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52 Songs – Thema 21

52 SongsNur noch wenige Wochen, dann ist das Jahr schon wieder vorbei. Ein Glück, dass die 52 Songs im Sommer starteten, sodass nun erst das 21. Thema an der Reihe ist.

Wir können also voller Hoffnung sein, dass noch zahlreiche spannende und interessante Themen auf uns warten und viele schöne Songs empfohlen werden. Und wo wir schon bei Hoffnung sind, lautet das neue Thema wie folgt:

Hoffnung

Vorgeschlagen von Simone. Welcher Song verkörpert für euch Hoffnung? Gibt es Songs, die euch Mut machen, wenn ihr sie hört? Wart ihr vielleicht schon mal verzweifelt und habt dann einen Song gehört, der euch da herausgeholfen hat?

Ich bin gespannt auf eure Beiträge, man kann nie genug Songs kennen, die einem ein wenig neue Hoffnung geben. Viel Spaß! :)


Musikvideo der Woche: Deathstars – Metal

Deathstars - MetalWährend Rammstein mit ihrem Best Of Album und ihrem neuen Song Mein Land in aller Munde sind, melden sich still und heimlich auch Deathstars, die Rammstein auf ihrer aktuellen Tour supporten, ebenfalls mit einem Best Of namens The Greatest Hits On Earth zurück, auf dem auch zwei neue Songs vorhanden sind. Einer dieser Songs heißt Metal und für diesen haben die Schweden auch ein Musikvideo gedreht.

Der Song ist eigentlich ein typischer Deathstars-Track: Textlich ziemlich Banane, aber mit fetzigem Sound und reichlich Kopfnickpotential. Ist kein Übersong, aber macht Spaß, was will man mehr?


CD-Check: Unterschicht – Dreckig und Laut

Der erste Eindruck eines Albums ist hin und wieder ja doch ein optischer. Wie das, wird sich vielleicht mancher fragen. Doch wer noch zur guten alten CD greift und seine Musik nicht aus dem Netz bezieht, der kommt meist in den Genuss des Covers, bevor er auch nur einen Ton gehört hat. Als ich das Debutalbum Dreckig und Laut von der Band Unterschicht das erste Mal in den Händen hielt, war ich mir noch nicht so ganz sicher, was ich davon halten soll. Der Name scheint Programm zu sein. Macht euch am besten selbst ein Bild, unten könnt ihr das Cover ja sehen. Dennoch zählt natürlich die Musik, an die ich mich vorurteilsfrei herangewagt habe. Meine Eindrücke:

Das ruhige, entspannte Intro ist eine ziemliche Irreführung, völlig unvermittelt wird es laut und Die Unterschicht sagt uns mit einem etwas billig wirkenden Stimmverzerrer, dass sie uns tanzen sehen will. Blöd nur, dass die Musik immer durch kurze Wortpassagen unterbrochen wird. Relativ schnell werden Marschrichtung und Konzept des Albums: Die elektronische und auf Tanz ausgelegte Musik wird mit (gesellschafts-)kritischen Texten unterlegt, die man sonst eher aus dem Punkgenre kennt. Leider werden die an sich durchaus relevanten und teils auch richtigen Aussagen in ein recht dünnes Wortkorsett gezwängt, das stellenweise sehr unbeholfen wirkt (Systemfehler, „Eine Faust ist allein / Doch im Gesicht ist sie gemein“). Mit Massenpanik wurde sich auch der Ereignisse um die Tragödie zur Loveparade in Duisburg angenommen, hier wurden Nachrichten- und Dokumentationsausschnitte zusammengeschnitten und mit Musik hinterlegt. Das hat man zu anderen Themen aber schon besser gehört.

Die beiden Unterschichtler versuchen einige ihrer Songs mit einer gehörigen Prise schwarzem Humor zu würzen, das Pendel schlägt da für meinen Geschmack zu oft in Richtung Niveaulimbo aus (Electropussy, Kannibale), das mag aber durchaus auch Geschmackssache sein. Musikalisch kommt das Duo irgendwie nicht richtig in Fahrt und somit über den Durchschnitt hinaus. Insgesamt zu technoid und mit viel zu wenig Abwechslung scheinen sich die beiden Musiker noch in einer gewissen Findungsphase zu befinden. Trotzdem sind einige durchaus kurzweilige, eingängige Tracks (Endstation) entstanden. Die recht markanten Bassdrums rumpeln kräftig und unterstreichen den gewollt prolligen Auftritt von Sven Hegewald und Dennis Kleist. Dass dadurch allerdings die Ernsthaftigkeit, die in Tracks wie Ave geboten wäre, leidet, ist natürlich klar.

Über den Umfang von Dreckig und Laut kann man sich auf jeden Fall nicht beschweren. Auf satte 73:50 Minuten Spielzeit bringt es das Album bei 19 Tracks, von denen zwei Remixe von Systemfehler und Massenpanik sind.

Unterschicht - Dreckig und Laut

Unterschicht – Dreckig und Laut (Album)

Facts:
Tracks: 19
Gesamtspieldauer: 1:13:50
Releasedatum: 04.11.2011
Genre: Electro Industrial
Homepage: www.die-unterschicht.net
Anspieltipps: Topmodel, Ave, Endstation
Dreckig und Laut bei Amazon kaufen / als MP3 laden

Fazit

Daumen mittel runter

3.5 / 10 Punkten

Du magst prolliges, testosteronreiches Auftreten im unteren Niveaubereich, technoide, bassdrumlastige Musik und hast eine gewisse Punkattitüde? Dann könnte Dreckig und Laut von Unterschicht genau das Richtige für dich sein! Ansonsten dürfte der Großteil des Albums recht enttäuschend auf dich wirken. Ein paar Tracks lassen zwar Potential aufblitzen und bringen kurzzeitig zum Schmunzeln oder auch zum Nachdenken und könnten sich auf der Tanzfläche sehr gut machen, aber nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird das Album wohl nicht.


52 Songs – Arbeit

52 Songs

Zum 20. Thema der 52 Songs, liebe Freundinnen und Freunde, erwartete uns das Thema Arbeit. Wie gut, dass ich diese Woche frei hatte, wenngleich die Woche dennoch nicht ohne Arbeit ist.

Ich bin jemand, der mit Musik im Hintergrund nur schlecht arbeiten kann, darum läuft während der Arbeit meistens nichts. Da ich aber nicht nichts posten wollte, habe ich mir einfach einen coolen Song ausgesucht, in dem Arbeit zumindest thematisiert wird. Leider auf Youtube nicht verfügbar, daher mit Werbung vorher – sorry!

Arbeit: Nachlader – Arbeitsgeld

Nachlader ist Daniel Baumann, der nett anzuhörenden Electro Pop macht. Arbeitsgeld ist einer seiner bekannteren Songs, der formuliert, was viele von uns gern wollen: Viel Geld, aber keine Arbeit! Ach ja, das wäre manchmal schon schön, oder? Dann hätte ich auch viel mehr Zeit um Musik zu hören! ;)

16.11.2011 in Musik 4 Kommentare

CD-Check: Clockwork Spirit – Clockwork Spirit

Clockwork Spirit (Promo Picture by Joonas Häll)

Wer sich in der finnischen Metalszene auskennt, hat vielleicht vor einigen Jahren von der Band Amarantine gehört, die mit ihren Demoaufnahmen das Lob der Kritiker einheimsen konnte. Doch im Zuge ihres ersten Albums haben sie sich in Clockwork Spirit umbenannt und streben nun auch den Erfolg über die Landesgrenzen heraus an.

Offenbar haben sich die Finnen absichtlich die dunklen Monate für den Release ihres Albums ausgesucht: Düster ist nämlich auch die Grundstimmung, die auf dem Album vorherrscht. Das atmosphärische Intro entführt in eine Welt aus Mystik und Okkultismus und voller Brutalität entlädt sich der dunkle Horror in brutalen Gitarrenriffs und Shouts, die jedoch hin und wieder durch kurze gotische Stimmungen unterbrochen werden, etwa wenn wie in Daemon Speculum angedeutete Choräle in Klargesang eingestreut werden. Instrumentale Passagen der Songs, insbesondere die Intros wie das aus Wall Of Sleep könnte man eins zu eins in einen Horrorfilm übernehmen. Die meiste Zeit übernimmt dann aber doch der Metal die Regie, der aufgrund des zumeist gutturalem Gesangs am ehesten in das Genre Black Metal einzuordnen ist.

Bisweilen versinkt unter Gitarren und Gesang leider etwas die Melodie und man muss schon etwas genauer hinhören, um die Details zu entdecken, die Clockwork Spirit zweifelsohne mit viel Feingefühl ausgearbeitet haben. Auch die Dramaturgie stimmt meistens, On Unravelling The Essence zum Beispiel unterstreicht die Lyrics recht gut und ein düsteres Bild dazu entsteht unmittelbar im Kopf. Ein wenig mehr Wechsel zwischen lauten und leisen Passagen würde dem Ganzen aber noch mehr Effekt verleihen. Als besonderes Highlight des Albums kann Dawn Of Deliverance angesehen werden, das mit sehr dichter Stimmung, Tempowechseln und Detailreichtum besonders im Ohr hängen bleibt und einen starken Eindruck hinterlässt. Davon hätte es gern noch mehr geben dürfen, aber es deutet das Potential an, das in Clockwork Spirit steckt, und lässt auf zukünftige Releases hoffen.

Ein paar Abzüge in der B-Note gibt es dafür, dass nur lediglich 8 Songs inklusive Intro auf dem Album vorhanden sind. Zwar ergibt es trotzdem eine Spielzeit von 43:49 Minuten, aber der letzte Track Shades Of Decay ist mit 10 1/2 Minuten überlang und macht fast ein Viertel des Albums aus.

Clockwork Spirit - Clockwork Spirit

Clockwork Spirit – Clockwork Spirit (Album)

Facts:
Tracks: 8
Gesamtspieldauer: 43:49
Releasedatum: 04.11.2011
Genre: Black Metal / Horror Metal
Homepage: www.clockworkspirit.com
Anspieltipps: Wall Of Sleep, Unravelling…, Dawn of Deliverance
Clockwork Spirit bei Amazon kaufen

Fazit

Daumen mittelhochClockwork Spirit ist mit ihrem gleichnamigen Album ein gelungenes Debut geglückt, das für Fans von nicht so ganz rigorosem Black Metal ein richtiges Fest sein dürfte. Die okkulten und mystischen Themen werden gekonnt in Szene gesetzt und mit gotischen Elementen sowie diversen Details ausgeschmückt. Die Hauptregie führen zwar die Gitarren und der Gesang teils etwas zu sehr, aber sie nehmen sich auch immer wieder etwas zurück, was der Musik sehr gut tut. Wenn daran beim nächsten Album noch mehr gefeilt und der Umfang ein wenig erhöht wird, sind die größten Kritikpunkte ausgemerzt. Clockwork Spirit sollte man auf jeden Fall im Auge behalten!


52 Songs – Thema 20

52 SongsThema 20 bei den 52 Songs, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ist das nicht schön?

Aber für einen ersten Rückblick ist es natürlich noch viel zu früh, es ist ja noch nicht einmal die Hälfte vorbei. Also machen wir es kurz und schreiten ohne größere Umschweife zur Auslosung des neuen Themas, dessen ihr euch kommende Woche annehmen dürft. Es lautet folgendermaßen:

Arbeit

Vorgeschlagen mal wieder von Beety. Also: Welchen Song hört ihr gern bei der Arbeit? Gibt es einen Song, der euch bei der Arbeit pusht oder bei dem ihr euch gut konzentrieren könnt? Wird ein Lied auf eurer Arbeitsstelle häufig gespielt? Oder findet ihr ein Lied ganz toll, das Arbeit zum Thema hat?

Mal sehen, was mir dazu einfällt, ich habe die ganze Woche frei, da will ich eigentlich nicht so viel über Arbeit nachdenken. Zu tun hab ich aber trotzdem, vielleicht höre ich dabei ja mal irgendwas. Viel Spaß euch beim Bearbeiten des Themas!


52 Songs – Herzschmerz

52 Songs

Das 19. Thema der 52 Songs versprach sehr viel Auswahl zu bieten, ist es doch eines der bestimmenden Themen der Musikbranche: Herzschmerz.

Herzschmerz ist ein Gefühl, dass sich auf unterschiedlichste Weise äußern kann. Man kann in Selbstmitleid versinken, eine Wut auf jemand anderen oder auch sich selbst entwickeln oder sich selbst mit schlimmsten Liebesschnulzen geißeln. Die Auswahl ist groß, letztlich habe ich mich aber für folgenden Song entschieden:

Herzschmerz: Staubkind – Keine Sonne

Ein bisschen von allen oben genannten Möglichkeiten wird meiner Meinung nach in Staubkinds Keine Sonne ausgedrückt, das zugegebenermaßen etwas übermäßig theatralisch ist. Gerade deshalb passt er auch sehr gut in die Gefühlslage Herzschmerz, die ja dadurch hin und wieder geprägt ist. Und der Song an sich gefällt mir auch sehr gut.

12.11.2011 in Musik 1 Kommentare