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Schlafstörungen

Schlaffstoerungen_Wechseljahre

Ganz typisch für die Wechseljahre sind die Schlafstörungen. Oft treten nachts außerdem Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Herzrasen auf. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie nachts aufwachen und Ihr Herz rast.

Das heißt dann eben nicht, dass Sie plötzlich ein ernsthaftes, organisches Herzproblem haben.

Zwar ist das Herzinfarktrisiko in und nach den Wechseljahren erhöht, da Östrogen vor Herzinfarkt schützt. Frauen sind dann durch den gesunkenen Östrogenspiegel genauso gefährdet wie Männer. Dies trifft vor allem zu, wenn zusätzliche Risikofaktoren wie erbliche Belastung, Rauchen oder fettreiche Ernährung gegeben sind.

Aber abgesehen davon gehört eben das Herzrasen zu den Symptomen der Wechseljahre leider dazu. Das kann schon ganz schön erschreckend sein. Insgesamt hat man den Eindruck, dass der Blutdruck erhöht ist – was auch zutreffend ist. Es liegt ein Druck auf dem Herzen und es treten auch Herzrhythmusstörungen auf.

So wacht man also unter Umständen nachts auf, weil es einem plötzlich so heiß ist, die Decke muss sofort vom Körper geworfen werden und dann rast auch noch das Herz. Man fragt sich, warum man so aufgeregt ist. Und wenn man dann gar keinen äußeren Grund finden kann, kann man davon ausgehen, dass es einen eben nun auch erwischt hat mit diesem lästigen Symptom der hormonellen Veränderung.

Yoga und andere Entspannungstechniken

Yoga und andere Entspannungsübungen können beim Schlafen helfen

Durch den abgesunkenen Östrogenspiegel sind die Tiefschlafphasen nicht mehr das, was sie mal waren. Östrogen fördert die REM-Phase, also die Schlafphase, die am tiefsten ist und in der wir auch am meisten verarbeiten. Wenn nun ein Östrogen-Mangel vorliegt, ist die Tiefschlafphase leider in Mitleidenschaft gezogen. Dazu kommt der Mangel an Progesteron, das ja beruhigend auf das Zentralnervensystem wirkt und dadurch den Schlaf fördert. Dem Mangel an Progesteron ist auch das Herzrasen oft zuzuschreiben.

Wenn man nun noch die Neigung zu Sorgen, Angst und Grübelei hinzurechnet, ist es kein Wunder, dass das Schlafen nur noch eingeschränkt möglich ist.

Was kann man dagegen tun?

Entgegenwirken kann man auch hier mit Phytohormonen (Leinmehl, Traubensilberkerze, etc.), mit Entspannungsübungen und Yoga (dem sogenannten Hormon-Yoga, das bestimmte Übungen hervorhebt). Es kann auch natürliches Progesteron in Form von Kapseln oder Creme zugeführt werden.

Sollten die Schweißausbrüche und Hitzewallungen sehr unangenehm sein, ist es günstig, sich entsprechend darauf einzustellen und eine Garnitur trockene Schlafkleidung bereitzulegen sowie vielleicht ein Handtuch. Dann kann man nachts, wenn man schweißgebadet aufwacht, einfach etwas Frisches anziehen – und weiterschlafen.

Die sibirische Rhabarberwurzel hilft gegen Hitze und Schweiß und kann in der Apotheke gekauft werden. Nebenwirkungen sind bei diesem pflanzlichen Mittel nicht zu erwarten.

Eine schöne, entspannende Musik kann beim Einschlafen beruhigend wirken. Damit ist das Herzrasen zwar nicht auszuschließen, aber immerhin wirkt sich doch eine beruhigende Umgebung und Einstellung schon auf den Körper und auch das Herz aus. Auch ein Melissentee kann helfen oder Weißdorn.

Lavendel ist ein Allheilmittel und lässt sich auch gegen Unruhe einsetzen. Ein Fußbad vor dem Zubettgehen kann Körper, Geist und Seele in Einklang bringen.

Weitere pflanzliche Mittel als Einschlafhilfe sind Hopfen und Passionsblume.