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Filmriss: 24 (Season Six)

Nachdem ich die ersten fünf Staffeln von 24 regelrecht verschlungen habe, gab es zwischen der fünften und der sechsten Staffel bei mir eine ziemlich lange Pause. Das führt möglicherweise dazu, dass ich die Staffel nicht ganz so kritisch sehe wie viele anderen, weil sich der verschleiß des Konzeptes nicht ganz so sehr bemerkbar macht. Dennoch versuche ich natürlich, ein passendes Urteil zu finden und euch zu informieren, ob sich die sechste Staffel wirklich lohnt. Gewisse Spoiler sind nicht zu vermeiden.

24 (Season 06)Die USA werden durch eine Welle terroristischer Anschläge in Atem gehalten und versuchen mit allem Mitteln, Herr der Situation zu werden. Und an Hami Al-Assad, den vermeindlichen Kopf der Anschläge, zu geraten, schließt die USA ein Abkommen mit China und befreit Jack Bauer nach 20 Monaten Haft, nur um ihn dann an den Terroristen Abu Fayed auszuliefern, der noch eine Rechnung mit Jack offen hat, damit dieser ihnen Informationen über Assads Aufenthaltsort gibt. In der Gewalt Fayeds findet Jack jedoch heraus, dass es Fayed der Kopf hinter den Terrorakten ist und Assad ganz im Gegenteil Frieden will. Mit letzter Kraft gelingt es ihm, sich aus den Fängen der Terroristen zu befreien und die CTU und die Regierung zu warnen. Diese jedoch schenken ihm jedoch keinen Glauben und so muss Jack zunächst auf eigene Faust handeln. Viel Zeit bleibt aber nicht, denn Fayed und seine Männer planen, mehrere Atombomben in den USA zu zünden…

Zunächst das Gute: Das Konzept von 24 funktioniert nach wie vor hervorragend. Hat man erst einmal angefangen, möchte man unbedingt wissen, wie es weitergeht, da die Spannung durchweg hoch gehalten wird und ein Cliffhanger den nächsten jagt. Dass die Echtzeit nicht immer ganz realistisch eingehalten wird und auch einige Ungereimtheiten und Logiklücken, dürfte niemanden mehr stören, der es schon bis zur sechsten Staffel geschafft hat. Allerdings: Was negativ ins Gewicht fällt, ist, dass die Handlung nicht wirklich etwas neues bringt und unter ihren Möglichkeiten bleibt. In einer Szene etwa hat Jack Bauer Zweifel, ob er überhaupt noch fähig ist, seiner Arbeit nachzugehen und etwa Täter zu verhören. Das wird später leider gar nicht mehr aufgegriffen, hier hätte man der Figur etwas mehr Tiefe geben können. Und das ist nur ein Beispiel für verschenktes Potenzial.

Bei den Darstellern ändert sich nur wenig und es kommen wieder einige neue hinzu, die sich aber nahtlos in das Team einfügen und sogar den einen oder anderen Glanzmoment haben. Auch gibt es ein Wiedersehen mit einigen Figuren, die in vorherigen Staffeln mal aufgetaucht sind. Im Grunde kennt man aber die meisten Figuren bei der CTU und hat demnach auch keine Schwierigkeiten sich einzugewöhnen. Anders sieht die Konstellation im parallelen Handlungsstrang im Weißen Haus aus, wo neben Präsident Wayne Palmer eine Reihe neuer Figuren eingeführt werden, deren Schauspieler aber einen guten Job machen. Exemplarisch seien hier Powers Boothe (“Deadwood“) als Vizepräsident Daniels und Peter MacNicol (“Ally McBeal“) als Sicherheitsberater Tom Lennox genannt.

Fazit: Die teils recht harsche Kritik, die die sechste Staffel von 24 erfahren hat, ist durchaus nachvollziehbar. Die Serie entwickelt sich nicht weiter, sondern stagniert und die Handlung fällt im Vergleich zu vorherigen Staffeln auch etwas ab. Aber grundlegend gesprochen funktioniert die Serie nach wie vor und fesselt mehrere Abende vor den Fernseher, weil man doch unbedingt wissen möchte, wie es nun weitergeht. Die Spannung wird fast durchgängig hochgehalten und die eine oder andere Wendung überrascht immer noch, auch wenn man vorher schon weiß, dass es wieder Wendungen geben wird. Deshalb bekommt die sechste Staffel einen Punkt weniger, was meinen Gesamteindruck am besten beschreibt.

Meine Wertung: 7/10

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Filmriss: 24 (Season Five)

Scheinbar nutzt sich jedes Konzept irgendwann ab. Die ersten Abnutzungserscheinungen traten bei 24 in der vierten Staffel ein, allerdings ohne dass die Staffel wirklich schlecht war. Doch die Möglichkeiten scheinen ausgeschöpft, viele Elemente wiederholten sich einfach zu oft und der Überraschungseffekt war dahin. Im Gegenzug erhöhten sich Logikfehler und auch das Echtzeitkonzept geriet etwas in den Hintergrund. Damit das in der fünften Staffel nicht so weitergeht, muss zumindest ein kleiner Neuanfang her. Ob dieser gelungen ist oder Staffel fünf fortführt, was in Staffel vier begonnen hat, könnt ihr in der folgenden Review erfahren.

24 (Season 05)18 Monate, nachdem Jack Bauer seinen eigenen Tod vortäuschen musste, um der Ermordung durch den Secret Service oder der Auslieferung an die Chinesen zu entgehen, werden auf die vier Menschen, die in diese Vorgänge eingeweiht waren, Anschläge verübt. Aus diesem Grund sieht Jack sich gezwungen, seine Deckung aufzugeben und wieder in Aktion zu treten. Russische Terroristen planen Anschläge in Los Angeles mit extrem tödlichem Nervengas. Jack muss das verhindern und gleichzeitig herausfinden, warum jemand seine Freunde tot sehen will. Zu Beginn ist nur klar, dass die Anschläge mit der Unterzeichnung eines Anti-Terror-Abkommens zwischen Russland und den USA zusammenhängen. Doch schnell wird deutlich, dass eine noch weitaus größerer Verschwörung in Gange ist und Jack Bauer ist der einzige, der sie aufzuhalten vermag.

Nachdem 24 in der vierten Staffel erste größere Verschleißerscheinungen erkennen ließ, war es an Staffel fünf, einen kleinen Neuanfang zu wagen. Das gelingt schon mit der fulminanten Einstiegsfolge, die mit Anschlägen auf vier Hauptfiguren einsetzt. Hier wird deutlich, dass die Autoren von 24 keine Mittel scheuen, damit die Serie nicht langweilig und repetitiv wird. Nachvollziehbar wird auch gelöst, wie Jack Bauer wieder zurück nach L.A. kommt. Im Verlauf der Staffel werden alte Tugenden wiedererlangt und die Fehler der letzten Staffel ausgebügelt. Der Spannungsbogen steigt steil an und hat ein paar Höhepunkte, die diesen Namen auch wirklich verdienen. Auch gibt es diesmal keine störende Nebengeschichte, sondern fügt sich alles im Laufe der Zeit sehr schön zusammen, es wirkt alles aus einem Guss. Auch auffällige Logiklücken sind auf ein Minimum reduziert. Insgesamt hinterlässt Staffel fünf einen durchweg positiven Eindruck.

Auch in dieser Staffel dreht sich das Darstellerkarussell munter weiter. Aus Spoilergründen gibts keine Namen, aber soviel sei verraten: Wieder werden einige Figuren das Ende der Staffel nicht überleben. Die Hauptfiguren sind größtenteils dieselben wie in Staffel vier geblieben, ein paar Nebenfiguren kommen neu hinzu. Als besonders herausragend ist die Leistung von Gregory Itzin als Präsident Charles Logan zu bewerten, auf den man allein schon durch seine ganze Art eine regelrechte Abscheu entwickelt. Auch Sean Astin (“Der Herr der Ringe“) darf sich für ein paar Folgen in die Darstellerriege einreihen, was ihm sehr gut gelingt. Am Rest des Casts gibt es ebenfalls nichts auszusetzen.

Fazit: Nach der etwas schwächeren vierten Staffel findet 24 in Season fünf wieder zur alten Stärke zurück. Fast alle Schwächen des vorigen Tages wurden ausgemerzt und nur wenige neue kamen hinzu. Die Wendungen funktionieren in dieser Staffel ausgezeichnet und es gibt diesmal auch keine unnötige Füllhandlung, die wie ein Fremdkörper wirkt. Auch mangelt es der Staffel nicht an Höhepunkten, die dem Zuschauer die Bedingungs- und Gnadenlosigkeit der Serie eindrücklich zeigen. Insgesamt spielt Staffel 5 wieder auf dem Niveau der ersten drei Staffeln mit und wird kaum einen Fan enttäuschen.

Meine Wertung: 8/10

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Review von bullion
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Filmriss: 24 (Season Four)

Jack Bauer ist ein wirklicher Pechvogel. Schon dreimal hat er die Vereinigten Staaten vor Terroristen gerettet, aber wirklich gedankt wird es ihm nicht. Nun arbeitet er nicht mehr für die CTU, sondern ist im Verteidigungsministerium angestellt, weil er Abstand von dem ganzen Trubel und seinem alten Leben wollte. Doch wie es der Zufall so will, zieht ihn gerade diese Position wieder mitten in dieses alte Leben hinein und schnell wird ihm klar, dass es erneut an ihm liegt, eine terroristische Bedrohung zu vereiteln. Die vierte Staffel von 24 erzählt einen weiteren Tag im Leben des Jack Bauer. Ob es sich lohnt, diesen Tag als Zuschauer zu verfolgen, lest ihr in der folgenden Review:

24 (Season 04)Nachdem Jack Bauer die terroristische Bedrohung durch ein tödliches Virus aufhalten konnte und wegen eines Undercovereinsatzes  in die Drogensucht rutschte, wechselte er den Arbeitsplatz. Statt für die CTU arbeitet er nun für den Verteidigungsminister der USA, mit dessen Tochter er eine Beziehung hat. Doch als Terroristen den Minister und seine Tochter entführen, liegt es an Jack, wieder in seine alte Rolle zu schlüpfen und sie mit Hilfe der CTU wieder zu befreien. Doch schon bald wird deutlich, dass die Entführung nur der Anfang einer Reihe von Anschlägen ist, die jahrelang vorbereitet worden ist. Eine Gruppe Fanatiker will die Vereinigten Staaten ins Unglück stürzen und schreckt dabei vor keinem Mittel zurück. Es liegt an Jack, deren Anführer namens Marwan zu finden und zu verhindern, dass er mit seinen Anschlägen durchkommt.

Nach drei Staffeln hat sich das Konzept von 24 mittlerweile gefestigt und eingespielt: Terroristen bedrohen die USA und Jack Bauer und der CTU bleiben 24 Stunden, um die Bedrohung abzuwenden. Innerhalb dieser Zeitspanne gibt es einige Wendungen und es wird viel geschossen und auch die ein oder andere Explosion gibt es zu sehen. Das ändert sich auch in der vierten Staffel nicht, allerdings funktioniert das Gesamtkonzept diesmal etwas schlechter als noch in den vorherigen Staffeln. Statt eines großen Anschlagsziels haben Jack Bauer und Co. es diesmal mit einer ganzen Serie von terroristischen Akten zu tun. Das führt zu einem sehr gewellten Spannungsverlauf, der aber erst gegen Ende an Höhe gewinnt, da die Lösungen der ersten Angriffe meist schnell und eher unspektakulär vonstatten gehen. Der Rest ist typisch 24 – oft unrealistisch, aber durchaus das, was man als Fan erwartet.

Mittlerweile dürften die Fans von 24 auch die zahlreichen Besetzungswechsel gewohnt sein, doch in der vierten Staffel wird der Cast zunächst sehr deutlich umgekrempelt und viele neue Figuren übernehmen wichtige Rollen. Einige davon fügen sich richtig gut ein, etwa der Computerspezialist Edgar Stiles (Louis Lombardi), der führende Bundesagent Curtis Manning (Roger R. Cross) oder auch die Tochter des Verteidigungsministers, Audrey Raines (Kim Raver, “Third Watch“). Dennoch freut man sich als Kenner der ersten Staffeln, dass schon etablierte Figuren mit der Zeit wieder in die Handlung zurückgeführt werden. Bösewicht Marwan (Arnold Vosloo, “Die Mumie“) übertrifft den Terroristen Stephen Saunders aus der vorherigen Staffel sogar, da er bis zum Ende sehr stringent handelt.

Fazit: Die vierte Staffel 24 fällt qualitativ ein wenig von den drei bisherigen Staffeln ab. Das liegt vor allem an ein paar auffälligen Ungereimtheiten in der Inszenierung – die Echtzeit wird mehrere Male nicht konsequent beibehalten und die Figurenkonstellation ist sofort klar – da gibt es keine Überraschungen. Dennoch kann Jack Bauers vierter Tag auch wieder einige Stärken der Serie vorweisen. Tolle Actionszenen mit Schießereien und Explosionen gibt es genug und die Handlung ist spannend genug, um den Zuschauer bei Laune zu halten. Nur das Niveau der drei Vorgängerstaffeln erreicht Staffel vier nicht ganz.

Meine Wertung: 7/10

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Review von bullion
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Filmriss: 24 (Season Three)

Erst ein Attentat auf einen Präsidentschaftskandidaten und eine entführte Familie, dann eine Atombombe und die Gefahr eines fälschlicherweise begonnenen Krieges. Was soll da noch kommen? Den Autoren der Serie “24″ ist natürlich wieder eine Bedrohung eingefallen, die es mehr als in sich hat. Wieder einmal haben Jack Bauer und seine Kollegen von der CTU 24 Stunden Zeit, die Pläne von Terroristen um jeden Preis zu vereiteln. Ob die dritte Staffel der erfolgreichen Serie an die ersten beiden tollen Staffeln heranreichen kann, sollen die folgenden Zeilen vermitteln:

24 (Season Three)Drei Jahre, nachdem Jack Bauer verhinderte, dass eine Atombombe direkt in Los Angeles explodiert und die USA fälschlicherweise in einen Krieg zieht, steht die Anti-Terror-Einheit CTU wieder vor einer heiklen Aufgabe. Nachdem Jack den Drogenbaron Ramon Salazar in langer, mühevoller Undercover-Arbeit festnehmen konnte, taucht eine mit einem extrem tödlichen Virus infizierte Leiche auf. Terroristen drohen für den Fall, dass Ramon Salazar nicht freigelassen wird, damit, das Virus in der Stadt freizusetzen, was zwangsläufig zu einer verheerenden Epidemie führen würde. Weil Präsident Palmer nicht mit Terroristen verhandeln will, sieht Jack nur eine Möglichkeit: Er muss die Herkunft des Virus herausfinden und dazu höchstpersönlich Ramon Salazar aus dem Gefängnis befreien.

Die Voraussetzungen für die dritte Staffel von “24″ sind denkbar gut. Die Größe und Art der terroristischen Bedrohung gibt sehr viel her und erzeugt Spannung von der ersten bis zur letzten Minute, wie man es auch schon in den bisherigen Staffeln gewohnt war. Es gibt keine größere Nebenhandlung mit und um Kim Bauer mehr – sie ist inzwischen in der CTU integriert und nervt nur noch wesentlich seltener als früher. Das Spiel mit dem Zuschauer klappt immer noch hervorragend und in einer besonders intensiven Szene (die aus Spoilergründen nicht verraten wird) bleibt einem der Mund offen stehen und man fragt sich, ob das gerade wirklich passiert ist. Alles ist noch etwas bedingungs- und gnadenloser geworden – das kann man gut finden, aber auch nicht. Alles weitere ist so wie früher geblieben: Tolle und spannende Action mit unerwarteten Wendungen, aber auch einigen Logiklücken und Ungereimtheiten. Aber das ist “24″. Die Serie wird Fans der Vorgängerstaffeln nach wie vor großartig unterhalten.

Wie schon in der vorherigen Staffel gab es ein paar wenige Besetzungswechsel bzw. sind zusätzliche Rollen hinzugekommen, dennoch bleibt der Cast passend besetzt. Positiv anzumerken ist, dass die Rolle der Kim Bauer etwas in den Hintergrund rückt. Die “Bösewichte” sind in dieser Staffel außerordentlich hochklassig. Vor allem Paul Blackthorne in der Rolle des Terroristen Stephen Saunders weiß zu überzeugen, wobei es am Ende einen kleinen Bruch in dessen Rollenverhalten gibt. Ansonsten konzentriert sich wieder alles auf Kiefer Sutherland, der diesmal einen drogenabhängigen Jack Bauer auf Entzug geben muss.

Fazit: Auch die dritte Staffel von 24 knüpft qualitativ nahtlos an die beiden Vorgängerstaffeln an. Es gelingt wieder einmal hervorragend, die Spannung über 24 Stunden aufrecht zu erhalten und durch Wendungen und Nebenhandlungen keine Langeweile aufkommen zu lassen. Gleichzeitig erbt Staffel drei aber auch die Schwächen, womit man sich aber inzwischen abgefunden haben sollte. Wer die ersten beiden Staffeln mochte, wird wahrscheinlich auch von der dritten Staffel nicht enttäuscht sein.

Meine Wertung: 8/10

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Filmriss: 24 (Season Two)

In der ersten Staffel von 24 hat Jack Bauer einen Anschlag auf den Präsidentschaftskandidaten David Palmer vereitelt, in 24 Stunden Echtzeit. Auch die zweite Staffel setzt natürlich auf das innovative Echtzeit-Konzept. Die Bedrohung fällt dieses mal aber noch deutlich größer und gefährlicher aus als beim letzten Einsatz. Ob das gleichzeitig für mehr Spannung sorgt und ob die zweite Staffel qualitativ an die hervorragende erste heranreichen kann, das erfahrt ihr im folgenden Filmriss zur zweiten Season.

24 (Season Two)Achtzehn Monate nachdem seine Frau ermordet wurde fristet Jack Bauer nur noch ein jämmerliches Dasein. Seine Tocher Kim hat sich von ihm abgewendet, weil sie ihm die Schuld für den Tod ihrer Mutter gibt und von seiner Arbeit will er nichts mehr wissen. Doch als er einen Anruf des Präsidenten David Palmer bekommt, sieht Jack sich in der Pflicht, denn Terroristen planen innerhalb eines Tages einen Atombombenanschlag auf Los Angeles. Um diesen zu verhindern, erklärt Jack sich dazu bereit, mit der CTU zusammenzuarbeiten und verdeckte Ermittlungen anzustellen. Seine Tocher Kim hat derweil noch ein ganz anderes Problem, denn sie findet heraus, dass der Vater der Familie, bei der sie Babysitter ist, seine Frau und sein Kind misshandelt. Deshalb entschließt sie sich, die kleine Megan irgendwie in Sicherheit zu bringen.

Nach der Sichtung der ersten Staffel, die mich sehr positiv überrascht hat, war ich mir nicht sicher, ob die zweite Staffel das Niveau halten kann. Doch ich wurde eines besseren belehrt. Sie kann es, indem sie die Stärken der ersten Staffel beibehält: Spannung, Action und eine wendungsreiche und überraschende Handlung. Und obwohl man nach der ersten Staffel glaubt, ein wenig sensibilisiert zu sein, welcher Figur man trauen kann und welcher nicht, wird man wieder einige Male aufs Glatteis geführt. Dieses Rätselraten macht Spaß und überrascht zu werden motiviert umso mehr zum Weiterschauen, zumal die Folgen immer mit fiesen Cliffhangern enden. Da kann man dann auch wieder den ein oder anderen Logikfehler verzeihen und das Jack Bauer eine Art Serien-John McClane zu sein scheint. Actionspaß und Spannung überwiegen aber klar und machen auch die zweite Staffel äußerst sehenswert. Es kommt keine Langeweile auf.

Besetzungstechnisch gibt es im Vergleich zur ersten Staffel keine gravierenden Veränderungen. Einige Rollen sind hinzugekommen, andere dafür gestrichen worden, dennoch macht der gesamte Cast seine Sache genauso gut wie in der Vorgängerseason. Zentrale Figur ist und bleibt natürlich Jack Bauer, perfekt verkörpert von Kiefer Sutherland. Weil es nur so wenig über die Besetzung sagen lässt, lieber ein paar Worte zur Sonderausstattung der DVD-Box: Die ist erfreulich umfangreich geworden und enthält neben Audiokommentaren und unveröffentlichten Szenen eine Dokumentation, eine Multi-Angle-Szenen-Studie und ein Fetaurette.

Fazit: Die zweite Staffel von 24 befindet sich auf dem gleichen Niveau wie schon die erste Staffel. Man möchte am liebsten immer weiter schauen, so spannend und wendungsreich werden die Ereignisse erzählt. Allerdings bleiben auch die Kritikpunkte der ersten Staffel erhalten, wieder einmal gibt es einige Logiklücken und wieder werden einige Handlungsstränge durch den Zufall etwas zu sehr in die Länge gezogen, aber das tut dem Gesamtergebnis keinen Abbruch. Genauso sehenswert wie Staffel 1!

Meine Wertung: 8/10

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Filmriss: 24 (Season One)
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Filmriss: 24 (Season One)

Innovative TV-Formate sind selten, meistens funktionieren Serien auf sehr ähnliche Weise. Nicht so die Serie “24″ (oder auch “Twenty Four”). Als sie 2001 startete, gehörte sie zum Ideenreichsten, was man so im Fernsehen sehen konnte. Alle Ereignisse der Serie finden in Echtzeit ab, sogar die Werbung wurde mit einkalkuliert. Schnell entbrannte ein regelrechter Hype um Jack Bauer, der bis heute anhält. Die Serie erfreut sich zahlreicher Fans und Hauptdarsteller Kiefer Sutherland ist mit 40 Millionen Dollar Gage für die 6. bis 8. Staffel der bestbezahlteste TV-Darsteller der Welt geworden. Irgendwas muss also an der Serie dran sein. Was das ist, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

24 (Season One)Federal Agent Jack Bauer, Leiter der Anti-Terror-Einheit CTU in Los Angeles, ist gerade erst nach einer Trennung wieder mit seiner Frau Teri und der gemeinsamen Tochter Kimberly zusammengezogen. Kurz nach Mitternacht reist Kimberly aus. Als Jack und Teri sich auf die Suche nach ihrer Tochter machen wollen, bekommt Jack einen Anruf aus seinem Büro: Ein Notfall, er müsse sofort kommen. In den nächsten 24 Stunden soll ein Mordanschlag auf den schwarzen Präsidentschaftskandidaten Senator David Palmer verübt werden und Jack muss das mit seinen Leuten verhindern. Allerdings, so wird gemunkelt, befindet sich ein Spitzel in den eigenen Reihen, Jack muss also äußerst diskret vorgehen. Während Jack also auf der Arbeit festgehalten wird, sucht Teri weiter nach Kimberly, die noch nicht ahnt, in welch großen Schwierigkeiten sie steckt.

Lange habe ich “24″ nicht wirklich beachtet. Erst ein Angebot für die erste Staffel hat mich dazu verleitet, der Serie eine Chance zu geben. Und was soll ich sagen: Ich find sie super. Die Inszenierung ist wirklich großartig. Der Echtzeit-Aspekt sowie zum Beispiel auch die Splitscreens erzeugen eine ziemlich hohe Spannung und Dramatik. Hinzu kommt eine Spannungskurve, die stetig steigt und von schon Anfang an auf hohem Niveau steht. Die 24 Folgen, die jeweils eine Stunde Echtzeit behandeln, sind extrem wendungsreich werden dadurch auch nicht langweilig. Allerdings fordert die Echtzeit auch ihre Tribute: Logikfehler häufen sich und um die Spannung über einen so langen Zeitraum aufrecht zu erhalten, spielt der Zufall eine nicht geringe Rolle. Ganz leicht negativ fällt auch der hin und wieder fehlende Realismus auf, der ja dem Zuschauer durch die Echtzeit eigentlich suggeriert werden soll. Daran sollte man sich aber nicht stören, denn ansonsten gibt es eigentlich gar keinen schwerwiegenden Kritikpunkt.

Für Kiefer Sutherland dürfte Jack Bauer die Rolle seines Lebens sein und nicht umsonst wurde er für seine Leistung mehrfach mit Preisen ausgezeichnet und trat mit dieser Rolle auch als Gast bei den Simpsons auf (in der Episode “24 Minutes”). Aber auch die Nebendarsteller sind im Großen und Ganzen überzeugend, sodass man ihnen ihre Rolle abnimmt. Herauszuheben sind noch Dennis Haysbert (“The Unit – Eine Frage der Ehre”) als Senator Palmer und Xander Berkeley (“96 Hours”) als überkorrekter CTU-Direktor George Mason. Einen Totalausfall in der Besetzung gibt es nicht.

Fazit: 24 ist eine überaus spannende und wendungsreiche Actionserie, von der man als Zuschauer wirklich sehr gefesselt wird, nicht zuletzt Dank des Echtzeit-Aspekts. Zwar kommt es hin und wieder zu gravierenden Logiklücken und auch viel Realismus darf man nicht erwarten (der Zufall wird doch arg oft bemüht), aber wenn man sich nicht so sehr daran stört, erwartet einen ein absolut temporeiches und actiongeladenes Fernseherlebnis, das man nicht so schnell vergessen wird.

Meine Wertung: 8/10

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24 in der IMDB
Jack Bauer Facts
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