederkommt. Wir sind alle froh, dass sie wiederkommt.
Nur ist es natürlich klar, dass das nicht immer so bleiben kann. Irgendwann ist für jeden einmal die Zeit gekommen zu gehen, ob es nun durch einen Umzug oder ganz ist. Aber bis es soweit ist, vergeht hoffentlich noch viel Zeit, die ich natürlich so gut es geht mit meiner Familie nutzen möchte, ob das nun regelmäßige Spaziergänge mit meinem Vater durchs Dorf sind, bei denen wir immer viel miteinander reden, oder ich mich mit meiner Mutter einfach mal zusammensetze, ich mit meinem Bruder Witze mache, ich meiner Schwester bei den Hausaufgaben helfe, oder wir alle einfach nur gemeinsam zu Abend essen – jeder Moment mit der Familie ist für mich unschätzbar wertvoll.
Aber wo ich schon bei gemeinsamen Mahlzeiten war: Bei uns ist es üblich, dass zumindest am Wochenende alle Mahlzeiten gemeinsam begangen werden und auch in der Woche, sofern möglich, isst keiner für sich allein. Das sind immer so die Gelegenheiten, in denen die Familie beisammen sitzt und wir uns gemeinsam über alles unterhalten. Jeder bringt sich ein, mal mehr, mal weniger, das ist immer ganz vom Thema abhängig. So passiert es manchmal, dass sich das Essen schon etwas länger hinzieht und wir sitzen bleiben und weiter reden, obwohl schon alle fertig sind. Ich persönlich kann es nicht verstehen, wie jeder sich sein Essen macht und danach gleich wieder verschwindet, aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.
Wenn ich also auf irgendetwas stolz bin, dann ist das meine Familie. Mit Eltern, die einem den Rücken stärken und Freiraum geben, aber auch mal antreiben und in die Schranken verweisen und mit Geschwistern, die sich für einen einsetzen und unter denen kein Konkurrenzkampf herrscht. Meine Familie ist ganz einfach das höchste Gut, das ich habe. Und jeden Tag bin ich aufs neue dankbar dafür.
Tag der Wahrheit #1

In wenigen Stunden (paucae horae) ist es soweit: Um genau 14.30 Uhr beginnt meine Klausur. Mein Kopf (caput, capitis n.) ist breit (latus) und voll mit Grammatik und Vokabeln, die letzten Tage (dies, diei m.) habe ich außer am Abend und in Pausen nichts (nihil) anderes gemacht als gepaukt und nun hoffe ich (spero), dass ich irgendwie bestehe, die Note ist mir dabei relativ egal, die zählt eh nicht weiter. Heute entscheidet sich, ob ich “Stil” habe, ob ich würdig bin, Cicero nachzufolgen (sequi, sequor, secutus sum). Beendet ist die Klausur um 16 Uhr. Möge Fortuna mir beistehen (Fortuna mecum sit).
Nach der Klausur werde ich heute jedenfalls nichts mehr für die Uni machen. Die nächste Klausur steht zwar schon in den Startlöchern, aber bis zum 19. ist ja noch etwas mehr Zeit, da kann ich mir glaube ich mal einen Abend für mich und zur Entspannung nehmen. Hoffentlich dann auch mit einem guten Gefühl. So, das wars dann erstmal von mir! Vielen Dank an alle, die mir Glück wünschen und die Daumen drücken!
Über sieben Eselsbrücken musst du gehen

Sie sind die Lernhilfen par excellence, das Fundament des Vokabeln- und Datenlernens. Sie sind zuverlässiger als die Auskunft und oft witziger als Karneval – Eselsbrücken. Ich glaube, ohne Eselsbrücken wäre ich mit meinen beiden Studienfächern so gut wie aufgeschmissen. In Latein sind es die Vokabeln und in Geschichte viele Daten, die sich mit Eselsbrücken einfach leichter lernen lassen. Doch woher kommt eigentlich der Begriff “Eselsbrücke”? Da hilft die Tante Wiki weiter:
Ja oder nein? Ich sage: Aber klar doch!

Sie beginnen wieder, die Wochen der Wahrheit, die Klausurzeit an der Uni. Das bedeutet auf der einen Seite, dass das in den nächsten Wochen hier öfter Thema sein wird und auf der anderen Seite, dass hier insgesamt weniger Posts stehen werden, entschuldigung schon einmal dafür. Aber wenn ich nicht lerne, dann plagt mich mein schlechtes Gewissen so sehr… und das möchte ich mir nicht unbedingt antun. Abgesehen davon, dass lernen zum erfolgreichen Bestehen der Klausuren unabdingbar ist.
So also auch heute: Die meiste Zeit des Tages habe ich damit verbracht, für die lateinischen Stilübungen zu lernen. Für alle, die nicht wissen, was das ist: Es ist der erste Killerkurs des Lateinstudiums, der Kurs, in dem durchschnittlich wohl jeder einmal durchfällt. Denn hier ist es, anders als man es eigentlich aus dem Lateinunterricht gewohnt ist, so, dass man deutsche Sätze bekommt und diese ins Lateinische übersetzen muss. Das ist natürlich aus mehreren Gründen schwierig: Erstens lernt man die Vokabeln sonst nur vom Lateinischen ins Deutsche (und das bringt einem bei vielen Wörtern nicht wirklich weiter) und zweitens muss man die Grammatik beherrschen und beachten, inklusive wichtiger Ausnahmen, von denen es in Latein furchtbar viele gibt, wie mir die meisten, die mal Latein hatten, sicher bestätigen können.

