Tagebuch

Das Sommerfest der Latinisten

Wie ich schon angekündigt hatte, bin ich gestern zum Sommerfest der Latinisten gegangen. Das kann man sich als Lateinstudent ja auch nicht entgehen lassen, außerdem fand ich es schon ganz schön, viele der Leute vor Beginn der vorlesungsfreien Zeit noch einmal zu sehen. Und ich muss sagen: Es war wirklich ein super netter und lustiger Abend, die gesellschaft war gut, die Stimmung war toll und das Essen lecker. Einziger Kritikpunkt war vielleicht das Wetter, es wurde doch recht frisch und am späten Abend fing es auch noch an zu regnen. Aber davon lässt sich ein waschechter Altphilologe nicht die Laune verderben. :) Folgend also ein kleiner bebilderter Bericht:

Los ging es um 18 Uhr mit dem Fußballspiel der Uniliga-Mannschaft gegen die Dozenten. War schon lustig zu sehen, wie manche Dozenten dort über das Spielfeld gelaufen und gegangen sind. Aber sie haben sich erstaunlich gut geschlagen. Nach Ende der regulären Spielzeit stand es 2:2, eine beachtliche Leistung angesichts der vergangenen Jahre, haben unsere werten Scheinaussteller die Jahre vorher wohl immer haushoch verloren, wie mir gesagt wurde. Alle 4 Tore fielen in der ersten Halbzeit. Aber da man bei einem unentschieden nicht aufhört, folgte noch ein Elfmeterschießen, in dem die Studenten sich dann doch klar durchsetzen konnten.

Nach dem Spiel ging es dann auf der Wiese vor dem Institut weiter. Es war eine Salatbar aufgestellt und es gab gegrillte Würstchen. Alles völlig umsonst, einzig für die Getränke wurde ein kleiner Obolus verlangt. Wirklich sehr schön organisiert, dafür ein großes Lob und ein Dankeschön an die Fachschaft, das war klasse! :) Der Abend wurde dann schön weitergeführt mit netten und lustigen Gesprächen über Dieses und Jenes, die Stimmung war eigentlich bei allen sehr gut und ich habe lange nicht mehr so viel Spaß gehabt. Ein rundum gelungener Abschluss des Semesters.

Die Fahrt nach Hause war übrigens mal wieder ein Erlebnis. Nicht nur, dass der vordere rechte Blinker kaputt gegangen ist, nein, es regnete auch noch in strömen, dass ich mir zeitweise echt ein Amphibien-Fahrzeug wünschte. Aber eins steht fest: Beim nächsten Sommerfest bin ich auch wieder mit dabei! :D

Wochen der Wahrheit (3.2) – Ende und Anfang

Endlich! Endlich! Endlich! Die lang erwarteten Semesterferien sind da, 3 Monate Freizeit und Muße (naja, nicht ganz, ich will ja auch was tun). Heute zum Abschluss gab es ja noch die Klausur zur Regionalgeschichte und ich muss sagen, dass ich ein echt gutes Gefühl habe, was den Teilnahmenachweis angeht. Habe recht viel gewusst, einiges geraten und nur wenig ausgelassen. Das sollte was geworden sein. Somit hat das Semester wohl doch einen versöhnlichen Abschluss gefunden (nach der verpatzten Lateinklausur).

Mit meiner Erkältung geht es auch voran. Ich habe zwar zeitweise noch eine total verstopfte Nase und Hustenattacken, aber es wird besser. Zumindest die Kopfschmerzen sind nicht mehr so stark wie vorher und ich fühle mich auch nicht mehr ganz so schlapp. So werde ich dann vielleicht doch morgen zum Sommerfest der Latinisten gehen können und noch einmal meine lieben Grottenolme sehen, bevor es dann endgültig in die Ferien geht. :)

In den Ferien freu ich mich vor allem auf den einwöchigen Dänemark-Urlaub und auf hoffentlich viele Grillabende mit Freunden und und und. Das wird ne richtig tolle Zeit hab ich so im Gefühl. :D

Wochen der Wahrheit (3.1)

Das Ziel ist greifbar nahe. Morgen findet meine letzte Klausur für dieses Semester statt. Die Klausur zur Regionalgeschichte Schleswig-Holsteins steht unter gänzlich anderen Vorassetzungen als die bisherigen Klausuren. Denn auf der einen Seite benötige ich nur 33% der maximalen Punktzahl zum bestehen, andererseits bin ich jetzt, also ein Tag vorher noch gänzlich unvorbereitet, da ich mich auf die anderen Klausuren konzentriert habe.  Deshalb werde ich mich gleich an die Arbeit machen und ein letztes Mal vor den Ferien ein Marathonlernen veranstalten. Ich werde sehr viel Glück brauchen, um das zu schaffen.

Heute war ja aber auch die Klausur zur Neuzeit und ich muss sagen, dass ich ein recht gutes Gefühl habe. Die Angst vor genauen Daten war glücklicherweise unberechtigt. Es gab 3 Seiten an Aufgaben, von denen ich die allermeisten bearbeitet habe und bei vielen davon recht sicher mit meinen Antworten bin. Es sieht also nicht schlecht aus. Doch ich will den Tag nicht vor dem Abend loben, die Ergebnisse sollen Dienstag feststehen, bis dahin werde ich mich noch gedulden müssen und dann kann ich weitersehen und berichten, was nun letztlich daraus geworden ist. Jetzt mach ich mich aber an die Arbeit.

So long!

Wochen der Wahrheit (3) – Jetzt gehts los mit Geschichte

So, die letzten beiden Tage Uni und die beiden letzten Klausuren des Semesters stehen an. Das ist dann morgen einmal der Grundkurs Neuzeit und am Donnerstag Regionalgeschichte Schleswig-Holstein. Für letzteres brauche ich zum Glück nur einen Teilnahme-Nachweis, das heißt, dass ich 33% richtig haben muss, um zu bestehen. Getan hab ich dafür noch nichts, denn der Grundkurs Neuzeit ist um einiges wichtiger …

Für den Neuzeitkurs muss ich eine Zeitspanne von 1500 bis 1945 auswendig lernen. Ja, wirklich auswendig lernen, einen ganzen Haufen an Daten, die ich hinterher wieder vergessen haben werde (sofern ich sie überhaupt in mein Hirn reinbekomme). Wann war das Edikt von Potsdam? Wann war der Vertrag von Kalisch? Das sind Sachen, die ich wissen sollte. Zu bestehen ist ganz wichtig, damit ich im nächsten Semester das auf den Grundkurs folgende Proseminar besuchen kann. Leider ist da seit gestern auch noch eine blöde Erkältung, die mir das Lernen noch ein wenig erschwert. Gut, da muss ich durch. :)

Was freue ich mich schon auf die Semesterferien: 3 (in Worten: drei) Monate frei. Endlich mal gar nichts tun, kein Stress, keine Hausaufgaben, keine Klausuren. Das wird toll. Da muss dann genug Kraft getankt werden, um im neuen Semester wieder voll zu starten. ;)

In diesem Sinne, drückt mir die Daumen, ich kann es brauchen!

Konzentrationsfähigkeit

Wer kennt es nicht? Voller Elan setzt man sich an die Arbeit und hat sich fest vorgenommen, endlich einmal richtig was zu tun, schließlich erledigt sich die Arbeit nicht von selbst. Also setzt man sich hin und fängt an, doch schon kurze Zeit später ist der anfängliche Elan weg und man legt die Arbeit wieder zur Seite. Warum? Weil man sich nicht vernünftig darauf konzentrieren kann oder will – Arbeit macht schließlich keinen Spaß und es gibt so viele schönere Dinge zu machen.

Oder ein anderes Beispiel: Man sitzt in der Familie am Essenstisch, natürlich unterhält man sich dabei, das Radio schallt leise im Hintergrund. Plötzlich läuft ein schönes Lied und man hört genauer hin, bis zum Ende, obwohl man im Gespräch ist. Und während man still die redenden Gesichter anschaut vernimmt man nur die Musik im Radio und hinterher weiß man gar nicht mehr, was gesagt wurde. Oder andersherum: Erinnert man sich nach dem Essen an alle Songs, die im Radio gespielt wurden? Nein, natürlich nicht.

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Wochen der Wahrheit (2.1)

So, nun wäre auch die vorletzte Semesterwoche beendet. Es fehlen jetzt nur noch 2 Klausuren (Neuzeit und Regionalgeschichte Schleswig-Holstein), dann ist das Semester vorbei. Da wird noch einiges an Lernarbeit auf mich zukommen, aber wozu hat man denn Wochenende? ;)

Nun hab ich aber auch noch eine schlechte Nachricht zu verkünden: Das Ergebnis der Lektüreklausur, welche ich letzte Woche geschrieben hab, ist leider nicht zu meiner Überraschung positiv ausgefallen, sondern wie erwartet gründlich daneben gegangen. Das heißt, ich muss nochmal einen Lektürekurs besuchen, was ich dann wohl auch im nächsten Semester gleich machen werde. Selbiges bedeutet aber auch, dass ich mich auf meinen Arsch setzen muss und anfange Vokabeln zu lernen – denn daran hat es nämlich letztlich gelegen.

Generell ist die Klausur wohl eher schlecht ausgefallen, also ist die “Schmach” nicht ganz so groß, auch wenn es mich ein wenig ärgert, ich hatte es schließlich selbst in der Hand. Aber dann will ich an dieser Stelle lieber der schwarzen Katze, die heute morgen auf meinem Weg zur Uni von links über die Straße gerannt ist, die Schuld geben, das macht es ein bisschen einfacher :) – aber gut, hat nicht sollen sein! Ich fang deswegen nicht gleich an zu verzweifeln ^^

Und nun gehts ans Neuzeit lernen…

P.S.: Ein Gutes hats ja, dass ich nicht bestanden habe – ich muss meinen Bart nicht abmachen (hatte ja gesagt, dass ich das mache, wenn ich alle Klausuren bestehe). :)

Wochen der Wahrheit (2) – GRAECUM!

Die vorletzte Uniwoche hat begonnen. Ausnahmsweise mal am Montag, da heute die Verkündung der Klausurergebnisse der Graecumsprüfung stattfand. Ich mach es kurz: Ich habe mein Graecum bestanden! Ich hatte in der Klausur 10 Punkte (2-) und habe nun insgesamt eine 2! Ich muss nicht in die mündliche Prüfung, ich hab mein Graecum! Jaa! Ein wirklich geiles Gefühl :)

Diese Woche steht immerhin keine Klausur an, dafür bekomme ich wohl noch das Ergebnis der Latein Lektüreklausur. Bin sehr gespannt drauf, wenngleich nicht mehr so optimistisch, da ich heute was von bestimmten Fehlergrenzen gehört habe, die zum Bestehen nötig sind, die ich wohl überschritten haben dürfte. Aber ich warte es mal ab und werds dann sehen ;)

Morgen bekomm ich dann erstmal mein Graecums-Zeugnis überreicht. Das nenn ich doch mal einen gelungenen Start in die Woche. So kann es weitergehen! :D